Coronavirus in Bayern: Katastrophenfall aufgehoben

München - Der Katastrophenfall wurde aufgehoben, es kehrt mehr Entspannung in den Freistaat zurück. Die bayerische Staatsregierung will nun Wege aus der Krise finden und die Einschränkungen nach und nach aufheben. 

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Update 9. Juli, 18.50 Uhr: Söder, Aigner und Hartmann mahnen weiter zu hartem Anti-Corona-Kampf

Ein Mitarbeiter des Landtags tauscht nach einem Rededurchgang die Schutze der Mikrofone am Rednerpult aus.
Ein Mitarbeiter des Landtags tauscht nach einem Rededurchgang die Schutze der Mikrofone am Rednerpult aus.  © Lino Mirgeler/dpa

Mit Aufrufen zu neuem Zusammenhalt nach der Corona-Krise und einem weiterhin entschlossenen Kampf gegen das Virus hat sich der bayerische Landtag in die Sommerpause verabschiedet.

"Das Coronavirus hat uns auf eine harte Probe gestellt", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag in ihren Schlussworten. Doch Abstandhalten dürfe nicht den Verzicht auf Zuwendung bedeuten. "Im Gegenteil: Was wir brauchen ist mehr Füreinander-Dasein." 

Zugleich rief sie dazu auf, widerstandsfähiger zu werden gegen Stimmungsmache, Empörung und Wutreden. Ernsthafte Debatten seien wichtig, deshalb müssten alle "raus aus der Blase".

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lobte den übergreifenden Kampf gegen das Coronavirus in den vergangenen Monaten. "Wir haben Bayern gut beschützt." Man habe aber schon gesehen, wie zerbrechlich diese Welt sei. Und für den weiteren Kampf gegen die globale, schwere, große Krise werde man noch viel Geduld und einen langen Atem brauchen. "Der Herbst wird eine große Herausforderung", sagte Söder voraus, mit Blick auf eine "denkbare zweite Welle", aber auch mit Blick auf elementare wirtschaftliche und soziale Herausforderungen.

Auch Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann lobte den gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Krise in den vergangenen Monaten. Er kritisierte aber, dass auf dem Höhepunkt der Krise die europäische Solidarität gelitten habe. "Corona war ein Warnschuss für Europa", sagte er.

Wegen der Corona-Krise hatte der Landtag zuletzt regelmäßig nur in Schrumpf-Besetzung getagt, um Mindestabstände einhalten zu können. Ziel für den Herbst ist es, wieder in Normalbesetzung zu starten. Um die Infektionsgefahr zu minimieren, sollen bis dahin im Plenarsaal Plexiglasscheiben zwischen den Abgeordnetenreihen eingebaut werden. 

Zudem gilt mittlerweile auch für Parlamentarier eine Maskenpflicht.

Update 9. Juli, 17 Uhr: Aiwanger will Weihnachtsmärkte

Trotz Corona-Epidemie will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Advent nach Möglichkeit die bayerischen Weihnachtsmärkte öffnen lassen. 

Das sagte der Freie Wähler-Chef am Donnerstag nach Angaben seines Ministeriums auf einer Protestkundgebung von Schaustellern und Marktkaufleuten in München. Aiwanger lobte zudem das Konzept der "dezentralen Volksfeste", wie es die Landeshauptstadt München und andere Kommunen verfolgen. 

"Wir müssen dafür sorgen, dass Sie bald wieder Ihren Geschäften nachgehen können", sagte Aiwanger demnach. Laut Ministerium laufen bereits intensive Planungen, wie Märkte und Ersatzveranstaltungen wieder öffnen können: "Das wird etwas anders aussehen als gewohnt, ohne enge Bier- oder Weinzelte, und natürlich mit Abstand."

Nach Polizeiangaben hatten sich auf dem Odeonsplatz in München rund 600 Schausteller versammelt, um die baldige Wiedereröffnung von Volksfesten und Märkten zu verlangen. Da viele Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen angereist waren, kam es in der Innenstadt zu langen Staus und Verkehrsbehinderungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Eher unüblich bei Protestkundgebungen: Die Demonstranten verteilten Lebkuchenherzen und Stofftiere an Passanten. 

Viele Schausteller fürchten um ihr wirtschaftliches Überleben, da für ihre Branche nach wie vor weitreichende Veranstaltungsverbote gelten.

Update 9. Juli, 15.40 Uhr: Zwei Drittel weniger Passagiere am Münchner Flughafen

Die Corona-Pandemie hat dem Münchner Flughafen einen noch zu Jahresbeginn undenkbaren Einbruch der Passagierzahlen beschert: Im ersten Halbjahr starteten und landeten 7,8 Millionen Passagiere, 15 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, wie die Flughafengesellschaft FMG am Donnerstag mitteilte.

Der Großteil der Fluggäste wurde noch vor der weltweiten Verbreitung des Erregers befördert: Im zweiten Quartal 2020 kam der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen weitestgehend zum Erliegen. Das Fluggastaufkommen sank um 98 Prozent, die Anzahl der Starts und Landungen ging in diesem Zeitraum um rund 92 Prozent zurück - die niedrigsten Zahlen seit der Eröffnung 1992.

Inzwischen steigen die Passagierzahlen wieder, auch wenn von Normalität noch lange nicht die Rede sein kann. Das monatelang geschlossene Terminal eins des zweitgrößten deutschen Flughafens ist mittlerweile wieder in Betrieb. In der ersten Juliwoche wurden demnach wieder über 100.000 Fluggäste befördert. Vor der Krise waren es im Sommer allerdings im Schnitt weit über 100.000 pro Tag.

Flughafenchef Jost Lammers rechnet nicht mit einer baldigen Rückkehr zu gewohnten Verhältnissen: "Jetzt gilt es, den Münchner Flughafen durch eine mehrjährige Phase der Konsolidierung zu führen", sagte er laut Mitteilung.

Update 9. Juli, 15.12 Uhr: Haus der Kunst trotz Corona finanziell auf gutem Weg

Nach jahrelangen Turbulenzen und massiven Geldsorgen sieht die neue Führungsspitze das Haus der Kunst in München gut für die Zukunft gerüstet - trotz Einbußen wegen der Coronakrise. 

"Wir werden dieses Jahr trotzdem gut bewältigen", sagte am Donnerstag der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Orthmayr, der seit Februar im Amt ist und seit April Andrea Lissoni als künstlerischen Leiter an der Seite hat. Das Haus habe wegen des strikten Sparkurses sogar Rücklagen bilden können, gab Orthmayr bekannt. Er sei deshalb bester Dinge, dass er die Gesellschafter, allen voran den Freistaat Bayern, in diesem Jahr nicht um mehr Geld bitten müsse.

Lissoni hatte am 1. April mitten in der Krise angefangen - das sei eine schwierige Situation. Die Distanz, die wegen der Pandemie geboten sei, gehe gegen seine Vorstellung des Näherkommens. Details seines Programms für 2021 wollte er nicht verraten, aus Rücksicht auf Kollegen der Kunstbranche in Ländern, in denen die Lage gravierender sei, als in Deutschland. Jetzt für ein Jahr ein Programm zu verkünden, könne als anmaßend gewertet werden, vermutete Lissoni.

Für den Herbst stehen die Ausstellungen aber schon fest, unter anderem mit Werken von Michael Armitage (4. September 2020 bis 14. Februar 2021), Kapwani Kiwanga (18. September 2020 bis 25. April 2021) und Cyrill Lachauer (23. Oktober 2020 bis 11. April 2021).

Und dann ist da noch die Sanierung des in die Jahre gekommenen Baus. Er rechne mit Kostenschätzungen im kommenden Jahr, sagte Orthmayr. Das bedeute aber nicht, dass dem Freistaat dann die Mittel zur Verfügung stünden, das Geplante umzusetzen. 

Man werde wohl mit der derzeitigen Situation noch einige Jahre weiterleben müssen. 

Update 9. Juli, 15.03 Uhr: Haus der Kunst: Trotz Corona finanziell auf gutem Weg

Nach jahrelangen Turbulenzen und massiven Geldsorgen sieht die neue Führungsspitze das Haus der Kunst in München gut für die Zukunft gerüstet - trotz Einbußen wegen der Coronakrise. 

"Wir werden dieses Jahr trotzdem gut bewältigen", sagte am Donnerstag der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Orthmayr, der seit Februar im Amt ist und seit April Andrea Lissoni als künstlerischen Leiter an der Seite hat. Das Haus habe wegen des strikten Sparkurses sogar Rücklagen bilden können, gab Orthmayr bekannt. Er sei deshalb bester Dinge, dass er die Gesellschafter, allen voran den Freistaat Bayern, in diesem Jahr nicht um mehr Geld bitten müsse.

Lissoni hatte am 1. April mitten in der Krise angefangen - das sei eine schwierige Situation. Die Distanz, die wegen der Pandemie geboten sei, gehe gegen seine Vorstellung des Näherkommens. Details seines Programms für 2021 wollte er nicht verraten, aus Rücksicht auf Kollegen der Kunstbranche in Ländern, in denen die Lage gravierender sei, als in Deutschland. Jetzt für ein Jahr ein Programm zu verkünden, könne als anmaßend gewertet werden, vermutete Lissoni.

Für den Herbst stehen die Ausstellungen aber schon fest, unter anderem mit Werken von Michael Armitage (4. September 2020 bis 14. Februar 2021), Kapwani Kiwanga (18. September 2020 bis 25. April 2021) und Cyrill Lachauer (23. Oktober 2020 bis 11. April 2021).

Und dann ist da noch die Sanierung des in die Jahre gekommenen Baus. Er rechne mit Kostenschätzungen im kommenden Jahr, sagte Orthmayr. Das bedeute aber nicht, dass dem Freistaat dann die Mittel zur Verfügung stünden, das Geplante umzusetzen. Man werde wohl mit der derzeitigen Situation noch einige Jahre weiterleben müssen. 

Update 9. Juli, 14.20 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen in Bayern

In Bayern sind bisher 49.003 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2606 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 45.500 Menschen.

Update 8. Juli, 21 Uhr: Söder will erlaubte Besucherzahlen für Kunst und Kultur verdoppeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der kommenden Woche die in der Corona-Krise zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen verdoppeln. 

"Wir werden nächste Woche vorschlagen, das für die Kultur nochmals zu verdoppeln, auf 200 innen und 400 außen; allerdings mit Vorgaben, weil wir das anders nicht machen können", sagte der CSU-Chef am Mittwochabend bei einem Auftritt im BR-Fernsehen.

Erst in dieser Woche hatte das Kabinett die Begrenzungen für Besucherzahlen in dem Bereich auf 100 in Innenräumen und 200 in Außenbereichen erhöht. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen, dessen nächste Sitzung findet am Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee statt. 

Zu der Sitzung wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

Update 8. Juli, 18.20 Uhr: Landtag verzichtet auf mehr Kompetenzen im Corona-Krisenmanagement

Die bayerische Staatsregierung braucht für Rechtsverordnungen zum Infektionsschutz auch künftig vorerst keine Zustimmung des Landtags. 

Das Parlament lehnte am Mittwoch mit den Stimmen der regierenden CSU und Freien Wähler entsprechende Gesetzesentwürfe von SPD und FDP sowie Anträge von den Grünen ab. "Sie führen hier ein absurdes formalistisches Kompetenztheater auf", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Die Forderungen der Opposition belegten, dass diese nicht regierungsfähig sei und keine Ahnung von der Gewaltenteilung und der Verfassung in Bayern habe.

Oberstes Ziel des Regierungshandelns sei es immer gewesen und bleibe es, die Krankheit zum Wohle der Menschen zu bekämpfen. "Wir sind unserer Verantwortung gerecht geworden", betonte Herrmann. Auch das Verfassungsgericht habe in seinen Entscheidungen die Linie und das Handeln der Regierung bestätigt. Wenn Gefahr im Verzug sei wie in der Pandemie sei eine Parlamentsbeteiligung praktisch nicht möglich.

In der Corona-Krise wurden alle wichtigen Entscheidungen vom Kabinett alleine entschieden, einzig bei finanziellen Fragen zu Kreditermächtigungen brauchte die Regierung die Landtags-Zustimmung.

Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona Schnelltest.
Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona Schnelltest.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update 8. Juli, 18.10 Uhr: 48.938 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind bisher 48.938 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). 

Gestorben sind bislang im Freistaat 2604 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 45.450 Menschen.

Update 8. Juli, 17.10 Uhr: Verwaltungsgerichte entscheiden über zahlreiche Corona-Maßnahmen

Die Corona-Krise hält die Verwaltungsgerichte in Bayern weiter in Atem: Noch mehr als 60 sogenannte Normenkontrollverfahren und sieben Eilverfahren laufen momentan beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). 

"Das sind alles Verfahren, die sich direkt mit Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auseinandersetzen", erklärte VGH-Sprecherin Franziska Haberl am Mittwoch in München. Die Verwaltungsgerichte seien noch mit mehr als 50 Klagen und zehn Eilverfahren wegen der Corona-Maßnahmen beschäftigt.

Über die Erfahrungen in der Corona-Krise wollen sich am Donnerstag die Präsidenten der Verwaltungsgerichte mit der Präsidentin des Verwaltungsgerichtshofs austauschen. Bei der Jahrestagung in Bayreuth werde auch die Einführung von Videoverfahren und mobiles Arbeiten diskutiert. 

"Das sind alles Themen, mit denen sich die Gerichte durch die Corona-Krise jetzt unweigerlich beschäftigen müssen."

Update 8. Juli, 16.35 Uhr: Kiliani-Woche während Corona: Gottesdienst auf Bierbänken

Statt Pilgerstrom im Würzburger Kiliansdom, Gottesdienst auf Bierbänken in Haßfurt: Wegen der Corona-Pandemie finden die Gottesdienste während der Kiliani-Wallfahrtswoche erstmals an verschiedenen Orten im Bistum Würzburg statt. 

Rund 200 Besucher versammelten sich am Dienstagabend zum ersten der insgesamt vier dezentralen Pontifikalgottesdienste, wie das Bistum Würzburg am Mittwoch mitteilte. Mit ausreichend Abstand vor der Haßfurter Pfarrkirche Sankt Kilian feierten sie zusammen mit Weihbischof Ulrich Boom.

Die Corona-Pandemie hatte das Bistum Würzburg zu Änderungen der Kiliani-Wallfahrtswoche gezwungen: Statt Wallfahrtsgottesdienste im Würzburger Dom, kommen Bischof Franz Jung und Weihbischof Ulrich Boom zu den großen Kilianskirchen des Bistums. Da der Zugang wegen der Corona bedingten Hygienemaßnahmen begrenzt ist, bittet die Diözese um vorherige Anmeldung der Pilger im Dompfarramt.

In den Vorjahren besuchten während der Kiliani-Wallfahrtswoche mehr als 15 000 Menschen den Würzburger Kiliansdom. Das Hochfest des Heiligen Kilian gedenkt neben dem Frankenapostel Kilian auch den irischen Mönchen Kolonat und Totnan, die zusammen im 7. Jahrhundert den christlichen Glauben nach Franken brachten. 

Die Kiliani-Woche endet in diesem Jahr am 12. Juli.

in Kitesurfer fährt über den Ammersee. Seit Mittwoch gibt es auch neue Regeln für die Freizeitgestaltung in Bayern.
in Kitesurfer fährt über den Ammersee. Seit Mittwoch gibt es auch neue Regeln für die Freizeitgestaltung in Bayern.  © Sven Hoppe/dpa

Update 8. Juli, 16.15 Uhr: Opposition fordert Ausschuss-Livestreams auch nach Corona

Die in der Corona-Krise für Ausschusssitzungen im Bayerischen Landtag eingerichteten Livestreams sollen nach Ansicht der Fraktionen von FDP, SPD und Grünen auch künftig bleiben. 

"Ein transparenter Einblick in unsere Arbeit ist zwingend. Livestreams aus den Ausschüssen geben einen einfachen und umfassenden Einblick in die Werkstätten des Parlamentsbetriebs", sagte Matthias Fischbach, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, am Mittwoch in München.

Nach der aktuell gültigen Regelung läuft das wegen der Pandemie neu geschaffene Online-Übertragungsangebot zum Ende der Sommerpause aus. In einem gemeinsamen Antrag zur Änderung der Landtags-Geschäftsordnung fordern die drei Oppositionsfraktionen nun konkret, dass über die Pandemie hinaus neben den Plenarsitzungen auch alle anderen öffentlichen Sitzungen "als Echtzeitübertragung im Internet übertragen und aufgezeichnet" werden.

Als Parlament, in dem die Ausschüsse traditionell öffentlich sind, nehme Bayern im Vergleich zum Deutschen Bundestag und vielen anderen Bundesländern eine Vorreiterrolle ein. 

"Von daher ist es nur konsequent, für diese Öffentlichkeit nun auch die technischen Möglichkeiten der Liveübertragung zu nutzen", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Volkmar Halbleib. 

Mit den Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern seien in der nächsten Zeit Gespräche zu dem Antrag geplant.

Update 8. Juli, 14.50 Uhr: Sommersemester zählt wegen Corona-Krise nicht zur Regelstudienzeit

Jetzt ist es amtlich: Das laufende Sommersemester an bayerischen Hochschulen wird wegen der Corona-Krise nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. 

Das hat der Landtag am Mittwoch mit großer Mehrheit beschlossen. Damit werde Rechtssicherheit geschaffen, insbesondere für die Studentinnen und Studenten, betonten Redner mehrerer Fraktionen. Die Landtags-Grünen kritisierten dabei allerdings, dass der Gesetzentwurf spät komme - wenigstens aber nicht zu spät.

Kritik gab es zudem an einigen weiteren Veränderungen im Hochschulrecht, die die schwarz-orange Koalition mit ihrer Mehrheit durchsetzte - per "Eilgesetzgebung", wie etwa die SPD kritisierte. Beispielsweise brauchen Hochschulen für die Einrichtung neuer Studiengänge künftig keine Genehmigung des Ministeriums mehr. 

Das werde ohne Not in einem Eilverfahren beschlossen, hieß es. Dabei habe man im zuständigen Ausschuss einstimmig eine Expertenanhörung zu einer Hochschulreform für den Herbst beschlossen. 

Dass die Koalition nun vorab Fakten schaffe, sei schlicht und einfach schlechter Stil.

Update 8. Juli, 14.45 Uhr: Nürnberger Staatstheater spielt nach Corona-Verdacht wieder

Entwarnung am Staatstheater Nürnberg: Nach einem Corona-Verdacht können die Schauspielerinnen und Schauspieler jetzt wieder proben. 

Vom 11. Juli an werde es auch wieder Vorstellungen geben, teilte Bayerns größtes Mehrspartenhaus am Mittwoch mit. Dieses hatte sein Schauspiel-Ensemble nach einer Infektion in der Familie eines Mitgliedes in Quarantäne geschickt. 

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die potenziell Kontakt mit der infizierten Person hatten, wurden nach Angaben des Theaters inzwischen negativ auf Covid-19 getestet.

Update 8. Juli, 14.35 Uhr: Zahlen für München

Update 8. Juli, 14.30 Uhr: Nürnberg geht gegen feiernde Menschenmengen in der Stadt vor

Mit einem Sicherheitsdienst, Barrieren, einem Verkaufsverbot für Alkohol und mehr Beleuchtung will Nürnberg feiernde Menschenmengen in der Innenstadt verhindern.

Trotz der Corona-Beschränkungen gab es an den vergangenen Wochenenden immer wieder ein dichtes Gedränge von Feierlustigen auf Plätzen, Straßen und am Wöhrder See. Ein Maßnahmenpaket solle die Bevölkerung nun vor Corona-Infektionen schützen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Dieses gelte zunächst für das kommende Wochenende.

Ein von Wirten organisierter Sicherheitsdienst soll am Köpfleinsberg dafür sorgen, dass unter anderem Abstandsregeln eingehalten werden. Am Tiergärtnertorplatz ist der Verkauf von Getränken zum Mitnehmen verboten. Zuvor hatte bereits Bamberg den Straßenverkauf von Alkohol am Wochenende in der Altstadt untersagt, um größere Menschenansammlungen während der Corona-Krise zu verhindern.                                 

Das Verbot gilt dort zunächst bis zum 24. Juli.

Update 8. Juli, 13.13 Uhr: Landtag erleichtert Kommunen in Corona-Krise Weg zu frischem Geld

Bayerns Kommunen können sich ab der Sommerpause coronabedingt leichter frisches Geld beschaffen. 

Der Landtag machte am Mittwoch in München mit großer Mehrheit den Weg frei, damit klamme Städte und Gemeinden leichter Kredite oder Kassenkredite aufnehmen können. Die Gesetzesänderung tritt zum 1. August in Kraft, die zur Umsetzung erforderliche Verordnung soll noch in der ersten Augusthälfte kommen.

"Gepaart mit finanziellen Unterstützungen des Freistaats stellen wir sicher, dass die Kommunen trotz akuter finanzieller Herausforderungen kurzfristig handlungsfähig bleiben", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Mittel- und langfristig bleibe es aber das Ziel, wieder zu soliden Kommunalfinanzen zurückzukehren.

Bayerns Kommunen stehen wegen weggebrochener Steuereinnahmen und hoher Ausgaben in der Pandemie finanziell unter großem Druck. Viele fürchten angesichts der Finanzlage, ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren und etwa notwendige Investitionen nicht mehr leisten zu können. 

Die Staatsregierung hatte daher vor Wochen beschlossen, dass bereits vereinbarter Leistungen aus dem Finanzausgleich 2020 vorzeitig ausgezahlt werden.

Update 8. Juli, 12.44 Uhr: Coronakrise beschert Tourismus im Mai herbe Verluste

Auch im Mai hat die Corona-Krise den Tourismus in Bayern stark einbrechen lassen. 

Allerdings waren die Verluste etwas geringer als im April, da die Beherbergungsbetriebe ab 30. Mai wieder für Touristen öffnen durften. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Übernachtungen um fast 85 Prozent auf rund 1,3 Millionen zurück, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mitteilte. Die Zahl der Gäste sank um fast 88 Prozent auf 431.000. Der Großteil von ihnen kam aus Deutschland. Nur fast 8 Prozent reisten aus dem Ausland an. Im Mai 2019 waren es noch rund 24 Prozent.

Vor allem die Jugendherbergen und Hütten konnten den Mai abhaken: Die Zahl der Gäste reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 97 Prozent. Bei den Campingplätzen verbesserte sich die Situation im Mai, nachdem diese im April quasi einen Totalausfall hatten: Die Zahl der Gäste ging im Vorjahresvergleich um 82 Prozent, die der Übernachtungen um 87 Prozent zurück. 

Bei den Ferienhäusern, -wohnungen und -zentren fiel der Rückgang mit jeweils mehr als 74 Prozent etwas geringer aus als noch im April. Damit bleibt das laufende Tourismusjahr nach Angaben des Statistikamtes von Januar bis Mai weit unter den bis zu Beginn der Pandemie erhofften Steigerungen.

Update 7. Juli, 16.10 Uhr: Bayern erlaubt wieder normales Fußball-Training mit Kontakt

In Bayern dürfen von Mittwoch an wieder alle Männer, Frauen, Buben und Mädchen Fußball spielen und das volle Trainingsprogramm absolvieren. 

Das Kabinett beschloss am Dienstag, dass Sport mit Körperkontakt wieder erlaubt ist. Bislang durften nur Profis auf dem Platz mit Zweikämpfen trainieren. Amateure, Jugendliche und Kinder mussten sich auf kontaktlose Übungen beschränken.

Die Lockerung betrifft auch andere Teamsportarten wie Handball. Eine Voraussetzung für die Maßnahme in der Corona-Zeit aber ist, dass in den Trainingsgruppen möglichst nicht durchgewechselt wird und sie nicht zu groß sind, um eine Kontaktverfolgung im Falle einer Infektion möglich zu machen. Auch geht es bei den Maßnahmen nur um Training, Freundschaftsspiele bleiben verboten.

"Insbesondere während der Ferienzeit wollen wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen, im Mannschaftssport das spielerische Moment auszuleben und wieder sportarttypische Inhalte aufzunehmen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Der Bayerische Fußball-Verband will seinen Leitfaden für die Hobby-Kicker anpassen. "Das sind sehr gute Nachrichten für unsere Amateurfußballer, die sich lange Zeit in Geduld üben mussten. Das ist ein ganz großer Schritt für unsere über 4500 Vereine", sagte der für den Spielbetrieb zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. Beim Verband steigt durch die Entscheidung die Hoffnung, die Saison am 1. September fortsetzen zu können.

Zudem dürfen Wettkämpfe in kontaktfreien Sportarten von Mittwoch nicht nur im Freien, sondern auch im Indoor-Bereich stattfinden. Darüber hinaus können Wettkampfsportler künftig in Gruppen mit maximal fünf Person wieder regulär trainieren.

Dort, wo sonst um diese Zeit die Wiesnzelte für das Oktoberfest aufgebaut werden, soll es bis zum Ende der Sommerferien im September ein Freizeitprogramm geben.
Dort, wo sonst um diese Zeit die Wiesnzelte für das Oktoberfest aufgebaut werden, soll es bis zum Ende der Sommerferien im September ein Freizeitprogramm geben.  © Sven Hoppe/dpa

Update 7. Juli, 15.45 Uhr: Abiturienten trotz Corona besser als 2019

Trotz aller Probleme infolge der Corona-Krise haben Bayerns Abiturienten heuer bessere Abiturergebnisse erreicht als im vergangenen Jahr.

Die rund 35.000 Absolventen hätten einen Abiturschnitt von 2,25 erzielt, teilte das Kultusministerium am Dienstag in München mit.

Zum Vergleich: 2019 lag der Notenschnitt bei 2,29, im Jahr davor bei 2,28.

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Update 7. Juli, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 7. Juli, 13.15 Uhr: Bayern erlaubt etwas größere Versammlungen, Kneipen müssen zu bleiben

In Bayern sind von diesem Mittwoch (8. Juli) an wieder etwas größere private Veranstaltungen und Familienfeiern erlaubt. Bars und Kneipen müssen dagegen auch weiterhin geschlossen bleiben. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit.

Private Veranstaltungen, Parteiversammlungen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und ähnliches dürfen demnach nun mit doppelt so vielen Teilnehmern stattfinden wie bisher: also mit bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 200 Personen im Freien. Auch Schulabschlussfeiern können in dieser Größenordnung stattfinden.

Herrmann betonte, das Corona-Infektionsgeschehen sei stabil. Das Virus sei aber nicht besiegt, man müsse weiter vorsichtig sein. Deshalb gebe es nun einige, aber keine grundlegenden Lockerungen.

Unter anderem dürfen nun wieder Freizeiteinrichtungen auch in Innenbereichen öffnen. Das gilt auch für Zoos und botanische Gärten. Wettkämpfe in kontaktfreien Sportarten können nun auch wieder in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Auch das Training mit Körperkontakt ist zugelassen, wenn in festen Gruppen trainiert wird.

Florian Herrmann (CSU) nimmt nach der Kabinettssitzung an einer Pressekonferenz teil.
Florian Herrmann (CSU) nimmt nach der Kabinettssitzung an einer Pressekonferenz teil.  © Peter Kneffel/dpa

Update 7. Juli, 10.25 Uhr: Knapp 1000 Betrugsverdachtsfälle bei Corona-Hilfen in Bayern

Knapp 1000 Betrugsverdachtsfälle im Zusammenhang mit Corona-Hilfen gibt es nach derzeitigem Stand in Bayern. 

370 der Fälle meldeten nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) vom Dienstag Behörden, 600 Hinweise erfolgten durch Banken. Allein die behördlich gemeldeten Fälle verursachten einen Schaden von 1,3 Millionen Euro. Ein Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" daüber berichtet.

Bei den Fällen handele es sich um Personen, die nicht berechtigt gewesen seien, Corona-Soforthilfen zu beantragen, sagte ein Sprecher des BLKA. Andere hätten in ihren Anträgen falsche Angaben gemacht. Zusätzlich sei in etwa 450 E-Mails von einer vermeintlichen E-Mail-Adresse des Bayerischen Wirtschaftsministeriums dazu aufgefordert worden, Corona-Hilfen zurückzuzahlen. Der hierbei entstandene Schaden liegt bei unter 50.000 Euro. 

Die Recherchen zur Aufklärung der Fälle sind laut dem Sprecher umfangreich.

Update 7. Juli, 6.20 Uhr: Coronafreie Fernsehwelt? Serien ignorieren die Pandemie

In der Realität tobt das Virus, doch auf dem Fernsehbildschirm herrscht die schöne, heile Welt: Bekannte deutsche Serien wollen die Corona-Krise bis auf Weiteres ignorieren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Das gilt für die "Rosenheim Cops" in Bayern ebenso wie für das "Großstadtrevier" im hohen Norden, für "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (GZSZ) und "Sturm der Liebe" ebenso wie für "Berlin - Tag & Nacht". "Inhaltlich thematisieren wir Corona aktuell nicht", sagte eine Sprecherin der Ufa, die die Seifenopern-Dauerbrenner "GZSZ" und "Unter Uns" produziert, auf Anfrage.

Die Geschäftsführung von "Studio Hamburg", das den Hamburger Klassiker "Großstadtrevier" sowie die Telenovela "Rote Rosen" dreht, teilte mit, "dass die Covid-19-Pandemie keine Rolle in den Drehbüchern und Geschichten spielen wird" - und sagte auch warum: Zuschauer flüchteten gern in eine heile Welt "und wollen in fiktionalen Formaten nicht mit der Realität konfrontiert werden".

RTLzwei führte vor allem ganz praktische Gründe an, warum das Virus auch in "Berlin - Tag & Nacht", einer Sendung, die sich als "Reality-Soap" versteht, keine Rolle spielen wird: Bei Produktionsvorläufen von bis zu acht Wochen sei das schlicht nicht möglich. Und Bavaria Fiction, die "Die Rosenheim-Cops" und "Sturm der Liebe" produziert, teilte mit: "Eine Pandemie passt inhaltlich nicht zur Ausrichtung der beiden Serien."

Update 7. Juli, 6 Uhr: Kabinett debattiert über Probleme mit Corona und Fleischfabriken

Drohende Folgen der Corona-Krise und aktuelle Lehren aus der Debatte um Billigfleisch stehen am Dienstag (10 Uhr) in der Sitzung des Kabinetts ganz oben auf der Tagesordnung. Mit Blick auf die weltweite Pandemie hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sich bereits am Montag gegen ein Ende der Maskenpflicht in Bayern ausgesprochen und zugleich Nachjustierungen bei den Hilfen für die Zulieferbranche angekündigt.

"Solange aus den USA kein deutliches Signal der Besserung kommt, und unser Gefühl ist, dass es da eher schwieriger wird, (...) so lange wird es ein ernsthaftes Problem werden", hatte Söder am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München gesagt. Da alle großen Branchen etwa die Automobilwirtschaft oder die Luft- und Raumfahrt an den weltweiten Exportketten hingen, müssten die Hilfen gerade für die Zulieferer beschleunigt werden. 

In Bayern werde sich die Regierung um jeden Fall kümmern.

Bereits am Wochenende hatte sich Söder angesichts von Protesten gegen große Fleischfabriken für kleinere Landwirtschaftsbetriebe stark gemacht: "Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft", sagte er in einer Videobotschaft. Er forderte mehr Geld für die Landwirtschaft, "aber für eine Wende hin zu mehr Agrar-Ökologie". 

Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. Viele Bürger seien auch bereit, dann mehr Geld auszugeben. "Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein."

Update 6. Juli, 20.30 Uhr: Drei Corona-Fälle in Allgäuer Ferienanlage

In einer Allgäuer Ferienanlage ist bei drei Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. 

Etwa 120 Kontaktpersonen seien bislang getestet worden, teilte das Landratsamt Ravensburg am Montagabend mit. Die bisher ausgewerteten Ergebnisse seien negativ ausgefallen. Daher sei nicht mit einem weiteren Corona-Ausbruch zu rechnen. Ob es sich bei den Betroffenen um Gäste oder Mitarbeiter der Anlage mit Ferienwohnungen in Leutkirch handelt, war zunächst nicht bekannt. Da werde nicht unterschieden, sagte eine Sprecherin. Die drei Personen seien Ende vergangener Woche positiv getestet worden.

Der Ferienpark Allgäu selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Weitere Details zu den Infektionsfällen nannte das Landratsamt zunächst nicht.

Update 6. Juli, 15.30 Uhr: Langzeitstudie zu Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern startet

Eine flächendeckende Langzeitstudie in Bayern soll die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern klären helfen. 

"Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie setzen wir auf die Strategie der Umsicht und Vorsicht. Die Infektiosität von Kindern ist dabei eine der Schlüsselfragen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag bei der Vorstellung des Forschungsprojekts "COVID Kids Bavaria" in München. 

Sechs Universitätskinderkliniken begleiten bis voraussichtlich Januar 2021 die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen im Freistaat wissenschaftlich.

Für den Betrieb von Krippen, Schulen und Kitas sei die Klärung der Frage, ob in diesen Einrichtungen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus bestehe, von großer Bedeutung, hieß es. Außerdem soll die Studie Aufschluss über die Auswirkungen der Pandemie auf die allgemeine Kindergesundheit geben. «Ich erhoffe mir von dieser Studie ein weiteres, großes Puzzlestück im Covid-19-Bild», sagte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU).

Über die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern und ihren Einfluss auf die Ausbreitung des Virus ist noch recht wenig bekannt. Einige Analysen weisen darauf hin, dass sie das Virus seltener an andere Menschen weitergeben als Erwachsene und nicht zu den Hauptträgern der Ausbreitungswelle gehören. 

Es gibt aber auch Analysen, die in eine gegenteilige Richtung weisen.

Update 6. Juli, 15.02 Uhr: Infektionszahlen für München

Update 6. Juli, 10.25 Uhr: Verleihung der "Bairischen Sprachwurzel" in Regensburg

Die "Bairische Sprachwurzel" wird in diesem Jahr im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg vergeben. 

Das sagte am Montag Veranstalter Sepp Obermeier vom Bund Bairische Sprache. Üblicherweise findet die Verleihung während des Gäubodenvolksfestes in Straubing statt, das jedoch aufgrund der Corona-Situation abgesagt worden ist. 

Die Verleihung ist für den 21. August vorgesehen und geht traditionell an eine bekannte Persönlichkeit, die öffentlich an ihrem Dialekt festhält.

Der Direktor des Museums der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl, erhielt die Auszeichnung im vergangenen Jahr. Die "Bairische Sprachwurzel" wird seit 2005 vergeben. 

Zu den früheren Preisträgern zählt Papst Benedikt XVI., der sie 2006 im Vatikan überreicht bekam. Ansonsten fand die Feier immer in Straubing statt.

Update 6. Juli, 10.10 Uhr: Markus Söder strikt gegen Abschaffung oder Lockerung der Maskenpflicht

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder lehnt ein Ende der Maskenpflicht strikt ab. 

Man werde die Maskenpflicht auf keinen Fall lockern oder abschaffen, sagte Söder am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Dies sei eines der ganz wenigen Instrumente, wenn es um den Schutz vor dem Coronavirus gehe. 

In dem Punkt sei man sich auch mit der CDU einig, darüber habe man sich am Morgen noch einmal abgestimmt. Die Maskenpflicht habe sich im Alltag auch bewährt, betonte Söder, die Abschaffung wäre ein Fehler.

Markus Söder ist strikt gegen Abschaffung oder Lockerung der Maskenpflicht.
Markus Söder ist strikt gegen Abschaffung oder Lockerung der Maskenpflicht.  © Sven Hoppe/dpa

Update 6. Juli, 6.40 Uhr: Passauer Uni-Präsident hofft auf Präsenz-Wintersemester

Der neue Passauer Universitätspräsident Ulrich Bartosch hofft auf halbwegs normale Zustände im kommenden Wintersemester. 

