Fußball-Schläger im Visier: Bayerns Justizminister Eisenreich warnt

München - Nach dem coronabedingten Rückgang der Fußball-Gewalt in den vergangenen beiden Jahren warnt Justizminister Georg Eisenreich (51, CSU) in der neuen Saison potenzielle Stadion-Straftäter.

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (51, CSU) hat mit Blick auf Fußball-Schläger im Freistaat deutliche Worte gewählt.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (51, CSU) hat mit Blick auf Fußball-Schläger im Freistaat deutliche Worte gewählt.  © Matthias Balk/dpa

"Gewalttäter und Hooligans sind in unseren Stadien unerwünscht", sagte Eisenreich am Dienstag.

Im Jahr 2020 und 2021 hatte es wegen der geltenden Coronavirus-Beschränkungen sehr viel weniger Straftaten in den Stadien gegeben als 2019 im letzten Jahr vor der Pandemie: 2021 hatte die Münchner Staatsanwaltschaft insgesamt lediglich 84 Ermittlungsverfahren eingeleitet. 2020 waren es gar nur 81 gewesen, 2019 dagegen 353 (!) - der Großteil davon bei Spielen in der Allianz Arena.

Zur Erinnerung: In der Coronavirus-Zeit wurden anfangs Spiele ohne Zuschauer ausgetragen.

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In der Arena ist laut Eisenreich grundsätzlich mindestens ein Staatsanwalt vor Ort entsprechend präsent, außerdem bei Spielen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko auch im Grünwalder Stadion sowie darüber hinaus im Sportpark in Unterhaching.

"Wer Straftaten im und um das Stadion herum begeht, muss wissen: Unser Stadion-Staatsanwalt ist vor Ort und zeigt Straftätern die Rote Karte", sagte der Justizminister. "Typische Straftaten" im Stadion sind laut Eisenreich Schlägereien, Angriffe auf Polizisten, Beleidigungen oder auch Hausfriedensbruch, wenn mit Stadionverbot belegte Fans trotzdem kommen.

"Mir ist wichtig, dass die Zuschauer in München Spiele gefahrlos genießen können", sagte Eisenreich.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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