BBL-Finalturnier: Marko Pesic feiert "Sieg für den Basketball"

München - Für Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic (43) ist das trotz der noch immer schwierigen Corona-Krise am Samstag beginnende Finalturnier eine "Riesensache" und "ein ganz großer Sieg für den Basketball". 

Münchens Geschäftsführer Marko Pesic ist zufrieden.
Münchens Geschäftsführer Marko Pesic ist zufrieden.  © Tobias Hase/dpa

Das sagte der 43-Jährige dem "Münchner Merkur" und der "tz". Dieser Erfolg sei "schwer erkämpft". 

Er habe vor Kurzem ein Interview mit dem argentinischen Ex-Fußballer Jorge Valdano (64) gelesen, berichtete Pesic. "Er sagte, die Deutschen haben es geschafft, in der Krise nicht reflexartige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Und so hat sich das auch in der BBL eingependelt", betonte der Manager. "In einer guten Zusammenarbeit."

Das zunächst angekündigte Verbot von Protestaktionen von Basketballern beim Final 10 nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA hatte zuletzt für Diskussionen gesorgt. 

Pesic hat dazu eine mehr als klare Position: "Ganz ehrlich, ich bin ein großer Freund der freien Meinungsäußerung. Ich finde es sogar gut, wenn ein Spieler seine Meinung sagt", betonte er. Ob er das entsprechende Thema mit seiner Mannschaft diskutieren wird, wisse er allerdings noch nicht. 

"Aber eigentlich muss man das gar nicht. Bei unseren Spielern habe ich da überhaupt keine Bedenken", erklärte Pesic.

Sein Verein stehe "mit seiner Marke für so viel soziales Engagement", ob es die Arbeit mit Behinderten sei oder die Aktion Rot gegen Rassismus. "Auch vor diesem Hintergrund finde ich es gut, wenn ein Spieler etwas sagt. Noch wichtiger ist es allerdings, dass sich die Spieler im Klaren sind, dass sie eine Vorbildfunktion haben und das auch im täglichen Leben vorleben", betonte der Bayern-Manager.

Bundestrainer Henrik Rödl erwartet Überraschungen bei Endrunde

Der Ligapokal der Deutschen Basketball Bundesliga steht vor Spielbeginn auf einem Podest am Spielfeldrand. (Archivbild)
Der Ligapokal der Deutschen Basketball Bundesliga steht vor Spielbeginn auf einem Podest am Spielfeldrand. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Bundestrainer Henrik Rödl erwartet beim Finalturnier derweil einige Überraschungen. 

"Die Vorbereitung war kurz, die Kader sind zum Teil neu zusammengestellt, der Rhythmus mit Spielen alle zwei Tage ist interessant - da wird es sicherlich das eine oder andere unerwartete Ergebnis geben", sagte Rödl vor dem Turnier mit zehn Teams im Audi Dome der Deutschen Presse-Agentur. 

Auf einen Meistertipp will sich Rödl daher nicht festlegen. "Bei einem normalen Best-of-five-Modus setzt sich normalerweise die Qualität der Favoriten durch. Bei Hin- und Rückspiel kann es aber auch immer mal eine Überraschung geben."

Der Nationalcoach freut sich, dass es nun endlich wieder Basketball zu sehen gibt. Normalerweise würde er die Nationalmannschaft derzeit auf das olympische Qualifikationsturnier in Kroatien vorbereiten. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde das Turnier aber ebenso wie die Sommerspiele in Tokio auf 2021 verlegt. 

"Natürlich ist es schade, dass wir jetzt so lange nicht mit der Nationalmannschaft zusammen sind. Vor allem, weil sich viele Spieler in dieser Saison toll entwickelt haben", sagte Rödl. "Aber dann versuchen wir eben, uns den Traum von Olympia im nächsten Jahr zu erfüllen." Dass die Bundesliga nun als eine der wenigen Ligen wieder loslegt, findet Rödl bemerkenswert. "Respekt davor, was die Liga da auf die Beine gestellt hat. Ich denke, das ist für die Sportart Basketball eine tolle Chance." 

Er selbst wird sich die Spiele bei Magentasport anschauen, in den Audi Dome darf er nicht. "Das Hygienekonzept gilt auch für den Bundestrainer, von daher bin ich nicht in München."

Titelfoto: Montage: Tobias Hase/dpa, Matthias Balk/dpa

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