Rede bei Berliner Corona-Demo: Konsequenzen für bayerischen Polizisten

Augsburg - Nach dem Auftritt von drei bayerischen Polizisten bei der Demonstration gegen die Corona-Auflagen am Samstag in Berlin gibt es erste Konsequenzen.

Nach einem Auftritt bei der Berliner Demo gegen die Corona-Maßnahmen, läuft gegen einen Augsburger Polizisten ein Disziplinarverfahren.
Nach einem Auftritt bei der Berliner Demo gegen die Corona-Maßnahmen, läuft gegen einen Augsburger Polizisten ein Disziplinarverfahren.  © Achille Abboud/NurPhoto/dpa

Das Polizeipräsidium in Augsburg hat gegen einen Kriminalbeamten ein Disziplinarverfahren eingeleitet. 

Der Mann werde vorläufig nur im Innendienst eingesetzt, erklärte ein Sprecher des Präsidiums am Donnerstag. 

Auch die Polizeipräsidien in München und Nürnberg prüfen derzeit die Teilnahme von eigenen Beamten an der Demo dienstaufsichtlich. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte bereits unmittelbar nach den Protesten in der Bundeshauptstadt erklärt, dass es sich zwar um private Auftritte der bayerischen Polizisten gehandelt habe, diese jedoch sehr genau geprüft würden. 

"Polizisten außer Dienst und auch noch im Ruhestand unterliegen der Treuepflicht und müssen bei politischer Betätigung die notwendige Mäßigung und Zurückhaltung zeigen", sagte er.

Im Internet wurden Fotos verbreitet, die die drei Polizisten als Redner bei der Großdemonstration zeigen sollen. 

Im Umfeld der Demo waren auch Rechtsextremisten aufgetreten.

Titelfoto: Achille Abboud/NurPhoto/dpa

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