Verbreitung von Kinderpornografie: Sind die Strafen nicht hoch genug?

Berlin/München - Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) fordert härtere Strafen für die Verbreitung von Kinderpornografie als von seiner Bundes-Kollegin Christine Lambrecht (SPD) geplant. 

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (49, CSU, r.) fordert härtere Strafen für die Verbreitung von Kinderpornografie als von seiner Bundes-Kollegin Christine Lambrecht (55, SPD) geplant. (Bildmontage)
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (49, CSU, r.) fordert härtere Strafen für die Verbreitung von Kinderpornografie als von seiner Bundes-Kollegin Christine Lambrecht (55, SPD) geplant. (Bildmontage)  © Michael Sohn/POOL AP/dpa, Nicolas Armer/dpa

Er plädiert für mindestens drei Jahre Haft, wenn jemand "ein Forum betreibt, das einer größeren Zahl von Personen zum Austausch oder zur Verbreitung kinderpornografischer Schriften dient", sagte Eisenreich dem Bayerischen Rundfunk. 

Lambrechts Gesetzentwurf, über den das Bundeskabinett am Mittwoch beraten will, sieht dafür nur ein Jahr Haft vor. 

Eisenreich argumentierte: "Wer einen Marktplatz für Pädokriminelle betreibt, gehört für mehrere Jahre hinter Gitter."


Lambrechts Gesetzentwurf zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder sieht unter anderem schärfere Strafen, eine effektivere Strafverfolgung und Verbesserungen der Prävention vor.

Titelfoto: Michael Sohn/POOL AP/dpa, Nicolas Armer/dpa

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