AfD fällt zum dritten Mal bei Vizepräsidenten-Wahl im Landtag Bayerns durch

München - Die AfD stellt auch weiter keinen Vizepräsidenten im Bayerischen Landtag. Mit Uli Henkel (66) fiel am Mittwochabend bereits zum dritten Mal ein AfD-Kandidat bei geheimer Wahl im Landtag durch. 

Mit Uli Henkel (66) fiel am Mittwochabend bereits zum dritten Mal ein AfD-Kandidat bei geheimer Wahl im Landtag durch. (Bildmontage)
Mit Uli Henkel (66) fiel am Mittwochabend bereits zum dritten Mal ein AfD-Kandidat bei geheimer Wahl im Landtag durch. (Bildmontage)  © Lino Mirgeler/dpa

Henkel erhielt in der Plenarsitzung in München, bei der coronabedingt nur ein kleiner Teil der Parlamentarier anwesend war, lediglich zehn Stimmen. 53 Abgeordnete stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung. Henkel hätte allerdings eine einfache Mehrheit der Stimmen gebraucht.

Henkel hatte kurz nach der Landtagswahl im Herbst des Jahres 2018 eigentlich als erster AfD-Kandidat in eine Vizepräsidenten-Wahl gehen wollen.

Er zog seine Kandidatur damals aber quasi in letzter Minute zurück - weil er zu dieser Zeit noch vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und sich alle anderen Fraktionen deshalb gegen ihn gestellt hatten. Doch auch der damalige Ersatzkandidat der AfD-Fraktion, Raimund Swoboda (70), fiel durch.

Henkel erhielt in der Plenarsitzung, bei der coronabedingt nur ein kleiner Teil der Parlamentarier anwesend war, zehn Stimmen.
Henkel erhielt in der Plenarsitzung, bei der coronabedingt nur ein kleiner Teil der Parlamentarier anwesend war, zehn Stimmen.  © Lino Mirgeler/dpa

Ein Jahr später nahm die damals bereits tief zerstrittene AfD-Fraktion einen neuen Anlauf. Der zweite Kandidat Ulrich Singer (44) scheiterte allerdings ebenso in der Abstimmung für einen Vize-Posten.

Titelfoto: Montage: Lino Mirgeler/dpa

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0