"Ich wünsche mir ein Präsenzsemester, darauf bereiten wir uns vor", sagte er im Interview der "Passauer Neuen Presse". Aber: "Da gibt es noch ein großes Fragezeichen." Er kündigte an, dass im Fall der Fälle selbstverständlich Hygieneregeln eingehalten würden und Masken "eine Rolle spielen". 

Gerade für neue Studenten sei es wichtig, die Uni auch mal real von innen zu sehen und nicht nur per Videoschalte mit dem Dozenten, sagte Bartosch der Zeitung. "Wir haben auch den starken Wunsch, unseren Erstsemestern ein Studienerlebnis zu ermöglichen, sie nicht ausschließlich alleine vor dem Bildschirm sitzen zu lassen." 

Bartosch ist seit dem 1. April im Amt und kennt die Hochschule als Präsident bislang nur im Ausnahmezustand.

Update 5. Juli, 14.12 Uhr: Studie untersucht Ansteckungsgefahr durch Coronaviren bei Kindern

Die Langzeitstudie in Bayern "COVID Kids Bavaria" soll die Ansteckungsgefahr bei Kindern durch Coronaviren klären. Sechs Kinderkliniken von Universitäten würden die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich begleiten, teilte das Wissenschaftsministerium in München mit.

Antworten erhoffen sich die Forscher unter anderem auf die Frage, ob Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Grundschulen zu einer unkontrollierten COVID-19-Ausbreitung führen könnten. Daneben werde die flächendeckende Studie auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit in den Blick nehmen.

Details sollen am Montag in München vorgestellt werden. Neben den Studienleitern Christoph Klein und Johannes Hübner vom Haunerschen Kinderspital am LMU Klinikum München werden auch Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) erwartet.

Update 5. Juli, 11.39 Uhr: Landesamt: 48.633 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 48.633 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 2597 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Wochenende (Stand Samstag 9 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.290 Menschen.

Update 5. Juli, 07.31 Uhr: "Wird sind Kirche": Corona darf Reformen nicht stoppen

Reformprozesse innerhalb der katholischen Kirchen sollen durch Corona nicht gebremst werden. (Symbolbild)
Reformprozesse innerhalb der katholischen Kirchen sollen durch Corona nicht gebremst werden. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Reformbewegung "Wir sind Kirche" warnt davor, dass der Reformprozess innerhalb der katholischen Kirchen wegen der Corona-Pandemie ins Stocken geraten könnte. 

"Dieser Reformprozess darf auf keinen Fall zum Stillstand kommen, auch wenn er wegen der Corona-Krise zeitlich gestreckt werden wird", sagte der Sprecher der Bewegung, Christian Weisner, der Deutschen Presse-Agentur in München. "Der erneute Versuch der konservativen Minderheit, dem ganzen Reformprozess zu schaden und ihn auszubremsen, ist ein durchschaubares Manöver."

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatte dem Präsidium des Synodalen Weges ausgerechnet zu Pfingsten «autoritäre Alleingänge» vorgeworfen und darum einen Protestbrief geschrieben. Er kritisierte damit die Entscheidung, den Reformprozess wegen der Coronakrise in kleineren Regionalkonferenzen fortzusetzen und nicht mit einer Vollversammlung. Der Reformprozess wird von der katholischen Kirche Synodaler Weg genannt.

Trotz der Bremsungen durch konservative Bischöfe sehe er «den Reformprozess durch Corona nicht als Ganzes gefährdet», betonte Weisner. "Aber die Beratungen werden aufgrund der Hygienebestimmungen schwieriger." Die Erfurter Theologin Julia Knop erkennt in der Corona-Krise ein Phänomen, das sie "Retrokatholizismus" nennt. 

"In der katholischen Kirche sind während des Lockdown Verhaltensweisen und Phänomene aufgetreten, die ich noch nichtmal mehr aus meiner Kindheit kenne", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Da kamen auch eine Sprache und Mentalität zurück, die ich eigentlich für überwunden hielt."

Update 5. Juli, 07.07 Uhr: Seehofer fordert kostenfreie Corona-Tests für alle

Innenminister Horst Seehofer (CSU) stellt sich hinter den CSU-Chef Markus Söder. (Archiv)
Innenminister Horst Seehofer (CSU) stellt sich hinter den CSU-Chef Markus Söder. (Archiv)  © Seehofer - Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa

Anders als der Gesundheitsminister des Bundes, Jens Spahn (CDU), befürwortet Innenminister Horst Seehofer bundesweit kostenfreie Corona-Tests für alle, wie sie in Bayern bereits geplant sind. 

"Markus Söder hat recht", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag" mit Blick auf den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden. "Wir müssen bei der Bekämpfung einer potenziell lebensgefährlichen Infektion konsequent vorgehen. Bislang haben wir keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land."

Bayern hatte als erstes und bisher einziges Bundesland kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung angekündigt. Es will in den Fällen zahlen, in denen die Kosten nicht von den Krankenkassen getragen werden, etwa weil es keinen begründeten Infektionsverdacht gibt und jemand auch nicht zu gefährdeten Gruppen wie Klinik- oder Schulpersonal gehört. Spahn ist gegen breit gestreute Massentests und favorisiert gezielte Tests. Er warnt vor falscher Sicherheit, weil Testergebnisse immer nur etwas über den Zeitpunkt des Abstrichs aussagen.

Seehofer sagte, bundesweit könne die Kosten solcher Teste "nur der Bund primär übernehmen". Er erklärte: "Die Krankenversicherungsbeiträge sollen ja nicht steigen, das haben wir im Konjunkturpaket beschlossen."

Update 4. Juli, 16.07 Uhr: Weitere Infizierte nach Corona-Ausbruch bei Cateringunternehmen

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg sind zwei Mitarbeiter eines Essens-Lieferanten positiv auf das Virus getestet worden. 

Sie hätten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht, teilte das Landratsamt Starnberg am Samstag mit. Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Auch bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es in dieser Unterkunft vier Infizierte. Sie waren alle gemeinsam in einem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

Neben Weßling wurde auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften umfassend getestet. Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren in diesen Einrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Update 3. Juli, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen für München und Bayern

In Bayern sind inzwischen 48.558 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2595 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.250 Menschen.

Update 3. Juli, 14.50 Uhr: Gaststättenverband fordert weitere Corona-Lockerungen

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert weitere Corona-Lockerungen für die Gastronomie. 

"Wir fordern Öffnungsperspektiven für alle - auch für die Schankwirtschaft", sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München. "Auch Clubs und Diskotheken können unsere funktionierenden Hygienekonzepte einhalten."

Es sei "nicht nachvollziehbar, warum man im privaten Umfeld mit einer unbegrenzt großen Anzahl an Personen feiern darf, in der Diskothek aber nicht", sagte er. Er forderte die Staatsregierung darum auf, Betreibern wenigstens das Ausrichten privater Feiern zu erlauben. Ein reduzierter Umsatzsteuersatz sei gut und schön. "Aber man muss den Betreibern auch ermöglichen, überhaupt Umsatz zu machen."

Ein großes Thema für Hotels seien Tagungen und Veranstaltungen. Dadurch, dass ein Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern gewährleistet werden müsse, sei das für viele Betreiber nicht rentabel. "Und es ist auch nicht nachzuvollziehen. Im Tagungsraum müssen die Teilnehmer weit auseinander sitzen und in der Kaffeepause drängen sie sich zu zehnt um einen Stehtisch", sagte Geppert. 

Er forderte außerdem, die Maskenpflicht in Gaststätten - zumindest im Außenbereich - abzuschaffen, um beispielsweise Kellner bei den warmen Sommertemperaturen zu entlasten. Er begrüße das vorsichtige Vorgehen der Staatsregierung, betonte er. 

"Aber wir erleben in dieser atmenden Strategie gerade eher ein Luftanhalten."

Eine Person im Schutzanzug nimmt einen Abstrich bei einem Bewohner der Anlage in Pöcking.
Eine Person im Schutzanzug nimmt einen Abstrich bei einem Bewohner der Anlage in Pöcking.  © Matthias Balk/dpa

Update 3. Juli, 13.23 Uhr: Corona-Ansteckung beim Singen durch Abstand und Dauerlüften vermeiden

Um die Übertragung des Coronavirus beim Singen zu vermeiden, sollten Chorsänger einer Studie zufolge reichlich Abstand zueinander halten und den Probenraum ständig lüften. 

Beim Singen können sogenannte Aerosole, also Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Dies haben Wissenschaftler der Universitätskliniken München und Erlangen in einer Versuchsreihe mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) entdeckt.

Bei Chorproben sei wegen der bis zu eineinhalb Metern weit ausgestoßenen Aerosol-Wolken nach vorne ein Abstand von mindestens zwei Metern zu empfehlen, sagte Matthias Echternach von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) laut Mitteilung. Zur Seite hin seien deutlich geringere Reichweiten der Aerosole gemessen worden, sodass hier Abstände von etwa eineinhalb Metern ausreichend seien. In jedem Fall sei aber die permanente Zufuhr von Frischluft wichtig, «um die Aerosole aus der Luft zu entfernen», betonte Echternach.

Zusätzliche Sicherheit könnten demnach Trennwände zwischen den Sängern schaffen. Das Singen mit Schutzmaske würde zwar den Austritt der Partikel grundsätzlich deutlich verringern. Allerdings, so Echternach, sei das Tragen von Schutzmasken besonders für Profichöre wohl keine Option, weil der Gesang und Klang entsprechend beeinträchtigt werde.

Es gibt schon Studien, die sich mit der Verbreitung von Tropfen und Aerosolen in der Luft befassen. So analysierten Forscher aus Washington etwa die Ansteckung innerhalb eines Chores und kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass die Übertragung einem Abstand von unter zwei Metern geschuldet war.

Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München zufolge spielt aber nicht nur der Abstand zwischen Chorsängern bei einer möglichen Übertragung des Coronavirus eine Rolle. Auch die Einhaltung grundsätzlicher Hygieneregeln und beispielsweise die Höhe des Probenraumes seien wichtige Einflussfaktoren.

Update 3. Juli, 10.03 Uhr: Freistaat fördert Corona-Trennschutzwände für Bayerns Linienbusse

Der Einbau von schützenden Trennwänden in Linienbussen wird in Bayern ab sofort finanziell vom Freistaat unterstützt. Bis zu 1500 Euro Förderung sei pro Fahrzeug möglich, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in München mit. 

"Damit ermöglichen wir es, dass auch die vordere Tür wieder zum Einsteigen genutzt werden kann", erklärte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). "Auch der Ticketkauf im Bus ist damit wieder möglich." Derzeit bleiben aus Infektionsschutzgründen die vorderen Bustüren meist geschlossen und Passagiere dürfen nur hinten einsteigen.

Für die Förderung stehen acht Millionen Euro zur Verfügung. Um Zuschüsse bewerben können sich sowohl öffentliche als auch private Verkehrsunternehmen, deren Busse im öffentlichen Verkehr in Bayern eingesetzt werden. Die Anträge müssen bei den jeweiligen Bezirksregierungen eingereicht werden.

Update 3. Juli, 6.47 Uhr: 350.000 Anträge auf Corona-Pflegebonus - 80 Millionen ausgezahlt

Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) findet erneut lobende Worte für Pflegekräfte. (Archiv)
Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) findet erneut lobende Worte für Pflegekräfte. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Rund 350.000 Pflege- und Rettungskräfte im Freistaat haben Anträge auf den wegen der Coronakrise gewährten Pflegebonus gestellt. 

Bislang seien mehr als 181.000 Anträge bearbeitet und knapp 80 Millionen Euro ausgezahlt worden, sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) einer Mitteilung zufolge. "Gerade in der Corona-Pandemie hat das vorbildliche Engagement unserer Pflegekräfte dazu beigetragen, dass so vielen Erkrankten geholfen werden konnte."

Bis Ende Juni konnten unter anderem Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten den Bonus beantragen. 

Berechtigt waren aber auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst. Die Einmalzahlung beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro.

"Wir wissen nicht erst seit der Corona-Pandemie, dass der Pflegeberuf attraktiver werden muss", sagte Huml weiter. Die Staatsregierung arbeite deshalb kontinuierlich daran, die Situation für Pflegekräfte zu verbessern. Der Corona-Pflegebonus sei in diesem Zusammenhang ein Zeichen der besonderen Anerkennung in Zeiten der Pandemie.

Update 2. Juli, 19.45 Uhr: Aiwanger treibt Besucherlenkung voran

Angesicht eines coronabedingten Ansturms einheimischer Ausflügler auf oberbayerische Tourismusgebiete will der Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die digitale Besucherlenkung voranbringen. 

"Wir haben in Corona-Zeiten größere Besucherströme, die man so früher nicht hatte. Jetzt haben wir die Lehre gezogen, dass wir den Tourismus in Bayern deutlicher digitalisieren müssen", sagte Aiwanger nach einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen. Über einen Ausflugsticker sollen sich Besucher künftig aktuell informieren, wo schon alles voll ist - um dann spontan umplanen zu können.

Der Tourismus hatte die Ausflugs-Hotspots vor allem im Süden von München vom Chiemsee bis zur Zugspitze schon vor der Coronakrise an den Rand der Belastbarkeit gebracht. Autoschlangen wälzten sich vor allem an den Wochenenden durch Orte, Müll blieb zurück.

Bisher funktioniere der Ticker nur in einem begrenzten Bereich, nämlich im Berchtesgadener Land, sagte Aiwanger. Noch im Juli solle das Konzept aber an allen Tourismus-Spots in Oberbayern umgesetzt werden. Dafür gebe es auch Hilfen der Staatsregierung. Noch müssten die Touristiker die Angaben mit der Hand eingeben - doch auch hier werde es Verbesserungen geben. Die Entwicklung gehe rasch voran.

Gelenkt werden sollten weniger Urlaubsgäste, die mehrere Tage kämen, sondern vor allem Tagesgäste. "Ein Tagesausflügler soll, bevor er in eine wunderschöne Bergidylle fährt, sich vorher digital informieren, wie es aktuell dort aussieht."

Noch in diesem Jahr will Aiwanger die digitalen Informationsmöglichkeiten auf alle Urlaubsgebiete in Bayern ausdehnen - so dass derjenige, der im Oberland volle Parkplätze gemeldet bekommt, ausweichen kann - zum Beispiel in den Bayerischen Wald.

Update 2. Juli, 18 Uhr: Kulturreferat beschließt Corona-Alternative

Nach den coronabedingten Absagen von kulturellen Ereignissen und dem Oktoberfest geht München neue Wege: An mehreren Orten in der Stadt sollen in diesem Sommer Schausteller Buden aufstellen können und Künstler die Möglichkeit zum Auftritt bekommen. 

Die Stadt werde Plätze für Open-Air-Veranstaltungen öffnen, wie der Kulturausschuss der Stadt am Donnerstag beschloss. Im Nachtragshaushalt 2020 soll knapp eine Million Euro bereitgestellt werden - unter anderem für Infrastruktur, Hygieneauflagen, Personal und Gagen. Das solle die Kulturbranche unterstützen und Münchnern, die den Urlaub in der Stadt verbringen, ein Kulturprogramm bieten.

"Münchens Kulturschaffende sind von den Corona-Auflagen besonders hart getroffen", sagte die zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne). "Als Landeshauptstadt wollen wir unsere einzigartige Kunst- und Kulturszene unbedingt erhalten." Kulturreferent Anton Biebl sagte, das Programm werde nach draußen verlagert; es würden Kulturerlebnisse geschaffen, die in die Zeit passen. "Inspiration und Lebensfreude kann man auch "mit Abstand" genießen."

Neben einer Stadtteil-Wanderbühne, die von Stadtteilkulturzentren bespielt werden soll, plant das Kulturreferat mindestens eine weitere, feste Sommerbühne, auf der verschiedene Künstler auftreten sollen. Etwa acht Wochen lang solle es so ein "buntes, dichtes Kulturprogramm" geben - quer durch alle Genres und Stile.

Nach dem Aus für das Oktoberfest und und andere Volksfeste will die Stadt zudem mit dezentral aufgestellten Buden für Abwechslung sorgen und Schaustellern Einnahmen ermöglichen. 

Über dieses Konzept berät der Wirtschaftsausschuss am nächsten Dienstag.

Update 2. Juli, 17.45 Uhr: Willy Michl bringt neues Album wegen Corona später raus

Willy Michl, Liedermacher, nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Willy Michl, Liedermacher, nimmt an einer Pressekonferenz teil.  © Sven Hoppe/dpa

Den bayerischen Blues-Barden und Isar-Indianer Willy Michl (69) hat die Corona-Krise in seinen Plänen zurückgeworfen. 

Sein neues Album verzögere sich, sagte er am Donnerstag in München. "Der Schock der Pandemie hat mich in meiner Seele erfasst. Da muss man sich wieder finden." Aber er versichert seinen Fans zum Thema Album: "Das wird es geben." 

An seinem 70. Geburtstag am nächsten Donnerstag tritt er vor dem Deutschen Museum auf - draußen und mit Abstand, auf den er sehr achtet. Er will gesund bleiben: "Ich will alt werden."

Willy Michl, der sich kurzzeitig als Zeitsoldat bei den Gebirgsjägern verdingte und in den 1980er Jahren zusammen mit seiner ersten Frau als Pächterin zeitweise die Knorrhütte im Wettersteingebirge bewirtschaftete, gilt als Begründer des bayerischen Blues. 

Als Zeichen seiner Weltanschauung und seiner Verbundenheit mit den indigenen Völkern der Erde trägt er Indianertracht, seinen spirituellen Künstlernamen "Sound of Thunder" - Donnerschall - hat er auch im Pass stehen.

Update 2. Juli, 16.45 Uhr: Wohl Tausende mangelhafte Schutzmasken an Ärzte in Bayern geliefert

Ein Mundschutz hängt in einer Hausarztpraxis in einem Behandlungszimmer über einem Arztkittel.
Ein Mundschutz hängt in einer Hausarztpraxis in einem Behandlungszimmer über einem Arztkittel.  © Marijan Murat/dpa

In Bayern sind offenbar zahlreiche Ärzte mit Tausenden mangelhaften Schutzmasken beliefert worden. 

Deutschlandweit lieferte das Bundesgesundheitsministerium mutmaßlich mindestens 800.000 unsichere Schutzmasken aus, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Anfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) an alle Kassenärztlichen Vereinigungen ergab. 

Demnach entsprachen die betreffenden Masken nicht den Anforderungen an die europäische Norm.

"Wir haben rund 10.000 dieser Masken an Praxen ausgeliefert", sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der KVB sei vorab versichert worden, die Masken seien im Auftrag des Bundes geprüft worden. 

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Update 2. Juli, 15.20 Uhr: Neue Infektionsfälle in München

Update 2. Juli, 14.50 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 48.494 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 2594 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.210 Menschen.

Update 2. Juli, 13.37 Uhr: Behörden testen nach Corona-Fällen bei Caterer in Gilching weiter

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg setzen die Behörden die Tests fort. Im Fokus stand am Donnerstag eine Flüchtlingsunterkunft in Weßling, wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilte. In der Unterkunft war am Vortag ein Bewohner positiv getestet worden, der mit einem infizierten Mitarbeiter des Unternehmens Apetito Catering in einem Container wohnte. Die Wohnstätte steht wie vier andere Gemeinschaftsunterkünfte inzwischen unter Quarantäne.

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren in den Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Bis Mittwochabend ergaben die Reihentestungen insgesamt 46 positive Fälle.

Gesucht wird auch weiter nach Kontaktpersonen im Umfeld des Unternehmens. Dabei würden auch Zulieferer, Reinigungsfirmen, Techniker, Kühlunternehmen und dergleichen unter die Lupe genommen, so das Landratsamt.

Apetito unterstrich, dass es bisher bei regelmäßigen externen Audits und Standard-Überprüfungen keinerlei Beanstandungen bezüglich sämtlicher Prozesse gegeben habe. "Auch die Lebensmittelüberwachung hat uns im Zuge der aktuellen Coronafälle bestätigt, dass unser Hygienekonzept einwandfrei ist." Das Unternehmen setze alle vom Robert Koch-Institut empfohlenen Maßnahmen um, nehme die aktuelle Situation aber zum Anlass, weitergehende Schritte zu prüfen - etwa, ob die Umgebungstemperatur die Ausbreitung des Virus begünstigen könnte. 

Aus Experten-Sicht gebe es hier Hinweise, jedoch keine wissenschaftlich gesicherte Evidenz. Vor einer Wiederinbetriebnahme werde die komplette Einrichtung desinfiziert; dies laufe bereits.

Update 2. Juli, 13.28 Uhr: Grüne: Kritik an "Nebelfahrt" in Bayerns Schulen während Corona

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) möchte besondere Förderangebote ermöglichen. (Archiv)
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) möchte besondere Förderangebote ermöglichen. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Die Landtags-Grünen haben den Corona-Fahrplan der Staatsregierung für Bayerns Schulen kritisiert. Die flächendeckenden Schulschließungen im März seien zwar nach Ansicht der Fraktion richtig gewesen, sagte die Abgeordnete Gabriele Triebel am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. "Ab Ostern hätte die Nebelfahrt ein Ende haben müssen. Wir hätten hier klarere Ansagen für die Schulen gefordert", kritisierte sie.

Kinder aus sozial schwachen Familien, die von einer Notbetreuung hätten profitieren können, habe die Staatsregierung zu wenig im Blick gehabt. Auch eine jüngst von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) angekündigte Initiative zur Bereitstellung von digitalen Endgeräten, die alle Schüler von den Schulen ausleihen können, ist Triebel zufolge zu spät gekommen.

Der FDP-Abgeordnete Matthias Fischbach gab im Ausschuss zu bedenken, dass Wartung und Pflege der versprochenen technischen Geräte noch lückenlos sichergestellt werden müssten. Auch für den Umgang mit älteren und der Corona-Risikogruppe zuzuordnenden Lehrern brauche es klarere Bestimmungen.

Piazolo betonte, dass die voraussichtlichen Übertrittsquoten an die weiterführenden Schulen trotz Corona "wenn wir uns die Zahlen anschauen sehr vergleichbar mit den Vorjahren" seien. Zu Beginn des neuen Schuljahres solle es außerdem besondere Förderangebote geben, um gezielt Schülern zu helfen, die durch die Corona-Einschränkungen Lernrückstände zu verzeichnen hätten.

Update 2. Juli, 11.46 Uhr: Unfallforscher: Verkehr im Corona-Lockdown lebensgefährlicher

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. 

Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das "relative Getötetenrisiko" um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1000 Verunglückten nur 7,5 gestorben.

In absoluten Zahlen: Im April verunglückten in Deutschland laut amtlichen Zahlen 21.236 Menschen im Verkehr, davon starben 236. Ein Jahr zuvor waren insgesamt 31.592 Menschen verunglückt, fast 10.000 mehr. Doch die Zahl der Verkehrstoten war im Vorjahr keineswegs wesentlich höher gewesen, sondern quasi gleich: 239. "Die Gesamtzahl der Verunglückten ist niedriger, aber der Anteil der Getöteten signifikant höher", sagte Jörg Kubitzki, Verkehrssicherheitsforscher im Allianz Zentrum für Technik.

"Es wird zwar weniger gefahren, aber der Verkehr ist nicht sicherer geworden." Viele Fahrer hätten sich "wenig angepasst" an die Situation verhalten. "So hatten wir im Frühjahr schwere Motorradunfälle, obwohl es ein bundesweites Verbot von Spritztouren gab", sagte Kubitzki.

"Die geringere Verkehrsdichte führt dazu, dass Verkehrsregeln weniger beachtet werden. Man darf aber nicht nur die Autofahrer kritisieren, das gilt für alle Verkehrsteilnehmer."

Manche Fußgänger hätten die Ausgangsbeschränkungen - von vielen Menschen als Lockdown bezeichnet - als Einladung verstanden, in der Mitte der Straße zu spazieren. "Unfallforscher kennen diesen Effekt aus der Nacht", sagte Kubitzki. "Nachts wird weniger gefahren, aber die Regeln werden häufiger missachtet."

Update 2. Juli, 10.44 Uhr: AfD kündigt Klage gegen Maskenpflicht für Abgeordnete im Landtag an

Die AfD-Fraktion will gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag, die seit Donnerstag auch für Abgeordnete gilt, klagen. 

Man werde beim Verwaltungsgericht Klage einreichen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Maskenpflicht bedeute eine "massive Einschränkung" des freien Mandats. Abgeordneten dürften bei ihrer Tätigkeit im Landtag nicht derart beeinträchtigt werden.

Die Abgeordnetenrechtskommission des Landtags ist der gegenteiligen Meinung - sie hält die Maskenpflicht für Abgeordnete für zulässig.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hatte am Mittwoch angeordnet, dass von Donnerstag an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Parlamentarier, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen, bei wiederholten Verstößen auch mehrfach. Die schriftliche rechtliche Anordnung wurde noch für Donnerstag erwartet. Danach wollte die AfD Klage einreichen.

Seit Mitte Juni gilt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht. Für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte sie nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete Maskenpflicht für alle an.

Update 2. Juli, 7.28 Uhr: Umfrage: Deutliche Mehrheit für kostenlose Corona-Tests für alle

Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet kostenlose Corona-Tests für alle. 

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) sprachen sich 60 Prozent dafür aus, dass jeder Bürger unabhängig von Symptomen und Risiko einen vom Staat bezahlten Corona-Test in Anspruch nehmen können sollte. 31 Prozent lehnten das ab.

Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche die kostenlosen Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen und damit eine Diskussion ausgelöst.

Update 1. Juli, 21.40 Uhr: BMW verkauft in der Corona-Krise deutlich weniger Autos in USA

Der Autobauer BMW hat im von der Corona-Krise gezeichneten zweiten Quartal in den USA deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. 

Die Absatzzahlen über die Marken BMW und Mini schrumpften um rund 40 Prozent auf gut 56.000 Autos, gab das Unternehmen am Mittwochabend bekannt. Durch die Pandemie hatten viele Autohändler geschlossen. 

Für die zweite Jahreshälfte gibt sich Nordamerika-Chef Bernhard Kuhnt "vorsichtig optimistisch".

Update 1. Juli, 17.40 Uhr: Aigner ordnet Maskenpflicht auch für Abgeordnete an

Ilse Aigner (55, CSU), Präsidentin bayerischer Landtag, trägt im Landtag einen Mundschutz.
Ilse Aigner (55, CSU), Präsidentin bayerischer Landtag, trägt im Landtag einen Mundschutz.  © Sven Hoppe/dpa

Im Bayerischen Landtag müssen von diesem Donnerstag (2. Juli) an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete die Maskenpflicht am Mittwoch an. Abgeordnete, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen. Dieses sollen nach Mitteilung des Landtagsamts zunächst 150 Euro sein - das entspricht dem Bußgeld, das auch normalen Bürgern droht, wenn sie gegen die in vielen öffentlichen Bereichen geltende Maskenpflicht verstoßen.

Bislang galt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht, für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. 

Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte Aigner nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete auch für alle Parlamentarier eine Maskenpflicht an.

Die AfD kündigte dem Vernehmen nach im Ältestenrat des Landtags an, rechtlich dagegen vorzugehen. 

Update 1. Juli, 15 Uhr: Landesamt: 48.454 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2591 Tote

In Bayern sind inzwischen 48.454 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 9 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.190 Menschen.

Update 1. Juli, 14.48 Uhr: Millionenhilfen für Clubs, Theater und Laienmusiker in Bayern

Mit 30 Millionen Euro will der Freistaat Bayern Clubs, Theater, Kabarett- und Konzertbühnen sowie andere Spielstätten durch die Corona-Krise helfen. Bei vielen Betrieben gehe es um die Existenz, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Weitere 10 Millionen Euro sind für Blaskapellen und andere gemeinnützige Laienmusikvereine gedacht, die einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern angehören.

Die Programme sind Teil des 210 Millionen Euro schweren Kultur-Rettungsschirms in Bayern. Kleine und mittlere Spielstätten können jeweils bis zu 300.000 Euro beantragen, wenn sie für das zweite Halbjahr plausibel in Geldnöten sind. Laut Sibler werden Ausgaben wie die Miete, Kredite, Personalkosten und auch ein fiktiver Lohn für die Betreiber berücksichtigt.

Axel Ballreich, Vorsitzender des Deutschen Musikspielstättenverbandes Livekomm und Betreiber eines Clubs in Nürnberg, lobte die Maßnahmen. Im Vergleich mit ähnlichen Hilfen des Bundes und anderer Bundesländer seien diese von hoher Qualität.

Dennoch geht er davon aus, dass es nicht alle Spielstätten schaffen werden. Man müsse aber versuchen, die zu erwartende Insolvenzwelle gering zu halten, sagte Ballreich- Ein Normalbetrieb werde wohl nicht vor Ende des Jahres möglich sein. Bernd Schweinar vom Verband für Popkultur in Bayern sprach von weiteren Baustellen. Da sei man aber bereits in einem konstruktiven Dialog.

Viele Häuser hoffen, dass bald mehr Besucher kommen dürfen. Derzeit sind im Inneren unabhängig von der Größe der Räume maximal 100 Gäste zugelassen. Es gebe bereits Konzepte, man müsse aber Schritt für Schritt vorgehen, sagte Sibler. Nähere Angaben machte er nicht. "Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen weitere Schritte gehen können."

Update 1. Juli, 12.49 Uhr: Corona-Fälle bei Caterer in Oberbayern: Weitere Tests in Unterkunft

Eine Person im Schutzanzug nimmt an einer Wohncontaineranlage für Flüchtlinge in Pöcking einen Abstrich bei einem Bewohner der Anlage.
Eine Person im Schutzanzug nimmt an einer Wohncontaineranlage für Flüchtlinge in Pöcking einen Abstrich bei einem Bewohner der Anlage.  © Matthias Balk/dpa

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg geht die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten weiter. 

Dazu sollten am Mittwoch unter anderem sämtliche Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Pöcking auf das Virus getestet werden, nachdem es dort einen positiven Fall gegeben hatte. Eine Sprecherin des Landratsamtes sagte weiter, auch eine Gemeinschaftsunterkunft im Herrschinger Ortsteil Breitbrunn werde durchgetestet. Die Bewohner hätten sehr engen Kontakt mit Bewohnern einer weiteren Herrschinger Unterkunft gehabt, wo bereits getestet wurde und ein positiver Fall aufgefallen war.

Eine ganze Reihe der insgesamt rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren der Sprecherin zufolge in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Sie seien vorsorglich nach München in eine Isoliereinrichtung gebracht worden, um dort getestet zu werden. Bis Dienstagabend ergaben die Reihentestungen 45 positive Fälle.

Der erste Fall war in einer Unterkunft in Hechendorf aufgefallen. Neben dieser wurden auch die Wohnstätten in Pöcking, Herrsching und Seefeld für 14 Tage unter Quarantäne gestellt; in jeder hatte es mindestens einen Infizierten gegeben.

Beim Landratsamt meldeten sich unterdessen auch Ehrenamtliche der Helferkreise. Wer zu einen der Infizierten Kontakt gehabt habe oder grundsätzlich besorgt sei, könne ebenfalls getestet werden, sagte die Sprecherin. 

Jedoch gebe es keinen Anlass zu Befürchtungen. "Alle sind immer sehr vorsichtig vorgegangen."

Update 1. Juli, 6.12 Uhr: In Bayerns Kitas starten freiwillige Corona-Reihentests für Erzieher

Erzieher können sich zu Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas freiwillig testen lassen. (Symbolbild)
Erzieher können sich zu Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas freiwillig testen lassen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas ab 1. Juli starten auch die freiwilligen Reihentests für alle Erzieher. 

"Unsere Fach- und Ergänzungskräfte leisten seit Monaten Herausragendes. Auch wenn das Ansteckungsrisiko derzeit aufgrund der geringen Fallzahlen in Bayern sehr gering ist, verstehe ich die Sorge der pädagogischen Beschäftigten in den Einrichtungen", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) in München.

Die Kosten für die Tests übernimmt der Freistaat. Geplant seien zwei Durchläufe: Der erste Reihentest erfolgt nach Angaben des Ministeriums im Juli oder August und der zweite mit dem geplanten Regelbetrieb ab 1. September. Dann würden viele Eltern, Kinder und Beschäftigte aus dem Urlaub zurückkehren und neue Kinder werden in den Einrichtungen aufgenommen.

Trautner betonte, dass Erzieher bei der Betreuung der Kinder keine Abstände einhalten und in der Regel höchstens situationsbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen könnten. "Sie sollen daher jetzt die Möglichkeit bekommen, sich freiwillig und systematisch testen zu lassen", sagte sie.

Das Verfahren sei für die Kitas unbürokratisch und werde von den Kommunen logistisch unterstützt. So könnten die Träger und Kita-Leitungen eigenständig mit einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt vor Ort einen Reihentest vereinbaren. Bei Bedarf könne auch die Kassenärztliche Vereinigung Vertragsärzte vermitteln.

Update 1. Juli, 6.10 Uhr: Söder warnt Union: Gute Umfragewerte sind Merkel Politik geschuldet

CSU-Chef Markus Söder hat die Union angesichts ihrer aktuellen Umfragewerte vor Selbstüberschätzung für die Bundestagswahl im kommenden Jahr gewarnt. 

"Wir haben schon oft erlebt, dass sich bei Bundestagswahlen alles verändert", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). CDU und CSU kamen jüngst in Umfragen auf Werte zwischen 36,5 und 40 Prozent und lagen damit weit vor Grünen und SPD.

"Die jetzigen Umfragewerte für die gesamte Union sind der großen Zustimmung zu einer Bundeskanzlerin geschuldet, die dann nicht mehr da sein wird." Sie seien "nicht so einfach auf andere Personen übertragbar", betonte Söder. Einfach zu glauben, "das geht endlos so weiter", wäre ein großer Fehler.

Bei der Bundestagswahl sieht Söder schon lange die Grünen als "Hauptherausforderer der Union" zugleich mahnte er aber auch an, jetzt nicht schon über mögliche Koalitionen oder auch mögliche Kanzlerkandidaten zu spekulieren. Es werde "einen sehr ambitionierten Wettbewerb geben, wer die Nummer eins ist in Deutschland und wer den Kanzler stellen kann oder die Kanzlerin".

Die Wähler seien zudem grundsätzlich skeptisch, wenn sie den Eindruck hätten, Parteien würden eine Regierung ausmauscheln, sagte Söder. "Wir alle haben im Moment nur den Auftrag, die Corona-Krise zu meistern. Aufgabe der Union für die Bundestagswahl wird es sein, eine klare Strategie für sich festzulegen."

In diesem Zusammenhang warnte Söder auch davor, Großstädte und Umweltpolitik anderen Parteien zu überlassen. "Es muss Auftrag der Union sein, ein politisches Angebot zu entwickeln für eine liberale Demokratie und gegen die AfD", sagte er. 

"Für eine moderne, digitalisierte Republik, die einen Technologiesprung macht. Und für eine ökologische, die es schafft, modernes Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zu verbinden."

Update 30. Juni, 20.59 Uhr: Starnberger Landrat: Von Lockdown "weit entfernt"

Der Starnberger Landrat Stefan Frey (CSU) schließt nach dem Corona-Ausbruch in einem Cateringunternehmen in Gilching einen Lockdown vorerst aus. "Davon sind wir derzeit weit entfernt", sagte Frey am Dienstagabend. Der Lockdown in einem Landkreis setze voraus, dass es sich um ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen handelt. "Das ist bei uns derzeit nicht der Fall."

Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen - Asylunterkünfte und das Unternehmen - begrenzt. "Damit das so bleibt, werden wir alles Mögliche unternehmen und handeln strikt und konsequent. Das ist auch der Grund, warum wir die Asyl-Gemeinschaftsunterkünfte unter Quarantäne setzen, wenn auch nur ein Fall dort auftritt."

Das Landratsamt beleuchtet auch Kontakte des Cateringunternehmens. Etwa werde geklärt, ob es Zulieferer oder andere Firmen gibt, deren Mitarbeiter binnen 14 Tagen unmittelbaren Kontakt zu den Mitarbeitern des Unternehmens hatten. Für besorgte Bürger richtete das Landratsamt eine Hotline ein.

Bis zum Dienstagabend ergab die Reihentestung der Mitarbeiter 45 Fälle. Die Gesundheitsbehörden testen auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften, in denen Mitarbeiter des Caterers leben. Neben einer Flüchtlingsunterkunft in Hechendorf, in der zehn der Infizierten lebten, wurden mittlerweile auch Unterkünfte in Seefeld, Herrsching und Pöcking für 14 Tage unter Quarantäne gestellt - von dort stammt je einer der Infizierten.

Update 30. Juni, 15.31 Uhr: Landesamt: 48.382 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2591 Tote

In Bayern sind inzwischen 48.382 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 9 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.150 Menschen.

Update 30. Juni, 14.31 Uhr: Bayerns kostenlose Coronatests sind nur für Bayern gedacht

Gesundheitsministerin Melanie Huml möchte nicht, dass Test-Touristen nach Bayern reisen. (Archiv)
Gesundheitsministerin Melanie Huml möchte nicht, dass Test-Touristen nach Bayern reisen. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Die kostenlosen Coronatests in Bayern sind in erster Linie nur für die im Freistaat gemeldeten Einwohner gedacht. 

Es sei nicht gewollt, dass nun "sämtliche Bundesbürger nach Bayern reisen und sich hier testen lassen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. 

Ausnahmen seien sicher denkbar, etwa wenn sich jemand aus beruflichen Gründen viel in Bayern aufhalte oder hier trotz Wohnortes in einem anderen Bundesland schon lange einen Arzt habe.

Ab dem 1. Juli greift in Bayern ein neues Testkonzept, welches auch Menschen ohne jegliche Krankheitssymptome kostenlose Coronatests ermöglicht. Die Kosten dafür übernimmt der Freistaat Bayern. Zunächst sind für das laufende Jahr rund 200 Millionen Euro veranschlagt.

Update 30. Juni, 14.12 Uhr: Corona-Ausbruch bei Caterer - Suche nach Kontaktpersonen

Nach der Schließung eines Cateringunternehmens im Landkreis Starnberg wegen eines Corona-Ausbruchs suchen die Gesundheitsbehörden nach den Kontaktpersonen der Infizierten. "Das Wichtigste ist jetzt, Infektionsketten zu unterbrechen", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Starnberg am Dienstag. Hier seien auch die Gesundheitsbehörden von einem halben Dutzend umliegender Landkreise eingebunden, wo Beschäftigte des Unternehmens leben.

Neben einer Flüchtlingsunterkunft in Hechendorf, in der zehn der Infizierten lebten, werden mittlerweile auch die Bewohner von zwei weiteren Unterkünfte in Seefeld und Herrsching getestet - von dort stammt je einer der Infizierten.

Der Caterer belieferte auch das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München mit täglich rund 6400 Mahlzeiten. Dort sei die Versorgung aber gesichert, sagte eine Sprecherin. "Aktuell liefert der Lieferant direkt Speisen an das Klinikum - unter Umgehung der Gilchinger Betriebsstätte", teilte das Klinikum auf seiner Seite mit.

Mindestens 44 Menschen hatten sich bei dem Caterer mit dem Coronavirus infiziert. Den allermeisten gehe es gut, nur einige hätten leichte Symptome, hieß es vom Landratsamt. Die Mehrzahl der gut 100 Mitarbeiter seien schon getestet worden. Nur einige, die am Sonntag nicht erreicht werden konnten, müssten noch Test unterzogen werden. Alle Mitarbeiter seien unter Quarantäne gestellt.

Update 30. Juni, 13.32 Uhr: Bayern beschließt Corona-Tests für jedermann

Ungeachtet vieler kritischer Stimmen hat die bayerische Staatsregierung kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen. 

Das Testkonzept laute "schneller, kostenlos und für jedermann", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Er kündigte an, dazu die Kapazitäten von aktuell 20.000 auf 30.000 Tests pro Tag zu erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in all den Fällen, in denen nicht ohnehin Krankenkassen in der Pflicht sind. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte Söder.

Kritik an der bayerischen Strategie wies Söder erneut zurück. Die Kosten könnten kein Argument sein. Man dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürger sparen. "Testen ist auch Vorbeugung", betonte er.

Update 30. Juni, 13.23 Uhr: Kino und Theater künftig ohne Maskenpflicht

Zuschauer können Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte künftig ohne Mundschutz genießen. 

Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Damit stelle man den Kulturbereich den Kirchen gleich und übertrage das in Gottesdiensten geltende Modell. Danach muss jeder seine Maske nur solange tragen, bis er an seinem Platz sitzt.

Zuvor hatte Söder die Lockerung für den Kulturbereich im Interview der "Augsburger Allgemeinen" angekündigt. "Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen", hatte Söder dem Blatt erklärt. 

"Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren." Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. "Wir wollen eine Perspektive für die Kultur", sagte Söder.

Update 30. Juni, 6.13 Uhr: Kabinett will Konzept für Corona-Tests für jedermann beschließen

In Bayern gibt es aktuell Laborkapazitäten für etwa 21.000 Corona-Tests pro Tag. (Symbolbild)
In Bayern gibt es aktuell Laborkapazitäten für etwa 21.000 Corona-Tests pro Tag. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Trotz der teils massiven Kritik von Bund und anderen Ländern sollen sich in Bayern landesweit alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. 

Das Kabinett will am Dienstag (10 Uhr) das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung des Freistaats mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. 

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte am Montag, dass zunächst ein dreistelliger Millionenbetrag für die Kosten bereitgestellt werde. Offen ist aber, für welchen Zeitraum.

Neben den Tests für Menschen mit und ohne Symptome - für letztere sind bereits jetzt Tests kostenlos möglich - sieht das Konzept auch vor, die freiwilligen Tests in Einrichtungen mit gefährdeten Personen etwa in Pflege- und Altenheimen sowie in Krankenhäusern auszubauen. Gleiches gilt für Tests von Lehrern und Erziehern. Geplant ist auch eine Testoffensive bei Schlachthöfen, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetrieben. Wer Symptome hat, soll innerhalb eines Tages getestet werden und 24 Stunden später sein Ergebnis haben. Ohne Symptome dauert es etwas länger: ein Test in 48 Stunden und ein Ergebnis in einer Woche.

Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch andere Bundesländer hatten die Ankündigung Bayerns massiv kritisiert und vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl gewarnt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Huml hatten dies aber zurückgewiesen. 

In Bayern gibt es derzeit Laborkapazitäten für rund 21.000 Corona-Tests pro Tag. Seit Beginn der Pandemie wurden in Bayern knapp 1,1 Millionen Tests durchgeführt.

Update 30. Juni, 6.08 Uhr: Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen soll fallen

Die Staatsregierung will die Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen abschaffen. (Symbolbild)
Die Staatsregierung will die Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen abschaffen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag) an. 

Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. "Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen", sagte Söder.

Der CSU-Chef argumentierte: "Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren." Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. 

Auf den Sitzen in den Veranstaltungsräumen werde sie gelockert, hieß es in der Zeitung. "Wir wollen eine Perspektive für die Kultur", sagte Söder.

Update 29. Juni, 22.20 Uhr: Cirque du Soleil entlässt fast 3500 Mitarbeiter

Das kanadische Live-Unterhaltungs-Unternehmen Cirque du Soleil beantragt Insolvenzschutz und entlässt vorerst rund 3480 Mitarbeiter. 

Der Schritt sei eine Folge der "immensen Störungen und aufgezwungenen Einstellungen von Shows" in der Folge der Corona-Pandemie, teilte das Unternehmen am Montag in Montréal mit.

Weltweit hatte Cirque du Soleil im Zuge der Pandemie den Betrieb von mehreren Dutzend Shows einstellen müssen. Auch zwei Produktionen in Deutschland waren betroffen: In München wurde "Totem" Mitte März beendet, zwei Wochen vor der ursprünglich angesetzten letzten Vorstellung. In Hamburg lief bis zur Schließung im März "Cirque du Soleil: Paramour" in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment. Aktuell sind Aufführungen bis Ende August 2020 ausgesetzt. Für September 2021 ist eine neue Show in Berlin angekündigt.

Der Entertainment-Konzern will seine Schulden mit Hilfe der kanadischen Regierung und von bisherigen Beteiligungsgesellschaften umschichten. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass diese Institutionen 300 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln bereitstellen und dafür die Vermögensgegenstände des Unternehmens übernehmen.                                                                                                                                                                         Die Gebote beinhalteten auch die Absicht, die Mehrheit der gekündigten Mitarbeiter wieder einzustellen, sobald es das wirtschaftliche Umfeld erlaube. Ein Gericht in Québec werde den Antrag am Dienstag erörtern, teilte Cirque du Soleil weiter mit.     

Update 29. Juni, 20.45 Uhr: Ausbruch in Cateringfirma, 44 bestätigte Infizierte

In einem am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 

Das haben die Tests bislang ergeben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf. Auf den Virus-Ausbruch bei dem Caterer war das Landratsamt durch Fälle in der Asylunterkunft aufmerksam geworden.

Die Behörde hatte die Schließung des Catering-Standorts am Samstag aus Infektionsschutzgründen angeordnet - für 14 Tage. Am Sonntag gab es eine große Testaktion bei den Mitarbeitern.

Die komplette Asylbewerber-Unterkunft ist unter Quarantäne gestellt worden. Die positiv getesteten Bewohner wurden in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden. 

Hände desinfizieren" ist auf Zetteln zu lesen, die auf einem Tisch kleben. Daneben sind Desinfektionsmitteln und ein Metermaß zu sehen.
Hände desinfizieren" ist auf Zetteln zu lesen, die auf einem Tisch kleben. Daneben sind Desinfektionsmitteln und ein Metermaß zu sehen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Update 29. Juni, 18.15 Uhr: Kabinett will Konzept für Corona-Tests für jedermann beschließen

Trotz der teils massiven Kritik von Bund und anderen Ländern sollen sich in Bayern landesweit alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. 

Das Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung des Freistaats mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. 

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte am Montag, dass zunächst ein dreistelliger Millionenbetrag für die Kosten bereitgestellt werde. Offen ist aber, für welchen Zeitraum.

Update 29. Juni, 17.15 Uhr: Quarantäne für fast 100 Menschen nach Coronafällen in Schulklassen

In drei Grundschulklassen und einer Kindergartengruppe im Landkreis Neu-Ulm sind Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. 

Deswegen seien nun 98 Kinder und Erwachsene in Quarantäne geschickt worden, berichtete eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag.

Neben den Schülern müssen vorläufig auch die Eltern und Lehrer zu Hause bleiben. Erstmals seitdem die Schulen wieder geöffnet wurden, wird in dem schwäbischen Landkreis nun zu dieser Maßnahme gegriffen - vor dem landesweiten Lockdown gab es solche Fälle häufiger. 

In der vergangenen Woche war die Zahl der Covid-19-Erkrankungen im Kreis Neu-Ulm leicht gestiegen.

Update 29. Juni, 15.20 Uhr: Hausärzte erwarten mehr Interesse an vorbeugenden Corona-Tests

Bayerns Hausärzte erwarten angesichts der Einführung von Corona-Tests für jedermann zusätzliche Arbeit in den Praxen. 

"Wir bereiten uns darauf vor, dass es mehr Interesse gibt", sagte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier, am Montag. 

Er begrüßte die Pläne für vorbeugende Corona-Tests. "Es macht Sinn, auch Menschen ohne Symptomatik zu testen. Bisher war aber nicht klar, wer bezahlt wann und wie die Tests." Wie viele Menschen die Möglichkeit für vorbeugende Tests nutzten, müsse man abwarten. 

Bei zu viel Andrang müsse man möglicherweise bevorzugt Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Pflegepersonal und Menschen in medizinischen Berufen testen.

Update 29. Juni, 15 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 29. Juni, 14.45 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.341Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2589 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45.110 Personen.

Update 29. Juni, 13.28 Uhr: Seniorenheime öffnen wieder für mehr Angehörige

 Angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Zahlen hat Bayern die Schwelle für den Besuch von Kliniken, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen herabgesetzt. 

Angehörige können etwa die Bewohner von Seniorenheimen nun wieder leichter besuchen. Auch die Regel, dass nur eine feste Kontaktperson Besuchserlaubnis erhalte, ist gefallen - der Besuch auch anderer Angehöriger wird gestattet.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnte bei einem Besuch in einer Senioreneinrichtung am Montag in Lauf an der Pegnitz allerdings, die Bedingungen müssten an die Erfordernisse der jeweiligen Einrichtung angepasst werden. Seien die räumlichen Voraussetzungen ungünstig oder im Falle eines erhöhten Infektionsgeschehens in der jeweiligen Region könne es sinnvoll sein, dass die strikten Regelungen zunächst fortbestehen.

Basis für die Lockerungen ist ein Rahmenkonzept des Gesundheits- und Pflegeministeriums. Eckpunkte darin sind etwa Mindestabstände und Hygieneregeln und ein Betretungsverbot bei Krankheitssymptomen.

Update 29. Juni, 12.02 Uhr: Söder verteidigt Corona-Massentests und fordert bundesweite Nachahmer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an den geplanten Corona-Tests für jedermann in Bayern zurückgewiesen. 

"Das ist die einzige ernsthafte Option, es wird sonst zu wenig getestet", sagte der CSU-Chef am Montag in München. Der Freistaat Bayern erweitere das Testangebot jetzt, "wir warten nicht auf endlose Gespräche zwischen einzelnen Kostenträgern, sondern wir gehen in Vorleistung, weil wir glauben, dass neben Abstand halten Testen die einzige ernsthafte Chance ist, Infektionsketten zu unterbrechen»"

Die Kritik Spahns, viele Corona-Tests ohne systematisches Vorgehen seien nicht zielführend, treffe auf Bayern zudem nicht zu. "Wir haben ja genau ein System entwickelt", betonte Söder.

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Update 29. Juni, 10.23 Uhr: Spahn kritisiert Bayerns Pläne zu Corona-Tests für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. 

"Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend", schrieb er am Montag bei Twitter. "Denn es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität."

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Spahn betonte: "Testen, testen, testen - aber gezielt." Das entspreche der mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelten nationalen Teststrategie. "Dies beinhaltet umfassendes präventives Testen im Gesundheitswesen und bei lokalen Ausbrüchen wie in Gütersloh." 

Auch wie in Nordrhein-Westfalen in Schlachthöfen zweimal die Woche zu testen, habe Sinn.

Update 29. Juni, 6.45 Uhr: Patientenschützer begrüßen Pläne für mehr Corona-Tests

In Bayern kann sich künftig jeder auf das Coronavirus testen lassen. (Symbolbild)
In Bayern kann sich künftig jeder auf das Coronavirus testen lassen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßt die Pläne der bayerischen Staatsregierung für vorbeugende Corona-Tests. 

"Diese Tests sind sinnvoll, weil wir kein anderes Instrument haben, zügig und schnell eine Infektionskette zu erkennen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Mit vorbeugenden Tests haben wir die Möglichkeit, Gefahrenlagen festzustellen." Tests könnten aber nicht die Abstandsregeln und den Mund-Nasen-Schutz ersetzen, betonte er.

Bayern will als erstes Bundesland Corona-Tests für alle einführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Sonntag eine "Corona-Testoffensive" an. "Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen."

Die Kosten will der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht etwa von der Krankenkasse getragen werden. Die Mitwirkung der Hausärzte sei freiwillig, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bei den Tests handelt es sich um sogenannte PCR-Tests, die eine akute Infektion nachweisen können und nicht etwa um Antikörper-Tests, die zeigen, ob jemand zu einem früheren Zeitpunkt schon eine Corona-Infektion durchlebt hat.

Brysch befürchtet, die Hausärzte könnten damit überfordert sein. Vor allem massenhafte Tests in Pflege- und Behindertenheimen, die besonders wichtig seien, könnten sie nicht leisten. "Da müssen wir mobile Teams auf den Weg bringen. Gerade dort, wo das Infektionsgeschehen auf eine Hochrisikogruppe trifft, darf es keine Diskussionen geben."

Er kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich zurückhaltend zu den bayerischen Plänen geäußert hatte. "Ich wundere mich schon, dass der Gesundheitsminister so auf die Bremse drückt." Er könne Bayern verstehen, die Tests dann im Alleingang ausweiten zu wollen, sagte Brysch. Er forderte dennoch bundesweite Konzepte. "Es geht alles drunter und drüber, jedes Bundesland macht, was es will. Das ist für mich und auch für viele Patienten außerordentlich unbefriedigend."

Bayern ist das erste Bundesland, das Tests für alle vorsieht. Hamburg und Sachsen-Anhalt kündigten bereits an, dem Beispiel nicht folgen zu wollen. Das Robert Koch-Institut halte ungezielte Testungen nicht für sinnvoll, teilte ein Hamburger Senatssprecher dazu mit.

Bayerns Gesundheitsministerin Huml sagte dagegen: "Ein Eckpunkt unseres bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben." Es sei "ein ergänzendes Angebot, das vollständig aus staatlichen Mitteln getragen wird", sagte ein Sprecher.

Update 28. Juni, 15.50 Uhr: CDU-Gesundheitsexpertin gegen Corona-Massentests

Die CDU-Gesundheitsexpertin Karin Maag begegnet den in Bayern geplanten Corona-Tests für jeden mit Skepsis. 

Sie sieht darin Massentests quer durch die Bevölkerung und bezweifelt die Sinnhaftigkeit. "Wenn ich ganz frisch infiziert bin, schlägt der Test noch nicht an. Unmittelbar nach dem Test weiß ich, ob ich positiv beziehungsweise negativ getestet wurde, ich kann mich aber in den nächsten Tagen neu anstecken", sagte Maag der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe). 

Aus ihrer Sicht sei es darum sinnvoll, weiter gezielt zu testen, "wo Menschen leben oder arbeiten, die besonders geschützt werden müssen".

Der bayerischen Staatsregierung warf sie Vorpreschen vor: "Es wäre schön, wenn sich alle, die sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben, auch daran hielten", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag der Zeitung.

Update 28. Juni, 15.15 Uhr: Bis zu 10.000 Menschen feiern in München an der Isar

Zahlreiche Menschen genießen das schöne und sonnige Wetter am Ufer der Isar.
Zahlreiche Menschen genießen das schöne und sonnige Wetter am Ufer der Isar.  © Sven Hoppe/dpa

Trotz der Corona-Krise haben Tausende Menschen am Wochenende in München gefeiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag hätten sich in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Menschen an der Isar aufgehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Von Samstag auf Sonntag seien es rund 5000 gewesen. Den Angaben zufolge blieb alles friedlich.

Etwas anders sah es auf der als Feiermeile vor allem nach Fußball-Erfolgen bekannt gewordenen Leopoldstraße aus. Dort wurde der Polizei am frühen Sonntagmorgen "eine größere Anzahl aggressiver Personen" gemeldet. Die rückte nach eigenen Angaben "mit hohem Kräfteeinsatz an" und traf dort auf rund 200 bis 300 Menschen. Bei aggressiv Auftretenden stellten die Polizisten die Personalien fest, zudem sprachen sie mehrere Platzverweise aus. Zwei Menschen wurden wegen Beleidigung der Einsatzkräfte angezeigt.

Auch an beliebten Plätzen in der Innenstadt wie dem Gärtnerplatz und dem Wedekindplatz in Schwabing war es nach Polizeiangaben voll. Weil wegen der Pandemie Clubs nach wie vor geschlossen sind, verlagert sich das Partygeschehen in München zunehmend auf die Straßen und an die Isar. Dort war es auch in früheren Jahren am Wochenende oft so voll, so laut und so dreckig, dass Anwohner sich beschwerten.

Am Samstag um kurz vor Mitternacht mussten Polizisten Feierfreudige auf dem Gärtnerplatz dazu bewegen, diesen zu verlassen. Der Grund: "massive Lärmbelästigung der Anwohner, Vermüllung des Gärtnerplatzes sowie der nicht mehr einzuhaltenden Infektionsschutzvorschriften". Probleme habe es dabei nicht gegeben, teilte die Polizei mit. 

Sie meldete "keinerlei Störungen oder Aggressionen" und zog folgende Bilanz: "Insgesamt blieb es an den Partyörtlichkeiten bis auf eine nicht ungewöhnliche Anzahl wochenendtypischer Delikte, wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz friedlich."

Update 28. Juni, 15 Uhr: Lauterbach für passgenaue Strategie bei Ausweitung von Corona-Tests

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine zielgenaue Strategie bei der Ausweitung von Corona-Tests in Deutschland. 

Es sei grundsätzlich richtig, dass Bayern eine große Test-Offensive starte, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online/Print Montag). 

"Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass die richtigen Leute getestet und die Tests selbst billiger werden." Im Herbst seien Massentests nötig. 

"Neue Studien deuten daraufhin, dass es stärker auf die Häufigkeit der Tests ankommt, in welchen Abständen ich Risikopersonen regelmäßig teste. Wir schauen bislang eher mit deutscher Gründlichkeit darauf, wie ungenau ein Test ist."

Update 28. Juni, 14 Uhr: Neue Fallzahlen

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.290 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2589 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 9.00 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45.090 Personen.

Update 28. Juni, 13.45 Uhr: Nach Corona-Ausbruch steht Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne

Mehrere Bewohner einer Asylbewerberunterkunft im Landkreis Starnberg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

"Nachdem die insgesamt 33 Bewohner in der Unterkunft viele Berührungspunkte haben, wurde die komplette Anlage unter Quarantäne gestellt", teilte das Landratsamt mit. Bis Samstagabend seien 16 Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. 

Sie seien in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt worden. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden.

Da zehn Infizierte bei einem Cateringunternehmen im Landkreis arbeiteten, musste die Firma vorsorglich ihren Betrieb für 14 Tage einstellen. Für alle Mitarbeiter wurden Tests angeordnet. 

Update 28. Juni, 13.15 Uhr: Corona-Test darf laut Spahn nicht in falscher Sicherheit wiegen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist für die Ausweitung von Corona-Tests in Deutschland, warnt aber vor einer Überbewertung der Ergebnisse. 

"Umfangreiches Testen ist sinnvoll, insbesondere um regionale Ausbrüche schnell einzudämmen. Dazu haben wir das Testkonzept des Bundes bereits vor Wochen angepasst", sagte Spahn am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zusätzliche Testangebote durch die Länder könnten das ergänzen. "Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. Er darf nicht in falscher Sicherheit wiegen."

Bayern hatte zuvor angekündigt, dass sich dort künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen kann, unabhängig davon, ob er Symptome hat oder einem besonderen Risiko ausgesetzt ist. Die Kosten will das Land übernehmen, sofern kein Anspruch auf Erstattung etwa durch die Krankenkasse besteht. 

Spahn hatte bereits vor knapp drei Wochen eine Verordnung verkündet, die eine Reihe zusätzlicher Testmöglichkeiten auf Kassenkosten festlegt, besonders in sensiblen Bereichen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas.

Update 28. Juni, 12.45 Uhr: Staatstheater Nürnberg schickt Ensemble in Corona-Quarantäne

Das Staatstheater Nürnberg hat sein Schauspiel-Ensemble in Corona-Quarantäne geschickt. Grund ist eine Infektion in der Familie eines Ensemble-Mitgliedes, wie das Staatstheater am Wochenende mitteilte. 

Ein "Großteil unseres Schauspiel-Ensembles" sei gebeten worden, "sich präventiv in häusliche Quarantäne zu begeben und die Räume des Staatstheaters vorerst nicht mehr zu betreten". Eine offizielle Anordnung des Gesundheitsamtes gebe es aber nicht. 

Der Proben- und Vorstellungsbetrieb in der Schauspielsparte wurde bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch die für diesen Montag geplante Premiere von "Das Schloss" fällt darum aus.

Update 28. Juni, 10.50 Uhr: Bayern will Kosten für flächendeckende Corona-Tests übernehmen

Der Freistaat Bayern will die Kosten für flächendeckende Corona-Tests übernehmen

"Der Freistaat übernimmt hier die Kosten sowohl für die ärztliche Leistung (Abstrich) als auch für die Laborkosten", teilte das Gesundheitsministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit.

Sollte allerdings ein Anspruch auf Kostenerstattung durch eine andere Stelle wie beispielsweise eine Krankenkasse bestehen, sei "diese Leistung vorrangig in Anspruch zu nehmen". In allen anderen Fällen zahle der Freistaat. Es sei "ein ergänzendes Angebot, das vollständig aus staatlichen Mitteln getragen wird", sagte ein Sprecher.

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat. Die Tests sollen "massiv" ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München erklärte. 

Das konkrete Testkonzept soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.

Update 28. Juni, 9 Uhr: Bayern will Corona-Tests "massiv" ausweiten

Bayern will deutlich mehr Corona-Tests durchführen als bisher. Sie sollen insgesamt "massiv" ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München sagte. Sie kündigte eine "Corona-Testoffensive" an.

"Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben", betonte Huml.

"Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen."

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Update 28. Juni, 8 Uhr: Nachfrage nach Wohnmobilen zum Mieten zieht an

Viele Menschen setzen in diesem Jahr auf Camping-Urlaub und mieten dafür Wohnmobile. 

Bei den Vermietern sind mit den Corona-Lockerungen im Mai die Buchungen deutlich gestiegen. Unter den Kundinnen und Kunden seien auch viele, die zum ersten Mal Camping ausprobieren wollten, sagt Thomas Kretschmer vom Verbund unabhängiger Wohnmobilvermieter im bayerischen Staffelbach.

Die Sharing-Plattform "PaulCamper", bei der private Besitzer ihre Campingbusse, Wohnmobile und Wohnwagen gegen Geld verleihen, verzeichnet seit Anfang Mai mit fast 9000 Buchungen ein Wachstum von 100 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. 

Corona beschleunige den Camping-Trend, sagt Gründer Dirk Fehse. Mehr dazu >>>hier.

Update 28. Juni, 7 Uhr: Hygieneregeln auch für Basketball-Meisterfeier

Die Basketball-Bundesliga hält auch für das zweite Endspiel beim Finalturnier in München und die Meisterkür an seinen strengen Hygiene- und Sicherheitsvorgaben fest. 

"Wir werden das Hygienekonzept für das Finale nicht aufweichen. Es wäre das total falsche Zeichen, am letzten Tag zu sagen, dass alles egal ist", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur. 

Nach dem 88:65-Hinspielsieg geht Alba Berlin gegen die MHP Riesen mit einem beruhigenden 23-Punkte-Vorsprung in das zweite Finale am Sonntag (15.00 Uhr/Sport1 und Magentasport).

Jeder soll sich in Bayern auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat oder nicht.
Jeder soll sich in Bayern auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat oder nicht.  © Peter Kneffel/dpa

Update 27. Juni, 17 Uhr: Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle

Droht Deutschland eine zweite Corona-Welle? Ministerpräsident Söder warnt zumindest davor. 

Damit sie nicht jetzt schon anrollt, müssen Touristen aus Regionen mit großen Infektionsherden sich nun testen lassen, bevor sie nach Bayern kommen.

Mehr dazu >>>hier

Update 27. Juni, 16.18 Uhr: Kaum Reiseverkehr durch Bayern

Trotz des Ferienstarts in mehreren Bundesländern ist es auf Bayerns Straßen ausgesprochen ruhig. Das teilten die Polizeipräsidien am Samstag mit. Der Ansturm auf den Autobahnen in Richtung Süden sei vorerst ausgeblieben.

Der ADAC hatte am Freitag vor langen Staus auf den Autobahnen gewarnt. Da viele Deutsche aufgrund der Corona-Pandemie im eigenen Land Urlaub machen werden, geht der ADAC davon aus, dass Fahrten mit dem Auto zunehmen. 

Besonders auf den klassischen Urlauberrouten A3, A7, A8 und A9 sei mit viel Verkehr zu rechnen, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Update 27. Juni, 16 Uhr: Bismarckplatz in Regensburg wegen zu wenige Abstand gesperrt

Die Polizei hat den Bismarckplatz in Regensburg in der Nacht zu Samstag kurzfristig gesperrt. Am Freitagabend seien immer mehr Menschen auf den Platz in der Innenstadt gekommen. 

Um kurz vor Mitternacht dann sei es "aus infektionsschutzrechtlicher Sicht" nicht vertretbar gewesen, weitere Menschen auf den Platz zu lassen, teilte die Polizei am Samstag mit. 

Daher haben man sich - "wie im Vorfeld angekündigt" - zu einer kurzfristigen Sperrung entschieden. 

Problematische Vorfälle habe es nicht gegeben, nach etwas mehr als einer Stunde sei die Sperrung wieder aufgehoben worden.

Update 27. Juni, 15.07 Uhr: Landesamt: 48.249 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2588 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.249 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2588 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 9 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45.030 Personen.

Update 27. Juni, 13.57 Uhr: Polizei löst Abifeier auf - Jugendliche feiern weiter

Gleich zweimal hat die Polizei eine Abiturfeier in München mit rund 100 Jugendlichen beendet. Die Feiernden müssen nun mit Anzeigen wegen Ruhestörung und wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen rechnen.

Die Jugendlichen hatte in der Nacht auf Samstag im Münchner Stadtteil Berg am Laim eine Drei-Zimmer-Wohnung in einem Apartment-Hotel gemietet, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei löste die Feier gegen Mitternacht auf, nachdem sich Anwohner wegen Ruhestörung beschwert hatten. Weil die Jugendlichen weiterfeierten, gingen fast drei Stunden später erneut Anrufe ein, weswegen die Polizei mit Verstärkung anrückte und die Party endgültig auflöste. Zuerst hatte der BR über den Vorfall berichtet.

In Bayern sind seit dem 22. Juni bei Veranstaltungen in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Das gilt zum Beispiel für Hochzeitsfeiern, Beerdigungen und Vereinssitzungen. 

Update 27. Juni, 11.14 Uhr: Intendant Lilienthal hadert nicht mit Corona-Krise

Der Intendant der Kammerspiele, Matthias Lilienthal (60), hadert nicht damit, dass die Corona-Krise ihm seine letzte Spielzeit in München verhagelt hat. "Das ist mir wurscht", sagte er im Interview des "Münchner Merkur" in der Wochenendausgabe. "Corona ist eine viel zu gefährliche Krankheit, als dass ich in diesem Zusammenhang über unser Finale an den Kammerspielen nachdenke."

Ziel sei es, dass alle Leute unbeschadet durch die Krise kommen. "Und ich mache drei Kreuze, wenn im Sommer nächsten Jahres weiterhin niemand von den Kammerspielen infiziert war und kein Mensch zu Tode gekommen ist. Dann bin ich glücklich, und dann tut es mir null leid um ein verpasstes Finale."

Es sei schon die zweite Pandemie seines Lebens. Die erste sei Aids gewesen. "Ich habe damals in der Schweiz gearbeitet, wo es schlimmer war als in Deutschland. Dort sind enge Freunde von mir gestorben – vor der Wiederholung dessen habe ich jetzt Schiss", sagte Lilienthal, dessen Intendanz mit diesem Sommer endet. "Mein Abschied aus München ist dagegen egal. Die Intendanz ist sowieso legendär." Denn sie sei "anders als jede andere" gewesen. "Und daran kann Corona nichts ändern."

Das Münchner Publikum und Lilienthal hatten ein wenig gebraucht, bis sie sich aneinander gewöhnten. Aber: "Es gibt jetzt die hemmungslose, bedingungslose Liebe zwischen dem Publikum und den Kammerspielen. Ich finde diese Entwicklung eine Sensation."

Update 27. Juni, 11.08 Uhr: Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle

Per Videobotschaft hat sich Markus Söder an die Bürger gewendet.
Per Videobotschaft hat sich Markus Söder an die Bürger gewendet.  © Screenshot/Twitter/Markus Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer zweiten Corona-Welle. "Wir müssen wirklich aufpassen", sagte er in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. 

"Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen." In der vergangenen Woche sei "unglaublich viel passiert", sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin. 

Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, "ob diese Maßnahmen zuviel oder zu wenig sind" - sondern man müsse "handeln und entscheiden".

Der vollständige Bericht ist >>> hier zu finden.

Update 27. Juni, 10.12 Uhr: Corona-Ausbruch bei Tönnies macht bayerischen Bauern sorgen

Die Vorfälle bei Tönnies schlagen Wellen bis in bayerische Betriebe. (Archiv)
Die Vorfälle bei Tönnies schlagen Wellen bis in bayerische Betriebe. (Archiv)  © David Inderlied/dpa

Der Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen macht auch bayerischen Bauern Sorgen. 

Vor allem der vorübergehende Stopp von Schlachtungen in den Tönnies-Standorten Kempten und Bamberg macht sich bemerkbar und führt zu einer Kettenreaktion, die bis zu den Kälberzüchtern durchschlägt. 

"Die Bullen gehen zögerlicher aus den Ställen, der ganze Markt ist dadurch irgendwo gebremst", sagte der Geschäftsführer der Allgäuer Herdebuchgesellschaft, Thomas Bechteler. 

Dadurch sei auch die Nachfrage nach Kälbern zur Mast im Moment eingeschränkt. Bei einem Unternehmen wie Tönnies, das enorme Mengen schlachte, habe das von einer Woche auf die andere Auswirkungen.

Den vollständigen Beitrag findest du >>> hier.

Update 27. Juni, 9.44 Uhr: ÖDP sammelt auch im Netz Unterschriften für Corona-Bürgerrat

Bis zum Ende der Petition am 31. Juli können Unterschriften auch online abgegeben werden. (Symbolbild)
Bis zum Ende der Petition am 31. Juli können Unterschriften auch online abgegeben werden. (Symbolbild)  © Alexander Heinl/dpa

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) will die Corona-Politik der Staatsregierung von einem Bürgerrat überprüfen lassen - und verlagert ihre Unterschriftensammlung zur Einsetzung einer sogenannten Enquetekommission im Landtag nun ins Netz. 

Die Corona-Beschränkungen hätten die seit etwa einem Monat laufende Unterschriftensammlung im öffentlichen Raum von Beginn an wesentlich erschwert, sagte Thomas Prudlo, Chef der Münchner ÖDP und Initiator der Petition. 

Deswegen könnten die Unterschriften bis zum Ende der Petition am 31. Juli nun auch online abgegeben werden.

Einen umfangreichen Beitrag zu dem Thema findest du >>> hier.

Update 27. Juni, 8.54 Uhr: Söder: In Notzeiten muss die Exekutive handeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die wiederholten Oppositions-Forderungen nach einer verpflichtenden Mitsprache des Landtags bei Corona-Verordnungen zurückgewiesen. 

Es gebe in der bayerischen Verfassung klare verfassungsrechtliche Zuständigkeiten zwischen Exekutive und Legislative: "In Notzeiten muss die Exekutive handeln. Das hat die Staatsregierung gemäß ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag getan", sagte Söder der "Passauer Neuen Presse" (Samstag).

Der vollständige Beitrag ist >>> hier zu finden.

Update 27. Juni, 8.31 Uhr: Corona könnte Bayern im Juni mehr als 300.000 Arbeitslose bringen

Die Arbeitslosenzahlen könnten im Juni noch einmal enorm ansteigen. (Symbolbild)
Die Arbeitslosenzahlen könnten im Juni noch einmal enorm ansteigen. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

 Die Zahl der Arbeitslosen im Juni könnte die Grenze von 300.000 sprengen. Wegen der Corona-Krise werde auch im Juni die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt ausfallen.

