Verfahren eingestellt! Hirnschlag beim Fahrer löste tödlichen Flixbus-Unfall aus

Leipzig - Der tödliche Flixbus-Unfall vor einem Jahr auf der A9 bei Leipzig hat kein strafrechtliches Nachspiel. Am Freitag revidierte die Staatsanwaltschaft ihre Angaben vom Dienstag und teilte mit, dass das Verfahren gegen den Fahrer (60) eingestellt worden sei.

Feuerwehrleute stehen neben dem verunglückten Flixbus, in dem eine Insassin aus Italien starb. (Archiv)
Feuerwehrleute stehen neben dem verunglückten Flixbus, in dem eine Insassin aus Italien starb. (Archiv)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

"Das Ermittlungsverfahren gegen den Busfahrer wurde im Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen nunmehr durch die Staatsanwaltschaft eingestellt", heißt es in einer gestern verbreiteten Erklärung. Noch zu Wochenbeginn hatte die Staatsanwaltschaft behauptet, dass in dem Verfahren eine Entscheidung ausstünde (TAG24 berichtete).

Daraufhin meldete sich der Verteidiger des Busfahrers zu Wort und widersprach dieser Darstellung. "Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass mein Mandant am Steuer einen Hirnschlag erlitten hatte, das Strafverfahren gegen ihn wurde deshalb eingestellt", so Rechtsanwalt Stephan Bonell (70) zu TAG24.

Der Fernbus war am 19. Mai 2019 auf dem Weg von München nach Berlin, als er in Höhe des Rastplatzes "Bachfurt" plötzlich nach rechts abdriftete, eine Böschung hinauffuhr und dort auf die Seite kippte. Eine Leitplanke krachte dabei in das Panoramafenster des seitlings rutschenden Busses und tötete die Italienerin Cristina P. (63). Weitere 54 Insassen wurden schwer, 21 leicht verletzt.

Am Freitag erklärte nun auch die Staatsanwaltschaft, dass ein nicht vorhersehbares medizinisches Problem des Busfahrers Ursache des Unglücks gewesen sei. 

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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