Wegen Corona: Studentenrat übt scharfe Kritik an Uni Leipzig

Leipzig - Studieren in Zeiten von Corona? An der Universität Leipzig ist das laut Student_innenRat (StuRa) schwierig. Denn die Hochschule versage den Studierenden die nötige Unterstützung.

Die Universität Leipzig wird vom StuRa scharf kritisiert.
Die Universität Leipzig wird vom StuRa scharf kritisiert.

"Die Technische Universität Dresden geht im Gegensatz zur Uni Leipzig mit gutem Beispiel voran: Dort werden sämtliche Prüfungsversuche als Freiversuche gewertet, das Semester kann auf Antrag nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden und Wiederholungsfristen sind ausgesetzt", heißt es von StuRa-Referent Nico Eisbrenner.

Doch an der Leipziger Hochschule blieben derartige Erleichterungen in Bezug auf die Corona-Krise laut einer Mitteilung des StuRas aus.

Die Uni begründe ihr Vorgehen demnach mit an die Situation angepassten Lehrveranstaltungen und einer besseren Semestervorbereitung - allerdings solle die Universität ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 nur noch im Minimalbetrieb laufen.

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Scharfe Kritik: "Einzig und allein Prüfungen über die Bühne zu bringen scheint im Fokus zu liegen. Die Studierenden werden dabei einfach im Regen stehen gelassen!", so StuRa-Referent Paul Reinhard.

Sogar der erfolgreiche Abschluss vieler Studierender sei gefährdet, findet StuRa-Referent Felix Fink: "Es zeigt sich erneut, dass die Uni Leipzig nicht aufgrund ihrer Studierenden-Freundlichkeit, sondern hauptsächlich wegen der attraktiven Stadt einen so großen Zustrom erfährt. Das Rektorat ruht sich auf diesem Standortvorteil seit Jahren aus."

Und weiter: "Gerade jetzt, wo das universitäre Leben nahezu lahmgelegt ist, macht es uns sprachlos, dass die Universität keinen Millimeter auf die Studierenden zugeht und für Erleichterungen sorgt."

Titelfoto: Stadt Leipzig

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