Stattdessen dürfte die Zahl der Arbeitslosen von zuletzt 290.000 noch einmal steigen, sagte ein Arbeitsmarktexperte im bayerischen Arbeitsministerium der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gibt ihre Juni-Zahlen für Bayern am 2. Juli bekannt.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 27. Juni, 7.29 Uhr: 100 Jahre Coburg in Bayern - kein Staatsakt wegen Corona

Vor genau 100 Jahren ist Coburg dem Freistaat Bayern beigetreten - doch wegen der Corona-Krise fällt der geplante Staatsakt aus. Seit dem 1. Juli 1920 gilt der "Staatsvertrag zwischen den Freistaaten Bayern und Coburg über die Vereinigung Coburg's mit Bayern". "Der Freistaat Coburg hat zu existieren aufgehört - es lebe Bayern!", verkündete der Landtagspräsident in Coburg damals.

Die Coburger hatten zahlreiche Sonderrechte ausgehandelt, die bis heute gültig sind: Neben einem eigenen Landgericht, dem Erhalt der Handels- und Handwerkskammern, der vier Gymnasien und der Coburger Landesstiftung garantierte der Staatsvertrag auch den Fortbestand des Landestheaters, des Krankenhauses und eine deutliche Verbesserung der verkehrstechnischen Anbindung.

Die Erwartungen hätten sich 100 Jahre nach dem Beitritt erfüllt, erklärte Alexander Wolz, Leiter des Staatsarchivs Coburg: "Bayern war immer bereit, die Coburger Sonderrolle zu akzeptieren."

Update 27. Juni, 7.27 Uhr: SPD: Auswirkungen der coronabedingten Grenzschließungen untersuchen

Die Landtags-SPD fordert von der Staatsregierung eine Studie zu den Auswirkungen der wochenlangen coronabedingten Grenzschließungen, vor allem in medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Untersucht werden sollen konkret mehrere Punkte: ob die Grenzschließungen einen wirksamen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisteten und welche Folgewirkungen sie für die bayerische Volkswirtschaft und den Handel Bayerns mit Österreich und Tschechien hatten. Und welche Konsequenzen die Grenzschließungen für den Tourismus in Bayern und auf die Verkehrsbelastungen hatten.

"Die Aufhebung der Schengen-Freizügigkeit über mehrere Monate war ein sehr weitreichender Eingriff in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger", sagte der SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher. Offene Grenzen seien zudem der Inbegriff des geeinten Europas.

"Wir sind gut beraten, wenn wir die Grenzschließungen wissenschaftlich überprüfen, um für die Zukunft die richtigen Rückschlüsse daraus zu ziehen", betonte Rinderspacher deshalb und meldete Zweifel an, ob es nicht bessere Maßnahmen gebe. "Regionale Trennlinien erscheinen aus der Erfahrung der letzten Wochen meines Erachtens deutlich zielführender zur Pandemie-Eindämmung als stationäre Grenzkontrollen", argumentierte der SPD-Politiker und forderte: "Die Politik des Schlagbaums gehört auf den Prüfstand."

Während der Corona-Krise hatte das Bundesinnenministerium die Einreise nach Bayern und in andere Bundesländer lange Zeit nur mit triftigen Gründen erlaubt und auf bestimmte Übergänge beschränkt. Auch andere Länder wie Tschechien schlossen ihre Grenze.

Update 26. Juni, 18.20 Uhr: Söder: Zukunft besteht nicht nur aus Corona

Angesichts der Corona-Krise hat CSU-Chef Markus Söder dazu aufgerufen, wichtige Zukunftsthemen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Zukunft bestehe "nicht nur aus Corona", sagte der bayerische Ministerpräsident den "Nürnberger Nachrichten".

"Wir haben andere Herausforderungen wie den Klimawandel. Wir erleben Zeiten, in denen demokratische Grundfesten schwer erschüttert werden. Wir sind von den USA und China ökonomisch und technologisch herausgefordert", sagte Söder. Frage sei, "ob wir uns nach vorn entwickeln oder wir abgehängt werden". 

Er fügte hinzu: "Wir werden irgendwann einen Impfstoff gegen Corona haben. Gegen den Klimawandel gibt es keinen Impfstoff, da braucht es mehr. Gegen Rassismus und Antisemitismus gibt es kein Medikament, das sind Daueraufgaben."

Auf die Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union sagte Söder, er habe noch nie erlebt, dass jemand zum Kanzler ge- oder berufen werde. "Das ist eine ziemlich ernste Angelegenheit. Ich werde natürlich als CSU-Vorsitzender meinen Beitrag leisten", sagte er. Auf die Nachfrage, ob er also definitiv nicht Kanzlerkandidat werde, bekräftigte Söder erneut: "Mein Platz ist hier. In Bayern."

Es bleibe dabei: "Die CDU wählt ihren Parteivorsitzenden, im Januar werden wir über die Kanzlerkandidatur reden. Alles andere ist Makulatur. Ich habe hier meine Aufgabe. Ich versuche allerdings auch, mitzuhelfen, damit ganz Deutschland eine gute Entwicklung nimmt."

Update 26. Juni, 16.21 Uhr: 14 neue Fälle in München

Update 26. Juni, 14 Uhr: 48.189 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.189 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Gestorben sind 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45.010 Personen.

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.189 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)
In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.189 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 26. Juni, 14 Uhr: Hochzeits- und Geburtstagsfeiern ohne Mundschutz und Abstand erlaubt

Hochzeits- und Geburtstagsfeiern in Gasthäusern sind wieder ohne Mundschutz und Abstandsregelungen möglich. 

Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband vom Freitag hervor. Die Lockerung gilt für private Feiern als geschlossene Gesellschaften, sofern keine weiteren Gäste im selben Raum sind. Außerhalb des geschlossenen Bereichs muss allerdings weiter ein Mundschutz getragen werden. Zudem gilt die Obergrenze von 50 Personen im Inneren und 100 im Freien.

"Gemeinsame Aktivitäten wie Tanz oder Spiele sind ohne Einhaltung des Mindestabstands möglich", heißt es in der Antwort des Ministeriums. "Es wird jedoch empfohlen, die Abstands- und Hygieneregeln soweit wie möglich einzuhalten." Sollte es bei der Veranstaltung Live-Musik geben, gelten für die Musiker abweichende Regeln: Sie müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Gästen einhalten, wenn sie singen oder Blasinstrumente verwenden sind es zwei Meter.

Der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert begrüßte die Lockerung als "großen Schritt zu mehr Lebensqualität". Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass bald auch Schankwirtschaften wieder öffnen dürfen. "Die Welt um Bayern herum hat gezeigt, dass es geht."

Update 26. Juni, 12.25 Uhr: Bayerischer Jugendring organisiert zusätzliche Sommerferienangebote

Eltern, die ihren Urlaub wegen der Coronavirus-Krise bereits weitestgehend aufbrauchen mussten, können ihre Kinder in Kürze für zusätzliche Ferienbetreuungsangebote in den Sommerferien anmelden.

Alle Infos gibt es >>> hier.

Update 26. Juni, 11.35 Uhr: Saisonstart der BBL "allerspätestens" Mitte Oktober

Die Basketball-Bundesliga setzt auf einen Saisonstart bis spätestens Mitte Oktober und hofft auf einen baldigen Spielbetrieb mit Fans. "Wir können wirtschaftlich nicht ohne Zuschauer spielen, oder wir bekommen staatliche Hilfen, um das zu kompensieren", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur in München. 

"Wenn wir den Modus nicht anfassen, müssen wir allerspätestens Mitte Oktober starten. Nur so können wir die Saison wie geplant am 15. Juni vor dem Olympia-Qualifikationsturnier beenden und die Länderspielfenster der Fiba respektieren."

Nach der Unterbrechung wegen der Coronavirus-Pandemie spielt die Bundesliga ihre Saison mit einem Finalturnier in München zu Ende, am Freitag und Sonntag spielen Alba Berlin und die MHP Riesen Ludwigsburg um den Titel. 

Spieler und Trainer sind in einem gemeinsamen Hotel von der Außenwelt abgeschottet. "Das Turnier ist eine einmalige Sache und definitiv kein Dauerzustand", betonte Holz.

Für dieses Turnier hatte die Liga ein Hygiene- und Sicherheitskonzept von den Behörden genehmigt bekommen. Dieses soll weiterentwickelt werden. "Wir arbeiten an einem Konzept, dass wir zum Saisonstart zumindest wieder mit einem Teil von Zuschauern spielen können", sagte Holz. "Wir stimmen uns auch eng mit Handball und Eishockey ab. Es kann nicht jeder sein eigenes Ding machen und sein eigenes Konzept bei den Behörden einreichen, das wird nicht akzeptiert werden."

Die Handball-Bundesliga will am 1. Oktober wieder starten.

Update 26. Juni, 11.33 Uhr: Umsatzeinbruch im Kfz-Handel

Der bayerische Autohandel hat in der Corona-Krise massiv an Geschäft eingebüßt. Im April lag der Umsatz der Branche preisbereinigt um 41,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte.

Am härtesten traf es dabei den Handel mit Kraftwagen, wo es um 47 Prozent nach unten ging. Die Werkstattumsätze mit Kraftwagen waren mit einem Rückgang von 22 Prozent nicht ganz so stark betroffen. Dieses Geschäft ist für die Autohäuser besonders wichtig, weil es deutlich höhere Margen abwirft als der Handel.

Auch im Mai war der Autohandel noch deutlich unter Druck. Die Pkw-Zulassungen lagen in Bayern um 46,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat, wie aus der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht. 

Damit schneidet der Handel im Freistaat allerdings etwas besser als der Bundesdurchschnitt ab: Deutschlandweit ging es um 49,5 Prozent nach unten. Auch die Zahl der Beschäftigten in bayerischen Autohäusern ging zurück. Das Minus fällt mit 0,5 Prozent allerdings gering aus.

Update 26. Juni, 11.30 Uhr: Entscheidend für Übernachtungsverbot ist Zeitpunkt der Anreise

Wer eine Reise nach Bayern plant und aus einem Corona-Hotspot kommt, muss den Tag seiner Anreise beachten. Seit Donnerstag gilt im Freistaat ein Beherbergungsverbot für Menschen aus besonders betroffenen Regionen. 

Alle Informationen findet Ihr >>> hier.

Wer eine Reise nach Bayern plant und aus einem Corona-Hotspot kommt, muss den Tag der Anreise beachten. (Symbolbild)
Wer eine Reise nach Bayern plant und aus einem Corona-Hotspot kommt, muss den Tag der Anreise beachten. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 26. Juni, 10.45 Uhr: Bayerische Staatsoper fühlt allein gelassen

Die Bayerische Staatsoper fühlt sich in der Coronavirus-Krise vom Kunstministerium allein gelassen. 

"Die Aufgabe eines Kunstministeriums ist, Kunst zu ermöglichen und davon war in diesen Monaten nichts zu bemerken", sagte Opernintendant Nikolaus Bachler im Interview der "Süddeutschen Zeitung". "Es ist zu einem verlängerten Gesundheitsamt geworden. Wenn überhaupt was aus dem Ministerium kam, dann waren das Hygieneverordnungen."

Bachler hätte sich vom Haus des CSU-Ministers Bernd Sibler mehr erwartet: "Meine Vorstellung von einem Kunstministerium wäre, gerade in der Krise nach Möglichkeiten und Wegen für die Kunst zu suchen. Das ist aber hier nicht der Fall."

Er könne nicht verstehen, warum Kunst- und Kulturveranstaltungen übermäßig reguliert werden und andere Bereiche nicht. "Wenn ich höre, dass im Herbst Messen geöffnet werden: Gegen das Gewusel auf einer Messe sind wir ein Hochsicherheitstrakt. Dieses Missverhältnis werte ich schon besorgt als ein Desinteresse." 

Bachler fügte hinzu: "Unser Publikum ist das artigste unter der Sonne."

Die Oper habe in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Krise mehrfach überraschenden Besuch bekommen. "Die Polizei war einige Male hier, auch eine neue Erfahrung", sagte Bachler.

 Hintergrund waren angebliche Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen. «Es blieb übrigens alles folgenlos, da nichts zu beanstanden war», betonte Bachler. "Die Staatsoper ist ein großes Haus. Große Institute haben die Neigung zu diffundieren. Da bleiben wenige Geheimnisse im Haus."

Update 26. Juni, 6.30 Uhr: Basketball-Bundesliga wertet Turnier positiv

Die Basketball-Bundesliga hat vor den Finalspielen zwischen Alba Berlin und den MHP Riesen Ludwigsburg ein positives Fazit des bisherigen Meisterturniers unter Quarantäne-Bedingungen gezogen.

Den Artikel zum BBL-Fazit findet Ihr >>> hier.

Update 26. Juni, 6 Uhr: Corona-Krise weltweit zu Neustart und Reformen nutzen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Corona-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen - mit Mut, Optimismus, neuen Ideen und großem Reformwillen. 

Zum ganzen Artikel geht es >>> hier.

Wolfgang Schäuble (77, CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Coronavirus-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen.
Wolfgang Schäuble (77, CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Coronavirus-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen.  © Michael Kappeler/dpa

Update 25. Juni, 15.27 Uhr: Wirtschaftsministerium warnt vor gefälschten E-Mails zu Soforthilfe

Das Bayerische Wirtschaftsministerium warnt Unternehmer vor gefälschten E-Mails zur Corona-Soforthilfe. 

In einer vermeintlich vom Ministerium versandten E-Mail mit dem Betreff "Corona Zuschuss - Bestätigung und Belehrung" würden Firmen aufgefordert, für das Finanzamt eine Bescheinigung über erhaltene Soforthilfen auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken.

Der E-Mail sei auch eine angebliche Rechtsbelehrung für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen beigefügt, teilte das Ministerium mit. Empfängern rät das Wirtschaftsministerium, die Nachricht zu ignorieren. Offizielle E-Mails des Ministeriums zur Soforthilfe hätten den Absender: noreply@soforthilfe-corona.bayern. 

Den Angaben nach ist das Landeskriminalamt eingeschaltet.

Update 25. Juni, 14.51 Uhr: Zahlen für München

Update 25. Juni, 14.35 Uhr: Landesamt: 48.110 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2582 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48.110 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2582 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.950 Personen.

Update 24. Juni, 11.05 Uhr: Bayerns Staatsschauspiel: Spielzeit mit Corona und Simon Stone

Corona hält Einzug ins Theater: Im Münchner Residenztheater wird am 14. November das Theaterstück "Der Kreis um die Sonne" von Roland Schimmelpfennig uraufgeführt. 

Das von Nora Schlocker inszenierte Auftragswerk entwerfe das kaleidoskopartige Bild einer Gesellschaft, die aufgrund einer Pandemie plötzlich zum Stillstand komme, teilte das Bayerische Staatsschauspiel am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen Spielzeit in München mit.

Aktuelle Bezüge zur Gegenwart finden sich in der Theatersaison 2020/2021 auch in vielen anderen Stücken am Residenztheater. Das Theater sei der Chronist des Heute, "und so ist unsere Planung eine unmittelbare Reaktion auf unsere aktuelle Situation", formulierte es Staatsintendant Andreas Beck. Ein Beispiel ist die Uraufführung von "Unsere Zeit" im Februar, das neue Stück des gefeierten Theater- und Filmregisseurs Simon Stone. Eigentlich sollte es bereits im vergangenen Herbst auf die Bühne kommen, doch weil bei Stone ein Filmprojekt dazwischen kam, wurde es verschoben.

Hinter Beck liegen schwierige Monate. Erst im Oktober war er vom Theater Basel nach München gewechselt. Doch bereits Mitte März musste das Staatsschauspiel schließen, wegen Corona. "Wir mussten unsere Spielzeit überdenken und neu sortieren", sagt Beck. "Unser Programm ist weniger unbeschwert, als wir das ursprünglich gedacht oder geplant hatten." Eine zentrale Frage der Spielzeit 2020/2021: Wie Menschen mit Erschütterungen umgehen.

Los geht es am 25. September mit "Das Erdbeben in Chili" von Ulrich Rasche ("Die Räuber") nach Heinrich von Kleists Novelle. Insgesamt stehen 25 Premieren an, davon mehrere Stücke, die in dieser Spielzeit wegen der Corona-Pandemie ausgefallen waren.

Update 24. Juni, 19 Uhr: Übernachtungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots ab Donnerstag

Das von Bayern angekündigte Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten tritt an diesem Donnerstag, den 25. Juni, in Kraft. Das geht aus der nunmehr fertiggestellten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. 

Demnach dürfen Beherbergungsbetriebe in Bayern keine Gäste aufnehmen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eines anderen Bundeslandes "anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben", in dem oder in der die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern lag. Ausgenommen sind Menschen, die über einen negativen Corona-Test verfügen und ein ärztliches Attest vorweisen.

Von dem Verbot ausgenommen sind zudem Gäste, "die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen" oder die "einen sonstigen triftigen Reisegrund" nachweisen können.

Update 24. Juni, 16.47 Uhr: Mehrere Hundert Menschen feiern trotz Corona in München

Die Polizei beobachtet das Party-Verhalten der Münchner genau. (Symbolbild)
Die Polizei beobachtet das Party-Verhalten der Münchner genau. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Mehrere Hundert Menschen haben auf einem Platz in München eine nächtliche Party gefeiert. 

Die wegen des Coronavirus geltenden Mindestabstände hätten sie dabei nicht eingehalten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. 

"Mit etwas erhöhtem Alkoholkonsum vergisst man dann vielleicht doch mal den Infektionsschutz", sagte ein Sprecher der Polizei. 

Mehrere Anwohner und Passanten riefen die Polizei - auch wegen der lauten Musik. Mehr als zehn Streifenwägen rückten in der Nacht auf Mittwoch am Gärtnerplatz an und lösten die Party auf. 

Da sich die Feiernden einsichtig zeigten, wurde niemand angezeigt.

Update 24. Juni, 15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.985 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2576 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.780 Personen.

In München wurden indes 12 neue Infektionen bestätigt. Damit steigt die Zahl der Corona-Fälle auf 6687. In dieser Zahl enthalten sind 6162 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle.

Update 24. Juni, 12.24 Uhr: Blues-Konzert im Felsenlabyrinth der Luisenburg

Eigentlich sind die Luisenburg-Festspiele wegen der Corona-Krise dieses Jahr längst abgesagt - nun soll doch zumindest ein Konzert im Felsenlabyrinth stattfinden. Am 30. Juni spiele die Band "BAD AS WE" Blues auf dem alten Theaterplatz in Wunsiedel, teilten die Festspiele am Mittwoch mit. "Jetzt ist Schluss mit der künstlerischen Verödung und dem kulturellen Stillstand", kündigte die künstlerischer Leiterin Birgit Simmler an.

Damit das kostenlose Konzert trotz Corona stattfinden kann, entwickelten die Festspiele mit den Gesundheitsbehörden ein Hygienekonzept: Demnach dürfen höchstens hundert Besucher kommen, die sich nach dem Abstandsgebot selbst eine Sitzgelegenheit suchen müssen. Beim Ein- und Ausgehen und im Wartebereich gelte Maskenpflicht, hieß es weiter.

Seit der Absage der Festspiele kämpft Simmler dafür, dass die Künstler doch noch auftreten können. "Ich liebe diesen Ort, dessen Schönheit und Magie unvergleichbar sind und der jeden Künstler und Besucher in den Bann schlägt."

Über 47.0000 Menschen haben sich in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. (3D Illustration)
Über 47.0000 Menschen haben sich in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. (3D Illustration)  © Kateryna Kon/123RF

Update 24. Juni, 12.20 Uhr: Buchungen in Europa und USA nehmen laut Autovermieter Sixt wieder zu

Der Autovermieter Sixt ist "vorsichtig optimistisch" für das zweite Halbjahr. 

Es gebe "in den europäischen Urlaubsdestinationen wie auch im inneramerikanischen Flughafengeschäft derzeit wieder einen Buchungsanstieg im Vergleich zum Zeitraum April und Mai", sagte Vorstandschef Erich Sixt am Mittwoch bei der Online-Hauptversammlung. Allerdings buchten viele Urlauber ihre Mietwagen äußerst kurzfristig. Daher sei die Entwicklung im - üblicherweise umsatzstärksten - dritten Quartal "aktuell noch mit massiven Unsicherheiten behaftet".

Nach den drastischen Einbußen "im ersten und vor allem im zweiten Quartal, das das schlechteste unserer Unternehmensgeschichte werden wird", rechne er für das Gesamtjahr mit einem starken Umsatzrückgang. Der Gewinn vor Steuern dürfte zwar deutlich positiv, aber "sehr stark unter dem Vorjahr" liegen. 

Erst nächstes Jahr erwarte er eine Rückkehr zur Normalität.

Für das hervorragend gelaufene Geschäftsjahr 2019 schüttet der Autovermieter keine Dividende aus, mit Ausnahme einer garantierten Mindestdividende von 5 Cent je Vorzugsaktie. Im vergangenen Jahr hatte Sixt seinen Umsatz um 13 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert und 247 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Update 24. Juni, 7.20 Uhr: Basketball-Finale ohne Fans: Liga-Präsident hat Verständnis

Der Präsident der Basketball-Bundesliga kann die Entscheidung der bayerischen Landesregierung gegen Zuschauer beim Meisterturnier in München verstehen. 

"Wir hätten gerne diesen ersten Testlauf durchgeführt. Aber ich kann nachvollziehen, dass es von Seiten der Politik in der aktuellen Situation gewisse Hemmungen gab", sagte Alexander Reil der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Die Liga habe beim bayerischen Innenministerium einen Antrag gestellt, für das Endspiel am Sonntag bis zu 200 Fans in die Arena lassen zu dürfen. Er wurde aber am Dienstag abgelehnt, weil es laut Staatsregierung gegenwärtig noch nicht vertretbar erscheint, Zuschauer zu Sportevents zuzulassen.

Der Blick auf das Corona-Infektionsgeschehen in Gütersloh zeige, "drastisch, wie schnell und massiv die Infektionszahlen wieder nach oben schießen können", teilte das bayerische Innenministerium weiter mit. Einen zweiten Lockdown wie in Gütersloh wolle die Staatsregierung nicht riskieren. Man werde für den Herbst aber weiter an Konzepten arbeiten, wie wieder kleine Zuschauerzahlen im Sport zugelassen werden können. 

Die Partien im Audi Dome finden wie die Spiele im Profifußball ohne zahlende Zuschauer statt.

Mit Blick auf die neue Saison und das anhaltende Verbot von Großveranstaltungen riet Reil zunächst davon ab, überhaupt mit Zuschauereinnahmen zu kalkulieren: "Ich bin mir relativ sicher, dass es zu Einnahmeausfällen kommen wird", sagte er. Jeder Club sei aufgefordert, seine Planungen entsprechend anzupassen.

Update 24. Juni, 6 Uhr: Markus Söder verteidigt Urlaubsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht in den Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten im Freistaat eine unbedingt notwendige Sicherheitsmaßnahme. 

Es gehe um die Sicherheit für alle Beteiligten - für die Menschen in Bayern, die Urlauber von überall her und auch für die Menschen aus den betroffenen Landkreisen in Nordrhein-Westfalen, sagte Söder am Dienstagabend in der ARD und im Bayerischen Fernsehen. "Wir möchten nicht, dass der Urlaub in Bayern für viele Leute unsicher wird."

In Bayern dürfen Beherbergungsbetriebe künftig keine Menschen mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Ausnahmen soll es nur für Menschen geben, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen könnten. Das hatte das Kabinett am Dienstag beschlossen. Im Kreis Gütersloh in NRW war nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück die sogenannte 7-Tages-Inzidenz auf einen Wert von weit über 200 gestiegen.

Direkte Kritik am Corona-Krisenmanagement der NRW-Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) übte Söder nicht. Auf die Frage, ob die strikten Beschränkungen für die beiden betroffenen Landkreise zu spät verhängt worden sei, sagte er: "Das kann ich von hier aus nicht beurteilen. Ich glaube, dass die Entscheidung jetzt aber richtig ist." Er müsse Laschet keinen Rat geben, dieser wisse genau, was er zu tun habe. Söder sagte lediglich, man habe sich schon ein "bisschen gewundert", warum die Menschen in den Corona-Hotspots nicht von Anfang an für eine Woche oder zehn Tage unter sich bleiben mussten.

Söder warnte, das Coronavirus bleibe eine tödliche Herausforderung. "Das ist wie ein Funke, der zu einem Buschfeuer innerhalb von Sekunden werden kann - das hat sich leider bestätigt." Er betonte, Bayern bleibe deshalb auf vorsichtigem Kurs. Wenn Entscheidungen notwendig seien, werde man diese schnell und konsequent treffen.

Markus Söder hat das Urlaubsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots verteidigt.
Markus Söder hat das Urlaubsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots verteidigt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 23. Juni, 20.15 Uhr: Landrat kritisiert "stigmatisierende Behandlung" von Urlaubern

Der Landrat des Kreises Gütersloh hat die neuen Corona-Vorgaben für den Fremdenverkehr in Bayern heftig kritisiert. "Das halte ich für eine ganz schlimme und stigmatisierende Behandlung der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh, die ich so nicht toleriere. Ich weiß, dass es für die Leute, die nachweisen können, dass sie nicht positiv getestet sind, möglich sein soll, in Bayern einzureisen", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Dienstagabend in Gütersloh unmittelbar vor einer Sitzung des Kreistages.

In Bayern dürfen Beherbergungsbetriebe künftig keine Menschen mehr aufnehmen, die aus einem Kreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Ausnahmen gebe es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen könnten, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mit. 

Im Kreis Gütersloh war nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück die sogenannte 7-Tages-Inzidenz zu Neuinfektionen zu Wochenbeginn auf einen Wert von weit über 200 gestiegen.

Update 23. Juni, 17.37 Uhr: Erhebung in Erlangen: Polizisten haben kein erhöhtes Corona-Risiko

Georg Schett, Leiter unter anderem des Zentrums für Klinische Infektiologie am Universitätsklinikum Erlangen, hat zusammen mit der Erlanger Schreiber-Stiftung Antikörpertests bei 100 Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Erlangen vorgenommen. 

Die Stichprobe sei vergleichsweise klein, aber repräsentativ, sagte ein Sprecher der Stiftung. Bei zwei Prozent der Probanden seien Antikörper festgestellt worden. Dies entspreche der Infektionsrate der Allgemeinbevölkerung im Landkreis.

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Die Infektionsrate bei Polizisten ist offenbar nicht höher, als in der Allgemeinbevölkerung. (Archiv)
Die Infektionsrate bei Polizisten ist offenbar nicht höher, als in der Allgemeinbevölkerung. (Archiv)  © Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update 23. Juni, 16.32 Uhr: Wieder mehr Besuche in Kliniken und Pflegeheimen in Bayern erlaubt

Auch in Bayerns Altenheimen werden die Besuchsbeschränkungen abgeschafft. (Archiv)
Auch in Bayerns Altenheimen werden die Besuchsbeschränkungen abgeschafft. (Archiv)  © Tom Weller/dpa

Angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Zahlen schafft Bayern die Besuchsbeschränkungen in Kliniken, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen ab. 

Die derzeitigen bayernweiten Regelungen sollen von den jeweiligen Einrichtungen durch individuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt werden. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München. 

Vom kommenden Montag (29. Juni) an sollen die Einrichtungen damit wieder deutlich mehr Besuche ermöglichen können. Bislang gibt es Ausnahmen nur für Geburts- und Kinderstationen, für Palliativstationen und Hospize sowie für je eine feste Kontaktperson.

Basis für die Lockerungen soll ein Rahmenkonzept des Gesundheits- und Pflegeministeriums sein. Eckpunkte darin sind etwa Mindestabstände und Hygieneregeln und ein Betretungsverbot bei Krankheitssymptomen.

Update 23. Juni, 15.21 Uhr: Bayerisches Corona-Testkonzept wird nächste Woche vorgestellt

Das geplante bayerische Testkonzept für jedermann soll in der nächsten Woche vorgestellt werden. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München nach einer Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zur Übernahme der Kosten für Abstriche und Laboranalysen durch den Freistaat an. "Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung stellen wir unser Testkonzept auf eine solide Grundlage", sagte sie.

Die Staatsregierung hatte vergangene Woche unter anderem beschlossen, dass sich alle Menschen in Bayern so bald wie möglich auf eine Covid-19-Erkrankung testen lassen können - auch wenn sie keine Symptome haben oder etwa mit einem Infizierten Kontakt hatten. Konkrete Verdachtsfälle sollen Vorrang haben. Aus der oppositionellen SPD waren moniert worden. Unter anderem wollte Gesundheitspolitikerin Ruth Waldmann die Kostenfrage geklärt wissen.

Huml erläuterte, dass Vertragsärzte ihre im Rahmen des bayerischen Testkonzepts erbrachten Leistungen mit der KVB abrechnen, die wiederum vierteljährlich Geld vom Freistaat bekommt. Die KVB erklärte: "Unser Ziel ist es, dass die Ärzte, die bereit sind, das bayerische Corona-Testkonzept in ihren Praxen umzusetzen, möglichst wenig bürokratischen Aufwand haben und die gewohnten und bewährten Abrechnungswege dafür nutzen können." 

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten hätten wesentlich dazu beigetragen, die Corona-Krise in Bayern bislang gut zu bewältigen, hieß es. "85 Prozent aller Corona-Patienten wurden in ihren Praxen behandelt."

Update 23. Juni, 13.34 Uhr: Mehr als 10.000 Coronavirus-Tests bei ersten Formel-1-Rennen

Rund um die ersten beiden Formel-1-Saisonrennen im österreichischen Spielberg im Juli sollen zwischen 10.000 und 12.000 Coronavirus-Tests durchgeführt werden. 

Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Dienstag berichtete, sieht das Konzept vor, dass die Proben zweimal täglich in ein Analyselabor in Ebersberg östlich von München transportiert werden. Dort werde dann sieben Tage in der Woche 24 Stunden ausgewertet. Innerhalb von 16 bis 24 Stunden nach der Probenentnahme sollen die Resultate feststehen. 

Entnommen werden die Proben mittels Abstrich aus der Nase. Am Dienstag wurden bereits die ersten beiden Teststationen am Red-Bull-Ring eröffnet.

Nur durch ein strenges Hygienekonzept ist es überhaupt möglich, dass die Motorsport-Königsklasse mit knapp vier Monaten Verspätung starten kann. Fans werden bei den WM-Läufen in der Steiermark am 5. und 12. Juli nicht dabei sein. Auch danach wird es zunächst nur Geisterrennen geben, doch auch diese sind bereits eine Herausforderung. 

"Alle, die am Ring arbeiten - das sind in Summe 3000 Leute, die sich in der roten Zone bewegen - dürfen ihren Arbeitsbereich nur mit einem negativen Covid-19-Bescheid betreten, der nicht älter als vier Tage ist", sagte Siegfried Schnabl, Geschäftsführer von Eurofins Genomics Österreich und Osteuropa und verantwortlich für Spielberg, der APA.

Das auf DNA-Analytik spezialisierte Unternehmen hatte die Ausschreibung des Internationalen Automobilverbands Fia für die ersten drei Grand Prix 2020 für sich entschieden. Es wird nun dafür sorgen, dass der gesamte Formel-1-Tross in Spielberg und anschließend beim Rennen in Ungarn mehrfach auf das Coronavirus getestet wird.

Update 23. Juni, 13.21 Uhr: Bayern erlässt Beherbergungsverbot für Menschen aus Kreis Gütersloh

Angesichts des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen untersagt Bayern die Beherbergung von Menschen im Freistaat, die von dort und aus anderen schwer betroffenen Landkreisen einreisen. 

Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. 

"Das ist eine Schutzmaßnahme, die wir für wirklich notwendig halten", sagte er. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Update 23. Juni, 13 Uhr: Antikörper-Studie des Robert Koch-Instituts startet in Bad Feilnbach

Eine Arbeiterin testet Blutproben auf Antikörper. (Symbolbild)
Eine Arbeiterin testet Blutproben auf Antikörper. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Das Robert Koch-Institut hat am Dienstag in der oberbayerischen Gemeinde Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) eine Antikörper-Studie zum Coronavirus gestartet. 

Das RKI will bundesweit in vier stark betroffenen Gemeinden rund 8000 Menschen auf das Virus testen, pro Ort rund 2000. Bad Feilnbach ist die zweite Kommune nach Kupferzell (Hohenlohekreis) in Baden-Württemberg, wo die Tests am 19. Mai begonnen hatten. Die Ergebnisse für Kupferzell sollen voraussichtlich Anfang Juli vorliegen.

Die ersten in Bad Feilnbach zufällig ausgewählten Testpersonen sollten am Dienstag zu den Test-Bussen des RKI kommen. Bei ihnen soll ein Rachenabstrich zum Test einer akuten Infektion gemacht sowie Blut abgenommen werden, um mögliche Antikörper zu bestimmen. Das soll zeigen, wie weit sich das Virus bereits in der Bevölkerung verbreitet hat. Studien zufolge deuten Antikörper auf eine Immunität hin. Wie stark und wie lange diese schützen könnte, ist offen.

Die Studienteams werden auch nach dem sozialen Verhalten der Menschen und nach ihrer Mobilität fragen, um herauszufinden, wie sich das Virus verbreitet hat. Erhoben werden zudem eine Reihe weiterer Punkte, etwa, ob die Menschen in der Zeit der Kontaktbeschränkung vermehrt zu Alkohol gegriffen haben.

Bad Feilnbach hatte zu Anfang der Pandemie sehr viele Corona-Fälle verzeichnet. Zuletzt gab es aber keine Neuinfektionen mehr. Der dritte Ort für die Studie solle im Landkreis Straubing-Bogen liegen, hieß es beim RKI. Über den vierten sei noch nicht entschieden.

Eine ähnliche Studie - allerdings nicht vom RKI - hatte es im stark vom Coronavirus betroffenen Gangelt im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg gegeben. Auch in München läuft eine Studie der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am LMU Klinikum München.

Update 23. Juni, 10.20 Uhr: Bayerische Industrieexporte eingebrochen

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben sich im April gegenüber dem Vorjahr halbiert - vor allem wegen der Corona-Pandemie. 

Die Ausfuhren der Autobauer seien mit einem Rückgang von 95 Prozent fast ganz zum Erliegen gekommen, teilte die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft am Dienstag in München mit. "Die Prognosen für Mai lassen ähnlich schlechte Werte befürchten", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

"In die USA als unseren größten Exportmarkt haben wir 57 Prozent weniger an Waren und Erzeugnissen ausgeführt", sagte er. Noch schlimmer sah es in Europa aus. Die Nachfrage in Großbritannien brach im April um 77 Prozent ein, in Spanien und Frankreich um 70 Prozent, in Italien um 64, in Österreich um 54 Prozent. In China lag das Minus bei 24 Prozent.

"In den aktuellen Außenhandelszahlen spiegeln sich zudem die Probleme bei den Lieferketten wider", sagte Brossardt. Der Import von Kfz-Teilen habe um 78 Prozent unter Vorjahr gelegen. Der Wirtschaft helfen würden jetzt Bürokratieabbau, Steuerentlastungen und niedrigeren Energiepreise.

Eine FFP2 Atemschutzmaske.
Eine FFP2 Atemschutzmaske.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 23. Juni, 8.25 Uhr: Bayerns Christbäume haben Corona-Zeit gut überstanden

Die Preise für Christbäume in Bayern werden heuer nach Einschätzung der Erzeuger konstant bei 18 bis 24 Euro pro Meter bleiben. "Da wird sich im achten Jahr in Folge nichts ändern", prognostizierte der Vorsitzende des Vereins Bayerischer Christbaumanbauer, Thomas Emslander, in Ergolding im Landkreis Landshut - gut ein halbes Jahr vor Weihnachten. Im Freistaat werden jährlich rund vier Millionen Christbäume verkauft.

