"Wenn die Trauer nicht nachlässt": Uniklinik sucht Teilnehmer für Studie über Trauerstörungen

Leipzig - Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät die Welt der Hinterbliebenen aus den Fugen. Einige Betroffene können dies nur schwer verarbeiten, bleiben in der Trauer stecken und entwickeln eine sogenannte "anhaltende Trauerstörung". Zu genau diesem Thema sucht die Uniklinik Leipzig nun Personen, um an einer Studie teilzunehmen. Es geht um Untersuchungen, aber auch um Hilfe für Trauernde.

Mit einer Studie über anhaltende Trauerstörungen soll Betroffenen an der Uniklinik Leipzig geholfen werden. (Symbolbild)
Mit einer Studie über anhaltende Trauerstörungen soll Betroffenen an der Uniklinik Leipzig geholfen werden. (Symbolbild)  © Bernd Friedel/123RF

"Gerade in diesen Krisenzeiten und aufgrund der mit Covid-19 einhergehenden Einschränkungen haben es Hinterbliebene oftmals besonders schwer", erklärte Kira Schumacher vom Forschungsprojekt PROGRID. "Gleichzeitig haben wir Schwierigkeiten, betroffene Personen über unser Therapieangebot zu informieren."

Im Rahmen des Forschungsprojektes sucht die Uniklinik aktuell nach Menschen zwischen 18 und 75 Jahren, die unter anhaltender Trauer leiden.

Es gehe jedoch nicht nur um Forschung, sondern auch um Unterstützung für die Betroffenen. Denn als Teil des Projektes werden an der Uniklinik speziell zugeschnittene Formen der Psychotherapie für Menschen mit anhaltender Trauerstörung angeboten.

Therapien auch per Videosprechstunde möglich

"Die Therapien können ohne lange Wartezeit begonnen werden. Speziell geschulte Therapeuten führen diese ambulant im Rahmen von wöchentlich stattfindenden Therapiesitzungen", heißt es dazu in einer Mitteilung des Projektes. Aufgrund der aktuellen Situation könne das Angebot auch per Videosprechstunde wahrgenommen werden.

Die Untersuchungen sollen vor, während und nach der Therapie stattfinden.

Weitere Informationen zu dem Angebot erhalten Interessierte auf der Website des Projektes unter www.trauer-therapie.de sowie unter Tel. 03419720948.

Titelfoto: Bernd Friedel/123RF

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