Lehren aus Coronavirus-Krise: Nationale Gesundheitsbehörde künftig sinnvoll?

München - Wie soll die Zukunft in Deutschland aussehen? Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hält die Gründung einer Bundesgesundheitsbehörde für überlegenswert.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hält die Gründung einer Bundesgesundheitsbehörde für überlegenswert.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hält die Gründung einer Bundesgesundheitsbehörde für überlegenswert.  © Sven Hoppe/dpa

Der Ärzte Zeitung sagte er: "Wir sollten nach der Pandemie ernsthaft überlegen, ob wir nicht ein nationales Institut bräuchten, in dem wir unsere Public-Health-Kompetenzen bündeln."

Holetschek ist turnusgemäß Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).

Auch für die Ständige Impfkommission (Stiko) sieht er Reformbedarf. "Die Stiko-Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die Unabhängigkeit der Wissenschaft ist wirklich wichtig. Aber wir könnten den Kommissionsmitgliedern eine Struktur zur Seite stellen, die sie in ihrem Ehrenamt professionell unterstützt", erklärte der 56-Jährige weiter.

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Im Zusammenhang mit Corona-Impfempfehlungen der Kommission forderte er eine bessere Kommunikation. Die wechselnden Empfehlungen zum AstraZeneca-Impfstoff beispielsweise hätten zu erheblicher Verunsicherung geführt.

"Aus Sicht der Wissenschaft waren die Empfehlungen sicher richtig, aber aus Sicht derer, die politische Entscheidungen fällen müssen, war das extrem schwierig." Deswegen sei zu überlegen, wie die Stiko unterstützt werden könnte.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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