Söder und Spahn zur Lage in Bayern: Diese Maßnahmen sollen das Coronavirus eindämmen

München - Am Dienstag befasste sich das Kabinett in der Staatskanzlei einmal mehr mit der Corona-Lage infolge von Sars-CoV-2. Der Ministerrat diskutierte mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) über Maßnahmen und Folgen in Bayern. 

Markus Söder (l, 53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Jens Spahn (39, CDU), Bundesgesundheitsminister, gehen gemeinsam zur Sitzung des bayerischen Kabinetts in der Staatskanzlei. 
Markus Söder (l, 53, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Jens Spahn (39, CDU), Bundesgesundheitsminister, gehen gemeinsam zur Sitzung des bayerischen Kabinetts in der Staatskanzlei.  © Peter Kneffel/dpa

Um die rasante Ausbreitung des Virus zu bremsen, hatte die Staatsregierung verschiedene Maßnahmen beschlossen.

Neben Schulen und Kindergärten bleiben nun auch alle praktisch >>alle Freizeiteinrichtungen wegen des Coronavirus geschlossen. 

Ministerpräsident Söder (53, CSU) betonte in der Pressekonferenz am Dienstag, dass nun alle Behörden an einem Strang ziehen müssten.

Da Bayern als Grenzregion besonders betroffen sei, müssen Maßnahmen schnell umgesetzt werde. 

"Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber Anlass zu Sorge", lautete die klare Botschaft von Söder. 80 Prozent der Infizierten bemerken nur leichte oder gar keine Symptome, trotzdem soll die Lage aus Rücksicht auf ältere Menschen ernst genommen werden.

Söder mahnte, keine Hamsterkäufe zu tätigen oder exzessiv  Bargeld abzuheben. Die Maßnahmen zum "Katastrophenfall" in Bayern werden weiterhin ergänzt. 400 neue Mitarbeiter sollen die Gesundheitsämter künftig unterstützen, um Personal zu entlasten.

In Krankenhäusern werden künftig nur noch absolut notwendige Operationen durchgeführt, alles andere wird verschoben. 

Für rare Materialien, wie Schutzmasken, gelten fortan neue Regelungen: Bestellungen vom Bund und den Ländern haben Vorrang.  Beschlagnahmungen und Meldepflicht (zum Beispiel von Atemgeräten) werden angeordnet. Die Polizei wird Lieferungen bewachen und begleiten. 

Solidarität zwischen den Generationen: Bayern will gegen das Coronavirus zusammenstehen

Jens Spahn (l, CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an der Sitzung des bayerischen Kabinetts in der Staatskanzlei teil. Ihm gegenüber sitzt Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. 
Jens Spahn (l, CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an der Sitzung des bayerischen Kabinetts in der Staatskanzlei teil. Ihm gegenüber sitzt Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/dpa

Touristische Übernachtungen in Hotels sind nun nicht mehr möglich, Busreisen werden verboten, erklärte Söder.

Alle Speiselokale, auch Biergärten oder Eisdielen, dürfen nur noch bis 15 Uhr geöffnet haben. Alle Dienstleister, zum Beispiel auch Frisöre, müssen einen Mindestabstand von 1.5 Metern gewährleisten, es dürfen sich nur maximal zehn Personen in Wartebereichen aufhalten.

Zusätzliche Lkw-Spuren sollen Warenlieferungen ins Land gewährleisten, so der Ministerpräsident.

Lohnfortzahlungen, Kurzarbeit- und Arbeitslosengeld sollen vom Bund angepasst werden, forderte Söder.

Ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz soll in den nächsten Tagen in Kraft treten, so der Beschluss des bayerischen Kabinetts.

Söder lobte das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger und bat auch in Hinblick auf die Osterferien, zu Hause zu bleiben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte das vorausschauende Vorgehen des Freistaats und rief zur Solidarität zwischen den Generationen auf.

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Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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