Müll auf Gleise geworfen: So gefährlich kann das werden!

Leipzig - Fahrräder, Computertechnik, Möbel - immer wieder landen Gegenstände im Gleisbett, die da so gar nichts zu suchen haben. Dass das mitunter auch ganz schön gefährlich und auch eine Straftat sein kann, zeigte "Kripo Live" in der Sendung vom Sonntag. 

Diese Couch wurde von der Regionalbahn erfasst.
Diese Couch wurde von der Regionalbahn erfasst.  © Screenshot Kripo live/Polizei Leipzig

Der jüngste Fall liegt etwa einen Monat zurück: Am 30 März warfen Unbekannte eine Couch von der Kohlwegbrücke in Leipzig-Schönefeld auf die Bahngleise (TAG24 berichtete).

Eine Regionalbahn, die aus Geithain in Richtung Hauptbahnhof fuhr, kollidierte mit der Sitzgelegenheit. Das Triebfahrzeug des Zuges erlitt dabei einen Sachschaden von etwa 6000 Euro - verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Das jedoch ist nicht selbstverständlich. "Wenn ein Zug mit einer entsprechenden Geschwindigkeit unterwegs ist, kann es sogar zu Entgleisungen kommen. 

Die Täter nehmen also in Kauf, Fahrzeuge wie Menschen zu Schaden kommen zu lassen", so Yvonne Manger, Sprecherin der Bundespolizei Leipzig


Täter von der Kohlwegbrücke nach wie vor unbekannt

Trotzdem werden aktuell immer mehr Abfälle wie Möbelstücke, alte Fahrräder ohne Ähnliches in den Gleisen gefunden.

Vor allem in der Dunkelheit kann das für den Lokführer eine gefährliche Situation darstellen. "Wenn ich meine 100 Stundenkilometer fahre, brauche ich einen Bremsweg von etwa 1000 Metern", präzisiert Lokführer David Nickel, "wenn ich schneller fahre, dann natürlich noch mehr."

Wer die Couch Ende März von der Kohlwegbrücke warf, ist nach wie vor unbekannt. Fest steht jedoch, dass es sich hierbei um eine Straftat handelt, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden kann. 

Titelfoto: Screenshot Kripo Live/ Polizei Leipzig

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