Der Regen der vergangenen Wochen sei ausreichend gewesen und der Spätfrost im Mai habe in Nordbayern nur vereinzelt zu Ausfällen geführt, sagte Emslander. Der zweite größte Schadensverursacher sei der Hagel, der etwa mit Sommergewittern kommen könne. "Aber das haben wir alle nicht in der Hand." Daher bleibe das abzuwarten.

Auch die Pandemie-Zeit hätten die Christbaumanbauer gut überstanden: "Corona hat uns mehr oder weniger nichts anhaben können", sagte der Vereinsvorsitzende. Nur einige größere Betriebe hätten Probleme wegen der Saisonkräfte gehabt. Die Arbeit sei aber zu leisten gewesen.

In die Zeit seien etwa das Anpflanzen neuer Bäume gefallen, aber auch der Formschnitt. "Der liebe Gott lässt den Baum nicht immer so wachsen, wie ihn 75 Prozent der Kunden wollen: schmal und dicht", sagte Emslander der Deutschen Presse-Agentur. Wenn der Leittrieb zu schnell wachse, müsse dieser beispielsweise gekappt werden, damit die neuen Triebe im nächsten Jahr enger stehen: "Dann müssen Sie die Schwiegermutter auf der anderen Seite nicht die ganze Zeit sehen."

Bis ein Baum marktreif ist, braucht er den Angaben zufolge rund zehn Jahre. Mit 75 bis 80 Prozent sei die Nordmanntanne mit ihren nicht stechenden Nadeln nach wie vor die beliebteste Christbaumart. Die ganze Branche suche aber nach Alternativen, sagte Emslander. Dabei stehe weniger der Klimawandel und ihm angepasste Pflanzen im Fokus. Vielmehr geht es um Tradition: "Die Fichte früher hat einen ganz anderen Duft im Wohnzimmer verströmt. Die Nordmanntanne ist geschmacksneutral", so Emslander. Hier werde geschaut, welche neuen Arten an die Erinnerungen von damals anknüpfen könnten.

Nun hoffen die Christbaumanbauer, dass die Corona-Epidemie ihnen zum Jahresende keinen Strich durch die Rechnung macht: "Wenn die Leute auf unsere Höfe kommen können, gibt es kein Problem", so Emslander.

Update 23. Juni, 7 Uhr: Kabinett berät über Ferienbetreuung und Schulbetrieb nach dem Sommer

Das bayerische Kabinett berät am Dienstag (10 Uhr) über Konzepte zur Betreuung von Schulkindern in den diesjährigen Sommerferien. 

Die Staatsregierung hat Betreuungsmöglichkeiten unter anderem für den Fall versprochen, dass Eltern ihren Jahresurlaub wegen der Corona-Krise bereits aufbrauchen mussten. Zudem soll es darum gehen, wie die Rückkehr zum normalen Unterricht nach den Ferien aussehen könnte - derzeit findet der Unterricht lediglich zeitversetzt in kleineren Gruppen statt. 

Über die Details wollen Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) im Anschluss an die Sitzung informieren.

Update 23. Juni, 6.07 Uhr: Männer sterben häufiger als Frauen Covid-19

Männer erkranken oft schwerer an Covid-19 und sterben häufiger als Frauen. Nach Daten der Forschungsinitiative Global Health 50/50 aus mehr als 20 Ländern wie auch nach Zahlen des des Robert Koch-Instituts (RKI) für Deutschland infizieren sich Frauen ähnlich häufig wie Männer. Bei den Sterberaten liegt die Verteilung jedoch etwa bei einem Drittel zu zwei Dritteln.

Nach dem Situationsbericht des RKI vom 21. Juni starben in fast allen Altersgruppen mindestens doppelt so viele Männer wie Frauen: Bei den 20- bis 29-Jährigen waren von den neun Todesopfern sechs Männer. Bei den 60- bis 69-Jährigen waren von 845 Toten 624 Männer und bei den 70- bis 79-Jährigen waren von 1998 Toten 1343 männlich. 

Danach gleicht sich das Verhältnis zunächst an und kehrt sich ab der Altersgruppe der 90 bis 99-Jährigen um. Dort waren von 1618 Gestorbenen nur 556 Männer - möglicherweise aber allein deshalb, weil es mehr hochbetagte Frauen als Männer gibt.

Zu den Gründen für die fast durchweg höhere Sterberate der Männer heißt es beim RKI, es geben viele offene Fragen. Wissenschaftler nennen bisher nur Theorien. Ungesünderer Lebensstil könnte ein Faktor sein, heißt es. Gerade Männer der älteren Generation, die besonders betroffen ist und in der weniger auf die Lebensweise geachtet wurde, könnten mehr an Vorerkrankungen leiden. Diskutiert wird auch die unterschiedliche Hormonlage und eine genetisch bedingte stärkere Immunreaktion bei Frauen. 

Vor allem im Gespräch ist aber der sogenannte ACE2-Rezeptor, über den das Sars-CoV-2-Virus in die Lunge eindringen kann - er kommmt einer Studie zufolge bei Männern in höherer Konzentration vor.

Update 22. Juni, 16.39 Uhr: Keine Schlachtung mehr bei Tönnies-Niederlassungen in Bayern

In den bayerischen Niederlassungen von Tönnies gibt es vorerst keine Schlachtungen mehr. (Archiv)
In den bayerischen Niederlassungen von Tönnies gibt es vorerst keine Schlachtungen mehr. (Archiv)  © David Inderlied/dpa

Nach dem Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen werden in den bayerischen Niederlassungen vorerst keine Tiere mehr geschlachtet. 

"Unser Kühlhaus ist voll. Wir müssen die Tiere erst zerlegen, bevor wir wieder schlachten können", sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Eine Corona-Infektion sei nicht der Grund. Mehrere Medien hatten über eine mögliche Schließung der Schlachthöfe in Bamberg und Kempten spekuliert.

Normalerweise würden die Rinder in Bayern geschlachtet und erst in die Fleischfabrik im westfälischen Rheda-Wiedenbrück zerlegt, erklärte der Sprecher. Nachdem mehr als 1300 Mitarbeiter im Stammwerk positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, wurde die Produktion dort vorerst für 14 Tage gestoppt. Die Zerlegung müssten nun andere Niederlassungen - unter anderem in Bamberg und Kempten - übernehmen.

Wann Tönnies in Bayern wieder schlachtet, stehe noch nicht fest. Diese Woche halte er aber nicht für realistisch, so der Sprecher. Die Landwirte könnten solange warten oder ihre Rinder zu anderen Schlachthöfen bringen.

Update 22. Juni, 14.52 Uhr: Landesamt: 47.859 Coronavirus-Fälle in Bayern, 2564 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.859 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2564 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.620 Personen.

Update 22. Juni, 13.50 Uhr: Fahrradprüfungen an Schulen wieder möglich

Nach langer Corona-Zwangspause können Viertklässler in Bayern nun auch wieder ihre Fahrradprüfungen ablegen. 

Das teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München mit. "Für die Sicherheit der Kinder im Verkehr ist das eine sehr gute Nachricht", sagte er. "Ich wünsche mir, dass in den verbleibenden Schulwochen noch so viele Übungseinheiten und so viele Fahrradprüfungen wie möglich durchgeführt werden können."

Wegen der Corona-Krise und der langen Schulschließungen waren auch die Fahrradprüfungen für die rund 100.000 Viertklässler vorübergehend ausgesetzt worden. 

Aufgrund der positiven Entwicklungen des Infektionsgeschehens und mit einem neuen Hygienekonzept seien die Prüfungen und die vorgeschaltete Radfahrausbildung nun wieder zu verantworten, erklärte das Ministerium.

Update 22. Juni, 13.46 Uhr: Dieter Reiter eröffnet erste Pop-up-Bike-Lane

Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München.
Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München.  © Peter Kneffel/dpa

Freie Fahrt für Radler: In München ist der erste Pop-up-Radweg eröffnet worden. Mit gelben Markierungen wurden Teile der Elisenstraße nahe dem Hauptbahnhof für Radfahrer abgetrennt und der Bereich für Autos entsprechend verkleinert. 

Auch an anderen Stellen der Stadt sollen temporäre Radwege entstehen, vorerst befristet bis Ende Oktober. "Mit diesen Pop-Up Bike-Lanes reagiert die Stadt auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Pandemie-Zeit", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag bei der Eröffnung. In anderen Kommunen in Bayern gibt es ähnliche Überlegungen.

Die Stadt will damit das Fahrradfahren attraktiver und vor allem sicherer machen. Seit Beginn der Corona-Pandemie wird es auf Radwegen oft eng, da viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel aus Angst vor einer Ansteckung meiden und lieber das Rad nutzen. 

Auch Fußgängern wurde mehr Platz eingeräumt. So sollen im Sommer ein Dutzend Straßen zeitweise in Fußgängerzonen, verkehrsberuhigte Bereiche oder Spielstraßen umgewandelt werden.

Nach Auskunft des Verkehrsreferats sind die Pop-up-Radwege bis Ende Oktober befristet. Danach soll beraten werden, ob das Projekt weiter geht. München folgt mit der Aktion dem Vorbild von Städten wie Berlin, Wien und Paris. Verbände wie der BUND Naturschutz hoffen, dass auch andere Kommunen dem Beispiel Münchens folgen. Sie haben sogar eine Petition gestartet, die sich an Städte in Bayern richtet. 

Das Motto: "Macht Platz - Für corona-sichere Rad- und Gehwege".

Update 22. Juni, 12.35 Uhr: Gericht: Verbot des regulären Kita-Betriebs unverhältnismäßig

Die Rechte der Eltern und des Kindes seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, entschied das Verwaltungsgericht Regensburg. (Symbolbild)
Die Rechte der Eltern und des Kindes seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, entschied das Verwaltungsgericht Regensburg. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Die Staatsregierung muss die nächste gerichtliche Schlappe wegen ihrer Anti-Corona-Maßnahmen hinnehmen - allerdings zunächst nur in einem konkreten Einzelfall. Das Verwaltungsgericht Regensburg hält das bis Monatsende geltende Verbot des normalen Betriebs in Kindertageseinrichtungen nicht mehr für verhältnismäßig.

Mit der Entscheidung, die am Montag veröffentlicht wurde, gab das Gericht dem Antrag der Eltern eines vierjährigen Kindes statt. Der Beschluss, der schon am vergangenen Mittwoch erging, wirkt sich laut Mitteilung aber nur in in Bezug auf die betroffene Familie aus: Der vierjährige Sohn darf den Kindergarten seither wieder besuchen.

Das Gericht geht in seiner Begründung davon aus, dass das Verbot des regulären Kita-Betriebs "keine hinreichende gesetzliche Grundlage (mehr) findet". Bei summarischer Überprüfung erscheine "eine Schließung des regulären Betreuungsangebotes in einer Kindertageseinrichtung und ein entsprechendes Betretungsverbot nicht mehr verhältnismäßig".

Die Rechte der Eltern und des Kindes seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, hieß es weiter. Auch weniger einschneidende Maßnahmen seien geeignet (und auch erforderlich), um das Corona-Infektionsrisiko einzudämmen (Az. RO 14 S 20.1002).

Update 22. Juni, 9.41 Uhr: Bayern am stärksten von Kurzarbeit betroffen

Die Kurzarbeit in der Corona-Krise trifft Bayern nach Erhebungen des Ifo-Instituts am härtesten. Dort waren im Mai 26 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen in Kurzarbeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Schätzung der Münchner Ökonomen hervorgeht. 

Insgesamt kommen die Wirtschaftsforscher für Bayern auf rund 1,47 Millionen Kurzarbeiter - auch absolut erreicht der Freistaat damit den höchsten Wert im Ländervergleich und kommt auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen.

"Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren", sagte Ifo-Experte Sebastian Link. Geht man nach dem Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, folgen auf Bayern Baden-Württemberg und die in der Schätzung zusammengefassten Länder Niedersachsen und Bremen mit jeweils 23 Prozent.

Die nächsthöchsten Kurzarbeitsanteile gab es mit jeweils 21 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Hessen, den zusammengefassten Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern, sowie - ebenfalls zusammengefasst - in Berlin und Brandenburg. Dahinter folgte Sachsen mit 19 Prozent. Am Ende rangierten die jeweils zusammengefassten Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 17 Prozent.

Insgesamt geht das Ifo-Institut von 7,3 Millionen Kurzarbeitern im Mai aus. Es bezieht sich dabei auf Beschäftigte, die tatsächlich in Kurzarbeit sind. Die Zahl der Beschäftigten, für die grundsätzlich Kurzarbeit angemeldet ist, liegt höher. Die Schätzung beruht auf Daten aus der Konjunkturumfrage des Instituts.

Update 21. Juni, 15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.831 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2562 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.550 Personen.

Neue, leere Proberöhren für die Blutentnahme liegen in einer Verpackung. Den Test auf eine Corona-Infektion gab es bisher nur bei Verdacht.
Neue, leere Proberöhren für die Blutentnahme liegen in einer Verpackung. Den Test auf eine Corona-Infektion gab es bisher nur bei Verdacht.  © Peter Kneffel/dpa

Update 21. Juni, 11 Uhr: Testkonzept für alle wirft Fragen auf

Mehr als eine Million Mal sind in Bayern schon Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Staatsregierung hat beschlossen, dass sich künftig jeder untersuchen lassen kann - auch wenn er keine Symptome hat. 

Weil dazu noch viele Fragen offen sind, fordert die oppositionelle SPD Angaben etwa zur Kostenübernahme. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte am Sonntag in München, Details würden derzeit noch erarbeitet. 

"Es liegt auf der Hand, dass zunächst auch die organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen werden müssen. Dazu zählt unter anderem die Kostenfrage."

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Update 21. Juni, 10 Uhr: Geld zurück bei der Autoversicherung

Weil weniger gefahren wird, gibt es weniger Unfälle. Viele Autofahrer könnten so in der Corona-Krise Geld bei der Versicherung sparen.

Den deutschen Autofahrern hilft die Corona-Krise beim Sparen - und das nicht nur durch gesunkene Benzinpreise. Weil weniger gefahren wird und weniger Unfälle passieren, können viele Fahrzeugbesitzer auch von der Autoversicherung Geld zurückbekommen, wie ein Umfrage bei Versicherern und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab.

Wer monatelang nicht ins Büro pendelte und daher 2020 weniger Kilometer fahren wird als bei seiner Versicherung angegeben, kann seinen Vertrag dem GDV zufolge häufig anpassen. 

Auch bei der Allianz als einem der größten Autoversicherer Deutschlands ist dies so, wie ein Sprecher bestätigte: Wer weniger fahre als geplant, erhalte am Ende des Jahres Geld zurück.

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Eine blaue Stoffmaske mit Anker-Motiv hängt an einem Rückspiegel in einem Auto.
Eine blaue Stoffmaske mit Anker-Motiv hängt an einem Rückspiegel in einem Auto.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update 20. Juni, 15 Uhr: Landesamt: 47.812 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2563 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.812 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2563 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. 

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.530 Personen.

Update 20. Juni, 10.30 Uhr: Söder über Corona-Zahlen: "Haben echt verdammtes Glück gehabt"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer wieder stärkeren Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. 

"Wir haben echt verdammtes Glück gehabt", sagte er in einer am Samstag auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. 

"Ich glaube, dass wir Tausenden von Menschen das Leben gerettet haben durch die Maßnahmen, die wir getroffen haben."

Jetzt gelte es den "Schatz einer niedrigen Zahl an Infektionen zu bewahren", sagte Söder. Doch es gebe erste Fälle, "wo es sich wieder zurück schleicht". 

Angesichts der Fälle in Nordrhein-Westfalen oder Berlin spüre man, "dass wir sehr aufpassen müssen". Corona sei nicht vorbei. 

"Das ist wie ein Funke, der in einem Busch ein entsprechendes großes Feuer auslösen kann."

Update 20. Juni, 7 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Tests in Bayern

1.008.475 Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 sind bislang in Bayern durchgeführt worden. 

"Mittlerweile können wir mehr als 21.000 Tests pro Tag vornehmen", teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag in München mit. Die Rachenabstrichtests (PCR-Tests) würden vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie von mehr als 50 privaten Laboren analysiert. Die große Testkapazität sei wichtig, um Infektionsketten zu durchbrechen und die Verbreitung des Virus zu bremsen.

Die Staatsregierung hatte am Dienstag beschlossen, ein bayerisches Testkonzept einzuführen, nach dem sich alle Menschen so bald wie möglich auf eine Covid-19-Erkrankung testen lassen können. Konkrete Verdachtsfälle haben Vorrang. Auch freiwillige Tests in Einrichtungen mit gefährdeten Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe sowie Krankenhäusern sollen ausgebaut werden. Gleiches gelte zum Beispiel für Lehrer und Erziehern.

"Mit unserem Testkonzept, den allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie der neuen Corona-Warn-App des Bundes haben wir starke Instrumente geschaffen, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen", sagte Huml. 

"Daher rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger noch einmal auf, auch die neue Warn-App zu nutzen." Je mehr Menschen sie herunterladen, desto effektiver könnten alle geschützt werden.

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, trägt eine Gesichtsmaske mit dem weiß-blauen Rautenmuster Bayerns.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, trägt eine Gesichtsmaske mit dem weiß-blauen Rautenmuster Bayerns.  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Update 19. Juni, 18 Uhr: Bericht: Lockerung bei Maskenpflicht in Gottesdiensten

Die bayerische Staatsregierung lockert von Montag an die Maskenpflicht bei Gottesdiensten. 

Wie der "Münchner Merkur" (Samstag) berichtet, müssen die Gläubigen demnach vom 22. Juni an nur noch beim Betreten und Verlassen der Kirchen einen Mund-Nase-Schutz tragen. Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) sagte der Zeitung, die infektiologische Sicht erlaube es, auf die Masken beim Sitzen in der Kirchenbank zu verzichten.

Auch die 60-Minuten-Beschränkung für Gottesdienste wird aufgehoben. Die Kirchen müssten aber beim Gesang für Zurückhaltung sorgen. Denn der Virenausstoß beim Singen sei ein wichtiger Grund für die Maskenpflicht gewesen. Zuletzt hatten sich viele Gläubige darüber geärgert, dass für die Gottesdienste noch immer eine Maskenpflicht gilt, während Gäste in Wirtshäusern ohne Maske sitzen können.

Wochenlang hatten Kirchen und Gläubige wegen der Corona-Krise sogar gänzlich auf Gottesdienste verzichten müssen. Und schon bevor die Staatsregierung zum 21. März Ausgangsbeschränkungen auferlegte, hatten viele Kirchen Gottesdienste abgesagt oder das zumindest empfohlen. 

Erst seit dem 4. Mai können sich die Gläubigen wieder zum gemeinsamen Gottesdienst treffen - bisher aber nur mit Mundschutz.

Update 19. Juni, 17.21 Uhr: Behörde muss Zeitung ortsgenau Auskunft zu Corona-Zahlen geben

Ein Landratsamt in der Oberpfalz muss Pressevertretern ortsgenau Auskunft über die Zahl positiver Corona-Tests geben. Das hat das Verwaltungsgericht Regensburg auf Antrag der Verlagsgruppe Hof, Coburg, Suhl, Bayreuth (HCSB) angeordnet.

Zuvor habe sich das Landratsamt Tirschenreuth mit Verweis auf den Datenschutz geweigert, der Redaktion der "Frankenpost" die Zahlen auf Städte und Gemeinden heruntergebrochen zu nennen, teilte der Gesamt-Chefredakteur der HCSB, Marcel Auermann, am Freitag mit. Er werte die Entscheidung als einen "Sieg der Pressefreiheit". 

Die Bürger hätten ein Recht auf umfassende Information.

Update 19. Juni, 16.21 Uhr: Keine Corona-Sperrstunden mehr für Bayerns Biergärten und Restaurants

Die Öffnungszeiten von Bayerns Biergärten und Restaurants unterliegen ab sofort keinen Vorgaben der Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Krise mehr. 

"Es gibt jetzt keine spezifischen Vorgaben für die Öffnungszeiten mit Blick auf die Corona-Pandemie. Das gilt ab sofort", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Faktisch gelten damit wieder die gleichen Vorgaben für die Öffnungszeiten wie vor Beginn der Krise.

Das Gesundheitsministerium in München reagierte damit am Freitag auf eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. 

Die Richter hatten die derzeit noch geltende vorgezogene Sperrstunde ab 22 Uhr für Bayerns Gastronomie wegen der Corona-Pandemie vorläufig außer Vollzug gesetzt und damit faktisch dauerhaft gekippt.

Update 19. Juni, 15.14 Uhr: Sportunterricht an Schulen nach Corona-Pause wieder erlaubt

Nach langer Corona-Zwangspause ist an bayerischen Schulen ab sofort auch wieder Sportunterricht erlaubt - wenn auch unter Auflagen. 

Das teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München mit. "Ich freue mich sehr, dass wir damit das wichtige Anliegen vieler Schüler und Eltern erfüllen können", sagte er. "Sportunterricht ist ein essenzieller Bestandteil der Schule. Es ist gut, dass er jetzt wieder möglich ist." Der Schulsport habe im Schulwesen in Bayern einen hohen Stellenwert.

Ein Hygieneplan, den das Ministerium am Freitag an die Schulen schickte, sieht für den Schulsport Hygieneauflagen vor, wie sie auch für den Vereinssport gelten. Dazu gehören laut Ministerium das Abstandsgebot und die Kontaktfreiheit. 

"An den bayerischen Schulen sollen sich Schüler, Lehrkräfte und alle anderen Beschäftigten sicher fühlen. Hygieneauflagen sind daher sehr wichtig", betonte Piazolo.

Update 19. Juni, 15.11 Uhr: Zwölf neue Fälle in München

In München wurden am Freitag, 19. Juni (Stand 13.30 Uhr), 12 neue Corona-Fälle gemeldet, wie die Stadt mitteilte. Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.624 Infektionen bestätigt. 

In dieser Zahl enthalten sind 6.119 Personen, die bereits genesen sind, sowie 215 Todesfälle.

Update 19. Juni, 14.31 Uhr: Gericht kippt Corona-Sperrstunde für Biergärten und Restaurants

Die Sperrstunde für Biergärten und Restaurants ist laut Bayerischem Verwaltungsgerichtshof nicht rechtens. (Symbolbild)
Die Sperrstunde für Biergärten und Restaurants ist laut Bayerischem Verwaltungsgerichtshof nicht rechtens. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die derzeit noch geltende vorgezogene Sperrstunde ab 22 Uhr für Bayerns Gastronomie wegen der Corona-Pandemie gekippt. 

Die Richter bewerteten die nur eingeschränkt gestattete Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr "als nicht rechtskonform", wie das Gericht am Freitag in München mitteilte. 

Der Senat begründete seine Entscheidung damit, dass die Öffnung von Gastronomiebetrieben seit dem 29. Mai 2020 bislang nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Infektionszahlen mit dem Corona-Virus geführt habe. Daher erweise sich die zeitliche Betriebsbeschränkung als unverhältnismäßig. 

Ein Gastwirt aus Unterfranken hatte die zeitliche Beschränkung der Bewirtung im Rahmen eines Normenkontroll-Eilverfahrens angefochten.

Das Gericht akzeptierte auch nicht die Befürchtung der Staatsregierung, es könne alkoholbedingt zur Missachtung von Abstands- und Hygieneregeln und deshalb zu mehr Infektionen kommen. Dies hätte auch durch das Verbot des Ausschanks alkoholischer Getränke ab einer bestimmten Uhrzeit und ohne generelle Sperrstunde geregelt werden können, urteilten die Richter. Auch das Bedürfnis, die Auswirkungen der Öffnung der Gastronomie auf das Infektionsgeschehen zu beobachten, rechtfertige angesichts der weitgehenden Lockerungen im öffentlichen Leben die Beschränkung nicht.

Erst am Dienstag hatte sich das bayerische Kabinett dafür entschieden, die Sperrstunde ab diesem Montag auf 23 Uhr zu verlängern. Ob sich an dem Plan nun durch den Gerichtsentscheid etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Das Gesundheitsministerium erklärte am Freitagnachmittag auf Anfrage, derzeit werde noch geprüft, wie die Regierung mit der Entscheidung umgehen werde.

Derweil betonten die Richter, dass ihre Entscheidung nicht die weiter bestehende Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, Bordellen und sonstigen Vergnügungsstätten durch die Entscheidung berühre. Auch die anderweitig vorgegebenen Sperrzeiten, etwa zum Schutz der Nachbarschaft oder nach der Bayerischen Biergartenverordnung, seien weiterhin zu beachten.

Update 19. Juni, 14.10 Uhr: Roboterbauer Kuka will Krise ohne größeren Personalabbau meistern

Der Roboterbauer Kuka will ohne größeren Personalabbau durch die Corona-Krise kommen. "Die Krise trifft uns hart", sagte Vorstandschef Peter Mohnen bei der Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag. 

"Und um die eine oder andere harte Entscheidung, um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden auch wir nicht herumkommen." Ziel müsse dabei aber sein, so wenig Personal wie möglich zu verlieren.

Die Firma wolle die Krise "ohne größere personelle Einschnitte", hatte Mohnen zuvor auch im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe) betont. Dabei lobte er die Leistung der Beschäftigten während der Pandemie: "Sie waren in dieser Zeit unglaublich engagiert." Dadurch habe man die Produktion in Augsburg ohne Unterbrechung aufrechterhalten können.

Im Bereich Robotik habe Kuka so alle Kundenbestellungen ausnahmslos bedienen können, sagte Mohnen am Freitag. Prognosen zu Umsatz oder Ergebnis gab der Vorstand bei der Hauptversammlung angesichts der Corona-Pandemie aber weiterhin nicht.

Im ersten Quartal 2020 war der Roboterhersteller in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von 22 Millionen Euro nach einem Gewinn von 15 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ende Mai waren bei Kuka am Standort Augsburg Unternehmensangaben zufolge 1423 von rund 3500 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Die Firma gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

Optimistisch stimme ihn, dass die Corona-Krise einen Vorteil starker Automatisierung zeige, sagte Mohnen: "Manuelle Arbeitsplätze in der Industrie fielen über Nacht flach, doch vernetzt automatisierte Anlagen konnten weiterlaufen." Das Unternehmen habe damit die Möglichkeit, bei einem Comeback der Märkte als Gewinner dazustehen.

Update 19. Juni, 14.07 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, wurden mittlerweile 47.789 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 19. Juni, 10 Uhr).

In dieser Zahl sind 44.490 enthalten, die bereits genesen sind, sowie 2.561 Todesfälle. 

Update 19. Juni, 12.30 Uhr: Weniger Tote und Verletzte auf Bayerns Straßen

Im von der Corona-Krise geprägten ersten Drittel des Jahres 2020 sind auf Bayerns Straßen deutlich weniger Menschen bei Unfällen zu Schaden gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Die Zahl der Verunglückten ging um 22,3 Prozent auf 14.421 zurück, wie aus einer Veröffentlichung des Bundesamtes für Statistik vom Freitag hervorgeht.

Mit 115 Verkehrstoten starben acht Menschen weniger als von Januar bis April 2019 auf den Straßen des Freistaats. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen Schwerverletzten ging um 16,3 Prozent, die der Leichtverletzten sogar um 23,6 Prozent zurück.

Damit liegt Bayern besser als der Bundesdurchschnitt. Bundesweit ging die Zahl der bei Verkehrsunfällen Verunglückten im Vergleichszeitraum um 18,4 Prozent zurück, die Zahl der Schwerverletzten um 15,1 Prozent.

Update 19. Juni, 11.30 Uhr: Westernhagen sagt Tour ab

Der Deutschrock-Musiker Marius Müller-Westernhagen (71) hat seine im Sommer geplanten Konzerttermine ersatzlos gestrichen. 

Die für Juni und Juli vorgesehenen 24 Auftritte in München, Hamburg, Berlin, Leipzig und Hannover müssten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Eintrittspreise sollen über die neue Gutscheinregelung erstattet werden. 

"Wir bedauern, diesen unumgänglich gewordenen Schritt bekanntgeben zu müssen", hieß es. 

Westernhagen wollte in ausgesuchten Konzertsälen sein Album "Pfefferminz-Experiment" präsentieren, einer von Blues und Country geprägten Neueinspielung seines Kult-Albums "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" von 1978.

Proben für Corona-Tests werden in einem Diagnostik-Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet.
Proben für Corona-Tests werden in einem Diagnostik-Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update 19. Juni, 10 Uhr: BMW besiegelt Stellenabbau

Der Autoabsatz ist wegen der Corona-Pandemie und der Rezession eingebrochen. 

BMW rechnet im laufenden Quartal mit roten Zahlen. Eine Betriebsvereinbarung garantiert jedem Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz - aber nur, solange BMW einen Jahresgewinn erwirtschaftet. 

BMW will deshalb ohne betriebsbedingte Kündigungen 6000 Stellen streichen und hat sich jetzt mit dem Betriebsrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Der Stellenabbau erfolge durch Fluktuation und mit freiwilligen Vereinbarungen, teilte der Autokonzern am Freitag mit. 

Die Ausbildung werde auf dem hohen Niveau des Vorjahres fortgesetzt.

Update 19. Juni, 6 Uhr: Bayerns Polizisten müssen länger auf neue Hosen warten

Bayerns Polizisten müssen wegen der Corona-Krise länger auf neue Hosen warten.
Bayerns Polizisten müssen wegen der Corona-Krise länger auf neue Hosen warten.  © Sven Hoppe/dpa

Reißende Nähte, ausgewaschene Farben, zu kleine Taschen: Nach Kritik an der blauen Polizeiuniform sollten bayerische Polizisten eigentlich von diesem Monat an neue Hosen testen dürfen. Aber die Pandemie kam dazwischen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

"Der ab Frühsommer geplante Beginn des Trageversuchs mit verschiedenen Hosenmodellen verschiebt sich unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie", teilte das bayerische Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

"Die für den Trageversuch zuständige Stelle bei der Bereitschaftspolizei war die letzten Monate stark gebunden mit der Beschaffung von Corona-Schutzmaterial."

Hintergrund des "Trageversuches" ist Kritik an den aktuellen bayerischen Polizeiuniformen. 

Seit Einführung der dunkelblauen Uniform vor drei Jahren hätten einige Tausend Beamte über mangelnde Qualität geklagt, hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) zum Jahresbeginn mitgeteilt.

Update 18. Juni, 16.06 Uhr: Söder plant Bayerns Doppelhaushalt für 2021/2022 ohne Kürzungen

Trotz immenser Steuerausfälle in der Corona-Krise will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei der Aufstellung des nächsten Doppelhaushalts ohne Kürzungen auskommen. 

Ziel sei es, "die Steuerausfälle, die bei uns stärker sind als woanders, weil wir höhere Steuereinnahmen haben, so zu kompensieren, dass im Haushalt nichts gekürzt werden muss", sagte der CSU-Chef am Donnerstag vor Journalisten in München. 

Er wolle bei den wichtigen Projekten nicht derart in den Haushalt eingreifen müssen.

Update 18. Juni, 15.17 Uhr: Söder will bis Herbst neues Konzept für Corona-Autohilfen vorlegen

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern.  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Nach der politischen Sommerpause will CSU-Chef Markus Söder neue Vorschläge zur Unterstützung der Autoindustrie und ihrer Zulieferer in der Corona-Krise vorlegen. 

"Es muss im Herbst eine Wiedervorlage zum Thema Auto geben", sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag vor Journalisten in München. Ohne eine dauerhafte Verbesserung der Entwicklung im internationalen Export werde es nicht so leicht sein, die deutsche Wirtschaft wieder zum Anspringen zu bewegen.

Söder betonte, dass er dazu nicht nur mit den Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg als Länder der Autohersteller, sondern auch mit der Industriegewerkschaft Metall und Ländern, in denen viele Zuliefererbetriebe beheimatet seien, das Gespräch suchen werde. Im Ergebnis könne er sich auch andere Konzepte als reine Kaufprämien vorstellen. Entscheidend sei, dass in der Industrie ein Transformationsprozess in Gang komme.

Zudem gehe er davon aus, dass in Deutschland die bisher noch bis zum Jahresende befristete Kurzarbeit noch verlängert werden müsse. Das Land werde wohl Anfang des neuen Jahres "noch nicht so über den Berg sein, wie wir es wünschen". 

Die wirtschaftlichen Herausforderungen würden Deutschland noch länger erhalten bleiben als die pandemische Entwicklung, sagte Söder. Gerade für ein Exportland wie Deutschland sei es schwierig, bei der unsicheren internationalen Infektionslage wieder durchzustarten.

Update 18. Juni, 14.49 Uhr: Sechs neue Fälle in München

In München wurden am Donnerstag, 18. Juni (Stand 13.30 Uhr), sechs neue Corona-Fälle gemeldet, wie die Stadt mitteilte. Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6612 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6111 Personen, die bereits genesen sind, sowie 214 Todesfälle.

Update 18. Juni, 14.14 Uhr: 48 Kreise und kreisfreie Städte ohne neue Corona-Infektionen

Neue, leere Proberöhren für die Blutentnahme liegen in einer Verpackung. Den Test auf eine Corona-Infektion gibt es nur bei Verdacht. (Symbolbild)
Neue, leere Proberöhren für die Blutentnahme liegen in einer Verpackung. Den Test auf eine Corona-Infektion gibt es nur bei Verdacht. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

48 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit einer Woche ohne nachgewiesene neue Coronavirus-Infektionen. 

"Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen und das verantwortungsvolle Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es uns gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat entscheidend einzudämmen und zu verlangsamen", erklärte Ministerin Melanie Huml (CSU) dazu am Donnerstag in München. 

Die strikte Strategie, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen, solle konsequent fortgesetzt werden. "Jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen."

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen sind im Freistaat bislang 47.741 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2554 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, wie die Behörde am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) im Internet mitteilte. Die geschätzte Zahl der mittlerweile Genesenen lag demnach bei 44.410 Personen.

Dem LGL zufolge wiesen 37 Landkreise und 11 kreisfreie Städte eine sogenannte 7-Tage-Null-Inzidenz auf (Stand 18. Juni). Darunter sind den Angaben zufolge die Städte Aschaffenburg, Bayreuth, Erlangen, Straubing und Kempten sowie die Landkreise Starnberg, Neu-Ulm, Kitzingen, Hof und Neumarkt in der Oberpfalz.

Wichtig zur Einordnung ist, dass aktuelle Infektionen erst zeitlich verzögert den Behörden gemeldet werden können. Außerdem wird nicht jede Infektion erkannt, weil manche Menschen keine Symptome oder andere Hinweise auf eine Ansteckung haben und nicht getestet werden.

Wenn nun schrittweise Erleichterungen zugelassen würden, müssten die Menschen mehr Verantwortung übernehmen, sagte Huml weiter. "Ganz wichtig ist deshalb, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden."

Update 18. Juni, 6.27 Uhr: 56 Prozent der Bayern befürchten zweite Infektionswelle

Mehr als die Hälfte der Menschen in Bayern befürchtet, dass es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer zweiten Corona-Infektionswelle kommen könnte. 

Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) geben 56 Prozent der Menschen im Freistaat an, dass sie Angst vor einer zweiten Welle des Coronavirus haben. 

Mit 31 Prozent erklärt nur knapp jeder Dritte, sich nicht vor einer zweiten Infektionswelle zu fürchten. Der Rest der 1765 Befragten ist in dieser Frage unentschieden.

