Wegen Corona: Bayerischer Jugendring organisiert zusätzliche Sommerferienangebote

München - Eltern, die ihren Urlaub wegen der Coronavirus-Krise bereits weitestgehend aufbrauchen mussten, können ihre Kinder in Kürze für zusätzliche Ferienbetreuungsangebote in den Sommerferien anmelden. 

Es wird weitere Betreuungsangebote geben. (Symbolbild)
Es wird weitere Betreuungsangebote geben. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Koordiniert werden Angebote und Anmeldung vom Bayerischen Jugendring (BJR) im Auftrag des Kultusministeriums. Ein eigens eingerichtetes digitales Ferienportal im Internet ist bereits freigeschaltet. Angebote sollen etwa ab übernächster Woche nach und nach dort einsehbar sein, dann sollen auch Anmeldungen möglich sein.

Konkret solle es ab 3. August wochenweise Angebote mit ungefähr zwölf Teilnehmern geben, kündigte BJR-Präsident Matthias Fack am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt München an. 

Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klassen. Es handle sich dabei um keine Notbetreuung, betonte Fack. 

Stattdessen solle es für die Kinder, die in den vergangenen Monaten unter der Coronavirus-Krise litten, attraktive Freizeitaktivitäten geben. 

"Kinder und Jugendliche brauchen in den Sommerferien gute Angebote - auch, um einen Ausgleich zu den belastenden Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu schaffen."

Zusätzlichen Angebote sollen Sommerfreienprogramm ergänzen

Die zusätzlichen Angebote sollen Sommerfreienprogramme ergänzen, die von Kommunen und anderen Trägern ohnehin organisiert werden. Derzeit sind Kultusministerium und BJR im Eiltempo dabei, über die Schulen den tatsächlichen zusätzlichen Bedarf zu ermitteln - die Zahlen sollen nach Worten von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Anfang Juli vorliegen. 

Parallel dazu können Träger und Anbieter von Ferienbetreuung ihre Angebote auf dem BJR-Portal einstellen. Der Freistaat stellt für die Anbieter zusätzliche Fördermittel bereit.

Noch wissen weder Ministerium noch BJR, wie groß die zusätzliche Nachfrage tatsächlich sein wird, beide können nur schätzen. Fack sagte, man kalkuliere derzeit mit einer fünfstelligen Zahl von Kindern und mehreren 1000 Gruppen, die zusätzlich entstehen sollen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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