Coronavirus in Bayern: Gastronomie protestiert gegen Verschärfung der Corona-Maßnahmen

München - In diesem Archiv zur Corona-Pandemie sind Meldungen aus München und ganz Bayern vom 22. November 2021 bis zum 7. Januar 2022 gesammelt. Den aktuellen Live-Ticker findest du >>>hier.

Update 7. Januar, 17 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 7. Januar, 12.03 Uhr: Gastronomie protestiert gegen Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Die Gastronomie befürchtet erneute Verschärfungen. Der Dehoga Bayern lehnt beispielsweise eine zusätzliche Testpflicht "kategorisch ab". (Symbolbild)
Die Gastronomie befürchtet erneute Verschärfungen. Der Dehoga Bayern lehnt beispielsweise eine zusätzliche Testpflicht "kategorisch ab". (Symbolbild)  © Marcus Brandt/dpa

Die von der Corona-Krise hart getroffenen Gastwirte protestieren gegen eine neuerliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern lehnte am Freitag eine zusätzliche Testpflicht für Wirtshaus- und Restaurantbesucher "kategorisch ab", wie Geschäftsführer Thomas Geppert am Freitag erklärte.

Angesichts der wieder schnell steigenden Infektionszahlen wollten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten am Freitag neuerliche Einschränkungen diskutieren.

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Der Verband wirft der Politik vor, der Gastronomie einseitig Beschränkungen aufzuerlegen.

Es gebe keinen infektiologischen Grund, "warum nun ausgerechnet wieder nur in der Gastronomie Verschärfungen angedacht werden", sagte Geppert.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Update 7. Januar, 11.51 Uhr: Corona-Krise am Roulettetisch

Weniger Besucher aber mehr Geld verspielt: Die staatliche Spielbanken in Bayern haben ein Minus von knapp 15 Prozent umgesetzt. (Symbolbild)
Weniger Besucher aber mehr Geld verspielt: Die staatliche Spielbanken in Bayern haben ein Minus von knapp 15 Prozent umgesetzt. (Symbolbild)  © 123rf/aetb

Die Corona-Krise hat Bayerns staatliche Spielbanken schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Im vergangenen Jahr besuchten rund 247.000 Menschen eines der neun Häuser. Das war fast ein Drittel weniger als 2020, wie das Finanzministerium mitteilte. Der Bruttospielertrag sank weniger kräftig um knapp 15 Prozent auf 48,6 Millionen Euro.

Wie stark die Pandemie Roulette und Black Jack beeinträchtigt hat, wird aber erst im längerfristigen Vergleich mit Vorkrisenzeiten sichtbar.

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2019 hatten die Spielbanken laut staatlichem Beteiligungsbericht noch über 728.000 Besucher gezählt, fast dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Während der monatelangen Lockdowns konnten auch die Spielbanken nicht öffnen.

Allerdings deuten die Zahlen darauf hin, dass die verbliebenen Besucher im Schnitt mehr Geld verspielten: Die Einnahmen sind in den vergangenen zwei Jahren nämlich nur um knapp die Hälfte geschrumpft.

2019 hatten die Spielbanken Bruttospielerträge von knapp 87 Millionen Euro verbucht.

Update 7. Januar, 8.57 Uhr: 6034 neue Corona-Infektionen - Inzidenz steigt

Am Freitag wurden in Bayern 542 schwer kranke Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)
Am Freitag wurden in Bayern 542 schwer kranke Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Die Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter. Das Robert Koch-Institut meldete am Freitag 6034 neue Infektionen und 15 neue Todesfälle im Freistaat.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 243,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - der Wert ist damit nun etwas höher als am Vortag. Bayern liegt derzeit aber nach wie vor deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Der jüngste Anstieg der Corona-Zahlen begann vor dem Jahreswechsel. Er hängt nach Einschätzung von Medizinern mit der schnellen Ausbreitung der sehr ansteckenden Omikron-Variante zusammen.

