Mann in München vor S-Bahn gestoßen: Verdächtiger psychisch auffällig

München - Ein Mann, der in München einen anderen Mann vor eine S-Bahn geschubst hat, leidet nach Erkenntnissen der Polizei an psychischen Beeinträchtigungen.

Die S-Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überrollte den Mann am Stachus.
Die S-Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überrollte den Mann am Stachus.  © dedinag.de

Dies gehe aus der ersten Facheinschätzung eines Psychiaters hervor, der den Verdächtigen begutachtet habe, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Der 41-Jährige hatte am Sonntagnachmittag an der Haltestelle Karlsplatz (Stachus) im Zentrum Münchens einen 37-Jährigen vor eine einfahrende S-Bahn gestoßen. Die Bahn überrollte den Mann und trennt ihm ein Bein ab.

Er wurde anschließend mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

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München Corona Tausende in München bei Corona-Demos auf der Straße

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatten sich beide Männer kurz zuvor kennengelernt und waren dann auf dem Weg zur S-Bahn-Station aus unklaren Gründen in Streit geraten.

Wie der Polizeisprecher sagte, muss die Staatsanwaltschaft nun entscheiden, ob sie einen Haft- oder Unterbringungsbefehl gegen den 41 Jahre alten Verdächtigen beantragt.

Titelfoto: dedinag.de

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