Halbnackter Mann verbeisst sich in Bein von Polizisten, wenig später ist er tot

München - Nach einem Sturz aus einem Rettungswagen ist ein bislang unbekannter Mann in München gestorben.

Die Rettungskräfte wurden von dem Mann mit einem spitzen Gegenstand bedroht, ehe er die Flucht ergriff. (Symbolbild)
Die Rettungskräfte wurden von dem Mann mit einem spitzen Gegenstand bedroht, ehe er die Flucht ergriff. (Symbolbild)  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Er habe am Sonntagnachmittag gegen 15.10 Uhr halbnackt in einer Einfahrt gelegen und sollte ins Krankenhaus gebracht werden, teilte die Polizei am Montag mit.

"Damit war der Mann auch einverstanden", heißt es in einer Pressemeldung weiter. "Gegen 16.25 Uhr teilte die transportierende Rettungswagenbesatzung der Polizei mit, dass sie gerade von dem Mann mit einem spitzen Gegenstand angegriffen worden war und dieser anschließend geflüchtet sei."

Beamte entdeckten den Unbekannten. Der Mann habe Widerstand geleistet und musste fixiert werden.

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Im Rettungswagen konnte er sich aus seinen Fesseln befreien und soll sich dann im Bein eines Beamten festgebissen haben. Beide seien aus dem stehenden Fahrzeug an der Kreuzung Leopoldstraße Ecke Johann-Fichte-Straße auf die Straße gestürzt.

Kurz darauf erlitt der Unbekannte einen Atemstillstand. Er sei wiederbelebt worden, dann aber kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Das Bayerische Landeskriminalamt untersuche in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München I das Einsatzverhalten der Beamten, heißt es im Polizeibericht. Das sei Routine in solchen Fällen, sagte ein Sprecher.

Update, 18.15 Uhr: Identität des Verstorbenen geklärt

Wie die Polizei nun mitteilt, handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 40 Jahre alten Mann aus München.

Auch nach der Obduktion war am Montag die Todesursache noch unklar. Es seien noch weitere Gutachten nötig, berichteten die Ermittler. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es aber nicht.

"Die weiteren Ermittlungen werden durch das Bayerische Landeskriminalamt, Sachgebiet 131, in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München I untersucht", heißt es in einer Mitteilung der Münchner Polizei.

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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