In den bayerischen Krankenhäusern hat sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten seit Anfang Dezember nahezu halbiert. Am Freitag wurden 542 schwer kranke Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt (Stand: 08.05 Uhr). Der bisherige Höchststand wurde laut bundesweitem Intensivregister mit 1081 Patienten am 3. Dezember erreicht.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fürchtet aber, dass Omikron zu einer neuerlichen Überlastung der Krankenhäuser führen könnte. Ein Anstieg der Infektionszahlen erreicht nach den bisherigen Erfahrungen die Krankenhäuser mit Verzögerung, da von der Ansteckung bis zur Erkrankung einige Zeit vergeht.

Nach den Daten des Robert Koch-Instituts breitet sich die Omikron-Variante auch in Bayern sehr schnell aus.

Laut dem Wochenbericht des RKI lag der Omikron-Anteil in Bayern in der vergangenen Woche bereits bei 43 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Infektionen.

Update 7. Januar, 6.57 Uhr: Eishockey-Heimspiel der Augsburger Panther gegen Wolfsburg verlegt

Wegen Corona vorerst aufs Eis gelegt. Das Spiel der Augsburger Panther gegen die Grizzly Wolfsburg wird verschoben. (Symbolbild)
Wegen Corona vorerst aufs Eis gelegt. Das Spiel der Augsburger Panther gegen die Grizzly Wolfsburg wird verschoben. (Symbolbild)  © 123RF/dotshock

Das für diesen Sonntag angesetzte Eishockey-Heimspiel der Augsburger Panther gegen die Grizzly Wolfsburg ist coronabedingt verlegt worden.

Die gesamte Mannschaft der Wolfsburger, inklusive Trainer- und Betreuerstab, befinde sich aufgrund einiger positiver Tests in häuslicher Isolation, wie beide Vereine am Donnerstagabend mitteilten.

Den Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut. Ein Nachholtermin für das Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) werde noch gesucht.

Damit fallen weitere DEL-Spiele aus. Auch die Iserlohn Roosters und der EHC Red Bull München sind derzeit nicht spielfähig.

Am Dienstag hatte Iserlohn mitgeteilt, dass im Umfeld 25 Fälle diagnostiziert worden seien.

Update 7. Januar, 6.57 Uhr: Holetschek erwägt befristete Impfpflicht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zieht eine Befristung der geplanten Impfpflicht in Erwägung.

"Ich kann mir gut vorstellen, die Impfpflicht auf einen bestimmten Zeitraum erstmal zu befristen, zum Beispiel auf zwei Jahre", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe). "Womöglich kommen wir ja in eine endemische Lage mit Omikron - wie eine Art Grippe. Man könnte dann nach zwei Jahren einen Schnitt machen, evaluieren und neu entscheiden."

Für künftige Maßnahmen zum Infektionsschutz in Bayern ist nach Ansicht Holetscheks die Beratung der Ministerpräsidenten an diesem Freitag entscheidend. Nötig sei eine "Gesamteinschätzung zu Omikron" durch den Bund und dessen Expertenrat.

Für Bayern sei etwa vorstellbar, die Maskenpflicht zu verschärfen. "Aber ich setze darauf, dass man das in Deutschland einheitlich definiert", sagte Holetschek.

Update 6. Januar, 14.53 Uhr: Söder zu Corona-Protesten: "Müssen Gesellschaft heilen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die wachsende Zahl der Demonstrationen gegen die Corona-Politik in Bayern und bundesweit mit Sorge.

"Ich glaube, dass wir insgesamt in einer aufgewühlten Situation sind", sagte er am Donnerstag im TV-Sender von "Bild".

Wichtig sei es nach zwei Jahren Pandemie, "neben dem strammen Verkünden von Maßnahmen" auch darüber nachzudenken, "wie wir die Gesellschaft wieder heilen und versöhnen können".

Update 6. Januar, 14.33 Uhr: Corona-Verdacht bei Ingolstadts Trainer Rehm bestätigt

FC Ingolstadt-Coach Rüdiger Rehm (43) wurde positiv auf Corona getestet, blieb aber immerhin bislang symptomfrei.
FC Ingolstadt-Coach Rüdiger Rehm (43) wurde positiv auf Corona getestet, blieb aber immerhin bislang symptomfrei.  © Matthias Balk/dpa

Der Corona-Verdacht bei FC Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm (43) hat sich bestätigt.

