Winzige Katze herzlos im Müll entsorgt: Jetzt wird Fridolin per Flasche aufgepäppelt!

Von Anke Brod

Delitzsch - Am 5. Juni postete das Tierheim Delitzsch (Sachsen) bei Facebook eine Tat, die fassungslos macht: Ein rotes Babykaterchen war ängstlich in einem Eimer kauernd im Hausmüll entsorgt worden! Der Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes bewahrte den armen Fratz in letzter Sekunde schließlich knapp vor einem grausamen Schreddertod (TAG24 berichtete).

Der kleine Kater Fridolin wird nun per Fläschchen aufgepäppelt.
Der kleine Kater Fridolin wird nun per Fläschchen aufgepäppelt.  © privat

Die Zeilen bei Facebook lesen sich so: "Dank aufmerksamer Mitarbeiter der Kreiswerke Delitzsch konnte dieses winzige Katzenleben gerettet werden. In einen Eimer geschmissen wurde der Winzling im Müllberg entsorgt und stand zusammen mit dem restlichen Müll kurz vor dem Zerschreddern." 

Im Post sind Fotos des possierlichen Tierchens mitsamt der schrecklichen Todesfalle aus Plastik abgebildet. In dem Eimerchen lagerten laut Aufschrift zuvor wohl Pepperoni.

Tierheim-Mitarbeiterin Gundula S schilderte TAG24 am Sonntag auf Anfrage: "Das Katzenfindelkind wurde direkt im Wertstoffhandel beim Zusammenschieben des Mülls durch einen Baggerfahrer entdeckt. 

Aufmerksam wurde der Mitarbeiter durch das klägliche Miauen", gab sie die schockierende Szene auf der Müllhalde wieder. "Weitere Kitten wurden nicht entdeckt, es wäre jedoch nicht auszuschließen", meinte sie weiter. Woher der Eimer stamme, sei leider nicht mehr nachvollziehbar.

Facebook-Kommentare sprechen Bände: "Entsorgt wie eine gebrauchte Milchtüte"

In diesem Pepperoni-Eimer wurde Fridolin gerade noch rechtzeitig entdeckt.
In diesem Pepperoni-Eimer wurde Fridolin gerade noch rechtzeitig entdeckt.  © Screenshot Facebook/Tierheim Delitzsch

Das kleine Katerchen hatte also wirklich unfassbar großes Glück im Unglück! Gundula S., ihres Zeichens zweite Vorstandsvorsitzende beim Tierheim Delitzsch, sagte: "Der Kater wird von unserer Mitarbeiterin Jasmin, die gerade noch sieben Findelkinder päppelt und viel Erfahrung hat, aufgezogen. Er wiegt derzeit stolze 169 Gramm, schreit am lautesten nach seinem Fläschchen und ist ein bis zwei Wochen jung." 

Der Süße heiße jetzt im Übrigen Fridolin! Momentan gäbe ihm Ziehmama Jasmin alle zwei Stunden das Fläschchen. Dabei erfahre sie liebevolle Hilfe durch den felligen Ziehpapa Rambo, der sich schon oft in dieser Funktion bewährt habe. 

"Ich bin immer noch für einer Zwangskastration für alle Katzen und Kater mit Besitzer, dafür sollte es endlich ein Gesetz geben," meint ein User auf Facebook indes erbost. Er fährt fort: "Wenn sich nicht dran gehalten wird, Geldstrafe!". Denn nur weil die Besitzer unvernünftig seien und kein Verantwortungsgefühl hätten, müssten so kleine Würmer leiden. 

Drastisch drückt es ein Anderer aus: "Die Kreaturen, die sowas tun, gehören in den Müll oder solange weggesperrt, bis sie begriffen haben, was Leben bedeutet." Wenige Zeilen weiter heißt es: "Unfassbar und sehr, sehr traurig, dass eine Kreatur mit Namen Mensch einem Tierbaby so etwas antut. Wie Müll behandelt. Weggeworfen wie eine gebrauchte Milchtüte."

Das Fazit eines weiteren Tierfeundes: "Man kann denen, die nicht wegsehen, Zeit und Geld opfern, um so ein kleines Leben zu retten, nicht genug danken!" Er hofft, dass das Kätzchen durchkommt und ein langes, glückliches Leben vor sich hat.

Titelfoto: privat

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0