Mutmaßliche Helfer von Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek in Haft!

München/Wien (Österreich) - Im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal sind zwei mutmaßliche Fluchthelfer von Ex-Manager Jan Marsalek (40) in Österreich festgenommen worden.

Der Wirecard-Skandal sorgt weiter für Aufsehen.
Der Wirecard-Skandal sorgt weiter für Aufsehen.  © Peter Kneffel/dpa

Dabei handele es sich um einen ehemaligen Nationalratsabgeordneten der FPÖ sowie ferner auch um einen Ex-Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), bestätigte die Staatsanwaltschaft Wien.

Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der Begünstigung. Der Ex-Abgeordnete befinde sich wegen anderer Ermittlungen in Haft, der ehemalige BVT-Beschäftigte sei wieder auf freiem Fuß.

Der frühere Wirecard-Manager Marsalek war nach entsprechenden Informationen des Generalbundesanwalts möglicherweise V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes.

Dem zuständigen Generalbundesanwalt "liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der österreichische Staatsangehörige Jan Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als Vertrauensperson geführt wurde", hieß es in einer im Oktober 2020 bekannt gewordenen Antwort des Bundesjustizministeriums in Berlin auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (40, Linke).

Der frühere Manager des mittlerweile insolventen Bezahldienstleisters Wirecard ist seit Juni untergetaucht.

Wirecard-Skandal: Vorwurf des organisierten Bandenbetrugs

Die Ermittler werfen Marsalek, dem früheren Vorstandschef Markus Braun (52) und darüber hinaus auch anderen Verdächtigen organisierten Bandenbetrug vor.

Sie sollen mit gefälschten Bilanzzahlen über drei Milliarden Euro von Banken und Investoren erschwindelt haben.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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