Coronavirus-Auswirkungen auf Schickeria? Harry G: "Da draußen leiden gerade viele"

München - Das Oktoberfest wird in diesem Jahr bekanntlich aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Die Absage war letztlich vernünftig und zudem alternativlos, wie auch Münchens beliebtester Grantler Harry G (40) findet.

Markus Stoll dürften viele vor allem als Grantler Harry G kennen.
Markus Stoll dürften viele vor allem als Grantler Harry G kennen.  © Felix Hörhager/dpa

Momentan fühle es "sich richtig an", sagt der 40-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Markus Stoll heißt und als Schauspieler und Comedian sein Geld verdient, im Interview in der PLAYBOY Juli-Ausgabe: "Wenn man sagt, bis zum 31. August verbietet man Großveranstaltungen, ist ja klar, dass man vier Wochen später nicht sechs Millionen Menschen aus allen Ländern der Erde aufeinander loslassen kann. Dann hätten wir uns alles andere sparen können."

Der Kabarettist, dem auf der beliebten Social-Media-Plattform Instagram inzwischen mehr als 166.000 Menschen folgen, hat im Zuge der Corona-Krise allerdings vor allem eine Gruppe ausgemacht, die in seinen Augen besonders betroffen ist: die High Society der bayerischen Landeshauptstadt.

"Das ganze Thema Schickeria basiert auf Bussi-Bussi. Und allein dass das nicht mehr möglich ist, sagt ja schon alles", erklärt Stoll dem Magazin: "Schickeria ist sehen und gesehen werden. Das braucht Bühne, das braucht Öffentlichkeit, und genau das geht jetzt nicht. Du kannst dich gerade nicht einfach in irgendein Lokal setzen - wohlgemerkt, in München sitzt man sich nicht gegenüber, man sitzt nebeneinander - und auf andere Leute glotzen. Ich glaube, da draußen leiden gerade viele sehr darunter, dass sie nicht auffallen können."

Markus Stoll als Charlie Menzinger in neuer Amazon Original Serie "Der Beischläfer" zu sehen

Dass Stoll weit mehr als einfach nur granteln kann, beweist er ab dem 29. Mai, wenn er in der neuen Amazon Original Serie "Der Beischläfer" als Münchner Werkstattbetreiber Charlie Menzinger, der unfreiwillig zum Schöffen berufen wird, zu sehen ist.

Trotz einer gewissen Unsicherheit ist der gebürtige Regensburger mit dem Endprodukt offenbar sehr zufrieden, wie er im Gespräch mit dem PLAYBOY entsprechend erleichtert schildert: "Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen, weil ich mich, umgeben von meinen tollen Schauspielkollegen, für eine erste Hauptrolle wacker geschlagen habe."

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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