Fisch steht Wasser bis zum Hals: Feuerwehr rettet asiatischen Karpfen

München - Einem wegen der Trockenheit in Not geratenen Fisch-Senior hat die Münchner Feuerwehr nach eigenem Bekunden das Leben gerettet. 

Der Graskarpfen ist jetzt im Zierteich der Feuerwache im Einsatz.
Der Graskarpfen ist jetzt im Zierteich der Feuerwache im Einsatz.  © Berufsfeuerwehr München

Zeugen hatten die Helfer gerufen, als sie in einem Bach einen heftig zappelnden Fisch bemerkten, der nur noch zum Teil mit Wasser bedeckt war. 

Mit einem sogenannten Kleinalarmfahrzeug, das unter anderem mit einem Kescher ausgestattet ist, fuhren die Feuerwehrleute nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch los und transportierten den Fisch in einem großen Bottich zur Feuerwache.

"Um die Art eindeutig bestimmen zu können, wurde nicht nur ein Kollege mit Angelschein zurate gezogen, sondern auch das Jagd- und Fischereimuseum um eine Einschätzung gebeten", hieß es im Einsatzbericht. 

"Nun stand zweifelsfrei fest: Es handelt sich um einen betagten Graskarpfen." Da diese Tiere nicht als heimisch gelten, wurde der Gerettete am Dienstag im hauseigenen Zierteich der Wache eingesetzt. 

"Hier kann er nun beruhigt sein Leben mit anderen Karpfen genießen." Er steche wegen seiner Größe heraus, sagte der Sprecher. Und komme der Feuerwehr gerade recht: "Karpfen sind Vegetarier. Da kann er sich mit den Algen auseinandersetzen."

Der Graskarpfen kommt aus China. Laut Bund Naturschutz ( BN ) wurden die Tiere in den 1960er Jahren in vielen Gewässern Europas zur Bekämpfung des übermäßigen Pflanzenbewuchses ausgesetzt. 

Titelfoto: Berufsfeuerwehr München

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