Linksfraktion will mit "mobilem Büro" mehr Präsenz zeigen

Magdeburg - Die Linksfraktion hat angekündigt, vor dem Hintergrund der Energiekrise im Herbst verstärkt Präsenz auf Marktplätzen und bei Demonstrationen in Sachsen-Anhalt zeigen zu wollen.

Linke-Fraktionschefin Eva von Angern (45) kündigt eine höhere Präsenz der Partei in Sachsen-Anhalt an.
Linke-Fraktionschefin Eva von Angern (45) kündigt eine höhere Präsenz der Partei in Sachsen-Anhalt an.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

"Es wird ein heißer Herbst", sagte Fraktionschefin Eva von Angern (45) am Dienstag. "Wir wollen auf der Straße unterwegs sein, wir wollen ansprechbar sein."

Mit einigen Fraktionskollegen präsentierte von Angern am Dienstag in Magdeburg ein neues mobiles Büro. Dazu wurde ein Kleintransporter umgebaut - er verfügt nun über Schreibtisch, Arbeitsmittel, Kühlschrank, Herd und Waschbecken.

Am Mittwoch soll das Fahrzeug beispielsweise in Weißenfels am Rande einer Demonstration zu den Folgen der Energiekrise zum Einsatz kommen.

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Die Einrichtung des mobilen Büros ist auch eine Konsequenz der Niederlagen bei der Landtags- und Bundestagswahl im vergangenen Jahr. "Wir müssen jetzt raus", sagte von Angern.

Die Fraktion müsse das direkte Gespräch mit den Wählern suchen. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die Linke auf 11 Prozent gekommen, bei der Bundestagswahl auf 4,9 Prozent.

Eva Von Angern: "Staat soll den Menschen helfen!"

Von Angern erneuerte ihre Forderungen nach einem Schutzschirm für die Kommunen wegen der gestiegenen Energiepreise und der Einführung einer Übergewinnsteuer.

Zudem müsse der Staat den Menschen unmittelbar helfen.

"Ich finde, die Politik muss für die Menschen in Deutschland da sein. Es geht darum, die Endverbraucher, also den kleinen Mann und die kleine Frau zu schützen vor der Frage: Fülle ich meinen Kühlschrank oder drehe ich die Heizung auf?"

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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