Virengefahr! PETA fordert Verbot von Reptilienbörsen

Leipzig - Angesichts der Corona-Pandemie fordert die Tierrechtsorganisation PETA von Sachsens Kommunen ein dauerhaftes Verbot von Reptilienbörsen.

Auch solche Smaragdeidechsen werden auf Reptilienbörsen angeboten. Peta fordert jetzt ein Verbot - unter anderem wegen Infektionsgefahr.
Auch solche Smaragdeidechsen werden auf Reptilienbörsen angeboten. Peta fordert jetzt ein Verbot - unter anderem wegen Infektionsgefahr.  © Manfred Pfefferle/dpa

"Wildtierbörsen begünstigen die Entstehung und Verbreitung von Viren und Bakterien - durch das Coronavirus ist deutlich geworden, wie gefährlich der Handel mit exotischen Tieren ist", erklärte PETA-Referentin Jana Hoger. 

Exemplarisch für alle Reptilienbörsen im Land hat die Organisation in einem Schreiben an Leipzigs Stadtverwaltung die dauerhafte Schließung der größten Exotenmesse im Freistaat, der "EXPO-REP" gefordert.

Ein Verbot sei zum Schutz der Bevölkerung und auch aus Tierschutzgründen unumgänglich, meinte Hoger und verwies auf die Gefahr von Zoonosen. So wird die Übertragung von Infektionskrankheiten von Tier zu Mensch bezeichnet.

Bei ihm sei das noch nie vorgekommen, sagt "EXPO-REP"-Veranstalter Michael Knappik (53): "Wir werden zudem regelmäßig vom Veterinäramt kontrolliert."

Wegen der Corona-Krise seien zudem derzeit sämtliche Börsen abgesagt.

Titelfoto: Manfred Pfefferle/dpa

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