Geschäftsmann "verliert" seinen Porsche: Kurioser Zettel soll helfen

München - Es ist ein kurioser Aushang, der für große Belustigung sorgt: Ein Geschäftsmann, der anonym bleiben möchte, gibt an, seinen Porsche Cayenne in der Innenstadt "verloren" zu haben. Doch wie kann so etwas passieren?

Ein Geschäftsmann, der anonym bleiben möchte, gibt an, seinen Porsche Cayenne in der Innenstadt "verloren" zu haben. (Symbolbild)
Ein Geschäftsmann, der anonym bleiben möchte, gibt an, seinen Porsche Cayenne in der Innenstadt "verloren" zu haben. (Symbolbild)  © 123RF/Aleksei Kurguzov

Er sei mit seiner Frau aufgrund von "geschäftlichen Verhandlungen" in der Isarvorstadt gewesen, erklärt der Unbekannte einleitend auf dem Zettel mit dem Titel "Achtung - sehr geehrter Mitbürger: Porsche Cayenne verloren", der an einem alten Zigaretten-Automaten in der Landeshauptstadt festgeklebt worden und dann nicht unbemerkt geblieben war.

Zum "großen Leidwesen" sei dem Paar allerdings in der Folge entfallen, "an welcher Stelle ich unseren roten Porsche Cayenne geparkt hatte", führt der angebliche Besitzer des Luxuswagens weiter aus.

Letztlich hatten beide aufgrund der offenbar verzwickten und ebenso aussichtslosen Suche keine andere Möglichkeit, als "zu dritt (mit unserem Chauffeur) im Auto meiner Frau nach Grünwald in unser Büro (Immobilien) zurückzukehren".

Demnach haben auch weitere Versuche, den SUV zu finden, nicht zum Erfolg geführt. "Obwohl ich unsere Hausangestellten schon einige Male auf die Suche nach dem Auto geschickt habe, bleibt es verschwunden", heißt es. Es scheint ein Zustand zu sein, der vor allem aus einem Grund erheblich nagt.

Handelt es sich doch um das "Lieblingsauto für die Stadt" des Geschäftsmannes, der deshalb sehr bemüht darum sei, es zu finden - und dabei entsprechend nun offenbar auf die Hilfe aus der Bevölkerung setzt: "Daher mein Aufruf an die Nachbarschaft: Wer hat einen roten Porsche Cayenne in der Isarvorstadt gesehen, der scheinbar Herren-los parkt?"

"Porsche Cayenne verloren"-Aushang in München echt oder handelt es sich um Satire?

Etwaige Hinweise können laut Aushang per E-Mail zwar an porscherot@gmx.de gesendet werden, allzu viele davon dürften allerdings wohl kaum eingehen. Denn so bemüht der angebliche Geschäftsmann wirkt, ernst nehmen wird ihn wohl niemand.

Zu augenscheinlich sind die zahlreichen Klischees, die das Gesuch recht schnell als Satire, die hinter der lustigen Fassade einmal mehr eine ernste Botschaft vermittelt, zu outen scheinen und damit auch zum Nachdenken anregen dürften. Steckt hinter den lustigen Zeilen doch eine gesellschaftliche Kritik, die wohl vielen aus dem Herzen spricht.

Titelfoto: 123RF/Aleksei Kurguzov

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