Wegen der Coronakrise: Felsenkeller Leipzig in Gefahr

Leipzig - Nach der Moritzbastei (TAG24 berichtete) scheint nun die nächste große Leipziger Kultur-Institution in Gefahr zu sein. Der Felsenkeller feiert in diesem Jahr 130. Geburtstag. Doch mitten im großen Umbau kam die Corona-Pandemie.

Der Felsenkeller an der Karl-Heine-Straße in Leipzig.
Der Felsenkeller an der Karl-Heine-Straße in Leipzig.  © facebook/FelsenkellerLeipzig

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hielten hier einst große Reden, in den 1910er und 20er Jahren kam hier die Arbeiterbewegung zusammen. Die Rede ist vom Felsenkeller im Leipziger Stadtteil Plagwitz.

Nach der Wende verfiel der Prunkbau immer weiter - doch das Gebäude konnte gerettet werden, seit 2014 finden im Felsenkeller wieder Kulturveranstaltungen statt, besonders die alljährliche Halloween-Party ist mittlerweile Kult. 

Durch die Veranstaltungen konnte auch die weitere Sanierung des Gebäudes finanziert werden - bis jetzt. 

Denn die Corona-Krise bedeutet einen herben Rückschlag für die Betreiber: "Fünf Jahre haben wir Schritt für Schritt den Felsenkeller möglichst historisch genau wiederhergestellt und parallel dazu das Gebäude vor dem Verfall gerettet sowie für einen modernen Veranstaltungsbetrieb fit gemacht", teilen die Verantwortlichen nun mit.

Der jetzige Baustopp sei eine Gefahr für den weiteren Betrieb des Felsenkellers. Außerdem könne sich der bauliche Zustand weiter verschlechtern.

Um den Felsenkeller zu retten, hat das Team am heutigen Montag eine Crowdfunding-Aktion gestartet: 25.000 Euro Spendengelder sollen bis zum 18. August zusammenkommen.

Titelfoto: facebook/FelsenkellerLeipzig

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