Update 18. Juni, 6.23 Uhr: Ex-Apo-Aktivist Langhans regierungsnah: Lob für Merkel und Söder

Rainer Langhans fin det lobende Worte für die Regierungen. (Archiv)
Rainer Langhans fin det lobende Worte für die Regierungen. (Archiv)  © picture alliance / dpa

In Corona-Zeiten weichen alte Grenzen auf: Der Alt-68er und Ex-Apo-Aktivist Rainer Langhans lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für ihre Krisenpolitik. 

Beide hätten klar gemacht, dass die Lage sehr ernst zu nehmen sei und dass es Auswirkungen auf die Zukunft geben werde, sagte Langhans der Deutschen Presse-Agentur. Auch er gehe davon aus, dass es danach "eine wesentlich veränderte Welt" geben werde, "die wir wirklich dringend brauchen". Das jüngste Konjunkturpaket gehe in die richtige Richtung, wenngleich "viel zu wenig".

Erstmals sei von einer Pandemie die ganze Welt betroffen. Die Krise zeige: "Wenn in China ein Sack Reis umfällt: Ja, das geht uns an. Wir sind alle eins, ein großer Organismus, ein globales Bewusstsein."

Corona sei eine Chance zur inneren Einkehr, sagte Langhans, der am 19. Juni 80 Jahre alt wird. Es sei für die Gesellschaft eigentlich "eine Meditationseinheit", die ihr auferlegt werde. Denn es sei klar, dass das Leben so mit der "Wahnsinnsmobilität" und dem "Tiere ausbeuten und fressen" nicht weitergehen könne. "Wir haben unsere Freiheiten missbraucht - logisch, dass sie uns genommen werden. Damit gibt es die Chance, sie zukünftig richtiger zu gebrauchen."

Die Krankheit komme, soweit bekannt, nicht von den Chinesen oder Amerikanern oder Bill Gates, "sondern wir haben sie von unserer Tierfresserei", sagte Langhans mit Blick auf die Wildtiermärkte in China. "Krankheit ist immer ein Zeichen, dass etwas falsch war vorher, und dass ich - bitte schön - so nicht weitermachen kann."

Update 18. Juni, 6.20 Uhr: "Todesstoß": Schausteller wollen gegen Veranstaltungsverbot vorgehen

Eine Eilverfahren-Klage der Schausteller wegen Ungleichbehandlung vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wird vorbereitet. (Archiv)
Eine Eilverfahren-Klage der Schausteller wegen Ungleichbehandlung vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wird vorbereitet. (Archiv)  © picture alliance / dpa

Das Schaustellergewerbe will sich gegen die geplante Verlängerung eines Verbots für Großveranstaltungen bis Ende Oktober wehren. Ein solches Verbot sei ein "Todesstoß" für die Branche, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei eine Klage im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung in der Vorbereitung. Ritter betonte, dass auch Klagen in anderen Regionen denkbar seien.

Die Bundesländer wollen das bis Ende August geltende Verbot für Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verlängern. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich seien. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin.

Ritter kritisierte, dass es statt einer Einzelfallprüfung ein pauschales Verbot für Veranstaltungen geben solle. Auch auf einer Kirmes könnte man eine Maskenpflicht, Abstandsregeln oder Plexiglasscheiben verwenden. Zudem unterscheide sich etwa eine Pommesbude in der Fußgängerzone nicht von einer auf einem Jahrmarkt.

Der Verbandspräsident verwies zudem auf geöffnete Schwimmbäder. Die Ungleichbehandlung der Schausteller sei nicht mehr gerechtfertigt. "Wir können es nicht nachvollziehen. Alle Zeichen stehen ja auf Lockerung." Ritter forderte auch einen Rettungsschirm für die Branche, um die Folgen der Krise und des "Berufsausübungsverbots" aufzufangen.

Update 17. Juni, 21.15 Uhr: Angela Merkel, Markus Söder und die Corona-App

Hat Angela Merkel die App - und nutzt sie diese auch? Und lässt sich Markus Söder von dem smarten Corona-Hilfsinstrument der Regierung sogar von wichtigen Verhandlungen im Kreis seiner Amtskollegen ablenken? Nach den ersten persönlichen Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin nach einigen Monaten Corona-Abstinenz liefern sich Merkel und der mächtige Bayer am Mittwoch auf offener Bühne ein kleines verbales Scharmützel.

Ob sie selbst die am Vortag präsentierte offizielle Corona-Warn-App der Bundesregierung auf ihre Smartphone heruntergeladen habe und ob sie schon öfters draufgeguckt habe, will ein Reporter von Merkel wissen. 

Die Kanzlerin, als leidenschaftliche Nutzerin ihres mobilen Kommunikationsgeräts bekannt, gibt sich schmallippig: "Da ich über mein Kommunikationsverhalten ja sowieso keine Auskunft gebe, sage ich auch nicht viel dazu. Außer das, was ich schon mal gesagt habe, dass ich willens bin, diese App zu nutzen." Basta.

"Ich hab sie" - diesen Kommentar will sich Söder dann doch nicht verkneifen. Ob er schon drauf geschaut habe? "Ja." Häufig? "Während solchen Sitzungen ergibt sich hin und wieder die Gelegenheit, die Gedanken ..." Während der Sitzung! 

Das kann Merkel nicht einfach unkommentiert lassen: "Obwohl er der Vorsitzende ist und eigentlich ganz Auge und Ohr sein sollte", merkt sie an. Doch Söder legt noch einen drauf: "Man weiß ja manchmal, was gesagt wird."

Update 17. Juni, 18.35 Uhr: Bund und Länder tragen Corona-Regeln laut Markus Söder gemeinsam

Nach viel Streit sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Bund und Länder im Kampf gegen die Corona-Krise nun auf einem gemeinsamen, guten Kurs. Die Grundregeln und die Grundphilosophie würden von allen mitgetragen, sagte Söder am Mittwoch nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Er sprach von einem guten, gemeinschaftlichen Ergebnis. 

Die Konferenz sei auch von der Stimmung her konzentrierter und harmonischer gewesen als die vergangenen.

Söder betonte aber auch, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten die richtigen Weichenstellungen im Kampf gegen das Coronavirus getroffen und damit wohl Zehntausende Leben gerettet. Es gebe aber nun keinen Anlass, leichtfertig zu sein und die Erfolge zu verspielen. "Erleichterung ja, aber mit Umsicht und Köpfchen", betonte er. 

Abstandhalten, Hygiene und Masken seien ganz entscheidend.

Bund und Länder hatten sich bei dem Treffen nach langem Streit im Umgang mit der Corona-Krise auf ein gemeinsames Vorgehen an den Schulen, in Sachen Maskenpflicht, Abstandsregeln und Veranstaltungen verständigt.

Update 17. Juni, 17.25 Uhr: Münchner Tennisturnier für 2020 abgesagt

Das ATP-Tennisturnier in München findet wegen der Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mehr statt. 

Für das zunächst verschobene Sandplatz-Event fand sich in der zweiten Jahreshälfte, wenn nach einer fünfmonatigen Pause wieder Turniere stattfinden, kein Termin. Die ursprünglich für 25. April bis 3. Mai vorgesehenen BMW Open werden im Frühjahr 2021 wieder ausgetragen. Die Münchner hatten beim Herren-Verband ATP ihr Interesse daran bekundet, das Turnier im Sommer oder Herbst nachholen zu können. 

"Leider konnten wir uns am Ende mit der ATP nicht darauf verständigen, die BMW Open by FWU so durchzuführen, wie wir uns als Veranstalter das zusammen mit dem MTTC Iphitos, unseren Partnern und allen Beteiligten vorgestellt hätten", sagte Christian Okon vom Veranstalter MMP Event GmbH. Die bereits gekauften Tickets behalten 2021 ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.

Update 17. Juni, 15.21 Uhr: 13 neue Fälle in München

Wie die Stadt mitteilte, wurden in München 13 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 17. Juni, 13.30 Uhr).Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6606 Infektionen bestätigt. 

In dieser Zahl enthalten sind 6099 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.

Update 17. Juni, 14.33 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch mitteilte, wurden mittlerweile 47.704 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 17. Juni, 10 Uhr).

In dieser Zahl enthalten sind 44.340, die bereits als genesen gelten, sowie 2.547 Todesfälle. 

Update 17. Juni, 14.32 Uhr: Zahlreiche Straftaten zufällig bei Corona-Kontrollen aufgedeckt

Bei der Kontrolle der Corona-Maßnahmen haben bayerische Behörden in dutzenden Fällen zufällig Straftaten aufgedeckt. 

"Wir haben eine nicht unerhebliche Zahl an Straftaten, die durch Corona-Kontrollen entdeckt wurden", sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft München I, Hans Kornprobst, am Mittwoch. Beispielsweise seien immer wieder Drogen entdeckt worden, wenn Nachbarn die Polizei wegen einer verbotenen Corona-Party gerufen hätten. 

"Allein 65 Verfahren sind auf solche Kontrollen zurückzuführen."

Update 17. Juni, 13.30 Uhr: Aigner erinnert AfD-Abgeordnete an Maskengebot im Landtag

Ilse Aigner (55, CSU), Präsidentin bayerischer Landtag, trägt im Landtag einen Mundschutz.
Ilse Aigner (55, CSU), Präsidentin bayerischer Landtag, trägt im Landtag einen Mundschutz.  © Sven Hoppe/dpa

Im Bayerischen Landtag bahnt sich möglicherweise ein ernsterer Konflikt über das Maskengebot für Abgeordnete an. 

Entgegen mehrfacher Bitten von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) trug die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten auf dem Weg zur Plenarsitzung am Mittwoch keinen Mund-Nasen-Schutz. 

"Durch das Tragen einer Maske schützen wir vor allem andere. Und wenn jeder eine Maske trägt, können wir uns alle gegenseitig schützen", betonte Aigner zu Beginn der Sitzung. Alle anderen Fraktionen hielten sich an das Gebot.

Seit Montag (15. Juni) gilt im Maximilianeum eine allgemeine Maskenpflicht – für die Abgeordneten gibt es allerdings nur ein Maskengebot: "Ihnen kann und will ich im Hinblick auf das freie Mandat nichts vorschreiben", sagte Aigner. 

Dennoch seien die Parlamentarier aber gehalten, Masken zu tragen. "Ich freue mich, dass sich die allermeisten daran halten", sagte Aigner zu der Umsetzung in den ersten Tagen. "Bei den anderen appelliere ich an ihre Kollegialität und ihr Verantwortungsbewusstsein."

Vonseiten der AfD hieß es dazu im Vorfeld, man setze in der Fraktion auf "die Mündigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters und Besuchers". 

Ob sie darunter das Tragen der Maske oder das Gegenteil versteht, ließ die Fraktion aber offen. Im Arbeitsbereich der AfD-Fraktion gelte die Maskenpflicht einem Sprecher zufolge aber grundsätzlich nicht.

Update 17. Juni, 13.20 Uhr: Weniger Häftlinge in bayerischen Gefängnissen

Wegen der Corona-Krise sitzen deutlich weniger Häftlinge in bayerischen Gefängnissen ein als üblich. 

Von den insgesamt 12.020 verfügbaren Plätzen in den Justizvollzugsanstalten (JVA) im Freistaat sind derzeit weniger als 10.000 belegt, wie Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München sagte. Normalerweise seien die Gefängnisse gut ausgelastet.

Hintergrund sei das Ziel, die Gefängnisse in Zeiten der Pandemie zu entlasten, um Ansteckungsgefahren zu vermindern. So hätten beispielsweise Abteilungen für Quarantäne-Fälle eingerichtet werden müssen. Die Zahl der Gefangenen sei vor allem dadurch reduziert worden, dass bestimmte Häftlinge nicht zum Haftantritt geladen wurden - beispielsweise solche mit sogenannten Ersatzfreiheitsstrafen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen wollten oder konnten und stattdessen ins Gefängnis müssen. 

Eisenreich betonte: "Das fällt nicht weg, das ist nur verschoben."

Insgesamt habe es in bayerischen Gefängnissen 45 Corona-Infektionen gegeben: 30 unter den Mitarbeiten und 15 unter Häftlingen. Ein Drittel der Infektionsfälle bei den Bediensteten habe es in Straubing gegeben.

Update 17. Juni, 11.55 Uhr: Betrug mit Corona-Soforthilfen: 1,7 Millionen Euro Schaden

Betrüger haben mit falschen Angaben bei Anträgen auf Corona-Soforthilfen in Bayern einen Schaden von rund 1,7 Millionen Euro verursacht. Bei den Staatsanwaltschaften im Freistaat laufen mindestens 163 Ermittlungs- und Vorermittlungsverfahren dazu, wie Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München mitteilte. 

"Bei Anträgen von weiteren 2,2 Millionen Euro besteht zudem der Verdacht auf falsche Angaben." In diesen Fällen sei das Geld aber nicht ausgezahlt worden.

Insgesamt laufen nach Angaben Eisenreichs bei den bayerischen Staatsanwaltschaften mindestens 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs. 

Zu den 163 Fällen von falschen Angaben bei den Anträgen auf die Soforthilfen kommen 608 Fälle von neuen Corona-Betrugsmaschen hinzu, beispielsweise Erpresserschreiben, bei denen die Kriminellen damit drohen, die ganze Familie mit dem Coronavirus anzustecken.

Update 17. Juni, 6.30 Uhr: Jeder zehnte Euro wird in Gesundheit und Pflege laut Huml erwirtschaftet

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft einen Wachstumsmotor für die Wirtschaft im Freistaat - gerade auch mit Blick auf die Corona-Pandemie

Die Branche sei eine der stärksten in Bayern, sagte sie am Mittwoch. Gut jeder zehnte Euro der Wirtschaftskraft Bayerns entstehe hier, etwa jeder sechste Arbeitsplatz werde hier gesichert.

"Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft hat das Potenzial, eine neue Leitökonomie neben bestehenden starken Wirtschaftszweigen in Bayern zu werden", sagte die Ministerin. Der Staat unterstütze die Branche gerade in Corona-Zeiten nach Kräften. Ihre Bedeutung werde auch aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft noch steigen.

Huml bezog sich auf die zweite Bayern-Studie "Bedeutung der Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Bayern und den bayerischen Gesundheitsregionenplus" von 2019, die jetzt veröffentlicht wurde. Demnach wurde in Gesundheit und Pflege 2017 eine Bruttowertschöpfung von rund 56 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspreche 10,4 Prozent der bayernweiten Leistung, einem Plus von 0,6 Prozentpunkten im Zehnjahresvergleich.

Auch die Beschäftigung in der Branche habe sich im Zehnjahresvergleich rasant entwickelt. Stand 2017 verdienten rund 1,2 Millionen Menschen im Freistaat darin ihren Lebensunterhalt. 

Das entspricht einem bayernweiten Anteil von 15,7 Prozent. 2008 lag der Anteil noch bei 14,2 Prozent.

Update 17. Juni, 6 Uhr: 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs

Georg Eisenreich (CSU), Justizminister von Bayern, nimmt im bayerischen Landeskriminalamt an einer Pressekonferenz teil.
Georg Eisenreich (CSU), Justizminister von Bayern, nimmt im bayerischen Landeskriminalamt an einer Pressekonferenz teil.  © Sven Hoppe/dpa

Die bayerischen Staatsanwaltschaften haben schon mindestens 771 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Betrugs eingeleitet. Das teilte das Justizministerium mit. 

Darunter fallen den Angaben zufolge sowohl Betrug mit Corona-Soforthilfen als auch sonstige Betrugsmaschen. 

Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will am Mittwoch (11 Uhr) zusammen mit der Staatsanwaltschaft München I über die kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit der Pandemie informieren. 

Schon Mitte Mai hatte das Ministerium mitgeteilt, dass bayerische Behörden in mehreren Dutzend Fällen gegen Corona-Betrüger ermitteln. So verfolgte die Zentralstelle Cybercrime Bayern etwa zwei Dutzend Fälle von Erpressung mit perfiden Schreiben, in denen mit der Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten gedroht wird und zusätzlich damit, die ganze Familie mit dem Coronavirus anzustecken.

Im Internet hätten Cyber-Kriminelle in der Corona-Pandemie neue Betrugsmaschen entwickelt. Als weitere Beispiele nannte das Ministerium im Mai "Corona-Fake-Shops", die gefälschte Medikamente, nicht-existente Impfstoffe, Schutzmasken oder Hygieneartikel anbieten, die anderswo vergriffen sind. Die bestellte Ware wird dann entweder gar nicht oder in schlechter Qualität geliefert.

Auch bei der weit verbreiteten Betrugsmasche des "falschen Polizisten" oder beim Enkeltrickbetrug gibt es nach Ministeriumsangaben inzwischen Corona-Varianten. Kriminelle geben sich beispielsweise als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und behaupten, Corona-Tests durchführen zu wollen, um sich Zugang zu Wohnungen zu verschaffen. 

In anderen Fällen spiegeln Täter vor, dass ein Angehöriger mit dem Corona-Virus infiziert sei und dringend Geld für seine Behandlung benötige.

Bundesweit laufen außerdem Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige, die Corona-Soforthilfe beim Staat beantragt haben, obwohl sie gar nicht unternehmerisch tätig sind.

Update 16. Juni, 15.15 Uhr: Viele Bundesländer wollen laut Markus Söder keinen Corona-Flickenteppich

In der Corona-Bekämpfung hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erneut vor einem Flickenteppich der Regelungen in Deutschland gewarnt. Bei der Konferenz der Ministerpräsidenten am Mittwoch in Berlin gebe es daher "das Bestreben vieler Länder, da noch auf eine gewisse Verbindlichkeit zu setzen, die für alle gelten und mit der wir uns auch noch gut weiter bewegen können", sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. 

Bei allen unterschiedlichen Akzenten im Umgang mit der Pandemie dürfe nicht ein "extremer Flickenteppich" entstehen.

Auch der jüngste Vorstoß von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen werde beim Treffen der Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Sprache kommen. "An sich finden wir die Idee von Ganztagsbetreuung hervorragend, aber der Betrag, den der Bund bislang zur Verfügung gestellt hat, ist nicht annähernd in der Lage, diese Herausforderung zu schultern", sagte Söder.

Die beiden Ministerinnen hatten zuvor gefordert, dass am Mittwoch die Rahmenbedingungen für den Ausbau, die Finanzierung und den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztag vereinbart werden, um die entsprechende Gesetzgebung mit mehr Tempo voranzubringen. Ab 2025 sollen nach dem Willen von Union und SPD alle Kinder in Deutschland von der ersten bis zur vierten Klasse einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Das hatten sie im Koalitionsvertrag vereinbart. 

Der Ausbau an den rund 15.000 Grundschulen wird Schätzungen zufolge fünf bis sieben Milliarden Euro kosten. Bisher war geplant, dass der Bund den Ländern dafür zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Die Mittel sollen nun aufgestockt werden.

Weitere Themen bei der Konferenz in Berlin seien die Energiepolitik und die Umsetzung des Konjunkturpaketes. Es gebe noch eine Reihe von Punkten, die Bund und Länder besprechen müssten, etwa zu Kofinanzierungen. Söder gab sich aber zuversichtlich, dass es keine Streitkonferenz werde.

Update 16. Juni, 15.35 Uhr: Neue Zahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Dienstag (16. Juni, Stand 13.30 Uhr) neun neue Fälle gemeldet.

Damit sind in München bislang insgesamt 6593 Coronavirus-Infektionen bestätigt.

Enthalten sind 6096 Personen, die als geheilt gelten, sowie leider auch 211 Todesfälle.

Update 16. Juni, 15.30 Uhr: 47.696 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind nach Angaben bisher 47.696 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Gestorben sind 2539 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.300 Personen.

In Bayern sind nach Angaben bisher 47.696 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)
In Bayern sind nach Angaben bisher 47.696 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 16. Juni, 13.53 Uhr: Söder lobt Corona-App und warnt vor falschen Erwartungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die neue Corona-Warn-App gelobt - zugleich aber auch vor falschen Erwartungen gewarnt. "Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat, aber es hat ja auch lange genug gedauert", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Er habe die App, die seit diesem Dienstag für Smartphones verfügbar ist, auch bereits heruntergeladen und dies auch den anderen Mitgliedern des Kabinetts empfohlen.

Zugleich warnte Söder davor, dass im Gegenzug zur App auf keine der bisherigen Schutzmaßnahmen verzichtet werden dürfe. Hygiene, Distanzgebot, Maskenpflicht - all diese Voraussetzungen blieben weiter wichtig. Nur mit der App könne die Pandemie nicht besiegt werden.

Mit der App will die Bundesregierung die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Virus nicht wieder stark zunimmt. Die App, die von der Telekom und SAP entwickelt wurde, war am Dienstagmorgen veröffentlicht worden.

Update 16. Juni, 13.32 Uhr: Söder: Bayern wird heuer keine weiteren Corona-Schulden aufnehmen

Der Freistaat Bayern wird in diesem Jahr keine weiteren Kreditermächtigungen zur Bekämpfung der Corona-Krise beantragen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München an. 

Sollten die bisherigen Mittel aus den ersten beiden Nachtragshaushalten nicht komplett genutzt werden, könne in diesem Jahr sogar noch etwas zurückgezahlt werden.

Update 16. Juni, 13.22 Uhr: Urlaub in Bayern wieder attraktiver

Urlauber profitieren ebenfalls von den Lockerungen, so Aiwanger. Wellnessbereiche und Hallenbäder dürfen in Bayern wieder geöffnet werden. Auch auf Campingplätzen sind Gemeinschaftsbereiche wieder für alle zugänglich.

Im Reisebus darf mit Maske wieder jeder freie Platz besetzt werden und Gruppenreisen sind damit wieder möglich.

Update 16. Juni, 13.18 Uhr: Maskenpflicht für Kassiererinnen fällt.

Wirtschaft, Gastronomie und Handel werden laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger enorm von den neuen Lockerungen profitieren. Auch die Angestellten.

Verkäuferinnen und Mitarbeiter in Rezeptionen müssen keine Masken mehr tragen, sofern sie hinter Plexiglasscheiben ihre Arbeit mit den Kunden umsetzen können. 

Zudem wird die Zahl der in einem Geschäft erlaubten Personen von einer pro 20 Quadratmetern auf eine pro 10 Quadratmetern erhöht.

Dort wo "social distancing" nicht möglich ist, wird es jedoch zunächst keine weiteren Lockerungen geben.

Update 16. Juni, 13.10 Uhr: Lockerungen bei Alten- und Pflegeheimen

In Alten- und Pflegeheimen dürfen laut Söder nun mehrere Personen und längere Besuchszeiten erlaubt werden. 

Dies bleibt aber in der konkreten Umsetzung den jeweiligen Einrichtungen überlassen, da Räumlichkeiten unterschiedlich sind und daher individuell entschieden werden muss.

Update 16. Juni, 13.08 Uhr: Feste und Treffen aus mehreren Haushalten möglich

Söder beendet - vorläufig - den Katastrophenfall für Bayern. Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Hygienevorschriften bleiben jedoch erhalten.

Künftig dürfen sich ab Mittwoch auch bis zu zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten treffen. 

Ab kommenden Montag (22. Juni) sind Veranstaltungen für Familien, Versammlungen, Vereine und Gastronomie mit 50 Personen im Innenbereich (100 im Freien) möglich. Die Nachvollziehbarkeit von Personen sind hier "im Vergleich zu Starkbierfesten oder ähnlichem" eher gegeben. Es sei, so Söder, eher unwahrscheinlich, dass man bei Geburtstagsfeiern nicht wisse, wer eingeladen war.

Vorstandssitzungen und Vereinstreffen sind damit, laut Hubert Aiwanger, wieder möglich, was dem vereinsleben sehr zu Gute kommt.

In Theatern, Kinos und weiteren Kultureinrichtungen wird sich die erlaubte Zahl verdoppeln (100/200). Wirtshäuser dürfen ab Montag bis 23 Uhr öffnen.

Update 16. Juni, 13.04 Uhr: Über 50 Gemeinden mit null Neuinfektionen.

Die Zahl der Gemeinden und Städten mit täglichen Null-Infektionen steigt täglich und liegt aktuell bei über 50.

Markus Söder sieht sich also in seinen Maßnahmen bestätigt, bittet aber eindringlich darum, das Virus "nicht durch Leichtsinn" zu unterschätzen. Es sei wie ein Buschfeuer, das nur einen Funken bräuchte.

Eine zweite Welle ist daher immer eine mögliche Gefahr. Dennoch will man Lockerungen nachvollziehbar und vor allem auch im privaten Bereich weiter auszubauen.

Update 16. Juni, 12.20 Uhr: Corona bremst die Mieten nicht

Die Coronakrise hat den Anstieg der Mieten in Bayern nicht gestoppt. Wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete, ist das Wohnen im Frühjahr bayernweit erneut teurer geworden. 

Einzige Ausnahme ist das von Auto- und Coronakrise zugleich getroffene Ingolstadt. "Wer dachte, dass wir coronabedingt die große Entlastung bekommen, der liegt falsch", sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Der Anstieg hat sich zwar etwas verlangsamt, aber in München steuern Neubauwohnungen mittlerweile auf Quadratmetermieten von 20 Euro zu.

Die bayerische Durchschnittsmiete für eine Bestandswohnung belief sich nach den Daten des Immobilienverbands im Frühjahr auf 11 Euro pro Quadratmeter, 20 Cent mehr als 2019. Haupttreiber des Anstiegs ist demnach die Kostenexplosion bei Baugrundstücken: Seit der Jahrtausendwende sind die Durchschnittspreise für Baugrund nach IVD-Berechnung um über das Zweieinhalbfache gestiegen. 

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich gut verdoppelt. Die Mieten sind nicht ganz doppelt so hoch wie vor zwanzig Jahren und damit sogar etwas weniger kräftig gestiegen. Im vom Wohnungsmangel besonders betroffenen München ist diese Entwicklung noch viel extremer ausgeprägt: Die Baugrundpreise haben sich vervierfacht.

In München verlangen Vermieter demnach inzwischen bei über vier Fünftel aller angebotenen Wohnungen 15 Euro und mehr pro Quadratmeter. Neubauwohnungen sind noch teurer. "Da rückt allmählich die 20-Euro-Marke ins Blickfeld", sagte Kippes. Im Raum Nürnberg/Fürth dagegen sind 15 Euro pro Quadratmeter noch die Ausnahme, in beiden Städten werden deutlich weniger als zehn Prozent der Wohnungen so teuer vermietet.

An diesem Samstag plant ein bundesweites "Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" politisch eher links stehender Initiativen in einer ganzen Reihe von Städten Kundgebungen gegen die hohen Mieten. Zu den Forderungen zählt unter anderem die Verstaatlichung großer privater Unternehmen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen.

Update 16. Juni, 11.15 Uhr: BMW-Chef und Betriebsrat werben für Corona-App

BMW appelliert an seine Mitarbeiter die neue Warn-App zu installieren.
BMW appelliert an seine Mitarbeiter die neue Warn-App zu installieren.  © Sven Hoppe/dpa

BMW-Chef Oliver Zipse und Betriebsratschef Manfred Schoch haben die rund 90.000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland aufgerufen, die Corona-App auf ihren Smartphones zu installieren. 

"Ich werde die App definitiv herunterladen. Meine Bitte an Sie: Installieren Sie die App auf Ihrem Smartphone – privat oder dienstlich!", sagte Zipse am Dienstag in einem konzerninternen Statement.

Die amtliche Corona-Warn-App des Bundes soll Kontakte von Infizierten schneller erkennen helfen. Zipse appellierte an die BMW-Mitarbeiter: "Helfen Sie mit, Infektionsketten schnell und wirksam zu brechen! Tragen wir alle aktiv dazu bei, dass wir als Gesellschaft die Pandemie besiegen!" 

Schoch sagte: "Da uns die Gesundheit unserer Belegschaft wichtig ist und die Corona-Warn-App die erforderliche Anonymität wahrt, empfehlen wir als Betriebsrat die Installation". 

"Jedoch legen wir großen Wert auf die Freiwilligkeit, es wird keinen Zwang geben, diese App auf dienstliche und private Handys zu laden", so Schoch weiter.

Update 16. Juni, 10.20 Uhr: Koalition will private Feiern in Restaurants wieder erlauben

Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen steht größeren privaten Feiern und Veranstaltungen in Bayern bald nichts mehr im Wege.

Ab kommenden Montag (22. Juni), sollen in Gaststätten wieder Hochzeits- und andere Feiern stattfinden dürfen - mit bis zu 50 Personen in Innenräumen oder 100 Personen im Freien. Darauf verständigte sich der Koalitionsausschuss am Montagabend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Am Vormittag soll dies nun im Kabinett formal beschlossen werden.

Zugleich verständigten sich CSU und Freie Wähler demnach auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen: Gaststätten und Biergärten sollen künftig bis 23 Uhr statt wie bisher nur bis 22 Uhr offen bleiben dürfen. 

Zudem sollen auch Wellness-Bereiche in Hotels wieder öffnen dürfen und Busreisen im Freistaat wieder zugelassen werden.

Update 16. Juni, 10 Uhr: Verkehrsunternehmen fehlt eine Milliarde

Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Bayern rufen wegen coronabedingter Einnahmeverluste von bis zu 1,1 Milliarden Euro nach Hilfe der Staatsregierung. 

Seit Mitte März 2020 verzeichneten die bayerischen Verkehrsunternehmen 

Fahrgastrückgänge von bis zu neunzig Prozent, schreibt die bayerische Landesgruppe des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einem Brandbrief an Finanzminister Albert Füracker (CSU).

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Update 16. Juni, 6.30 Uhr: Ministerin Huml erwartet positiven Effekt durch Corona-Warn-App

Die offizielle Corona-Warn-App steht am frühen Morgen zum Download im App-Store bereit.
Die offizielle Corona-Warn-App steht am frühen Morgen zum Download im App-Store bereit.  © Kay Nietfeld/dpa

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erwartet von der Corona-Warn-App des Bundes einen positiven Effekt im Kampf gegen das Virus. 

"Die App ist ein neuer wichtiger Baustein, um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu halten", sagte Huml am Dienstag in München. Die App helfe, Infektionsketten zu durchbrechen. 

Sobald sich ein Nutzer als infiziert melde, schlage die App Alarm und benachrichtige alle seine aufgezeichneten Kontakte, erläuterte die Ministerin. "Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen in Bayern die App herunterladen werden. Die Nutzung ist freiwillig, und je mehr dabei mitmachen, desto effektiver wird sie uns alle schützen."

Die App funktioniere ohne Anmeldung und lasse keine Rückschlüsse auf die Nutzer zu, sie speichere zudem weder Namen noch Telefonnummern oder Standorte. "Niemand muss sich Sorgen um seine Privatsphäre machen, aber alle profitieren vom zusätzlichen Schutz, der mit jedem Nutzer stärker wird", sagte Huml mit Blick auf die Datenschutzdebatte, die die Entwicklung der App begleitet hatte. 

Die anonymisierten Daten würden lediglich dezentral auf dem eigenen Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen gelöscht. Behörden und Betreiber der App hätten keinen Zugriff auf die Nutzerdaten.

Die lange geplante staatliche Warn-App wird am Dienstag in Berlin vorgestellt. Die App kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. 

Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Update 16. Juni, 6 Uhr: Will die Koalition die Anti-Corona-Kontaktbeschränkungen lockern?

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Pressekonferenz zur bayerischen Kabinettssitzung durch den Hofgarten.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Pressekonferenz zur bayerischen Kabinettssitzung durch den Hofgarten.  © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Die Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern sollen weiter gelockert werden: Künftig sollen sich im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen - bislang sind solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. 

Darauf und auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen verständigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern am späten Montagabend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur anschließend aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Nach drei Monaten soll demnach auch der Katastrophenfall beendet werden. Diesen hatte die Staatsregierung Mitte März ausgerufen, um sich im Kampf gegen die damals rasche Ausbreitung des Coronavirus Steuerungs-, Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten zu sichern.

An der Maskenpflicht solle allerdings nicht gerüttelt werden, hieß es. Mehr dazu >>>hier

Update 15. Juni, 16.35 Uhr: Keine neuen Corona-Infizierte auf schwäbischen Spargelhof

Nachdem fast ein Fünftel der Mitarbeiter eines schwäbischen Spargelhof positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden ist, hat es dort in den vergangenen Tagen keine neuen Fälle gegeben. 

Die 95 positiv getesteten Erntehelfer des Unternehmens in Inchenhofen (Landkreis Aichach-Friedberg) seien ebenso wie 28 Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Montag. Die restlichen etwa 400 osteuropäischen Erntehelfer des Spargelhofs hätten die Heimreise antreten können. Für den Ort Inchenhofen oder den Landkreis seien keine weiteren Schutzmaßnahmen nötig.

Keiner der 95 positiv getesteten Erntehelfer musste bislang in ein Krankenhaus. "Die sind überhaupt nicht krank", sagte der Sprecher. Nur bei zwei Betroffenen seien überhaupt leichte Symptome festgestellt worden. 

Das Gesundheitsamt schließt nicht aus, dass die Mitarbeiter vielleicht bereits vor ihrer Einreise nach Deutschland eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben und nun erst die Viren festgestellt worden sind.

Update 15. Juni, 15.40 Uhr: Neue Zahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Montag (15. Juni, Stand 13.30 Uhr) zwölf neue Fälle gemeldet. 

Damit sind in München bislang insgesamt 6584 Coronavirus-Infektionen bestätigt. 

Enthalten sind 6086 Personen, die als geheilt gelten, sowie leider auch 211 Todesfälle.

Update 15. Juni, 15.40 Uhr: 47.643 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind nach Angaben bisher 47.643 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2536 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.250 Personen.

In Bayern sind nach Angaben bisher 47.643 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)
In Bayern sind nach Angaben bisher 47.643 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update 15. Juni, 13.30 Uhr: Reiseverkehr immer noch weit von der Normalität entfernt

Reisende mit Mundschutz schauen auf eine Anzeigetafel am Münchner Flughafen, auf der zahlreiche internationale Flugziele gelistet sind.
Reisende mit Mundschutz schauen auf eine Anzeigetafel am Münchner Flughafen, auf der zahlreiche internationale Flugziele gelistet sind.  © Matthias Balk/dpa

Die Aufhebung der Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für 27 europäische Länder hat keinen sofortigen Urlaubsboom zur Folge. 

Am Münchner Flughafen starten und landen ab dieser Woche zwar mittlerweile täglich wieder etwa 200 Maschinen, darunter 150 Passagierflüge, wie ein Sprecher am Montag sagte. Angeflogen werden auch schon wieder einige Urlaubsziele wie Thessaloniki, Antalya und Lissabon. Doch von der Normalität vor Corona ist der Flugverkehr nach wie vor weit entfernt: Üblich in den Sommermonaten waren am Münchner Flughafen ehedem 1100 bis 1200 Flüge am Tag.

Nach wie vor gar nicht angeflogen wird derzeit Ostasien. Der erste Flug in Richtung Fernen Osten ist für den 22. Juni in die südkoreanische Hauptstadt Seoul vorgesehen. Zum 1. Juli wollen viele Fluggesellschaften ihr Angebot aber wieder ausweiten, wie der Sprecher sagte. 

Dann werden von München aus etwa wieder 90 Flugziele erreichbar sein, zwei Drittel des Vorkrisenangebots.

Update, 15. Juni, 13 Uhr: Flughafen Nürnberg rechnet mit 50 Prozent weniger Passagieren

Bayerns zweitgrößter Flughafen in Nürnberg wird durch die Corona-Krise und strukturelle Probleme im laufenden Jahr wohl weniger als die Hälfte der Fluggäste des Jahres 2019 erreichen. 

Das sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Montag, nachdem erstmals seit Monaten wieder eine reguläre Passagiermaschine von Nürnberg aus gestartet war. Der Flug des niederländischen KLM-Fliegers ging zum Drehkreuz Amsterdam.

