Tausende in den Stau gezwungen? Automobilclub klagt gegen Radwege in München

München - Der Automobilclub Mobil in Deutschland will gerichtlich gegen die Umwandlung von Pop-up-Radwegen in dauerhafte Fahrradstrecken in München vorgehen.

Die geplanten, dauerhaften Radwege sollen gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, argumentiert der Club "Mobil".
Die geplanten, dauerhaften Radwege sollen gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, argumentiert der Club "Mobil".  © Peter Kneffel/dpa

Am Mittwoch wolle man beim Verwaltungsgericht in München Klage einreichen, teilte der Verein am Montag mit.

Die Stadt hatte vor gut einem Jahr einzelne Spuren großer Straßen zu temporären Radwegen umgewidmet.

Im März wurde beschlossen, einige Strecken dauerhaft für Radler zu reservieren. Mobil in Deutschland wertet das als Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.

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Die Pop-up-Radwege hätten tausende Autofahrer in den Stau gezwungen, schreibt der Verein, der überdies die Sinnhaftigkeit und den Nutzen des Vorhabens bezweifelt.

Während der Corona-Pandemie hatte die Zahl der Radler auch in München stark zugenommen. Vielerorts wurde es auf den bestehenden Radwegen zu eng. Mit den Pop-up-Radwegen wollte die Stadt den Radlern mehr Platz einräumen und helfen, Unfälle zu vermeiden.

Weil das Konzept so gut ankam, wurden nun ausgewählte Strecken zu dauerhaften Radwegen. Ein weiterer Ausbau der Radinfrastruktur ist in Planung.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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