Uniklinik erklärt: Notfallversorgung auch in Corona-Zeiten gesichert

Leipzig - Zwar steht die Behandlung von Corona-Patienten auch am Uniklinikum Leipzig (UKL) aktuell stark im Fokus. Sorgen machen, dass man in einem Notfall nicht behandelt wird, brauchen sich die Bürger der Messestadt jedoch nicht.

Auch Weihnachten und Neujahr ist die Notfallversorgung an der Leipziger Uniklinik gesichert, wie das Personal nun mitteilte.
Auch Weihnachten und Neujahr ist die Notfallversorgung an der Leipziger Uniklinik gesichert, wie das Personal nun mitteilte.  © Universitätsklinikum Leipzig

Auch unter erschwerten Bedingungen werde durch die Zentrale Notaufnahme (ZNA) sichergestellt, dass die Aufnahme und Versorgung von Patienten rund um die Uhr gesichert ist, wie die Uniklinik am Dienstag mitteilte.

Selbst in Zeiten der Pandemie erleiden Menschen Herzinfarkte, brechen sich ein Bein oder kämpfen mit den Folgen eines Schlaganfalls. Gleichzeitig kann die Verschleppung einer Krankheit gravierende Folgen für den Betroffenen haben, wie unter anderem Kardiologen am UKL warnen.

"Bitte zögern Sie nicht, Hilfe im UKL zu suchen", appelliert Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie. "Es gibt keine Einschränkung für Notfälle. Vielfältige und sorgfältige Vorsichtsmaßnahmen sind aufgebaut worden und im Einsatz. Niemand muss Angst haben."

"Wir erfüllen unseren Versorgungsauftrag für Patienten nach einem Trauma oder sonstigen schweren Erkrankungen weiterhin", erklärte Prof. André Gries, Ärztlicher Leiter der ZNA. Er und sein Team werden auch zwischen Weihnachten und Neujahr die Stellung halten.

Bei zehn Notfällen wird täglich eine Corona-Infektion festgestellt

Zwar stehe aktuell die Behandlung von Corona-Patienten im Fokus. Es brauche jedoch niemand Angst vor dem Gang ins Krankenhaus haben, wie unter anderem der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Prof. Ulrich Laufs, erklärte.
Zwar stehe aktuell die Behandlung von Corona-Patienten im Fokus. Es brauche jedoch niemand Angst vor dem Gang ins Krankenhaus haben, wie unter anderem der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Prof. Ulrich Laufs, erklärte.  © Jan Woitas/dpa

Gries zufolge ist die Zahl der Trauma-Patienten, die zu Fuß die Notaufnahme aufsuchen, während des zweiten Lockdowns gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der schwer kranken nicht-traumatologischen Fälle.

Einige von ihnen seien zudem mit dem Coronavirus infiziert. Hinzu kämen bereits schwer an Covid-19-Erkrankte. "Das alles stellt eine hohe Belastung für die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter meines Teams dar, doch wir stellen uns dieser Aufgabe tagein, tagaus", so der Leiter der ZNA.

Bei zehn Notfall-Patienten werde täglich auch eine Corona-Infektion festgestellt, die in den meisten Fällen zuvor nicht bekannt war. Diese müsse zunächst diagnostiziert werden, bevor eine Entscheidung fallen kann, ob eine ambulante Behandlung reicht oder ob der Patient stationär aufgenommen werden muss.

"In der Corona-Versorgungskette am UKL mit den Intensivstationen und den Normal-Isolierstationen nimmt auch die ZNA einen wichtigen Platz ein", so Prof. Gries.

Titelfoto: Universitätsklinikum Leipzig

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