Alarmierendes Signal? Deutlich mehr illegale Autorennen im Corona-Jahr!

München - Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Zieht es junge Leute im Corona-Jahr aus Langeweile auf die Straßen?

Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Was sind die Gründe dafür? (Symbolbild)
Im Jahr 2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Was sind die Gründe dafür? (Symbolbild)  © 123rf/Alexey Zatevahin

Deutlich mehr illegale Autorennen als im Vorjahr hat es in Bayern gegeben, bis Mitte Dezember sei in 466 Fällen mit Bezug zu den Rennen ermittelt worden, teilte ein zuständiger Sprecher des Bayerischen Innenministeriums mit.

Zum Vergleich: 2019 seien es 311 Fälle gewesen.

Die Polizei hat eine Theorie zur Erklärung des Anstiegs: "Im Pandemiejahr 2020 wurden gewohnte und beliebte Freizeitaktivitäten für junge Leute unmöglich oder zumindest erschwert", sagte eine Sprecherin der Polizei Oberbayern Nord.

Parkplatztreffen seien für die überwiegend 18- bis 25-jährigen Beteiligten legale Möglichkeiten des Zusammenkommens gewesen. Zudem hätten sie vermehrt "erlebnisorientierte Aktivitäten" rund um das Thema Auto für sich entdeckt.

Hochmotorisierte Fahrzeuge seien bei jungen Leuten beliebt und könnten heutzutage einfach gemietet oder geleast werden. Entsprechend häufig würden die Autos ausgiebig ausprobiert. Oftmals kommen die Fahrer laut der Sprecherin aus der in den sozialen Medien immer präsenteren Tuning-Szene.

Beteiligung an illegalen Autorennen in Deutschland eine Straftat

Erheblich mehr Verletzte gab es 2020 trotz der Zunahme an Ermittlungen gegen Raser aber nicht. Bis Mitte Dezember wurden im Freistaat nach Angaben des Innenministeriums 14 Personen verletzt, 2019 waren es 10. Tote gab es in beiden Jahren nicht.

Seit 2017 zählt die Beteiligung an illegalen Autorennen in Deutschland als Straftat. Dazu zählen auch sogenannte Einzelrennen, bei denen rücksichtslose Fahrer höchstmögliche Geschwindigkeiten erreichen wollen.

Die Bayerische Polizei hat entsprechende Kontrollen seitdem verstärkt.

Titelfoto: 123rf/Alexey Zatevahin

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