Frau überweist Zehntausende Euro an Fake-Liebhaber: Unbekannte lässt alles auffliegen

Bamberg/Deggendorf - Mehrere Zehntausend Euro hat eine Frau aus Niederbayern an einen vermeintlichen Liebhaber überwiesen, den sie über das Internet kennengelernt hatte.

Polizei und Zentralstelle Cybercrime Bayern konnten drei Personen festnehmen, die offenbar mit "Love Scam" Geld durch falsche Liebesversprechen erbeuten. (Symbolbild)
Polizei und Zentralstelle Cybercrime Bayern konnten drei Personen festnehmen, die offenbar mit "Love Scam" Geld durch falsche Liebesversprechen erbeuten. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Bei einer fingierten Geldübergabe habe die Polizei am Nürnberger Hauptbahnhof drei Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, an dem Betrug beteiligt gewesen zu sein, teilten Polizei und die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg am Dienstag mit.

Bei den Tatverdächtigen handele es sich um eine 28-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 21 und 27 Jahren aus Nordrhein-Westfalen.

Inzwischen sitzen die Männer in Untersuchungshaft, die Frau wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

"Erste Ergebnisse legen den Verdacht nahe, dass die Tat der organisierten Kriminalität zuzurechnen ist, die unter dem Schlagwort 'Nigeria Connection' bekannt geworden ist", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und dem Polizeipräsidium Niederbayern.

Mehr als 20 Überweisungen auf verschiedene Konten

Die 48 Jahre alte Frau aus dem niederbayerischen Landkreis Deggendorf stand den Angaben zufolge fast drei Jahre lang über verschiedene Messenger-Dienste mit dem falschen Liebhaber in Kontakt, der behauptete, auf einer italienischen Bohrinsel zu arbeiten.

Zu einem persönlichen Treffen kam es nie, weil der Mann angeblich in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Insgesamt über 20 Mal habe die Niederbayerin ihm Geldbeträge auf verschiedene Konten überwiesen, hieß es. Diese summierten sich "auf eine hohe fünfstellige Summe".

Im Februar bekam die 48-Jährige dann von einer Unbekannten, die auf denselben falschen Liebhaber hereingefallen war, im Internet den Hinweis, dass es sich dabei offenbar um Betrug handle. Im April erstattete die Geschädigte Anzeige.

Titelfoto: Ole Spata/dpa

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