"Wenn die Lage sich wieder zuspitzt": Rechtsrahmen für Corona-Welle im Herbst gefordert

München - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich um den rechtlichen Rahmen für eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst zu kümmern.

Klaus Holetschek (57, CSU), Gesundheitsminister von Bayern, hofft auf ein verlängertes Infektionsschutzgesetz.
Klaus Holetschek (57, CSU), Gesundheitsminister von Bayern, hofft auf ein verlängertes Infektionsschutzgesetz.  © Sven Hoppe/dpa

Sein Ministerium berate derzeit mit Experten über erforderliche Vorbereitungen, sagte er am Sonntag.

"Aber der beste Pandemieplan nutzt wenig, wenn wir vom Bund keine Werkzeuge bekommen, mit dem wir ihn auch sinnvoll umsetzen können."

Konkret wünschte Holetschek sich ein aktualisiertes Infektionsschutzgesetz. Nach derzeitigem Stand läuft dieses am 23. September aus.

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Damit fiele etwa die Möglichkeit weg, Schultests anzuordnen. Holetschek sagte: "Wenn die Lage sich wieder zuspitzt, müssen wir die Kinder und Jugendlichen schützen können." Das Infektionsschutzgesetz kann angepasst und verlängert werden.

Der Gesundheitsminister forderte vom Bund außerdem, auch Medizinischen Fachangestellten (MFA) einen Pflegebonus zu zahlen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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