CSU verliert in Bayern weiter an Boden! Grüne legen leicht zu

München - Die CSU hat bei den Wählern in Bayern einer neuen Umfrage zufolge weiter Boden an die Grünen verloren.

Die Markus Söder (54) und CSU haben bei den Wählern in Bayern einer neuen Umfrage zufolge weiter Boden an die Grünen verloren.
Die Markus Söder (54) und CSU haben bei den Wählern in Bayern einer neuen Umfrage zufolge weiter Boden an die Grünen verloren.  © Peter Kneffel/dpa

Im neuesten Wähler-Check im Auftrag der Sendung "17:30 Sat.1" käme die Partei von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) bei der Bundestagswahl in diesem September nur noch auf 32 Prozent der Wählerstimmen (April: 34 Prozent), die Grünen dagegen auf 26 Prozent (April: 25 Prozent).

Unions-Spitzenkandidat Armin Laschet (60, CDU) gilt nur bei 18 Prozent der Befragten als der beliebteste Kandidat. Die Grünen-Bewerberin Annalena Baerbock (40) kommt bei dieser Frage dagegen auf 28 Prozent, SPD-Mann Olaf Scholz (62) kommt entsprechend gar nur auf 13 Prozent.

Im Vergleich zur April-Umfrage bleibt die Reihenfolge unverändert, alle Kandidaten legten zu Lasten der Gruppe der Unentschlossenen zu.

Auf die Frage, wem sie am ehesten zutrauen, die langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu beseitigen, setzen 40 Prozent der Bayern auf die CDU/CSU, 38 Prozent auf die Grünen, 18 Prozent auf die FDP, 17 Prozent auf die SPD, 11 Prozent auf die AfD, 4 Prozent auf die Linke, 4 Prozent auf die Freien Wähler und 2 Prozent auf eine andere Partei.

Der Optimismus, dass die Krise überwunden wird, wächst allerdings: 45 Prozent glauben, dass die Corona-Lage im Laufe des Jahres "einigermaßen im Griff" sein wird, 46 Prozent zweifeln daran. Im Februar waren noch 72 Prozent überzeugt, dass die Lage 2021 nicht wieder in den Griff kommt. Zugleich sinkt die Zufriedenheit mit der Arbeit der Staatsregierung weiter auf nun 52 Prozent. Rund 46 Prozent sind unzufrieden. Im Januar waren 72 Prozent zufrieden.

Zustimmung der Wähler für Ministerpräsident Markus Söder bröckelt weiter

Markus Söder (54, CSU, l.) und Armin Laschet (60, CDU, r.) haben derzeit nicht sonderlich viel Rückenwind im Hinblick auf die Bundestagswahl.
Markus Söder (54, CSU, l.) und Armin Laschet (60, CDU, r.) haben derzeit nicht sonderlich viel Rückenwind im Hinblick auf die Bundestagswahl.  © Kay Nietfeld/dpa

Auch die Zustimmung für Söder bröckelt weiter: Zwar sagen noch immer 65 Prozent, er sei ein guter Ministerpräsident. Seit dem Monat Januar (84 Prozent) zeigt sich hier jedoch ein stetiger Rückgang im Hinblick auf die Beliebtheit des CSU-Politikers.

Von den möglichen Koalitionen im Bund ist Schwarz-Grün die einzige, die mit 58 Prozent von mehr als der Hälfte der Wähler als "grundsätzlich gut" bewertet wird. "Grundsätzlich gut" finden eine Koalition aus Union und SPD 41 Prozent, Schwarz-Gelb 39 Prozent, Jamaica (Union, FDP und Grüne) 32 Prozent, die Ampel (SPD, Grüne, FDP) 25 Prozent und Rot-Rot-Grün 15 Prozent.

Falls es zu einer Koalition der Union mit Grünen kommen sollte, befürworten die Bayern eine Führung durch die CDU/CSU: 35 Prozent wäre eine Führung durch CDU/CSU "grundsätzlich lieber", 21 Prozent sagen das über eine Führung Grün.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden sich die Bayern wie folgt entscheiden: 32 Prozent CSU, 26 Prozent Grüne, 11 Prozent FDP, 8 Prozent SPD, 10 Prozent AfD, 4 Prozent Linkspartei, 4 Prozent Freie Wähler, 5 Prozent Sonstige.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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