FFP2-Maskenpflicht endet: Holetschek weist Lauterbach-Kritik zurück

München - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) an den Erleichterungen bei der Maskenpflicht im bayerischen öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zurückgewiesen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) hat die Erleichterungen bei der Maskenpflicht im ÖPNV verteidigt.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57) hat die Erleichterungen bei der Maskenpflicht im ÖPNV verteidigt.  © Stefan Puchner/dpa

Der Minister sagte am Samstag: "Bayern hat mit am längsten von allen Bundesländern an der FFP2-Maske festgehalten."

Das Gutachten des Sachverständigenausschusses am Freitag habe bestätigt, dass für die Schutzwirkung einer Maske insbesondere der richtige Sitz entscheidend sei.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV in Bayern kritisiert.

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Das sei angesichts der Corona-Sommerwelle ein klarer Fehler, schrieb Lauterbach am Samstag auf Twitter. Holetschek betonte dagegen: "Wichtig ist, dass die Maskenpflicht weiter besteht und die Masken korrekt getragen werden.

Von Lauterbach forderte er, noch vor der Sommerpause einen Entwurf für ein winterfestes Infektionsschutzgesetz vorzulegen, "anstatt sorgfältig abgewogene Entscheidungen der Länder zu kritisieren".

Holetschek fordert Eigenverantwortung der Bürger

Seit diesem Samstag ist im Freistaat nur noch eine medizinische Maske in Bussen und Bahnen vorgeschrieben. "Wir setzen damit stärker auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger", hatte Holetschek zur Begründung gesagt.

Das bayerische Kabinett hatte die entsprechende Änderung der Corona-Verordnung am Dienstag beschlossen.

In anderen Bundesländern wie Berlin und Hamburg müssen Fahrgäste derzeit noch eine FFP2-Maske in Bussen und Bahnen tragen, andernorts wie in Sachsen reicht eine OP-Maske.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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