Keine Quarantäne für Geboosterte: Omikron macht keinen Unterschied

München - Bayern hat die Quarantäneregeln für bestimmte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten gelockert.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann man sich das "Freitesten" sparen - weil man vielleicht gar nicht in Quarantäne muss. (Symbolbild)
Unter bestimmten Voraussetzungen kann man sich das "Freitesten" sparen - weil man vielleicht gar nicht in Quarantäne muss. (Symbolbild)  © dpa/Jens Kalaene

"Auch als Kontaktperson zu Omikron-Fällen müssen frisch Geimpfte (drei Monate), frisch Genesene (drei Monate) und Geboosterte (unbegrenzt) nun nicht mehr in Quarantäne", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) am Samstag in München.

"Damit gibt es für die verschiedenen Virusvarianten keine unterschiedlichen Regelungen mehr."

Bisher galt für Kontaktpersonen einer mit der Omikron-Variante infizierten Person eine Quarantäne von 14 Tagen, ohne die Chance zum Freitesten.

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Der Bundesrat hatte am Freitag den Weg für eine Verordnung frei gemacht, die grundsätzliche Ausnahmen von einer Quarantäne regelt.

Ansonsten gilt seit dem vergangenen Dienstag: Die Dauer der Isolation für Infizierte und die Dauer der Quarantäne für enge Kontaktpersonen beträgt in der Regel zehn Tage.

Negativ-Ergebnis allein reicht für "freitesten" nicht aus

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) hat gute Nachrichten für frisch Geimpfte, Genesene oder alle Geboosterten.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) hat gute Nachrichten für frisch Geimpfte, Genesene oder alle Geboosterten.  © Uwe Lein/dpa

Bereits nach sieben Tagen ist eine Freitestung mit einem negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest möglich - wobei man nach einer Infektion zusätzlich mindestens 48 Stunden symptomfrei sein muss.

Für Beschäftigte etwa in Kliniken und Altenheimen ist zur Beendigung von Quarantäne und Isolation ein PCR-Test verpflichtend, oder es müssen fünf Tage lang täglich negative Schnelltests vorgelegt werden.

Schülerinnen und Schüler sowie Kita- und Kindergarten-Kinder, die als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen, können sich künftig bereits nach fünf Tagen freitesten, per PCR- oder Antigen-Schnelltest.

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Generell sollen sich die Quarantänezeiten für Kontaktpersonen von Infizierten und die Isolierung, wenn man selbst erkrankt ist, an einer "Sieben-Tage-Regel" orientieren, empfiehlt das Robert Koch-Institut: Sie enden nach sieben Tagen, wenn man sich dann mit einem negativen PCR- oder Schnelltest "freitestet".

Für das Ende einer Isolierung muss man zuvor auch noch 48 Stunden ohne Symptome sein. Ohne abschließenden Test sollen Quarantäne und Isolierung jeweils zehn Tage dauern.

Titelfoto: Uwe Lein/dpa

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