Reiner Haseloff fordert: "Rentner brauchen Unterstützung bei Energiekosten!"

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) hat sich für weitere Entlastungen angesichts steigender Energiepreise ausgesprochen.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) fordert, dass Bürger angesichts der hohen Energiepreise weiter entlastet werden.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) fordert, dass Bürger angesichts der hohen Energiepreise weiter entlastet werden.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

"Vor allem brauchen auch die Rentner staatliche Unterstützung, die meisten von ihnen können die enormen Mehrkosten allein nicht tragen", erklärte Haseloff der Magdeburger Volksstimme. "Das ist vor allem im Osten der Fall, weil hier die wenigsten über große Rücklagen oder Erbschaften verfügen."

Schwierig sehe es auch bei Haushalten mit Grundsicherung aus. "Am aller schwierigsten aber wird es für Familien mit Kindern, wo die Eltern hart arbeiten, aber nur kleine Gehälter bekommen, die knapp über der Grundsicherung liegen", sagte er.

"Sie müssen alles allein schultern. Das betrifft alle im unteren Drittel auf der Einkommensskala." Bei vielen seien die neuen Energierechnungen noch nicht angekommen, sagte der Regierungschef.

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Und weiter: "Viele fahren jetzt nochmal in den Urlaub. Während der Coronazeit waren die deutschen Sparguthaben gewachsen. Das wird sich spätestens Anfang nächsten Jahres ändern. Die hohen Energiepreise werden noch für eine längere Zeit anhalten. Das werden wir bald alle merken."

Reiner Haseloff: "Das ist für Olaf Scholz eine schwierige Gratwanderung"

Mit Blick auf die Sanktionen gegen Russland, das in der Ukraine einen Angriffskrieg führt, sagte Haseloff: "Nach diesem Völkerrechtsbruch im Februar musste es eine harte Reaktion geben. Natürlich sollen Sanktionen Russland stärker treffen als uns. Aber wir sehen nach vier Monaten Krieg: Putin hat einen langen Atem. Das Risiko steigt, dass wir uns stärker schaden."

Man müsse stetig auf die Wirkungen schauen, zumal sie auch Länder in Afrika und Asien träfen. "Das ist für Bundeskanzler Olaf Scholz eine schwierige Gratwanderung."

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

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