Rund 600 Einsätze in München, aber überwiegend ruhiger Start ins neue Jahr

München - Wenig Feuerwerk, fast leere Straßen und kaum große Partys - der Jahreswechsel ist in Bayern meist friedlich verlaufen.

Polizisten und Sicherheitsmitarbeiter der MVG stehen auf dem ansonsten menschenleeren Marienplatz im Zentrum der Stadt.
Polizisten und Sicherheitsmitarbeiter der MVG stehen auf dem ansonsten menschenleeren Marienplatz im Zentrum der Stadt.  © Sven Hoppe/dpa

"Die Leute haben sich weitgehend an die ganzen Auflagen gehalten", sagte Gordon Winkel vom Polizeipräsidium München am Freitag.

Auch die Feuerwehr München sprach von einer vergleichsweise stillen Silvesternacht mit deutlich weniger Einsätzen als im Vorjahr.

Über den Jahreswechsel waren auf Bayerns Straßen mehr Polizistinnen und Polizisten unterwegs, um zu kontrollieren, ob sich die Feiernden an die Corona-Beschränkungen halten.

800 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei unterstützen dabei die örtlichen Polizeiinspektionen.

Das Polizeipräsidium München zählte vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen rund 600 Einsätze. Das entspricht zwar in etwa dem Niveau des Vorjahres.

Davon seien aber 200 Einsätze wegen Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz gewesen, sagte Winkel.

Insgesamt zog die Münchner Polizei aber eine positive Bilanz: "Es gab sehr wenige Menschen, die außerhalb ihrer Grundstücke unterwegs waren, um zu knallen", sagte Winkel.

Bayerische Polizei zieht insgesamt positive Bilanz

Nur wenige Silvesterraketen sind über der Ortschaft Ebing zu sehen.
Nur wenige Silvesterraketen sind über der Ortschaft Ebing zu sehen.  © Nicolas Armer/dpa

Auch im südlichen Oberbayern verbrachten die Menschen einen weitgehend ruhigen Jahreswechsel. Es gab mehr als 250 Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen.

Außerdem mussten Beamte drei unerlaubte Partys auflösen. Es gab wenige Verkehrsunfälle, Körperverletzungen und Ruhestörungen. In Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land) verlor allerdings ein 56 Jahre alter Mann bei der Explosion eines Böllers vier Finger sowie Teile seines Daumens.

Auch in Passau löste die Polizei zwei verbotene Silvesterfeiern auf, bei denen junge Leute aus mehreren Haushalten zusammen feierten. Den Einsätzen waren jeweils Beschwerden wegen Ruhestörung vorangegangen. Alle Partygäste erhielten Anzeigen.

In der Oberpfalz zählte die Polizei rund 200 Verstöße gegen die Corona-Auflagen. In Nittendorf (Landkreis Regensburg) lösten Beamte eine Tiefgaragenparty mit 15 Gästen auf. Auch in Oberfranken gab es zahlreiche Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

Die Polizei zeigte mehrere Menschen an, die ohne triftigen Grund auf der Straße unterwegs waren und löste Partys mit zu vielen Gästen auf.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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