Autos auf Bayerns Straßen werden gezählt: So läuft die Erfassung ab

München - Auf den Straßen in Bayern sollen in den kommenden Monaten systematisch die Autos gezählt werden.

An 9500 Standorten soll in Bayern erhoben werden, welche und wie viele Fahrzeuge dort unterwegs sind.
An 9500 Standorten soll in Bayern erhoben werden, welche und wie viele Fahrzeuge dort unterwegs sind.  © Sven Hoppe/dpa

An 9500 Standorten soll erhoben werden, welche und wie viele Fahrzeuge dort unterwegs sind, teilte das Verkehrsministerium am Donnerstag mit.

"Diese Informationen sind für uns sehr wichtig, um das Straßennetz effektiv betreiben und ausbauen zu können", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (49, CSU) und führte aus: "Nur so können wir wissen, wo der Bedarf für eine zusätzliche Spur oder mehr Lärmschutz vorhanden ist."

Die Erhebung ist Teil einer deutschlandweiten Straßenverkehrszählung, die nach den Richtlinien des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in der Regel alle fünf Jahre stattfindet.

Weil im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs waren als normalerweise, war die Zählung um ein Jahr verschoben worden. "Zwar arbeiten immer noch viele Menschen im Homeoffice. Verglichen mit 2020 hat sich der Straßenverkehr dieses Jahr aber wieder weitgehend normalisiert" sagte Schreyer.

Deutschlandweit gibt es nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums rund 40.000 Messstandorte. Es wird an Bundesautobahnen, Bundes-, Staats- und Kreisstraßen gezählt.

Dies läuft größtenteils automatisch ab - mit Hilfe von Seitenradargeräte, die in Leitpfosten eingebaut und mit Erfassungseinheit sowie Akku versehen werden. Die Geräte können Autos, Lastwagen, Lastzüge, Busse, Motorräder und Fahrräder unterscheiden und erfassen. Im Unterschied zu Blitzern werden aber keine Kennzeichen ermittelt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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