Gewalt von Flüchtlingen laut Joachim Herrmann meist untereinander

München - Gewalt von Flüchtlingen richtet sich nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (63, CSU) oft gegen andere Flüchtlinge.

Joachim Herrmann (63, CSU), Innenminister von Bayern, setzt sich dafür ein, dass Asylbewerber weder Täter noch Opfer werden.
Joachim Herrmann (63, CSU), Innenminister von Bayern, setzt sich dafür ein, dass Asylbewerber weder Täter noch Opfer werden.  © Sven Hoppe/dpa

"Rund die Hälfte der von Asylbewerbern begangenen Rohheitsdelikte werden an anderen Flüchtlingen begangen, was die Sache aber nicht besser macht", sagte der CSU-Politiker dem Münchner Merkur

Die meisten Flüchtlinge verhielten sich aber "ordentlich". "Selbstverständlich ist das Gros der Zuwanderer nicht kriminell. Aber diese Probleme gibt es, das ist eine Herausforderung, die wir nicht kleinreden dürfen." 

Der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer an allen Tatverdächtigen liege bei rund zehn Prozent.

Nicht zu vernachlässigen: Straftaten von Deutschen gegen Flüchtlinge

"Was man im Übrigen auch nicht verschweigen sollte, sind Straftaten, die von Deutschen gegen Flüchtlinge verübt werden", sagte er weiter.  Deshalb habe Bayern private Sicherheitskräfte in den Einrichtungen verstärkt – "damit Flüchtlinge weder Täter noch Opfer werden".

Insgesamt sei der Freistaat seit dem Flüchtlingszustrom vor fünf Jahren nicht unsicherer geworden, sagte Herrmann. Im Gegenteil: "2019 hatten wir die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 40 Jahren in Bayern", so der Minister. 

"Gleichzeitig müssen wir aber feststellen, dass der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen – speziell auch von Zuwanderern - in den vergangenen fünf Jahren gestiegen ist."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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