Fußballspiele vor Zuschauern? Markus Söder übt Kritik an Vorstoß

München - Es ist ein komplexes und schwieriges Thema, das für viele Diskussionen sorgt: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) hat die Zulassung von größeren Zuschauermengen in Fußballstadien erheblich kritisiert. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) spricht im Hinblick auf Fußballfans in Stadien einmal mehr Klartext.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) spricht im Hinblick auf Fußballfans in Stadien einmal mehr Klartext.  © Peter Kneffel/dpa Pool/dpa

"Jetzt wieder Fußballspiele mit Fans zu erlauben, während gleichzeitig die Infektionszahlen steigen, wäre ein schlechtes Signal", sagte der CSU-Chef im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse

Zuvor hatte der Bundesligist RB Leipzig von den örtlichen Behörden die Erlaubnis erhalten, das erste Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 vor bis zu 8500 Zuschauern zu bestreiten. Auch andere Klubs wollen im DFB-Pokal und in der Bundesliga zumindest vor einigen hundert Fans spielen.

Für Söder birgt dieser Vorstoß das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen. "Ein Verein mit Fans, die anderen ohne - das kann weder im Sinn der Liga noch des Sports sein", sagte der 53-Jährige. Er forderte daher "für die Bundesliga einheitliche Regeln" für die Rückkehr von Fans in die Arenen. 

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Die vergangene Saison war wegen der Coronavirus-Pandemie mit Geisterspielen beendet worden.

Die 36 Mitglieder der Deutschen Fußball Liga beraten am Donnerstag ab 11 Uhr in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen für die neue Saison in der 1. und 2. Bundesliga, die Mitte September beginnt. 

Die Zulassung von größeren Zuschauermengen in Fußballstadien sorgt für Diskussionen. (Archivbild)
Die Zulassung von größeren Zuschauermengen in Fußballstadien sorgt für Diskussionen. (Archivbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Nachdem die Politik eine generelle Entscheidung zum Umgang mit Großevents im Fußball bis Ende Oktober vertagt hat, droht wegen der regional unterschiedlichen Verfügungslage ein Flickenteppich bei der Zulassung von Zuschauern.

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