Zum zehnjährigen Jubiläum: Neue Zuchten im Gondwanaland des Leipziger Zoos geplant

Von Birgit Zimmermann

Leipzig - Zum zehnjährigen Bestehen der Riesentropenhalle Gondwanaland plant der Zoo Leipzig dort einige neue Tierzuchten.

Von einem Baumkronenpfad aus blickt Zoo-Direktor Jörg Junhold (57) in das Gondwanaland. Dort soll es bald neue Zuchten geben.
Von einem Baumkronenpfad aus blickt Zoo-Direktor Jörg Junhold (57) in das Gondwanaland. Dort soll es bald neue Zuchten geben.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

So sollen die drei Komodowarane möglichst Nachwuchs bekommen. Die Zucht sei anspruchsvoll, sagte Zoodirektor Jörg Junhold (57). Erste Eier hätten sie gelegt, aber nicht befruchtet. Auch die Sunda-Gaviale - eine große Krokodilart - soll sich in Leipzig vermehren.

Das Gondwanaland wurde am 1. Juli 2011 eröffnet. In der 16.500 Quadratmeter großen Halle können die Besucher bei feuchtwarmen Tropenklima in einen Urwald eintauchen. Rund 300 Tierarten, davon rund 100 größere, sind dort heimisch.

Mit Baukosten von knapp 70 Millionen Euro ist die Halle noch immer das teuerste Einzelprojekt in der Geschichte des Zoos. Gondwana ist die Bezeichnung des Superkontinents, der bis vor etwa 150 Millionen Jahren Afrika, Asien und Südamerika als gemeinsame Landmasse verband.

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Zoochef Junhold würde sich jederzeit wieder für den Bau entscheiden. "Ich habe es keinen Tag bereut, dass wir das Projekt angefangen und in Betrieb genommen haben." Fachlich-tiergärtnerisch habe die Halle den Zoo in eine andere Liga gehoben und viel Anerkennung eingebracht.

Außerdem habe das Gondwanaland so funktioniert wie geplant: als überregionaler Besuchermagnet und wetterfester Anziehungspunkt in den kälteren Monaten des Jahres. Um so härter habe den Zoo die Corona-Pandemie mit der siebenmonatigen Schließung ab November getroffen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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