Fünf Tage Streiken Bayern? Bahn legt Angebot vor

München - Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen fallen auch in Bayern zahlreiche Züge wegen des Streiks der Lokführer aus - diesmal soll der Ausstand gleich fünf Tage andauern.

Die GDL hat seine Mitglieder aufgerufen, im Personenverkehr von Donnerstag bis Dienstag die Arbeit niederzulegen. (Symbolbild)
Die GDL hat seine Mitglieder aufgerufen, im Personenverkehr von Donnerstag bis Dienstag die Arbeit niederzulegen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Man habe sich deshalb für einen so langen Streik entschieden, "um nochmal zu zeigen, welche Stärke wir haben und dass wir viele Mitglieder als Rückhalt haben", sagte der Sprecher des Bezirks Bayern der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Erik Großmann, zum Vorgehen. Die Bahn stellt einen Ersatzfahrplan, dennoch werde Regional- und Fernverkehr definitiv stark beeinträchtigt sein.

Die GDL hatte seine Mitglieder aufgerufen, im Personenverkehr von Donnerstag, 2 Uhr, bis Dienstag, 2 Uhr, die Arbeit niederzulegen. Im Güterverkehr soll der Ausstand schon am Mittwochnachmittag um 17 Uhr beginnen.

Der Ausstand betrifft den Freistaat genauso wie den Rest Deutschlands. Im Fernverkehr wird laut Bahn rund ein Viertel des normalen Fahrplans gefahren.

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Für Bayern gibt es für Donnerstag bereits einen Ersatzfahrplan, die Pläne für die folgenden Tage sollen nach und nach folgen. Auch die Münchner S-Bahn ist betroffen, hier sollen die Züge mindestens im Stundentakt, auf einigen Linien auch im 20- bis 40-Minuten-Takt fahren.

Bei Privatbahnen wie Agilis, Länderbahn, Bayerischer Oberlandbahn oder Bayerischer Regiobahn wird nicht gestreikt.

GDL fordert unter anderem 3,2 Prozent höhere Löhne und Gehälter

Es könne aber sein, dass es auch hier an der ein oder anderen Stelle Auswirkungen gebe, wenn Fahrdienstleiter der DB streikten, sagte Großmann von GDL Bayern. So kommt es auf den Strecken Augsburg-Landsberg und Augsburg-Füssen der Bayerischen Regiobahnen zu Zugausfällen und Busnotverkehr.

Agilis und Länderbahn rechneten damit, dass es - wie bei den vergangenen beiden Streiks - keine Auswirkungen gibt.

Die GDL fordert unter anderem 3,2 Prozent höhere Löhne und Gehälter. Die Bahn will der Forderung nachkommen -- umstritten ist aber, zu welchen Zeitpunkten die einzelnen Stufen greifen sollen und wie lange der neue Tarifvertrag gelten soll. Zur Diskussion stehen auch eine Corona-Prämie und eine neue Struktur der Altersversorgung. Außerdem gehe es um eine Ballungsraumzulage, die für Großräume wie München greifen solle, sagte Großmann.

Update 19 Uhr: Bahn legt Angebot vor

Die Deutsche Bahn versuchte am Mittwoch den Streik mit einem verbesserten Angebot an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) doch noch abzuwenden.

Die Gewerkschaft äußerte sich zunächst allerdings nicht.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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