Weil er Polizisten gefilmt hat: Urlauber muss Handy abgeben und 2500 Euro zahlen

Füssen - Am Samstagvormittag haben Kemptener Bundespolizisten am Grenztunnel Füssen bei den fünf Insassen eines Autos Kontrollen durchgeführt.

Bei einer Polizeikontrolle am Grenztunnel Füssen zog ein Tagesausflügler sein Handy und filmte die Beamten - und das kam den 23-Jährigen teuer.
Bei einer Polizeikontrolle am Grenztunnel Füssen zog ein Tagesausflügler sein Handy und filmte die Beamten - und das kam den 23-Jährigen teuer.  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

"Die jungen Leute, allesamt zwischen 18 und 24 Jahren alt, befanden sich auf der Rückfahrt von einem Skiausflug aus Österreich", teilte die Polizei am Montag mit.

"Einer der Mitfahrer filmte die Beamten während der Einreisekontrolle mit seinem Smartphone."

Die Beamten bemerkten während der Einreisekontrolle an dem Wagen mit niederländischer Zulassung, dass sie aufgezeichnet werden.

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Sie sprachen den Smartphone-Filmer darauf an und ließen sich die Aufnahmen zeigen. "Zu diesem Zeitpunkt hatte der 23-Jährige, natürlich ohne Einwilligung der uniformierten Protagonisten, das Video bereits in einer Chatgruppe mit über 20 Teilnehmern verbreitet", heißt es in einer Pressemitteilung.

Daraufhin wurde der Niederländer "wegen Verstoßes gegen das Kunsturheberrechtsgesetz" von den Beamten angezeigt. Das Handy wurde sichergestellt. Außerdem verlangten die Beamten eine Sicherheit von 2500 Euro. Allerdings hatte der junge Mann nur etwa 200 Euro bei sich.

Seine Freunde fuhren daraufhin weiter nach Füssen und besorgten von der Bank die nötige Restsumme. Der 23-Jährige musste in der Zwischenzeit bei den Bundespolizisten warten.

Nachdem das Geld zusammengelegt und den Beamten übergeben wurde, "konnten die fünf Tagesausflügler ihre Heimfahrt gemeinsam fortsetzen."

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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