Durch die Corona-Krise sei der Flughafen Nürnberg praktisch zum Stillstand gekommen, sagte Hupe. 99 Prozent des üblichen Flugaufkommens seien weggefallen. 

"Ich glaube wir werden etwa eine Größenordnung 1,5 bis 2 Millionen erreichen", sagte Hupe zu den erwarteten Passagierzahlen. "Davon haben wir die Hälfte schon gesehen."

Update 15. Juni, 12.45 Uhr: Maskenpflicht im Landtag wird gut eingehalten - außer bei der AfD

Ein Mund-Nase-Schutz befindet sich im Plenarsaal im bayerischen Landtag neben Mikrofonen.
Ein Mund-Nase-Schutz befindet sich im Plenarsaal im bayerischen Landtag neben Mikrofonen.  © Sven Hoppe/dpa

Völlig geräuschlos hat der bayerische Landtag am Montag wegen der Corona-Krise eine Maskenpflicht eingeführt. Einzig auf dem Flur der AfD-Fraktion waren am Vormittag zunächst keine Personen mit dem vorgeschriebenen Schutz von Mund und Nase zu sehen. 

Im übrigen Gebäude wurde die Vorschrift ausnahmslos umgesetzt. Die AfD-Fraktion war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auf den Fluren und in den Gängen des Maximilianeums in München müssen fortan alle Besucher sowie alle Mitarbeiter der Fraktionen und der Landtagsverwaltung zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus Mund und Nase verhüllen. 

Anders als etwa in Bus, Bahn oder Geschäften empfiehlt der Landtag aber nur das Tragen zertifizierter OP-Masken, von sogenannten Community-Masken wird abgeraten.

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Update 15. Juni, 12 Uhr: Schriftliche Abi-Prüfungen für 28.500 Schüler an Bayerns Oberschulen

Für rund 28.500 Abiturienten an Bayerns Beruflichen Oberschulen wird es ernst: Von Donnerstag an müssen sie ihre schriftlichen Abiturprüfungen ablegen. 

Die Prüfungswoche beginnt mit dem Fach Deutsch, gefolgt von Englisch (Freitag) und Mathematik (22. Juni) sowie dem sogenannten Profilfach (23. Juni), wie das Kultusministerium am Montag in München mitteilte.

Der ursprüngliche Termin Ende Mai war aufgrund der durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Schulschließungen um rund einen Monat nach hinten verlegt worden. Die Prüflinge hätten sich aber nach ihrer Rückkehr in den Unterricht ab dem 27. April gemeinsam mit ihren Lehrern gezielt auf die Prüfungen vorbereiten können. 

Wegen des Infektionsschutzes besuchten die Schüler seither ausschließlich die Kurse in ihren Fachabitur- und Abiturfächern – in der Regel in geteilten Gruppen.

Update 15. Juni, 10 Uhr: Sind bei Corona laut Gesundheitsamt-Chef Zapf noch nicht über den Berg

Trotz Lockerungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen gibt der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine Entwarnung. 

"Die Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte Andreas Zapf in einem Interview, das mehrere Medien am Montag veröffentlichten. "Daher ist es wichtig, dass jeder auch weiterhin die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Husten- und Niesetikette einhält." Auch bei Erkältungssymptomen wie Husten solle man weiter zu Hause bleiben und den Hausarzt anrufen.

"Aus epidemiologischer Sicht sind die Lockerungen natürlich mit etwas Bauchschmerzen verbunden, aber der Lockdown hat ja auch weitreichende wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Folgen", argumentierte Zapf. Das müsse immer in der Gesamtheit betrachtet werden.

Zur Frage, ob es eine zweite Infektionswelle geben wird, konnte der LGL-Chef keine Prognose geben. "Aber klar ist, dass wir, und damit meine ich jeden einzelnen von uns, alles versuchen müssen, damit es dazu nicht kommt", antwortete er. 

Denn noch gebe es keinen Impfstoff und kein wirksames Medikament. "Wir sind noch nicht über den Berg." 

Er glaube auch nicht an einen Impfstoff noch in diesem Jahr, "obwohl viele Einrichtungen weltweit gerade auf Hochtouren forschen und hier viel Geld investiert wird", sagte Zapf weiter.

Update 15. Juni, 7 Uhr: Landtag führt Maskenpflicht ein, AfD-Ansage könnte für Eklat sorgen

Gleich zur Einführung einer Maskenpflicht im bayerischen Landtag an diesem Montag droht wegen der angekündigten Missachtung durch die AfD-Fraktion ein Eklat. 

Die Spitze der rechtspopulistischen Fraktion hatte unmittelbar nach Verkündung der Maskenpflicht angekündigt, diese in ihrem "Arbeits- und Verantwortungsbereich" nicht befolgen zu wollen. Stattdessen setze sie auf die Mündigkeit ihrer Mitarbeiter und Besucher.

Die AfD gehört auch bei der seit Wochen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften geltenden Maskenpflicht zu den Kritikern. Wie einige Verschwörungstheoretiker sieht sie darin eine unzulässige Bevormundung der Menschen. 

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Update 15. Juni, 6.15 Uhr: Corona-Lockerungen in Bayern für Kulturfans, Kinder, Reisende

Leere Sitze in einem Kinosaal im Citydom in Straubing. Ab dem 15. Juni dürfen in Bayern Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle wieder öffnen.
Leere Sitze in einem Kinosaal im Citydom in Straubing. Ab dem 15. Juni dürfen in Bayern Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle wieder öffnen.  © Armin Weigel/dpa

In Bayern gelten ab Montag eine Reihe weiterer Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen.

Theaterbetriebe, Kinos und Konzertsäle dürfen wieder öffnen - unter Abstands- und Hygieneauflagen. So dürfen sich in geschlossenen Räumen nur bis zu 50 Zuschauer aufhalten, bei Freilichtbühnen sind bis zu 100 Zuschauer erlaubt. Ehepaare oder Familien dürfen zusammensitzen.

Nach den Pfingstferien sollen wieder alle Schüler wochenweise in die Schule gehen können. Von Montag an sollen auch die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden.

Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Damit könnten rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das allen möglich sein.

Zudem hat die Bundesregierung die Reisewarnung für 29 europäische Länder aufgehoben. Darunter sind 25 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union sowie Großbritannien, Island, die Schweiz und Liechtenstein. 

Für Spanien und Norwegen werden die Warnungen erst später aufgehoben, weil dort noch Einreisesperren gelten.

Polizisten kontrollieren auf der deutschen Seite den einreisenden Verkehr. Die Reisewarnung für 27 europäische Länder wurde in der Nacht zu Montag (15.06.2020) aufgehoben.
Polizisten kontrollieren auf der deutschen Seite den einreisenden Verkehr. Die Reisewarnung für 27 europäische Länder wurde in der Nacht zu Montag (15.06.2020) aufgehoben.  © Peter Kneffel/dpa

Update 14. Juni, 15.57 Uhr: Bayern für Ende von Corona-Pause bei Abschiebungen

Angesichts sinkender Corona-Infektionen rechnet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für die zweite Jahreshälfte mit der Wiederaufnahme von Abschiebeflügen. 

"Wir haben durch die Corona-Krise neue Rahmenbedingungen. De facto sind derzeit die Flüge eingestellt, da auch die Herkunftsländer wegen der Infektionsgefahr Rückführungen kaum akzeptieren", sagte der CSU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Er gehe aber davon aus, dass sich das im zweiten Halbjahr wieder lockern werde. "Der Luftverkehr insgesamt wird ja wieder intensiviert." Von Mittwoch bis Freitag konferieren die Innenminister von Bund und Ländern in Erfurt.

Perspektivisch muss es aus Herrmanns Sicht auch wieder Abschiebungen nach Syrien geben. Bei der anstehenden Innenminister-Konferenz sei eine Verlängerung des Abschiebestopps zwar noch unvermeidbar. "Unserer Meinung nach müssen insbesondere Straftäter aber auch wieder nach Syrien zurückgeführt werden können", betonte er. 

"In Zukunft werden wir aber eine Differenzierung durchführen müssen. So muss etwa ein straffällig gewordener Syrer, der bekennender Anhänger des Assad-Regimes ist, auch wieder nach Damaskus gebracht werden können."

Update 14. Juni, 15 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in München

Wie die Stadt mitteilte, wurden in München am Sonntag vier neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 14. Juni, 13.30 Uhr). Die Gesamtzahl steigt somit der Infektionen in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 6.572.

In dieser Zahl enthalten sind 6.079 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle.

Update 14. Juni, 14.58 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mitteilte, sind inzwischen insgesamt 47.629 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand 14. Juni, 10 Uhr).

In dieser Zahl sind 44.200 bereits Genesene sowie 2.537 Todesfälle enthalten. 

Update 13. Juni, 15.46 Uhr: Sechs neue Corona Fälle in München

Wie die Stadt mitteilte, wurden in München am Samstag sechs neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 13. Juni, 13.30 Uhr). Allerdings musste die Statistik aufgrund von Nachermittlungen des Gesundheitsamts um sechs Fälle bereinigt werden. Die Gesamtzahl bleibt somit bei 6.568.

In dieser Zahl enthalten sind 6.078 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle.

Update 13. Juni, 14.11 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Samstag mitteilte, sind inzwischen insgesamt 47.613 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand 13. Juni, 10 Uhr).

In dieser Zahl sind 44.140 bereits Genesene sowie 2.537 Todesfälle enthalten. 

Update 13. Juni, 8.11 Uhr: Corona verursacht Verfahrensflut an Verwaltungsgerichten

Die Corona-Pandemie hat auch heftige Auswirkungen auf die Justiz in Bayern. Hunderte Fälle im Zusammenhang mit der Krise sind schon vor Gericht gelandet - und viele weitere dürften folgen.

Hunderte Verfahren und Eilverfahren waren oder sind dort noch anhängig. Allein am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wurden nach Angaben einer Sprecherin schon rund 90 Eilverfahren und 16 Verfahren erledigt, die im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie standen.

Die Sozialgerichte im Freistaat erwarten nach Angaben einer Sprecherin des Landessozialgerichtes in München einen Anstieg von Klagen im Zusammenhang mit der Arbeitslosenversicherung - ebenso im Bereich der Grundsicherung und der Krankenversicherung.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 12. Juni, 17.46 Uhr: Fast 100 Corona-Infizierte auf Spargelhof in Schwaben

Auf einem Spargelhof in Landkreis Aichach-Friedberg sind inzwischen 95 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 

525 Mitarbeiter seien untersucht worden, teilte das Landratsamt am Freitag in Aichach mit. "Aktuell werden alle Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt." Die Getesteten hätten zum Zeitpunkt des Abstrichs jedoch keinerlei Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt, teilte die Behörde unter Berufung auf Gesundheitsamtsleiter Friedrich Pürner mit.

Früheren Angaben zufolge hatte es unter Erntehelfern auf dem Betrieb in Inchenhofen eine Aufteilung in Kleingruppen gegeben, die vom Gesundheitsamt vorab ausdrücklich gelobt worden war. Nach Einschätzung der Behörde betrifft der Ausbruch auch lediglich den Spargelhof, weshalb auch eine Überschreitung der Grenzwerte für Neuinfektionen keine weiterreichenden Folgen hätte.

Die Geschäftsführung der Lohner Agrar GmbH teilte am Freitag mit, angesichts der Vorkehrungen wie die Einrichtung eines eigenen Supermarktes, einer eigenen Kantine mit Abstandsvorkehrungen und die Unterbringung in Ein- bis Zwei-Personen-Zimmern keine Erklärung dafür zu haben, wie das Virus auf den Hof gekommen ist. Mit Verweis auf die Behörden und weil der Abstrichtest nicht zwischen aktiven und abgestorbenen Viren im Rachenraum unterscheide, könnten Menschen womöglich schon vor der Einreise eine Erkrankung durchgemacht haben.

Wegen der ersten positiven Tests hatte der Betrieb die Spargelernte und den Verkauf vor gut einer Woche eingestellt und die Spargelsaison vorzeitig beendet. "Ein mögliches Infektionsrisiko für Kunden besteht und bestand in keinem höheren Maße, als dies während der Corona-Krise allgemein beim Einkauf im Supermarkt gegeben war. Insbesondere die saisonalen Erntehelfer haben bei ihrer Arbeit auf dem Feld keinen Kontakt zu Kunden", hieß es seitens der Geschäftsführung weiter.

Die positiv getesteten Mitarbeiter und einige Kontaktpersonen blieben getrennt voneinander zunächst in firmeneigenen Wohnungen in Quarantäne und würden dort kostenlos versorgt. "Das Gesundheitsamt wird in den nächsten Tagen entscheiden, wie lange die Quarantäne andauert und ab wann die betroffenen Erntehelfer aus dem Ausland in ihre Heimatländer zurückreisen können", hieß es. 

Mehrere negativ getestete Personen seien schon wieder nach Rumänien zurückgereist oder kehrten in den nächsten Tagen in ihre Heimat zurück.

Update 12. Juni, 16.50 Uhr: Nach positivem Corona-Test müssen 55 Menschen in Quarantäne

Nachdem sich ein Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Weiden in der Oberpfalz mit dem Coronavirus infiziert hat, müssen mehr als 50 weitere Bewohner vorsorglich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt habe am Freitag 36 Bewohner auf das Virus getestet, teilte die Regierung der Oberpfalz mit.

Da die Kontaktpersonen nicht sicher nachverfolgt werden konnten, stellte das Gesundheitsamt das gesamte betroffene Gebäude unter Quarantäne. Wie lange die 55 Bewohner, zu denen auch Kleinkinder zählen, ihre Zimmer nicht verlassen dürfen, war zunächst unklar. Ein Catering-Service versorge die Bewohner mit Essen, hieß es.

Die Gemeinschaftsunterkunft Weiden besteht aus insgesamt sechs getrennten Gebäuden, in denen derzeit insgesamt 140 Menschen leben.

Update 12. Juni, 16.43 Uhr: Nur ein neuer Corona-Fall in München

Wie die Stadt mitteilte, wurde am Freitag ein neuer Corona-Fall in München gemeldet (Stand: 12. Juni, 13.30 Uhr). Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.568 Infektionen bestätigt. 

In dieser Zahl enthalten sind 6.074 Personen, die bereits genesen sind, sowie 210 Todesfälle.

Update 12. Juni, 16.13 Uhr: Wirtshaus-Verband fordert Lockerung der Corona-Auflagen

Der Wirtshaus-Verband schlägt Alarm. (Symbolbild)
Der Wirtshaus-Verband schlägt Alarm. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) fordert eine Lockerung der Corona-Auflagen für die Gastronomie, um Hunderttausende gefährdete Arbeitsplätze im Freistaat zu retten. 

"Wir stehen kurz davor, das Gastgewerbe, das Herzstück des Bayerntourismus ist, völlig an die Wand zu fahren", hieß es in einem offenen Brief des Vereins an die Staatsregierung.

Der Wirtshaus-Verband will etwa eine Verringerung des Mindestabstands auf einen Meter wie auch in Österreich. So könnten in den Lokalen nicht nur mehr Gäste empfangen, sondern auch Öffnungsperspektiven für in Bayern noch immer geschlossene Schankwirtschaften wie Bars und Kneipen geschaffen werden.

Außerdem solle in Bayern die Regelung, dass nur Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten in den Gastronomien zusammenkommen dürften, wie bereits in anderen Bundesländern aufgehoben werden. Darüber hinaus fordert der VEBWK bundesweit einen erweiterten Rettungsschirm für die Gastronomie mit nicht rückzahlungspflichtigen Finanzhilfen.

Das Handeln der Staatsregierung bei den Corona-Lockerungen kritisierte der Verband als bislang zu zögerlich. Schließlich habe die Wiederöffnung der Gastronomie im Freistaat Ende Mai nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen geführt. 

Nach einer Schätzung von VEBWK- Geschäftsführerin Ursula Zimmermann sind im bayerischen Gastronomie- und Hotelgewerbe insgesamt rund 400.000 Menschen beschäftigt.

Update 12. Juni, 16.08 Uhr: Gericht: Wellnessbereich darf trotz Corona öffnen

Wellnessbereiche dürfen in Bayern wieder öffnen. (Symbolbild)
Wellnessbereiche dürfen in Bayern wieder öffnen. (Symbolbild)  © Christin Klose/dpa-tmn

Der Wellnessbereich eines Hotels darf auch in Corona-Zeiten genutzt werden, wenn die Hygienevorgaben eingehalten werden. Das hat das Verwaltungsgericht Regensburg am Freitag entschieden. 

In einer einstweiligen Anordnung stellte das Gericht fest, dass die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmeverordnung dem Betrieb eines Innenpools oder einer Sauna "nicht entgegensteht".

Geklagt hatte eine Hotelbetreiberin im Bayerischen Wald, deren Haus sowohl außen als auch innen über einen Wellnessbereich verfügt. Laut Paragraf 11 der Verordnung sind derartige Freizeiteinrichtungen eigentlich geschlossen. Die Hotelbetreiberin wollte ihre Wellnessbereiche aber mit einem Hygieneschutzkonzept öffnen. Das darf sie nun wohl auch.

Das Gericht sah "eine vollständige Betriebsuntersagung der Wellnesseinrichtungen des Hotels als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus als nicht erforderlich" an. Zwar sei die Pandemie noch keinesfalls überstanden. "Allerdings hätte der Verordnungsgeber unter Berücksichtigung des derzeitigen Infektionsgeschehens zu dem Ergebnis kommen müssen, dass auch weniger einschneidende Schutz- und Hygienemaßnahmen geeignet sind, um das mit dem Betrieb von Wellnesseinrichtungen verbundene Infektionsrisiko einzudämmen."

Abgelehnt wurde dagegen die Öffnung eines Dampfbades und einer Infrarotkabine. Der Beschluss gilt nur für das konkrete Hotel im Bayerischen Wald.

Update 12. Juni, 14.31 Uhr: Bayerns Spielbanken beenden Corona-Pause

Die Corona-bedingte Zwangspause für Zocker geht auch in Bayern zu Ende: Von kommendem Montag (15. Juni) an darf in den bayerischen Spielbanken wieder am Roulette- und Black Jack-Tisch gespielt werden - unter Beachtung spezieller Hygienekonzepte. Dies teilte das Finanzministerium am Freitag in München mit.

Das Spielangebot sei aber vorerst auf die beiden beliebtesten Spiele der Spielbanken beschränkt. Automatenspiel ist schon seit 11. Mai wieder möglich.

Für Gäste und Mitarbeiter besteht in den Kasinos Maskenpflicht, zusätzlich sollen Plexiglaswände die Gäste und Mitarbeitenden an den Spieltischen vor Ansteckungen bewahren. Vor Spielbeginn werden zudem Spender mit Desinfektionsmitteln bereitgestellt, Jetons und Chips würden regelmäßig desinfiziert.

Im Freistaat gibt es neun staatliche Spielbanken in Lindau, Garmisch-Partenkirchen, Feuchtwangen, Bad Wiessee, Bad Kissingen, Bad Reichenhall, Bad Steben, Bad Füssing und Bad Kötzing.

Update 12. Juni, 14.15 Uhr: Lufthansa will Corona-Tests vor Abflug anbieten

Die Lufthansa will Passagieren vor Abflug in der Coronakrise die Möglichkeit von Tests auf das Virus anbieten. 

Nach Informationen des "Spiegel" will das Unternehmen noch im Juni oder spätestens Anfang Juli an den Flughäfen in Frankfurt und München zusammen mit Partnern Testcenter betreiben, in denen sich Passagiere auf das Virus untersuchen lassen können. Das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers richtet sich das Angebot vor allem an Reisende, die in Länder fliegen, die bei der Einreise einen Corona-Test verlangen.

Sollte bei Economy-Kunden auf Langstreckenverbindungen verstärkt der Wunsch nach einem freien Mittelsitz aufkommen, erwägt auch die Lufthansa, diese Dienstleistung nach dem Vorbild ihrer Tochter Eurowings einzuführen, allerdings gegen Aufpreis. 

"Billig wird das nicht", zitierte der "Spiegel" Lufthansa-Vorstandsmitglied Christina Foerster.

Update 12. Juni, 14.11 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Freitag mitteilte, wurden inzwischen 47.580 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 12. Juni, 10 Uhr). 

Davon gelten 44.060 bereits als wieder genesen. 2.534 Menschen sind an dem Virus gestorben.

Update 12. Juni, 13.59 Uhr: Bundesverfassungsgericht weist Eilantrag zu Corona-Demonstration ab

Einem Eilantrag zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wurde nicht statt gegeben. (Archiv)
Einem Eilantrag zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wurde nicht statt gegeben. (Archiv)  © Felix Hörhager/dpa

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag eines Veranstalters abgewiesen, der zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München 10.000 Teilnehmer durchsetzen wollte. Die Stadt München hatte erneut lediglich 1000 Teilnehmer für die am Samstag geplante Kundgebung auf der Theresienwiese erlaubt.

Der Veranstalter hatte sich an die Richter in Karlsruhe gewandt, nachdem sowohl das Verwaltungsgericht in München als auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mehrere Eilanträge abgelehnt und damit die Entscheidung der Stadt bestätigt hatten.

Nach dem Prinzip der sogenannten Subsidiarität müsse sich der Veranstalter erneut zuerst an das Verwaltungsgericht wenden, begründeten die Karlsruher Richter die Entscheidung. Da es sich bei der Corona-Pandemie um ein "dynamisches und tendenziell volatiles Geschehen" handele, müssten die Behörden und Gerichte die Entscheidungen je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens treffen.

Zudem sei für das Bundesverfassungsgericht nicht erkennbar, wie die letzte Versammlung am 30. Mai verlaufen ist und ob sich daraus Folgerungen für die geplante Versammlung ziehen lassen, hieß es.

Die Demo für diesen Samstag wurde unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" angemeldet. Solche Demos gab es im Mai an mehreren Samstagen - jeweils für 10.000 Menschen angemeldet, aber nur für 1000 zugelassen. 

Beim ersten Mal waren rund 2500 Menschen zur Theresienwiese gekommen waren, die aber nicht auf das Demo-Gelände gelassen wurden. Vergangenes Wochenende hatten die Organisatoren ihre Kundgebung kurzfristig abgesagt.

Update 12. Juni, 11.57 Uhr: Grüne fordern Corona-Lockerungen für größere Parteiveranstaltungen

Bayerns Grüne fordern von der Staatsregierung die Wiederzulassung von größeren Parteiveranstaltungen. "Jetzt ist es mehr als überfällig, auch Parteiversammlungen wieder zu ermöglichen. Es kann und darf nicht sein, dass die politische Willensbildung vor Ort behindert und massiv gebremst wird", sagte Landeschefin Eva Lettenbauer am Freitag in München. 

Parteien seien, auch gerade in Corona-Zeiten, essenziell wichtige gesellschaftliche Institutionen. "Wir brauchen die Möglichkeit, rechtssicher Wahlen durchzuführen. Gerade nach den Kommunalwahlen besteht dafür sehr hoher Bedarf."

Im Zuge der Infektionseindämmung sind im Freistaat derzeit keine Partei-Mitgliederversammlungen mit mehr als 50 Personen und länger als eine Stunde möglich, um politische Themen zu diskutieren und Personenwahlen durchzuführen. Lettenbauer verwies auf Lockerungen für Vereine, Sport im Freien und Gastronomie. Zudem seien in 10 von 16 Bundesländern Regelungen geschaffen worden, damit sich Orts- und Kreisverbände von Parteien wieder treffen können.

"Um dem im Grundgesetz verankerten Auftrag der Willensbildung in der Gesellschaft nachzukommen, reichen digitale Mitgliederversammlungen und Online-Runden auf Dauer nicht aus. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg und NRW haben Wege unter Einhaltung des Infektionsschutzes gefunden. Bayern muss schnellstens nachziehen", sagte Lettenbauer. Dabei sei eine bayernweit einheitliche Regelung notwendig, kein Flickenteppich.

Update 12. Juni, 8.59 Uhr: Gaststättenverband fürchtet Hochzeitstourismus in Grenzregionen

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband befürchtet einen Hochzeitstourismus. (Symbolbild)
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband befürchtet einen Hochzeitstourismus. (Symbolbild)  © Ina Fassbender/dpa

Angesichts unterschiedlicher Corona-Regeln fürchtet der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband einen Hochzeitstourismus in Grenzregionen Bayerns. 

Ein Abwandern der Gäste drohe vor allem nach Baden-Württemberg, aber auch nach Österreich, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Die Menschen werden jetzt Hochzeiten planen, wo es wieder möglich ist."

Während in Baden-Württemberg seit Dienstag wieder Feiern mit bis zu 99 Gästen erlaubt sind, gebe es im Freistaat dafür noch keine Perspektive. "Das ist wirklich ein Nachteil", sagte Geppert.

Den vollständigen Bericht findest du >>>hier.

Update 11. Juni, 15.03 Uhr: Landesamt: 47.539 Coronavirus-Fälle in Bayern, 2532 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.539 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2532 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.960 Personen.

Update 11. Juni, 15 Uhr: 500 weitere Tests nach 21 Corona-Fällen auf Spargelhof in Schwaben

500 weiter Mitarbeiter eines Spargelhofs sind nun getestet worden. (Archiv)
500 weiter Mitarbeiter eines Spargelhofs sind nun getestet worden. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Nachdem 21 Erntehelfer auf einem Spargelhof in Aichach-Friedberg positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind nun 500 weitere Mitarbeiter des Betriebs getestet worden. 

Unter den Getesteten gebe es weitere Corona-Fälle, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag mit. Bei 200 dieser Mitarbeiter stehe das Ergebnis noch aus, hieß es weiter. Symptome waren bei keinem der Getesteten aufgetreten. Die neuen Infektionszahlen sollen am Montag bekanntgegeben werden.

Vergangenes Wochenende waren laut dem Landratsamt Aichach-Friedberg zwei Erntehelfer positiv auf das Virus getestet worden. Bei 19 ihrer 47 Kontaktpersonen fiel der Test ebenfalls positiv aus. Den Angaben zufolge hatte es unter den Erntehelfern eine Aufteilung in Kleingruppen gegeben, die vom Gesundheitsamt vorab ausdrücklich gelobt worden war. Trotzdem könnte im Landkreis nun der Grenzwert für Neuinfektionen überschritten werden.

Der Freistaat Bayern hatte die Grenze auf 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesenkt. Bund und Länder hatten sich auf einen Grenzwert von 50 Neuinfektionen geeinigt. 

Offenbar beschränken sich die neuen Corona-Fälle in Aichach-Friedberg aber weitestgehend auf den Spargelhof: "Außerhalb des Spargelhofs sind die Infiziertenzahlen im Landkreis weiterhin völlig unauffällig, lagen zuletzt bei Null", teilte das Landratsamt am Mittwoch mit.

Update 11. Juni, 8.19 Uhr: SPD fordert zeitnahes Konzept für Corona-Reihentests in der Pflege

Besonders gefährdete Risikogruppen in Heimen brauchen nach SPD-Meinung schnell ein Konzept. (Symbolbild)
Besonders gefährdete Risikogruppen in Heimen brauchen nach SPD-Meinung schnell ein Konzept. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Für die Ende Mai vom Kabinett beschlossene Ausweitung der Corona-Tests in der Pflege muss die Staatsregierung nach Ansicht der SPD im Landtag zeitnah einen Plan vorlegen. 

Es müsse jetzt schnell ein Konzept für die wöchentliche Testung von Bewohnern und Personal in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen vorgelegt und umgesetzt werden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ruth Waldmann, in München. 

In den Pfingstferien seien viele Beschäftigte im Urlaub gewesen. "Auch angesichts der Lockerungen von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind Tests und Hygienemaßnahmen unabdingbar."

Dies gelte ganz besonders für die besonders gefährdeten Risikogruppen in Heimen, wo es zum engen Kontakt zwischen Pflegepersonal und Bewohnern komme, sagte Waldmann. Hier könnten jederzeit gefährliche Infektionsketten entstehen. Das Kabinett hatte am 26. Mai eine Ausweitung von Corona-Tests beschlossen. Inzwischen wurde seitens des Bundes auch die Finanzierung der Tests durch die Kassen geregelt. Demnach darf ausschließlich der öffentliche Gesundheitsdienst der Länder die Tests beauftragen. Die Heime können die Tests nicht unabhängig durchführen und abrechnen.

Aus Waldmanns Sicht sollten die zu Beginn der Corona-Krise zusätzlich geschaffenen Teststationen nicht wie von der Staatsregierung verkündet, abgebaut sondern den Pflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. 

"Die Testung muss vor Ort praktikabel sein, wir brauchen im Pflegealltag kurze Wege und vor allem zusätzlich zu den Tests auf Corona-Infektionen von vorneherein auch sogenannte Antikörpertests. Es darf nicht sein, dass wir bei neuen Regelungen dazu wieder von vorne anfangen müssen."

Update 10. Juni, 14.15 Uhr: 47.496 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2527 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.496 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2527 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.880 Personen.

Update 10. Juni, 13.45 Uhr: Corona beflügelt Krisensoftware-Anbieter Everbridge

Der US-Krisensoftwarehersteller Everbridge hofft im Zuge der Corona-Pandemie auf eine rasante Expansion in Europa. 

Das in Boston ansässige mittelständische Unternehmen hat achtzig Prozent seiner Kunden bisher in den heimatlichen USA, startet nun aber mit dem Vertrieb seiner Krisenmanagement-Plattform inklusive Corona-Tracking für Unternehmen auch in Europa, wie die deutsche Tochtergesellschaft am Mittwoch in München mitteilte.

Everbridge hat auch bisher schon europäische Kunden, darunter die Regierungen von Norwegen, Schweden und Island, die die Software des Unternehmens für öffentliche Katastrophenwarnsysteme via Mobiltelefon nutzen. Das Unternehmen beschäftigt gut 1000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von gut 200 Millionen Dollar, die Wachstumsraten sind seit Jahren zweistellig. "Die Anzahl und die Häufigkeit der Bedrohungsszenarien nehmen eher zu", sagte der deutsche Vertriebschef Andreas Junck.

Die Krisenmanagementsoftware für Unternehmen wertet nach Firmenangaben 22.000 Quellen für Risikodaten von der Coronavirus-Pandemie über Hackerangriffe, Stromausfälle bis zu Unwettern aus und verschickt per SMS Informationen und Warnungen an die Mitarbeiter. 

Für die europäische Version wurden laut Everbridge zusätzliche Daten zur Unterbrechung von Verkehrsverbindungen sowie eine erweiterte Datenbank mit "Schlüsselorten" wie Krankenhäusern oder Botschaften aufgenommen.

Update 10. Juni, 11.24 Uhr: FDP-Fraktionschef Hagen fordert Ende der Corona-Sperrstunde

Die im Zuge der Corona-Krise eingeführte Sperrstunde für Lokale in Bayern muss nach Ansicht des Chefs der FDP-Landtagsfraktion, Martin Hagen, wieder abgeschafft werden. 

"Die Einschränkungen sind nicht mehr verhältnismäßig. Die Corona-Sperrstunde muss weg, Lokale sollen auch über 22 Uhr hinaus öffnen dürfen", sagte er am Mittwoch in München. 

In Bayern gebe es bei rund 13 Millionen Einwohnern nur noch etwa 1000 aktive Corona-Fälle – Tendenz fallend. 

Gleichzeitig kämpften viele Gaststätten ums Überleben.

Update 10. Juni, 11.05 Uhr: Karlsruhe verweist Corona-Kläger an die Verwaltungsgerichte

Für die nachträgliche Prüfung der vielen Corona-Verbote sind in erster Linie die Verwaltungsgerichte zuständig. Das stellt das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss klar. 

Dass die meisten Verbote inzwischen nicht mehr gelten, stehe dem nicht entgegen, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Ein Normenkontrollantrag beim zuständigen Verwaltungsgericht sei dennoch zulässig. (Az. 1 BvR 990/20)

Im konkreten Fall ging es um eine Verfassungsbeschwerde gegen das inzwischen durch Kontaktbeschränkungen abgelöste Ausgangsverbot in Bayern. Bis 5. Mai war dort das Verlassen der eigenen Wohnung ohne triftigen Grund verboten. Die Kläger sahen sich dadurch in ihren Grundrechten auf Handlungs- und Bewegungsfreiheit verletzt.

Sie hatten sich direkt an das Bundesverfassungsgericht gewandt. Damit hätten sie nicht den Rechtsweg ausgeschöpft, entschieden die Richter. Weil sich die Kläger gegen Normen einer bayerischen Rechtsverordnung wehrten, hätten sie erst vor den Verwaltungsgerichten klagen müssen.

Dass der Bayerische Verwaltungsgerichtshof einen Eilantrag anderer Kläger gegen das Ausgangsverbot abgewiesen habe, mache das nicht entbehrlich, heißt es in dem Beschluss. Zur Rechtmäßigkeit der Corona-Verbote gebe es noch keine gefestigte ober- und höchstgerichtliche Rechtsprechung. 

Es sei deshalb nicht gesagt, dass man auch im Hauptsacheverfahren keine Aussicht auf Erfolg habe.

Update 10. Juni, 9.59 Uhr: Bayerns künftige Jäger dürfen sich wieder schulen und prüfen lassen

Nach der Corona-Zwangspause ist die bayerische Jägerprüfung und der Unterricht an den Jagdschulen wieder möglich. 

Vor der Wiederaufnahme der staatlichen Prüfung sei ein spezielles Hygienekonzept entwickelt und mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt worden, teilte Land- und Fortwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Mittwoch in München mit.

"Wir brauchen die Unterstützung gut ausgebildeter Jägerinnen und Jäger, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen und um eine nachhaltige Reduktion des Schwarzwilds erfolgreich zu bewältigen", betonte die CSU-Politikerin.

In Bayern gibt es rund 70.000 Jäger. Normalerweise legen jährlich mehr als 2000 Frauen und Männer die staatliche Jägerprüfung ab. Wegen der Corona-Pandemie konnten in den letzten Monaten rund 700 Prüfungen nicht stattfinden. 

Diese sollen nun baldmöglichst im Juli nachgeholt werden können.

Update 10. Juni, 6.14 Uhr: Deloitte: Mit Prämie werden Tausende E-Autos mehr verkauft

Der Verkauf von Elektroautos in Deutschland bekommt nach Einschätzung der Unternehmensberatung Deloitte durch das Konjunkturpaket der Koalition kräftig Rückenwind. 

Dadurch dürfte die Nachfrage auf dem deutschen Markt dieses Jahr um 40.000 auf bis zu 200.000 E- und Hybridautos steigen, während der Absatz von Benzinern und Dieselautos unter Vorjahr bleibe. Die deutschen Autobauer erfüllten damit die CO2-Vorgaben, und nächstes Jahr dürften Strafzahlungen dank der Maßnahmen geringer ausfallen, sagte Deloitte-Branchenexperte Harald Proff.

Die Koalition will die Kaufzuschüsse für E-Autos bis Ende 2021 auf 6000 Euro verdoppeln. Zudem senkt sie die Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr um drei Prozentpunkte. Damit werde ein Elektroauto, für das in Deutschland heute im Durchschnitt 38.000 Euro bezahlt werde, um gut 4000 Euro oder 11 Prozent günstiger, sagte Proff. Dazu kommen Steuervorteile für elektrische Dienstwagen bis 60.000 Euro Kaufpreis und die Milliardenspritze für den Bau von Ladesäulen. "Darauf reagiert der Markt", sagte Proff der Deutschen Presse-Agentur.

Das Neuwagenkauf-Vergleichsportal Carwow teilte mit, das Interesse an E-Autos sei stark gestiegen: Lag der Anteil von Stromern und Hybriden in den Anfragen dort Mitte Februar bei 29 Prozent, stieg er nach den Beschlüssen der Koalition jetzt auf über 50 Prozent.

