Hass-Demos gegen "Drachenlord": Gemeinde will gegen Proteste vorgehen

Emskirchen - Die mittelfränkische Gemeinde Emskirchen hat genug von dem Dauer-Ärger um den umstrittenen YouTuber "Drachenlord".

In seinem Youtube-Video ruft "Drachenlord" dazu auf, die Polizei zu unterstützen und von den Hass-Demos fern zu bleiben.
In seinem Youtube-Video ruft "Drachenlord" dazu auf, die Polizei zu unterstützen und von den Hass-Demos fern zu bleiben.  © Screenshot/Youtube/Drachenlord

Sie hat eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der ab Dienstag im Ortsteil Altschauerberg unter anderem größere Menschenansammlungen und alle möglichen Gegenstände, die als Waffe oder Wurfgeschoss dienen könnten, verboten sind.

Die Polizei wies auf Facebook darauf hin, dass allen, die sich nicht daran hielten, eine Geldstrafe von bis zu 1000 Euro drohen könnte.

Zwischen dem YouTuber, der unter dem Namen "Drachenlord" seit mehreren Jahren Videos über sein Leben veröffentlicht, und seinen Gegnern gibt es immer wieder Streit. Er provoziert in seinen Clips mit zum Teil extremen Ansichten.

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Demonstrationen und Krawalle rund um das Haus des YouTubers rufen seit Jahren regelmäßig die Polizei auf den Plan.

Medien hatten zuvor berichtet, dass die Gemeinde mit der Allgemeinverfügung die "anhaltende Einsatzbelastung" reduzieren wolle.

"Eine Zeit lang ist es weniger, dann flammt es wieder auf", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstag. Der Content Creator selbst rief in einem der letzten Youtube-Videos dazu auf, die Polizei zu entlasten und von den Demos fern zu bleiben.

Zuweilen versammelten sich weit mehr als 100 Menschen in dem Ortsteil - zum Teil von weither angereist. Ein Betretungsverbot verhindert nun, dass diejenigen, die innerhalb der letzten drei Jahre ein Platzverweis erhalten hatten, wieder kommen dürfen.

Titelfoto: Screenshot/Youtube/Drachenlord

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