Wie der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist am Donnerstag mitteilte, muss der 43-Jährige damit weiter zuhause bleiben. "Es ist wahnsinnig bitter, nicht beim Team sein zu können - sowohl inhaltlich, aber insbesondere emotional. Ich bin glücklicherweise symptomfrei geblieben und hoffe, möglichst zeitnah wieder mit der Truppe auf dem Platz stehen zu können", sagte Rehm, der aktuell mit Telefonaten und Videokonferenzen seine Arbeit beim Tabellenletzten aus der Ferne weiterführt.

Beim mehrfach negativ getesteten Co-Trainer Mike Krannich sind nach Vereinsangaben leichte Erkältungssymptome von Anfang des Jahres abgeklungen. Er werde damit zeitnah zum Teamtraining stoßen, nachdem er zuletzt ferngeblieben war.

Rehm hatte in den ersten drei Partien unter seiner Leitung mit dem Aufsteiger vier Punkte geholt.

Mit einem 3:0 gegen Dynamo Dresden verabschiedete sich der Aufsteiger in den Weihnachtsurlaub. Der FCI geht mit sieben Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 in die verbleibenden 16 Saisonspiele.

Erster Gegner nach der kurzen Winterpause ist am 16. Januar der 1. FC Heidenheim auswärts.

Update 6. Januar, 14 Uhr: Corona-Gipfel kommt für Markus Söder zu früh

Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (55) würde "lieber ein paar Tage später" konkrete Entscheidungen treffen.
Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (55) würde "lieber ein paar Tage später" konkrete Entscheidungen treffen.  © Peter Kneffel/dpa

Der für diesen Freitag geplante Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Pandemie kommt aus Sicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) "möglicherweise ein paar Tage zu früh".

Die bisherigen Erkenntnisse zur Verbreitung der Omikron-Variante seien noch nicht ausreichend, um auf der Grundlage tragfähige Entscheidungen zu treffen, sagte der CSU-Chef am Donnerstagmorgen bei "Bild live": "Mir ist es lieber, wir beraten dann morgen und entscheiden dann lieber ein paar Tage später, wenn die wissenschaftliche Basis definitiv besser ist."

Ihm liege noch "kein abschließendes Empfehlungspapier für eine weitreichende Entscheidung, die dann getroffen werden soll für Millionen von Menschen vor", sagte Söder. Das sei "keine sehr stabile Grundlage für eine Beratung."

Er forderte eine "klare Expertengrundlage und juristische Klarheit" - "auch angesichts der aufgewühlten gesellschaftlichen Situation". Gerade für den Mittelstand und Selbstständige gehe es in der Corona-Krise inzwischen wirtschaftlich "ans Eingemachte". Für sie forderte er "mehr Unterstützung, Hilfe und Sensibilität".

Bayerns Ministerpräsident hat sich bislang als Verfechter besonders strenger Corona-Maßnahmen positioniert. "Ich bleibe auch beim Team Vorsicht", sagte er in dem Interview. "Aber auch beim Team Augenmaß."

Update 6. Januar, 10.03 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt auf 234,7

Die Corona-Inzidenz in Bayern geht weiter in die Höhe. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Wert von 234,7 für das Bundesland. Er lag um 21,4 über dem Vortageswert und stieg damit schon zum fünften Mal in Folge.

Die Zahl der Corona-Todesfälle seit Pandemiebeginn in Bayern stieg dem RKI zufolge seit Mittwoch um 50 auf 19.878.

Aktuell liegt Bayern weiter unter dem Bundesdurchschnitt von 285,9 und im Vergleich der Bundesländer auf Platz drei. Nur für Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wurden niedrigere Werte gemeldet.

Die höchsten Inzidenzen im Freistaat wiesen die Stadt Schweinfurt mit 405,1, der Landkreis Ebersberg mit 373,4 und die Stadt Würzburg mit 368,6 auf. Die niedrigsten Werte wurden für den Landkreis Wunsiedel mit genau 100,0 und den Landkreis Mühldorf am Inn mit 133,9 gemeldet.

Das RKI hat in den vergangenen Tagen immer darauf hingewiesen, dass es über die Feiertage weniger Corona-Tests gab und von den örtlichen Gesundheitsämtern weniger Infektionen gemeldet wurden, so dass die Zahlen unvollständig sein könnten.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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