Update 9. Juni, 19.25 Uhr: Für Uli Hoeneß hätte auch Corona-Titel der Basketballer einen Wert

Für Bayern Münchens Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß wäre ein Titelgewinn beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga mit zehn Clubs nicht weniger wert als ein Titel am Ende einer regulären Saison. "Für mich ist eine Meisterschaft immer eine Meisterschaft, egal unter welchen Bedingungen", sagte Hoeneß in einem Interview der "Abendzeitung".

"Wir haben ja eigentlich bis zum Abbruch souverän in der BBL gespielt und waren mit großem Abstand vorne. Insofern wäre es sehr schade, wenn wir diese große Leistung bis zum März nicht in eine Meisterschaft ummünzen können", sagte Hoeneß. 

Bis zur Unterbrechung der Saison wegen der Corona-Krise hatten die Bayern nur zwei Mal verloren. Zum Auftakt des Meisterturniers setzte es dann eine klare Niederlage gegen ratiopharm Ulm. Am Montag folgte der erste Sieg gegen Crailsheim.

Die Basketballer ermitteln ihren deutschen Meister derzeit unter strengen Hygienevorschriften bei einem dreiwöchigen Turnier in München ohne Zuschauer. Das entscheidende Finale findet am 28. Juni statt.

Update 9. Juni, 17.10 Uhr: Grüne fordern Hilfen für ÖPNV - Regierung will mit Kommunen sprechen

Eine Flasche mit Desinfektionsmittel und der Aufschrift "Eigentum des Bayerischen Landtags" stehtim bayerischen Landtag am Eingang des Plenarsaals.
Eine Flasche mit Desinfektionsmittel und der Aufschrift "Eigentum des Bayerischen Landtags" stehtim bayerischen Landtag am Eingang des Plenarsaals.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Kommunen brauchen nach Ansicht der Grünen im Landtag eine schnelle Zusage der Staatsregierung für weitere Hilfen zum Erhalt des Öffentlichen Personennahverkehrs. 

"Bis zum Jahresende drohen bei den öffentlichen und beauftragten privaten Verkehrsbetrieben millionenschwere Verluste aufzulaufen", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Markus Büchler, am Dienstag in München. Er verwies auf stark gesunkene Fahrgastzahlen wegen der Corona-Pandemie. CSU und Freie Wähler müssten den Kommunen und ihren Verkehrsbetrieben daher eine  Zusage geben, dass der Freistaat seinen Anteil an den coronabedingten Verlusten übernehme.

Nachdem der Bund Mitte Mai angekündigt hatte, die auflaufenden Verluste hälftig zu übernehmen, müsse die Staatsregierung nun ihrerseits die andere Hälfte schultern, betonte auch die Abgeordnete Claudia Köhler (Grüne). Entsprechende Forderungen der Verbünde und Unternehmen seien bislang jedoch ins Leere gelaufen.

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) betonte auf Anfrage: "Wir brauchen einen funktionsfähigen ÖPNV. Da sind wir uns alle einig. Wir müssen nun abwarten, wie die Willensbekundung des Koalitionsausschusses in Berlin umgesetzt wird und wie die Verteilung aussehen wird." Danach werde der Freistaat mit den Kommunen und den Verkehrsunternehmen das weitere Vorgehen abstimmen.

Update 9. Juni, 17 Uhr: AfD-Fraktion will Maskenpflicht im Landtag nicht befolgen

Die AfD-Fraktion will die ab Montag geltende Maskenpflicht im gesamten bayerischen Landtag in ihren eigenen Büros und Arbeitsbereichen nicht umsetzen. 

Sie werde der Entscheidung von Ilse Aigner (CSU) "nicht folgen und im Arbeits- und Verantwortungsbereich der AfD-Fraktion sowohl für Mitarbeiter als auch für Abgeordnete keine Maskenpflicht einführen", teilte die Fraktion am Dienstag in München mit. Stattdessen appelliere sie an die Mündigkeit jedes Mitarbeiters und Besuchers im Landtag.

Zur Begründung sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier: "Es leuchtet nicht ein, warum die strenge Maskenpflicht für Mitarbeiter und Besucher gelten soll, nicht aber für Abgeordnete. Diesen Widerspruch trägt die AfD-Fraktion so nicht mit und spricht sich generell gegen eine Maskenpflicht im Maximilianeum aus."

Am Montag hatte der Landtag mitgeteilt, dass nach Rücksprache von Aigner mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen und dem Virologen Oliver T. Keppler ab dem 15. Juni eine Maskenpflicht im Maximilianeum bestehe. Sie gelte aber nicht für Abgeordnete, da diesen nicht vorgeschrieben werden könne, ihr Mandat nur mit Maske ausüben zu dürfen. Für sie gelte eine "dringende Empfehlung".

Die AfD-Fraktion will die ab Montag geltende Maskenpflicht nicht umsetzen. (Symbolbild)
Die AfD-Fraktion will die ab Montag geltende Maskenpflicht nicht umsetzen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Update 9. Juni, 16.55 Uhr: Neue Zahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Dienstag (9. Juni, Stand 13.30 Uhr) insgesamt 14 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. 

Damit sind in München bislang insgesamt 6557 Fälle bestätigt. 

Enthalten sind in diesen bereits 6010 Personen, die als geheilt gelten, sowie leider auch 209 Todesfälle.

Update 9. Juni, 15.50 Uhr: Keine weiteren Lockerungen für Tourismus

Trotz verschiedener Forderungen der Freien Wähler sollen in Bayern in dieser Woche die Corona-Auflagen für Tourismus und Handel nicht weiter gelockert werden. "Es ist schade, dass es keine weiteren Lockerungen gibt", sagte Fraktionschef Florian Streibl am Dienstag.

Im gemeinsamen Corona-Krisenmanagement mit dem Koalitionspartner CSU hatte Streibl am Wochenende eine Abschwächung der derzeit geltenden Reisebeschränkungen und Regelungen zum Infektionsschutz noch vor Fronleichnam (11. Juni) gefordert. Ohne entsprechende weitere Lockerungen seien gerade in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten.

Auch Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hält diverse Lockerungen im Tourismus dringend für angebracht: So sollten etwa Wellness-Hotels öffnen dürfen, "wenn schon die Leute ansonsten nach Österreich fahren oder in andere Bundesländer", sagte er am Dienstag dem Sender Antenne Bayern.

Auch sollten Aiwanger zufolge in den Hotels wieder Hallenbäder öffnen dürfen, damit die Menschen nicht ihre Reisen stornieren. Für Fahrten mit Reisebussen müsse es Lockerungen geben, da hier höhere Auflagen gelten würden als etwa in Schulbussen. Die Unternehmen müssten entlastet werden, da sie sonst "morgen schon wieder beim Staat auf der Matte" stünden oder sonst Pleite gingen, sagte der Minister.

Update 9. Juni, 14.11 Uhr: Landesamt: 47.452 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben 47.452 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind 2519 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.760 Personen.

Update 9. Juni, 13.55 Uhr: Streibl: Vorerst keine weiteren Lockerungen für Tourismus und Handel

Trotz verschiedener Forderungen der Freien Wähler sollen in Bayern in dieser Woche die Corona-Auflagen für Tourismus und Handel nicht weiter gelockert werden. "Es ist schade, dass es keine weiteren Lockerungen gibt", sagte Fraktionschef Florian Streibl am Dienstag.

Im gemeinsamen Corona-Krisenmanagement mit dem Koalitionspartner CSU hatte Streibl am Wochenende eine Abschwächung der derzeit geltenden Reisebeschränkungen und Regelungen zum Infektionsschutz noch vor Fronleichnam (11. Juni) gefordert. 

Ohne entsprechende weitere Lockerungen seien gerade in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten.

Update 9. Juni, 13.35 Uhr: Kaum Hochzeitsfeiern: "Eine ganze Branche hat kein Einkommen"

Auf dem Marienplatz wurde für die Branche demonstriert.
Auf dem Marienplatz wurde für die Branche demonstriert.  © Peter Kneffel/dpa

Dutzende Dienstleister aus der Hochzeitsbranche haben am Dienstag mit einer Demonstration in München auf ihre schwierige Situation in Corona-Zeiten aufmerksam gemacht. 

Sie bauten eine meterlange Hochzeitstafel vor dem Rathaus auf dem Marienplatz auf und stellten ihre Aktion unter das Motto "Stand up for Love!".

Schätzungen gingen davon aus, dass die Branche in Deutschland durch die Corona-Pandemie bis zu eine Milliarde Euro Verlust eingefahren hat, sagte Winking. "Hunderte Hochzeitsfeiern wurden abgesagt - Tausende wahrscheinlich."

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 9. Juni, 11.52 Uhr: Tourismus in Bayern knickt wegen Corona-Krise ein

Sonne am Tegernsee wird bislang von deutlich weniger Menschen getankt als üblich. (Archiv)
Sonne am Tegernsee wird bislang von deutlich weniger Menschen getankt als üblich. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

In Bayerns Hotels und Pensionen hat im April wegen der Corona-Krise nur ein Bruchteil der sonst um diese Jahreszeit üblichen Gäste übernachtet. Die rund 6400 noch geöffneten Beherbergungsbetriebe hätten für April etwa 173.000 Gästeankünfte gemeldet, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. 

Das bedeutet ein Minus von 94,5 Prozent im Vergleich zum April 2019. Die Zahl der Übernachtungen schrumpfte auf rund 800.000 - ein Rückgang um 89,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das sonst beliebte Camping habe im April praktisch gar nicht mehr stattgefunden - das Minus betrug hier 99,8 Prozent bei den Ankünften und 99,4 Prozent bei den Übernachtungen. Bei Jugendherbergen und Berghütten sieht die April-Bilanz wenig besser aus. Insgesamt hatten im April mit 46,5 Prozent fast die Hälfte aller 12.000 Beherbergungsbetriebe komplett geschlossen.

Mit Blick auf das erste Jahres-Drittel fällt die Bilanz verheerend schlecht aus. Von Januar bis April kamen 42,2 Prozent weniger Gäste in Bayern an. Die Übernachtungszahl ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,3 Prozent zurück. Und auch für das Gesamtjahr dürfte die Bilanz nicht annähernd das Niveau früherer Jahre erreichen. 

Das Verbot von Großveranstaltungen wie Messen sowie der Ausfall des Münchner Oktoberfestes und anderer Feste drücken auch in den kommenden Monaten weiter auf den Tourismus.

Update 9. Juni, 10.18 Uhr: Quarantänepflicht für Schweden-Rückkehrer auch in Bayern

Bayern schickt Schweden-Rückkehrer zwei Wochen in Quarantäne. "Solange Schweden diesen Inzidenzwert überschreitet, gilt auch für den Freistaat Bayern bei der Ein- oder Rückreise aus Schweden die Quarantänepflicht", teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Dienstag mit. Denn dann greife die entsprechende Regelung der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV), in der die kritische Marke mit einer "Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen" angegeben ist.

Mehrere Bundesländer haben bereits eine Quarantäne-Pflicht für Menschen, die aus Schweden einreisen, formuliert. Grund ist die Corona-Entwicklung dort. Das niedersächsische Gesundheitsministerium hatte dies am Sonntag mitgeteilt, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein folgten die Ministerien am Montag. Hintergrund sei auch hier, dass es in Schweden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner gegeben habe.

Die Rückkehrer müssen unverzüglich in die eigene Wohnung oder an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort und dort 14 Tage bleiben. Außerdem muss das Gesundheitsamt informiert werden.

Update 9. Juni, 10.15 Uhr: Alle Corona-Tests beim Basketball-Turnier in München negativ

Alle Coronatests im unmittelbaren Vorfeld des Meisterturniers der Basketball-Bundesliga waren negativ. Als letztes Team seien die Brose Bamberg "komplett negativ getestet und freigegeben" worden, teilte der BBL-Hygienebeauftragte Florian Kainzinger am Dienstagmorgen via Twitter mit. 

Vor dem Einzug in das Quarantäne-Hotel, in dem alle zehn Teams mit ihrem bis zu 22 Personen großen Tross während des kompletten Turniers untergebracht sind, hatten sich alle Beteiligten einem weiteren Test unterziehen müssen.

Die Bamberger waren am Montag als letzter Club in München angekommen, wo sie an diesem Dienstagabend (20.30 Uhr/Magentasport) ihre erste Partie gegen Alba Berlin bestreiten. 

Während des Turniers werden alle Beteiligten erneut auf das Coronavirus getestet.

Update 9. Juni, 7.14 Uhr: Corona-Hilfskrankenhäuser werden zurückgebaut

Die Viechtacher Hotelberufsschule wurde zur Pandemie zum Hilfskrankenhaus umgerüstet. (Archiv)
Die Viechtacher Hotelberufsschule wurde zur Pandemie zum Hilfskrankenhaus umgerüstet. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Weil die Corona-Krise in Bayern deutlich glimpflicher verlaufen ist als befürchtet, werden manche extra errichtete Hilfskrankenhäuser wieder abgebaut. 

Andere wurden gar nicht erst hochgefahren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Eine Sprecherin der Regierung von Oberfranken erklärte: "Im Falle des Auftretens einer zweiten Erkrankungswelle von Covid-19 ließen sich auf Grundlage der Infektionszahlen sehr kurzfristig zusätzliche stationäre Behandlungskapazitäten sicherstellen."

Den vollständigen Beitrag findest du >>> hier.

Update 9. Juni, 6.26 Uhr: Wirtschaftspräsident Hatz: Corona-Folgen bei Jobs auch noch 2021

Der Arbeitsmarkt wird durch die Corona-Krise nach Ansicht des Präsidenten der Bayerischen Wirtschaft, Wolfram Hatz, auch im nächsten Jahr noch deutlich unter Druck stehen. 

"Die negativen Folgen für den Arbeitsmarkt werden zwangsläufig bis weit in das Jahr 2021 hinein spürbar bleiben", sagte Hatz in einem Interview im "vbw Unternehmermagazin" (neue Ausgabe) am Dienstag.

Die Krise habe aber gezeigt, dass Politik und Unternehmen flexibel, unbürokratisch und schnell Lösungen für akute Probleme finden und umsetzen könnten. 

"So müssen wir weitermachen", sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Wichtig sei nun, «vom Durchhalten zum Durchstarten» zu kommen. "Ich bin sicher, dass wir auch diese Krise überwinden werden."

Update 8. Juni, 17.42 Uhr: Kaum Hochzeitsfeiern: "Eine ganze Branche hat kein Einkommen"

Dienstleister aus der Hochzeitsbranche wollen am Dienstag (10 Uhr) mit einer Demonstration in München auf ihre schwierige Situation in Corona-Zeiten aufmerksam machen. 

"Die Hochzeitsbranche ist mit Beginn von Corona zum Stillstand gekommen", sagte die Münchner Hochzeitsplanerin Doreen Winking, die die Protestaktion mitorganisiert hat. "Die Lockerungen, die kommen, reichen für uns nicht aus." Alle zwölf Hochzeiten, die sie in diesem Jahr organisieren sollte, seien ausgefallen.

Es gehe nicht darum, Corona-Maßnahmen insgesamt infrage zu stellen. "Aber eine ganze Branche hat praktisch kein Einkommen - und das wird sich bis zum Jahresende fortführen. Wir brauchen Lösungen und Antworten."

Betroffen seien nicht nur Hochzeitsplaner, sondern auch Musiker oder die Betreiber von Hochzeitslocations. Schätzungen gingen davon aus, dass die Branche in Deutschland durch die Corona-Pandemie bis zu eine Milliarde Euro Verlust eingefahren hat, sagte Winking. "Hunderte Hochzeitsfeiern wurden abgesagt - tausende wahrscheinlich."

Update 8. Juni, 16.18 Uhr: Bayerns Chöre wollen Probeverbot nicht weiter hinnehmen

Die bayerischen Chöre wollen das nach wie vor geltende Probeverbot wegen der Corona-Pandemie nicht länger hinnehmen. 

"Unsere Chöre wollen endlich eine nachvollziehbare und gerechte Regelung, wann und wie sie wieder zu einem Proben- und Konzertbetrieb zurückkehren können", erklärte am Montag Jürgen Schwarz, geschäftsführender Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben in Marktoberdorf. 90.000 Sänger warteten im Freistaat auf ein Signal aus den Ministerien.

Am Freitag hatte das Kunstministerium in München mitgeteilt, dass von Montag an ein eingeschränkter Probenbetrieb für Laien-Instrumentalgruppen wieder möglich sei. Wie das Ministerium betonte, dürften "wegen der erhöhten Infektionsgefahr, die nach Einschätzung der Fachleute mit dem Singen verbunden ist, Chöre und sonstige Gesangsgruppen" vorläufig weiter nicht proben.

Gemeinsam mit drei weiteren großen Chorverbänden - dem Bayerischen Sängerbund, dem Fränkischen Sängerbund und dem Maintal Sängerbund - verlangt der schwäbische Verband in einem Schreiben an mehrere Ministerien eine baldige Perspektive für die Gesangsgruppen.

Update 8. Juni, 15.16 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in München

Wie die Stadt am Montag mitteilte, wurden in München achte neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 8. Juni, 13.30 Uhr). Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.543 Infektionen bestätigt. 

In dieser Zahl enthalten sind 5.990 Personen, die bereits genesen sind, sowie 208 Todesfälle.

Update 8. Juni, 15.10 Uhr: Landtag führt Maskenpflicht ein - Abgeordnete vorerst ausgenommen

Nach den Pfingstferien gilt im bayerischen Landtag eine Maskenpflicht. Die Einführung zum 15. Juni sei ein wichtiger Schritt zum Vollbetrieb, teilte der Landtag am Montag in München mit. Zuvor hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) das weitere Vorgehen mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen und dem Virologen Oliver T. Keppler besprochen.

Die Maskenpflicht, die es bisher im Parlament nicht gab, gilt demnach für alle Personen im Gebäude mit Ausnahme der Abgeordneten. Für die Parlamentarier gelte auf allen Gemeinschaftsflächen und in den Sitzungssälen nur eine "dringende Empfehlung" zum Tragen von Masken. Eine Begründung für die Sonderregelung für Abgeordnete lieferte der Landtag zunächst nicht. In den Sitzungssälen könnten die Masken bei den derzeitigen Abstandsregelungen am Platz abgelegt werden, hieß es.

Nach der Sommerpause solle - so das Ziel - wieder allen Abgeordneten die Teilnahme an Sitzungen ermöglicht werden. "Dies hat zur Folge, dass ab diesem Zeitpunkt zumindest für Ausschusssäle auch eine dringende Masken-Empfehlung während der Sitzungen ausgesprochen wird, da nur so mit einem vertretbaren Risiko die Abstände unter den Abgeordneten verringert werden können", teilte der Landtag mit.

Bei Plenarsitzungen sei es erforderlich, dass ein kleinerer Teil der Abgeordneten im Senatssaal Platz nehme. Im Plenarsaal sollen zudem zusätzlich als Schutz Glasscheiben an den Frontseiten der Tische angebracht werden. Besuchergruppen sollen vorerst bis zum Ende des Jahres an keinen Sitzungen teilnehmen dürfen.

Update 8. Juni, 14.27 Uhr: 47.402 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2501 Tote

In Bayern sind bisher 47.402 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2501 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.690 Personen.

Eine Frau mit Nase-Mund-Schutzmaske geht an einem Geschäft vorbei, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Nur ein Kunde" angebracht ist.
Eine Frau mit Nase-Mund-Schutzmaske geht an einem Geschäft vorbei, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Nur ein Kunde" angebracht ist.  © Peter Kneffel/dpa

Update 8. Juni, 13.59 Uhr: Freie Wähler fordern in Krisenzeiten mehr Befugnisse für den Landtag

Nach den Erfahrungen in der Corona-Krise wollen die mit der CSU regierenden Freien Wähler dem Landtag die Befugnisse für Krisen-Maßnahmen übertragen, die die Grundrechte einschränken. Als demokratisch legitimiertes Gesetzgebungsorgan müsse das Parlament bei den Entscheidungen beteiligt werden, heißt es im 67-seitigen Positionspapier der FW-Landtagsfraktion, welches der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 

Damit weichen die Freien Wähler deutlich von der bisherigen Praxis in Bayern ab. In der Corona-Krise waren alle wichtigen Entscheidungen vom Kabinett entschieden worden, einzig bei finanziellen Fragen zu Kreditermächtigungen brauchte die Regierung die Zustimmung des Landtags.

Die Punkte in dem Papier mit dem Titel "Lessons learned – Lehren aus Corona" seien nicht als Kritik an der CSU als Koalitionspartner in der schwarz-orangen Staatsregierung zu verstehen, sagte Fraktionschef Florian Streibl. Vielmehr gehe es um "ein Anstoßen einer gemeinsamen Diskussion, dass sich der Blick da auf die Zukunft richtet, was sich da verbessern kann und verbessern muss." 

Ihre Forderungen, über die auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, will die Fraktion am Dienstag auch im Landtag vorstellen.

Update 8. Juni, 13.31 Uhr: SPD fordert mehr Corona-Hilfen für Bayerns Partner in Afrika

SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher bringt Hilfen für afrikanische Partnerprovinzen ins Gespräch. (Archiv)
SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher bringt Hilfen für afrikanische Partnerprovinzen ins Gespräch. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss Bayern nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion seinen afrikanischen Schwerpunktpartnerländern und Partnerprovinzen besser helfen. SPD-Europasprecher Markus Rinderspacher schlug am Montag in München vor, dass der Freistaat vor Ort ein Krisen-Monitoring und Laborkapazitäten aufbauen sowie eine Impfkampagne vorbereiten sollte. Zudem gehe es um Nahrungsmittelhilfen und um Unterstützung mit administrativer sowie medizinischer Expertise. Bayern unterhält Partnerschaften zu Äthiopien, Tunesien und dem Senegal sowie zu den südafrikanischen Partnerprovinzen Westkap und Gauteng.

Rinderspacher verwies in dem Kontext auf eine Modellstudie der Weltgesundheitsorganisation WHO, nach der sich in Afrika innerhalb eines Jahres rund 22 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus anstecken könnte. Insgesamt rechnen die Forscher demnach mit 166 bis 275 Millionen Infizierten im ersten Pandemiejahr. Die Vereinten Nationen rechnen mit Einkommensverlusten von rund 220 Milliarden US-Dollar für Entwicklungs-und Schwellenländer in Folge der Pandemie.

Rinderspacher verweist zudem darauf, dass es etwa in Äthiopien mit einer Einwohnerzahl von rund 100 Millionen Menschen nur etwa 150 Intensivbetten gebe. "Bayern muss sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein". Bayern sollte Know-how bereitstellen und einen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung leisten.

Update 8. Juni, 11.31 Uhr: Verband: Saisonabbruch bei Junioren, Fortsetzung bei Juniorinnen

Der BFV bricht die Saison für die Junioren ab, nicht aber für Juniorinnen. (Symbolbild)
Der BFV bricht die Saison für die Junioren ab, nicht aber für Juniorinnen. (Symbolbild)  © 123RF/sportgraphic

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) bricht die aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren ab. 

Die Spielzeit bei den Juniorinnen soll dagegen ab dem 1. September wie bei den Männern und Frauen fortgesetzt werden, falls dies staatliche Vorgaben erlauben. Damit folgt der BFV-Vorstand dem Vorschlag der Lösungs-Arbeitsgruppe Spielbetrieb Liga und Pokal Junioren und Juniorinnen.

Wie der BFV weiter am Montag mitteilte, werden bei den Junioren die Abschlusstabellen auf Basis einer Quotientenregelung gebildet. 

"Die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Mannschaft und das auf einem Aufstiegsrelegationsplatz stehende Team steigen auf. Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind", hieß es.

Update 8. Juni, 6.39 Uhr: Weitere Lockerungen im Freizeitbereich nach der Corona-Pause

Nach der Corona-Zwangspause gehen im Freizeitbereich die Lockerungen weiter. Ab Montag dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Freibäder ihren Betrieb wieder aufnehmen - dabei sind jedoch die inzwischen üblichen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. 

So gilt beim Betreten und Verlassen der Einrichtungen sowie in den Sanitäranlagen eine Maskenpflicht, es muss regelmäßig gelüftet und ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. 

In Tanzschulen darf nur mit dem eigenen Partner oder kontaktlos getanzt werden, in Fitnessstudios müssen beispielsweise Abstände zwischen Trainingsgeräten beachtet werden und in Freibäder dürfen nur begrenzt viele Besucher kommen.

Update 7. Juni, 15.09 Uhr: Infektionszahlen für München

Wie die Stadt am Sonntag mitteilte, wurden in München neun neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 7. Juni, 13.30 Uhr). Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.535 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 5.949 Personen, die bereits genesen sind, sowie 208 Todesfälle.

Update 7. Juni, 15.05 Uhr: Infektionszahlen für Bayern

Wie das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 47.360 Menschen im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 7. Juni, 10 Uhr).

In dieser Zahl sind 43.620 enthalten, die bereits wieder genesen sind, sowie 2.500 Todesfälle. 

Update 7. Juni, 14.38 Uhr: Freie Wähler fordern Lockerungen für Handel und Tourismus

Noch vor Fronleichnam sollen die Corona-Auflagen für den bayerischen Handel und Tourismus aus Sicht der Freien Wähler (FW) weitgehend aufgehoben werden. 

"Wir wollen erreichen, dass die derzeit geltenden Reisebeschränkungen und extrem strengen Regelungen zum Infektionsschutz noch vor dem 11. Juni deutlich gelockert werden", erklärte Fraktionschef Florian Streibl am Sonntag in München.

Die Grenzen zu Österreich, Tschechien und Italien seien für Deutsche wieder offen - umgekehrt aber nicht. Bayerische Hoteliers müssten nun "hilflos der Karawane an Urlaubern hinterhersehen, die in ihren Autos Richtung Süden und Osten rollen und dort in Hotels einchecken, die bereits wieder Spa- und Wellness-Bereiche öffnen dürfen", so Streibl.

Auch der grenznahe Handel sei von dieser "Gerechtigkeitslücke" im Tourismus schwer getroffen. Ohne weitere Lockerungen seien in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten, warnte der Vorsitzender der FW-Landtagsfraktion.

Update 7. Juni, 13.58 Uhr: Tracing-Chip sorgt bei Basketballern für Diskussionen

FC Bayern München spielt gegen Ratiopharm Ulm.
FC Bayern München spielt gegen Ratiopharm Ulm.  © Matthias Balk/dpa-Pool/dpa

Die kurzfristige Einführung eines Tracing-Chips hat bei den Spielern der teilnehmenden Clubs am Münchner Meisterturnier der Basketball-Bundesliga für Diskussionen gesorgt. 

Die Profis sollen im Quarantäne-Hotel, in dem alle zehn Teams untergebracht sind, einen Chip am Handgelenk tragen, damit für den Fall eines positiven Tests die Kontaktpersonen und die Dauer des jeweiligen Kontakts genau nachvollzogen werden können.

"Diese Technik haben wir als Worst-Case-Backup eingebaut und denken, dass wir uns dadurch noch ein Stück mehr schützen können", sagte Florian Kainzinger, Leiter des Hygiene- und Sicherheitskonzepts der Liga, am Samstag bei Magentasport.

Die Entscheidung für den Tracing-Chip fiel erst nach einem abschließenden Gespräch mit dem Gesundheitsamt München am Mittwoch. Daher wurden viele Spieler bei der Ankunft in München von der zusätzlichen Maßnahme überrascht. "Es kam nicht so gut an, weil es nicht früh genug kommuniziert wurde. Da hätte es einen etwas größeren Vorlauf geben können", kritisierte Maurice Stuckey von den Hakro Merlins Crailsheim am Sonntag.

Die Liga legt aber wert darauf, dass sie die Spieler damit nicht überwachen will. Außerhalb des Hotels bei Spaziergängen oder beim Training oder Spiel in der Halle muss der Chip nicht getragen werden. "Es kam ein bisschen kurzfristig, aber das ist nichts Großes. Es dient ja unserer Sicherheit, es soll ja keine Strafe sein", sagte Nationalspieler Andreas Obst von ratiopharm Ulm.

Die Spieler sind nicht verpflichtet, den Chip am Handgelenk zu tragen. Wenn sie es ablehnen, müssen sie aber im Hotel dauerhaft einen Mund-Nase-Schutz tragen und stets eineinhalb Meter Abstand voneinander halten.

Update 7. Juni, 8.06 Uhr: Aiwanger: Corona-Krisenmanagement hat Koalition mit CSU belastet

Hubert Aiwanger und Markus Söder.
Hubert Aiwanger und Markus Söder.  © Peter Kneffel/dpa

Das Corona-Krisenmanagement hat die Zusammenarbeit der schwarz-orangen Koalition in Bayern nach Ansicht von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger belastet. 

"Nach wir vor gilt, wir ergänzen uns gut, aber es stimmt, dass wir jetzt gegenseitig etwas robuster auftreten. Wichtig ist das Grundvertrauen, aber wie in einer Beziehung sind auch Bewegungsfreiheit für Beine und Ellbogen wichtig", sagte der Vize-Regierungschef und Wirtschaftsminister der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die CSU sei durch ihre Rolle in Berlin anderen Zwängen ausgesetzt als die Freien Wähler, wodurch Spannungen in die Koalition hereingetragen worden seien, betonte Aiwanger. "Medial waren wir gezwungen, uns deutlicher zu Wort zu melden. Der Fokus lag ausschließlich auf Söder, unsere treibende Rolle bei vielen Öffnungen ist nicht rübergekommen." 

Ihm sei es dabei aber nicht nur um parteistrategische Fragen gegangen, sondern auch um Inhalte im Krisenmanagement. "Ich hätte viele Öffnungen gerne früher gehabt, aber nicht bekommen."

Die Stimmung in der Koalition sehe er aber nicht dauerhaft belastet. "Mein Verständnis einer Koalition ist weiterhin, dass wir Dinge hinter den Kulissen klären und gemeinsam nach außen vertreten. Aber wenn in einer Koalition die Position des kleineren Koalitionspartners zu wenig durchdringt, kann man das nicht auf Dauer laufen lassen", sagte Aiwanger. 

Dass die CSU in Umfragen seit Wochen wieder von der absoluten Mehrheit und damit einer Alleinregierung träumen könne, beunruhige ihn nicht. "Die Freien Wähler sind bei Wahlen immer stärker als in Umfragen, aber es entsteht gegenüber den eigenen Anhängern der Druck, sich lauter zu Wort zu melden."

Update 6. Juni, 17.49 Uhr: Rund 50 Demonstrationen gegen Corona-Regeln

Am Samstag haben in Bayern wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Einschränkungen der Regierung demonstriert. 50 Veranstaltungen waren dem Innenministerium zufolge für das Wochenende angemeldet, die meisten davon waren für Samstag geplant.

In München zählte die Polizei 200 Demonstranten, in Nürnberg 450 und in Augsburg 200. In allen drei Städten blieb es friedlich. Die Abstandsregeln und Hygienevorschriften seien eingehalten worden. Anders als in den Wochen zuvor gab es in München keine Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese - die Veranstalter sagten sie dem Innenministerium zufolge kurzfristig ab.

Bereits am vergangenen Wochenende waren in mehreren bayerischen Städten Tausende Menschen gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straßen gegangen. Die Zahl der Teilnehmer war in den vergangenen Wochen aber immer weiter zurückgegangen.

Update 6. Juni, 15.05 Uhr: 17 neue Corona-Fälle in München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden am Samstag (6. Juni, Stand 13.30 Uhr) insgesamt 17 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. 

Damit sind in München bislang insgesamt 6526 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 5917 Personen, die bereits als geheilt gelten, sowie leider auch 205 Todesfälle.

Update 6. Juni, 14.20 Uhr: Corona-Fallzahlen für Bayern

In Bayern sind inzwischen 47.350 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2486 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43.540 Menschen.

Ein Mann mit Mundschutzmaske läuft in der Innenstadt an zusammengelegten Tischen und Stühlen vorbei.
Ein Mann mit Mundschutzmaske läuft in der Innenstadt an zusammengelegten Tischen und Stühlen vorbei.  © Peter Kneffel/dpa

Update 6. Juni, 14 Uhr: Keine Fußball-Saison 2020/21 in Bayern

In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser weitreichenden Entscheidung ist eine vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Corona-Pandemie gekommen.

Alles zur Entscheidung gibt es >>> hier.

Update 6. Juni, 11.30 Uhr: Hilfe für Künstler

Der gefeierte Heldentenor Andreas Schager fordert mehr Hilfe für freischaffende Künstler in der Corona-Krise.

>>> Hier geht es zum ganzen Artikel.

Update 6. Juni, 8.40 Uhr: Hat Corona-Krise gegen Sexmüdigkeit geholfen?

Der Philosoph und Bestseller-Autor Wilhelm Schmid glaubt an "ein sehr erfreuliches Resultat" der Corona-Krise in deutschen Betten. Eine immens hohe Zahl von Paaren habe nach einigen Jahren des Zusammenlebens überhaupt keinen Sex mehr, sagte Schmid der "Augsburger Allgemeinen". 

Während der Corona-Krise sei dies in etlichen Fällen rückgängig gemacht worden.

Schmid sieht seinen Befund durch gestiegene Verkaufszahlen von Kondomen und Sexspielzeug in Deutschland belegt. "Grund kann nur sein, dass die Menschen jetzt erst entdeckt haben, wie viel an Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl der Sex produzieren kann", sagte Schmid. "Und dazu brauchte es offenbar erst die Krise, die die Paare nötigte, mehr zu Hause und mehr zusammen zu sein." 

Entgegen der Erwartungen einer steigenden Scheidungsrate hätten Paare eher wieder zueinander gefunden.

Update 6. Juni, 8.30 Uhr: Sorge um Zusammentreffen von Grippe- und Corona-Welle im Herbst

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Coronavirus-Infektionen im Herbst mahnen Ärzte schon jetzt für Risikogruppen zu bestimmten Impfungen.

Den ganzen Artikel findet Ihr >>> hier.

Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Corona-Infektionen gilt es laut Ärzten frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)
Mit Blick auf eine mögliche neue Welle der Corona-Infektionen gilt es laut Ärzten frühzeitig zu handeln. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update 6. Juni, 7.05 Uhr: Corona könnte laut Umfrage stärker spalten als Flüchtlingskrise

Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. 

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" hervor. 

Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. 

Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden.

Update 6. Juni, 7 Uhr: Rainer Langhans sieht Corona als "Segen"

Für den Ex-Kommunarden Rainer Langhans (79) ist die Corona-Krise ein Segen. 

"Ich lebe seit Jahrzehnten in meinem persönlichen Lockdown. Das Innere ist mir viel wichtiger als alles Äußere", sagte er im Interview der Münchner "Abendzeitung". "Corona ist ein Segen – und eine Hilfestellung für Veränderung und innere Einkehr." 

Die Klimabewegung "Fridays for Future" habe leider nicht ausgereicht. "Es musste eine Krankheit kommen, die alle Menschen zwingt, sich zu ändern, zu besinnen und runterzufahren. Wir haben gelernt, dass es eben nicht egal ist, wenn in China ein Sack Reis umfällt. Wer nicht hören will, muss fühlen."

Langhans wurde als Mitgründer der "Kommune I" berühmt. Er war mit dem Fotomodell Uschi Obermeier liiert. Jüngeren Generationen dürfte er vor allem durch seine Teilnahme am RTL-Dschungelcamp im Jahr 2011 bekannt sein. 

Vor zwei Jahren gewann ein vergoldetes Schamhaar von ihm einen Kunstpreis. Am 19. Juni wird Langhans 80 Jahre alt. Er sei wunschlos glücklich. "Ich habe auch das Gefühl, dass ich immer jünger werde, nicht älter", sagte er der "AZ". "Ich fühle mich wie zwölf. Vor allem geistig."

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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