Vom Plattenbau zur hippen Oberschule: Hier dürfen Leipzigs Kids jetzt pauken!

Von Anke Brod

Leipzig - "Super, wie aus dem alten Kasten so etwas Modernes wurde!". Das bekundeten am gestrigen Mittwoch die beiden 13-jährigen Schülerinnen Elodie und Hannah während einer offiziellen Vorab-Begehung ihrer brandneuen Oberschule im Leipziger Stadtteil Meusdorf. Die sanierte Einrichtung an der Höltystraße geht am Montag für alle an den Start. 

Schnipp, das Band ist durch! Den Weg in die Schule bahnten gestern (v.l.n.r.) Jörg Heynoldt, Leiter des Landesamtes für Schule und Bildung, sowie Dr. Thomas Fabian als Schulbürgermeister mit Schulleiterin Kristin Naumann nebst Architekt Sven Seidel.
Schnipp, das Band ist durch! Den Weg in die Schule bahnten gestern (v.l.n.r.) Jörg Heynoldt, Leiter des Landesamtes für Schule und Bildung, sowie Dr. Thomas Fabian als Schulbürgermeister mit Schulleiterin Kristin Naumann nebst Architekt Sven Seidel.  © Anke Brod

Der über zwei Jahre strukturell und technisch aufgemotzte Plattenbau von 1970 stand 15 Jahre leer. Nun kommt das Gebäude farbenfroh und stylish daher! Die neue Mittelschule ist dabei für bis zu drei Klassen pro Jahrgang ausgelegt. 

2015/2016 starteten in dem vierstöckigen Haus bereits Umbaumaßnahmen für eine Gemeinschaftsunterkunft geflüchteter Menschen. Deren Zustrom nahm jedoch 2017 ab. Gleichzeitig stiegen im Einzugsgebiet Südost die Schülerzahlen. 

Mit über 600.000 Einwohnern leben derzeit in der Messestadt übrigens gut 100.000 Bürger mehr als vor zehn Jahren. Das geht aus dem Quartalsbericht IV/2019 vom Amt für Statistik und Wahlen hervor.

"Mit der Sanierung der Oberschule Höltystraße haben wir in kurzer Zeit weitere dringend benötigte schulische Kapazitäten geschaffen", betonte Bürgermeister Thomas Fabian (64, SPD) bei der Besichtigung. 

Er sagte: "Damit geht ein weiterer Baustein unseres Programms zur Schaffung neuer Schulplätze pünktlich ans Netz."

Spaß und sportliche Betätigung verheißt der neue Pausenhof.
Spaß und sportliche Betätigung verheißt der neue Pausenhof.  © Anke Brod

Moderne Mensa mit Cafeteria

Die beiden 13-jährigen Siebtklässlerinnen Elodie (links) und Hannah schauten sich vor dem offiziellen Schulstart am Montag schonmal den Werkraum ihrer neuen Oberschule an.
Die beiden 13-jährigen Siebtklässlerinnen Elodie (links) und Hannah schauten sich vor dem offiziellen Schulstart am Montag schonmal den Werkraum ihrer neuen Oberschule an.  © Anke Brod

Der Architekt Sven Seidel vom Büro "delta Plan" wies auf den behindertengerechten Doppeleingang hin. Und Schulleiterin Kristin Naumann lobte die moderne Mensa mitsamt Cafeteria.

Die Komplexsanierung der "alten Platte" kostete 6,4 Millionen Euro. Mit rund zwei Millionen Euro Fördermitteln beteiligte sich auch der Freistaat. 

Regulär bietet das Haus 420 Lernplätze, sie können auf 504 Schüler ausgedehnt werden. Ein Computerbereich, der Physik- und Chemiesaal sowie Werk- und Textilraum oder eine Lehrküche sind allesamt auf dem neuesten Stand der Technik. Direkt vor der Schule liegt zudem eine Bushaltestelle.

Der großzügige Schulhof wurde mit Freizeitgeräten und Bänken ansprechend gestaltet. Alte Bäume blieben als Schattenspender stehen. 

Einziger Wermutstropfen: Eine Turnhalle fehlt - sie ist aber in Planung! Solange wird eben außerhalb Sport getrieben.

Titelfoto: Anke Brod

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