Sie wollten Pädophile ausrauben: Erpresser-Bande steht vor Gericht

München – Weil sie mehrere mutmaßlich pädophile Männer in eine Falle gelockt und um Tausende Euro erpresst haben sollen, muss sich eine vierköpfige Bande ab Freitag, 9.30 Uhr, vor dem Landgericht München I verantworten.

Ab Freitagvormittag muss sich eine Erpresser-Bande vor Gericht verantworten. Ihre Opfer: mutmaßliche Pädophile.
Ab Freitagvormittag muss sich eine Erpresser-Bande vor Gericht verantworten. Ihre Opfer: mutmaßliche Pädophile.  © Stefan Puchner/dpa (Symbolbild)

Im Prozess gegen drei Männer und eine Frau, die mutmaßlich pädophile Männer erpresst haben sollen, haben die Angeklagten weitgehende Geständnisse abgelegt.

Beim Verfahrensauftakt vor dem Landgericht München I gaben drei der vier Angeklagten am Freitag zu, Männern über Kleinanzeigen Sex mit Minderjährigen angeboten zu haben, um ihnen an einem Treffpunkt mit Drohungen Geld und Schmuck abzunehmen.

Lediglich ein Angeklagter schwieg.

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Bei den Treffen im August 2020 wurden die drei Opfer laut Staatsanwaltschaft insgesamt um mehr als 12.000 Euro gebracht.

In allen drei Fällen habe die 24-jährige Frau die Männer in Empfang genommen, dann hätten die zwischen 23 und 31 Jahre alten Angeklagten die Einschüchterung übernommen – mit dabei hatten sie demnach ein Küchenmesser und eine Schreckschusspistole.

Die Anklage lautet auf schwere und besonders schwere räuberische Erpressung.

Über ihre Verteidiger räumten die Angeklagten auch ein, den Interessenten Schläge verpasst zu haben. Der 23-Jährige bestritt allerdings Vorwürfe, nach denen sie zudem mit einem Einsatz der Motorradgang Hells Angels gedroht hätten.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa (Symbolbild)

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