"Elefant, Tiger & Co.": Auch im Zoo geht's jetzt zum Abstrich

Leipzig - Es wird wieder geschäftiger im Leipziger Zoo. Der Lockdown ist überstanden und Besucher sind endlich wieder erlaubt! Bei den Seehunden ist derweil schon Training angesagt - und ein Rachenabstrich.

Und jetzt schön weit den Mund auf: Die Seehunde mussten bei "Elefant, Tiger & Co." zum Abstrich.
Und jetzt schön weit den Mund auf: Die Seehunde mussten bei "Elefant, Tiger & Co." zum Abstrich.  © Screenshot/MDR

Mit Corona hat das allerdings nichts zu tun, wie es bei "Elefant, Tiger & Co." heißt. Mit dem Abstrich könnten im Ernstfall alle möglich Erreger festgestellt werden.

Und damit sich der leicht durchführen lässt, wird nun trainiert. Ein dreiviertel Jahr lernen die Robben nun schon Kommandos, um die Arbeit mit ihnen zu erleichtern.

Die Tierpflegerinnen um Bettina Hurgisch nutzen dazu Schilder und dreidimensionale Signale. Auf den ersten Blick mag es wie eine Showeinlage aussehen und soll den Tieren natürlich auch Spaß machen.

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Tatsächlich gibt es jedoch einen ernsten Hintergrund, denn die Kommandos könnten auch dabei helfen, medizinische Untersuchungen zu vereinfachen.

Und um genau dafür zu sorgen, werden eben auch die Abstriche geübt. Während der Show sind dafür die Seehund-Damen Sissi und Alice dran. Die schlagen sich natürlich tapfer während des Tests.

So ein Abstrich ist eben nicht nur für uns Menschen unangenehm.

Nur das beste für die kleinen Nandus

Der Nandu-Nachwuchs ist schon ganz schön flott unterwegs. Links übrigens zu sehen: Der kleinste von ihnen, der Nachzügler, auf den die Pfleger ein besonderes Auge haben.
Der Nandu-Nachwuchs ist schon ganz schön flott unterwegs. Links übrigens zu sehen: Der kleinste von ihnen, der Nachzügler, auf den die Pfleger ein besonderes Auge haben.  © Screenshot/MDR

Der Nandu-Nachwuchs ist derweil schon kräftig am gedeihen. Aus den etwa 20 Eiern sind mittlerweile vier Küken herangewachsen. "Rückblickend ziemlich heftig", meint Tierpfleger Florian Ludwig dazu. "Aber für das erste Jahr ist das schon eine gute Quote."

Die vier Kleinen scheinen auf jeden Fall ordentlich erpicht, schnell heranzuwachsen - was allerdings auch mit einem beachtlichen Hunger einhergeht.

Am liebsten sollen sie es frisch vom Ufer der Parte mögen. Vor allem Brennnesseln und andere frische Kräuter stehen auf dem Speiseplan. "Die fressen uns die Haare vom Kopf", scherzt da der Tierpfleger, während er selbst die nächste Futterladung sammelt. "Der Zoo ist zum Glück etwas größer und wir haben noch genug Orte, wo es Brennnesseln gibt."

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Mit dem Sammeln allein ist es nicht getan. Das Futter muss auch noch angereichert werden. Zu den Brennnesseln kommen diesmal Gurken und Sellerie. Mit jeder Mahlzeit variiert die Gemüse-Kombination jedoch, damit die Kleinen auch alle Nährstoffe erhalten, die sie benötigen.

Vor allem einer wird gerade gut von Tierpfleger Florian umsorgt: der Kleinste, der Nachzügler. "Er hat auf jeden Fall den Anschluss an seine Geschwister und macht erstmal einen guten Eindruck. Ab das reicht, wird sich allerdings noch zeigen."

Und Nandu-Papa Hannibal? Der macht indes eine gute Figur als Vater, indem er die Kleinen auf Trab hält. "Wichtig bei Nandu-Küken ist, dass sie sich schnell viel bewegen, damit sie sich auch gut entwickeln", erklärt der Tierpfleger dazu.

Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und freuen uns schon, die kleinen hoffentlich auch bald im Zoo sehen zu können.

Titelfoto: Screenshot/MDR

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