Verschärfte Situation seit Corona: Ostdeutsche Innenstädte sollen lebendiger werden

Leipzig - Die zuvor bereits schwierige Lage in vielen ostdeutschen Innenstädten durch den Onlinekauf hat sich coronabedingt nochmals verschärft.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist seit Juni vergangenen Jahres Präsident des Deutschen Städtetags. (Archivbild)
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist seit Juni vergangenen Jahres Präsident des Deutschen Städtetags. (Archivbild)  © Caroline Seidel/dpa

Daher wollen die Oberbürgermeister der ostdeutschen Städte im Deutschen Städtetag auf ihrer Herbstsitzung am Freitag um 14 Uhr in Leipzig unter anderem über Unterstützung von Bund und Länder für lebendige Innenstädte sprechen.

"Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Katalysator: Sie forciert den Onlinehandel und könnte viele Einzelhändler zur Geschäftsaufgabe zwingen", hatte Leipzigs Oberbürgermeister und Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) nach einer Präsidiumssitzung Ende September gesagt.

Handelsketten gäben zunehmend Läden auf, die Gastronomie verliere Kunden und Arbeit im Homeoffice mache einen Teil der Büroflächen womöglich überflüssig.

Außerdem geht es bei der Konferenz, an der rund 15 ostdeutsche Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister teilnehmen, um die Kommunalfinanzen in Corona-Zeiten.

Für dieses Jahr hatten Bund und Länder bereits beschlossen, die Gewerbesteuerausfälle der Kommunen zu kompensieren. Die Kommunen rechnen aber damit, dass es auch in den kommenden beiden Jahren erhebliche Einnahmeausfälle geben wird.

Die Oberbürgermeister-Konferenz der ostdeutschen Städte im Deutschen Städtetag findet zweimal im Jahr statt.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

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