Fünf Jahre nach OEZ-Anschlag: Landesweite Beflaggung im Freistaat Bayern

München - Aus Anlass des rassistischen Anschlags vor fünf Jahren am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) eine landesweite Beflaggung angeordnet.

Am 22. Juli 2016 hatte ein junger Mann bei dem Einkaufszentrum neun Menschen erschossen, zahlreiche verletzt und sich selbst getötet.
Am 22. Juli 2016 hatte ein junger Mann bei dem Einkaufszentrum neun Menschen erschossen, zahlreiche verletzt und sich selbst getötet.  © Peter Kneffel/dpa

Alle staatlichen Dienstgebäude im Freistaat würden an diesem Donnerstag beflaggt, kündigte die Staatskanzlei in München entsprechend an.

Die Gemeinden, Landkreise und Bezirke seien gebeten, mit ihren Behörden am Jahrestag des Attentats entsprechend zu verfahren.

Am 22. Juli 2016 hatte ein junger Mann bei dem Einkaufszentrum neun Menschen erschossen, zahlreiche verletzt und sich selbst getötet.

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Viele Tote hatten einen Migrationshintergrund.

Lange Zeit gingen die Ermittler von einem Racheakt und einem Amoklauf aus.

Nach heftiger Kritik stufte das Bundesamt für Justiz die Tat erst im Jahr 2018 als extremistisch ein, später folgte im Freistaat dem auch das Bayerische Landeskriminalamt.

Seit dem vergangenen Jahr weist darauf auch eine Inschrift am Denkmal vor dem OEZ darauf hin: "In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22. Juli 2016."

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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