JVA Marktredwitz: Planung nimmt entscheidende Hürde vor Bau

München/Marktredwitz - Der Bau eines neuen Gefängnisses im oberfränkischen Marktredwitz ist in Bayern einen entscheidenden Schritt näher gerückt.

Die Justizvollzugsanstalt in Marktredwitz soll 364 Haftplätze bieten, mit dem Bau im Jahr 2023 begonnen werden. (Symbolbild)
Die Justizvollzugsanstalt in Marktredwitz soll 364 Haftplätze bieten, mit dem Bau im Jahr 2023 begonnen werden. (Symbolbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag stimmte am Donnerstag einer Projektunterlage zur Planung zu. Mit dem Bau soll demnach 2023 begonnen werden. Für den Beginn ist eine weitere Genehmigung durch den Haushaltsausschuss nötig.

Für den Bau sind rund 223 Millionen Euro veranschlagt. Die Justizvollzugsanstalt (JVA) soll auf einem derzeit landwirtschaftlich genutzten Gelände im Marktredwitzer Ortsteil Lorenzreuth entstehen. Es soll 364 Haftplätze geben: 120 Plätze für Frauen, zehn davon in einer Mutter-Kind-Abteilung.

Außerdem sollen 220 Haftplätze für Männer sowie 24 Haftplätze in der ersten geriatrischen Abteilung in einer bayerischen JVA entstehen.

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Man bekomme in Marktredwitz eine "ganz besondere Einrichtung mit Spezialabteilungen", sagte der Wunsiedler CSU-Abgeordnete Martin Schöffel (44). Die Ansiedelung einer JVA in Marktredwitz war bereits 2015 im Rahmen der Heimatstrategie Behördenverlagerungen beschlossen worden.

Damit soll die Infrastruktur im ländlichen Raum gestärkt werden. Mit der JVA sollen rund 200 Arbeitsplätze entstehen.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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