IAA-Protestcamp: Gericht erlaubt Feldküche für alle

München - Zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) wehren sich Gegner gerichtlich gegen Auflagen der Stadt München für das Protestcamp auf der Theresienwiese.

Ein gelbes Plakat mit der Aufschrift "Smash IAA Autokonzerne entmachten und enteignen!" klebt an einer Wand in der Stadt.
Ein gelbes Plakat mit der Aufschrift "Smash IAA Autokonzerne entmachten und enteignen!" klebt an einer Wand in der Stadt.  © Peter Kneffel/dpa

Ein Eilantrag und eine Klage seien noch am Sonntag eingegangen, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts München am Montag.

Das Kreisverwaltungsreferat hatte nicht genehmigt, alle erwarteten 1500 Teilnehmer am "Mobiliätswendecamp" auf Spendenbasis mit veganem Essen zu versorgen und Zirkuszelte für Bildungsveranstaltungen aufzubauen.

Der Auflagenbescheid erlaubt den Angaben zufolge nur die Essensversorgung eines kleinen Organisationsteams von 150 Menschen.

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"Die Versorgung mit veganem Essen gehört zu unserem Protest", sagte Vanessa Probst vom Camp-Bündnis.

"Wir zeigen damit, dass eine Ernährungsweise ohne Ausbeutung von Mensch und Natur möglich ist." Es solle kostenlos Essen verteilt werden, um Menschen, unabhängig vom Einkommen, die Teilnahme zu ermöglichen, sagte Veronika Beierlein von der VolxKüche München.

"So etwas darf nicht verboten sein."

Stadt München verbietet Vergabe von kostenlosem Essen

Das Kreisverwaltungsreferat hat zudem untersagt, Zirkuszelte aufzustellen. Dort sollte es ein Programm mit Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträgen geben, um sich mit alternativen Mobilitäts- und Wirtschaftskonzepten auseinanderzusetzen.

Die Münchner Polizei rechnet zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in dieser Woche mit ihrem größten Einsatz in 20 Jahren. Zu diversen Veranstaltungen werden Zehntausende Demonstranten erwartet.

Update 16.30 Uhr: IAA-Protestcamp: Gericht erlaubt Feldküche für alle

Beim Protestcamp gegen die Automobilausstellung IAA Mobility dürfen nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts München entgegen der ursprünglichen Auflage der Stadt alle Teilnehmer mithilfe einer Feldküche verpflegt werden.

Das Gericht gab am Montag einem Eilantrag des Aktionsbündnisses "Sand im Getriebe" zu diesem Streitthema statt. Die Feldküche mit vegetarischem und veganem Essen für alle erwarteten 1500 Teilnehmer am "Mobiliätswendecamp" auf der Theresienwiese habe einen funktionalen und symbolischen Bezug zum Thema der Versammlung. Denn diese setze sich nicht nur kritisch mit der Verkehrsmobilität auseinander, sondern insgesamt mit dem Thema Klimaschutz.

Insofern sei ein direkter Bezug gegeben, zumal sich die Teilnehmer andernfalls auch mit Essen "to go" eindecken müssten. Der dabei entstehende Verpackungsmüll stünde den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerade entgegen.

Der Gerichtsentscheidung zufolge wird es aber keine großen Zelte für Workshops, Podiumsdiskussionen und Vorträge geben wie von den Veranstaltern beantragt.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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