Fachkräftemangel trotz Jobverlusten in Bayern: Wie ist das möglich?

München - Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sieht trotz steigender Arbeitslosigkeit weiter einen Fachkräftemangel in vielen Berufen.

Ein Mann steht im Wartebereich hinter einer Stellwand für Stellenangebote.
Ein Mann steht im Wartebereich hinter einer Stellwand für Stellenangebote.  © Sebastian Gollnow/dpa

So gebe es Branchen, in denen nach wie vor eine offene Stelle auf jeden Arbeitslosen komme, erklärte der Verband am Mittwoch. 

Dem von der vbw erhobenen Arbeitsmarktbarometer für das 3. Quartal zufolge trifft das beispielsweise für Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe zu, für Bauplanung, Architektur und Vermessung, Hoch- und Tiefbau sowie medizinische Gesundheitsberufe.

"Wir haben derzeit eine tief greifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dazu trägt auch der demografische Wandel bei, der die Zahl der Arbeitskräfte in den kommenden Jahren sinken lassen wird.

Aktuell sinkt die Zahl der offenen Stellen aber. Besonders stark fielen die Rückgänge im Tourismus und bei Tätigkeiten in Hotels und Gaststätten aus. Dort fiel die Zahl der offenen Stellen um 44 Prozent. 

Hier kommen auf eine offene Stelle im Schnitt 4,7 Bewerber. Das ist allerdings bei weitem nicht das ungünstigste Verhältnis auf dem bayerischen Arbeitsmarkt: Bei Reinigungsberufen kommen fast 11 Arbeitslose auf eine offene Stelle.

Allerdings werden bei weitem nicht alle Stellen auch an die Arbeitsagenturen gemeldet.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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