Bayerisches Klimageld: Einführung zur Abfederung sozialer Härten?

Von Marco Hadem

München - Zur Abfederung sozialer Härten durch steigende CO2-Preise empfiehlt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung die Einführung eines bayerischen Klimageldes.

Florian von Brunn (52, SPD) betont die erheblichen Folgen durch steigende CO2-Preise für die Menschen im Freistaat Bayern.
Florian von Brunn (52, SPD) betont die erheblichen Folgen durch steigende CO2-Preise für die Menschen im Freistaat Bayern.  © Sven Hoppe/dpa

Für 2025 schlägt die am Donnerstag in München vorgestellte Studie 50 Euro pro Kopf und Jahr vor, für 2030 dann 125 Euro.

Mit dem Geld könnten Mehrkosten der Verbraucher bei höheren Sprit- und Heizkosten zumindest anteilig kompensiert und dadurch die Akzeptanz der Bevölkerung für den Klimaschutz erhöht werden. Auftraggeber der Studie ist die SPD-Fraktion im Landtag Bayerns.

Höhere Sprit- und Heizkosten würden vor allem die unteren 20 bis 30 Prozent der Einkommensbezieher "sehr hart" treffen, sagte Fraktionschef Florian von Brunn (52, SPD) und führte entsprechend weiter aus: "Besonders schlimm ist es im ländlichen Raum, wo es häufig kaum öffentliche Verkehrsangebote gibt und Ölheizungen überwiegen."

München: Feuer wütet auf dem Tollwood: Flammenbrunst erhellt Olympiapark
München Feuerwehreinsatz Feuer wütet auf dem Tollwood: Flammenbrunst erhellt Olympiapark

Der Studie zufolge werden bei den untersten zehn Prozent der Haushaltseinkommen, die höheren Energiekosten bis 2030 sogar rund drei Prozent der gesamten Einnahmen ausmachen. "Aber auch bei denen, die etwas mehr verdienen, sind es noch um die zwei Prozent", betonte von Brunn im Freistaat.

Auch die Akzeptanz von neuen Windenergieanlagen soll der Studie zufolge mit finanziellen Anreizen verbessert werden.

Neben einer Abschaffung der umstrittenen 10H-Regel für Windräder sollten die Anwohner von Windrädern und die betroffenen Kommunen an den Erträgen der Anlagen finanziell beteiligen werden. Die 10H-Regel besagt, dass ein Windrad mindestens zehnmal so weit von einer Siedlung gebaut werden muss, wie es hoch ist.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

Mehr zum Thema München: